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Der Welt Lauf. Von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.)
Der alte Revierförſter Gotthelf war noch Einer aus der alten Welt nicht hochmüthig, treu, einfach und grad⸗ aus. Er ſchoß immer grad aufs Blatt. Der merkte bei Zeiten, wieviel Uhr es mit den Beiden war, noch ehe es die Ackermanns weg hatten. Der nahm ſich's vor, dem jungen Menſchen einmal den Fuß zu ſtellen und ihm zu ſagen, wo Barthel den Moſt holt, nöthigenfalls auch den Kümmel zu reiben, daß er den Geruch davon lange in der Naſe behielte..
Dafür war Gotthelf grade der Rechte. Er konnte ſogenannte Löffeleien nicht leiden und wollte Alles ehrlich gehalten haben, was man etwa zuſage. ö
Ging er denn einmal Morgens früh mit dem Wol⸗ tersdorf hinaus und als ſie in den Wald kamen, blieb er plötzlich ſtehen, ſah den jungen Menſchen friſchweg mit ſeinen Falkenaugen an und ſagte: Hört mal, junger Herr, Ihr macht mir da Jagd auf ein ſchönes, edles Wild, ich meine Ackermanns Ammichen, und iſt doch für Euch noch eigentlich Hegezeit, weil Ihr kein Brod habt, wenn Ihr's anders ehrlich meint. Betracht' ich die Sache recht, ſo mein' ich, es wäre unrecht von Euch, dem herzigen Kinde den Kopf zu verdrehen. Wahrſcheinlich ſind's doch von Euch Poſſen, ſo Purpaßletang, wie die Bauern ſagen?
Der junge Woltersdorf ſtand verblüfft da; das Blut ſtieg ihm aber in den Kamm und er ſagte. Wofür haltet Ihr mich, Herr Revierförſter?
Ei, ſagte der, für einen jungen Menſchen, der noch keine Frau braucht, darum aber auch einem braven Mäd⸗ chen nicht weiß machen ſoll, er wolle es heirathen. Wird doch nichts draus! He? Iſt's anders?
Ihr habt wenig Fehlſchüſſe in Eurem Leben gethan, hier aber einmal einen rechten, ſprach feſt und männlich Woltersdorf. Ich ſag' Euch, daß es mir ein Ernſt iſt mit dem Mädchen, das ich für vortrefflich halte und treu liebe. Sie wird meine Frau und nie eine Andere!
Brav, ſagte Gotthelf, wenn's an der Zeit wäre; aber— was wird Eure Familie ſagen? Sie iſt ein ſimp⸗ les Bauernmädchen.
Aber mehr werth, als alle Stadtdunzeln! rief Wol⸗ tersdorf.
Zugeſtanden, fuhr Gotthelf fort; allein meine Frage iſt nicht beantwortet.
Um meine Familie hab' ich mich nicht zu kümmern, falls ſie dagegen ſein wollte. Vater und Mutter ſind todt;
was kümmern mich die Andern?— Ich ſtehe auf eigenen
Ständern(andere Leute ſagen: Füßen), fuhr Woltersdorf fort. Höchſtens in einem Jahre hab' ich ein Amt und dann heirathe ich Ammichen! Dabei bleibt's. Und damit Ihr ſehet, daß es mir redlicher Ernſt iſt, ſo bitt' ich Euch, werdet mein Freiersmann!
Gleich? fragte erſtaunt Gotthelf.
Ja, ſagte Woltersdorf. Ich will Gewißheit, damit ſie mir nicht ein Anderer wegſchnappt.
Gotthelf reichte ihm die Hand und ſagte: Ihr ſeid ein wackerer Menſch. Nehmt's nicht quer, daß ich in Euren Wechſel trat; aber ich hab's treu mit Euch und dem lieben Kinde gemeint. Nun aber laßt auch eines alten Mannes Rath etwas gelten. Von dem Plan ſteht ab. Die langen Liebſchaften ſind nicht viel werth, aber ſie ſind noch beſſer, als die langen Brautſchaften. Wartet, bis Ihr ein Amt habt; dann ſtellt das Treibjagen an. Daß Euch das Mädel treu bleibt, verbürg' ich Euch, denn die iſt in der Wolle gefärbt. Bleibt Ihr nur treu. Ich
der alte Gotthelf hatte ihnen ſeine Unterredung mit Wol—
ſag's Euch, wenn Ihr das Mädel ſitzen laſſet, ſo kommt mir nicht in den Bereich meiner Kugel; ſie könnte ſonſt den Weg zu Eurem Herzen finden, das freilich in ſolchem Fall keinen Schuß Pulver werth wäre.
Sie redeten in der Weiſe noch fort und der junge
Menſch folgte dem Rathe des Greiſes, der es ſo treu mit der
ihm und ſeinem Ammichen meinte.
Aber immer inniger wurde das Band zwiſchen Bei— den, und es ſchien, als ſollte das wahr werden, was in
Es war einmal ein junger Knab',
Der liebt ſein'n Schatz ein ganzes Jahr; Ein ganzes Jahr, und noch viel mehr, Die Liebe nahm kein Ende mehr.
dem alten Liede ſteht: 0
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Die alten Ackermann's wußten's und billigten's, denn
tersdorf geſagt. Auch alle Leute im Dorfe wußten's und gönnten dem lieben Ammichen ſein Glück; denn es über⸗ hob ſich nicht und blieb ſo demüthig wie allezeit. 9
So floß noch ein Jahr hin und Ammichen galt über⸗ all für des jungen Forſtmanns Braut.
Da kam plötzlich ein Dekret, das ihn zum Forſtactuar in einer Stadt ernannte, die etwa dreißig Stunden weit weg war. Es war im Herbſte, als das kam.
Wer das Leid geſehen in der Scheideſtunde, der mußte glauben, daß weder die Zeit noch die Entfernung, noch andere Mädchen dies Band treuer Herzen jemals trennen könne. N
Er gelobte ewige Treue. Sie war ganz außer ſich vor Leid. Bis zu Pfingſten komm' ich wieder, ſagte er, und dann gehſt du als mein liebes Weib mit mir von dannen. Mit ſolchen Gedanken ſchied er; denn ein Actuar kann ſchon eine Frau ernähren, und Woltersdorf war reich; er hatte Etwas zuzuſetzen im Nothfall, und Ammichen war auch nicht arm, wie ich Euch ſagte. Vom Actuar zum Revierförſter iſt auch nur noch ein Schritt und es waren gar viele alte Leute im Dienſt, die bald abgängig wurden.—
Woltersdorf ſchrieb oft und alle ſeine Briefe waren voll Lieb' und Treu'. Nach und nach kamen aber die Briefe ſeltener und er klagte über ganz erſtauulich viele Arbeit, die er habe. Dem alten Gotthelf wurde es unheim⸗ lich, obwohl in Ammichens Seele kein Zweifel kam.
Gotthelf hatte den Woltersdorf lieb. Er hielt viel auf ihn; aber jetzt kamen dennoch beängſtigende Gedanken über ihn. Er machte den Proceß kürz, und ſich auf die Socken und ging zu ihm. Als ihn Woltersdorf ſah, gerieth er etwas in Verlegenheit und das fiel dem Alten auf; den⸗ noch aber war alles Lieb's und Gut's, wie man ſagt. Er zeigte ihm den Forſt und Alles, was ſehenswerth war und führte ihn dann auch zu ſeinem Revierförſter. Man konnte es ſehen, daß da der Herr Actuar gar wohl gelitten war, beſonders bei der feinen und ſchönen Tochter, mit der er auch gar nicht übel zu ſtehen ſchien.
Gotthelf hatte ſcharfe Augen.
Abends ſagte er zu Woltersdorf: Als ich ſchied, ſah ich in ein Paar Augen, die dick voll Thränen ſtanden. Sie waren ſchöner, aber nicht ſo verlockend, als die zweie, in die Ihr heute ſo oft geblickt habet. Denkt Ihr auch noch an die lieben, treuen Augen, die Euch einſt ſo wohl— gefielen? f
Woltersdorf gerieth in Verlegenheit. Er vermaß ſich hoch und theuer, daß er Ammichen liebe und ſie bald heimführen würde.
Gotthelf kam betrübt heim. Zwar hatte er beim Ab— ſchied den Actuar an ſeine Pflicht gemahnt mit Worten voll Kraft und Wahrheit, aber er mißtraute.
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