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ntelligenz-Vlatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
5 im Allgemeinen, die Kreiſe Kriedberg, Vilbel und Nidda
im Beſonderen.
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Sonnabend den 4. September
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Einladung
In dem landwirthſchftlichen Unterrichte für Söhne von
Landwirthen der Provinz Oberheſſen zu Darmſtadt. Der Unterricht für Söhne von Landwirthen wird
ten Son uch im nächſten Winter, wenn ſich eine geeignete Anzahl Aüukan. Theilnehmer findet, fortgeſetzt werden. Unter Anfügung
J üſtner, des Statuts für dieſen ergeht hiermit an diejenigen, welche
Arberg No. 34
un demſelben Theil nehmen wollen, die Aufforderung, dieſe
furt am Ma bre Abſicht ſpäteſtens bis Ende September d. J. da⸗ „Aal ier ſchriftlich anzuzeigen.
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Abends. Die 6.7 verabreicht.
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Laubach den 17. Auguſt 1852. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen: In deſſen Abweſenheit der Vicepräſident Dr. Gros.
Statut
(des Unterrichts für Söhne von Landwirthen der Provinz Oberheſſen in der Landwirthſchaft auf Koſten des land—⸗
wirthſchaftlichen Vereins dieſer Provinz.
Art. 1. Aufnahmebedingungen:
a) Alter, nicht unter 18 Jahren als Regel.
5b) Ausſicht des jüngeren Mannes auf dereinſtigen eigenen Grundbeſitz.
o Gewißheit darüber, daß derſelbe eine Gewerb- oder landwirthſchaftliche Schule doch nicht beſuchen würde, wenn auch der Verein mit ſeinem Unterrichte nicht eingetreten wäre.
Art. 2. Ertheilung des Unterrichts:
a) Ueber die Zeit des Unterrichts wird den Theilnehmern beſondere Nachricht zugehen.
p) Unterricht wird ertheilt: über Bodenkultur und Vieh⸗ zucht, die wichtigen Punkte der Verbeſſerung der vater⸗ ländiſchen Landwirthſchaft und Erläuterung der Großh. Heſſ. Landeskulturgeſetze.
Sodann haben ſtatt: Arithmetiſche Uebungen, Körper⸗ und Flächenberechnungen, Uebungen im Schön- und Rich⸗ tigſchreiben, im Styl- und ſchriftlichen Geſchäfts verkehr.
Art. 3. Koſten des Unterrichts:
Dieſe übernimmt ſämmtlich der landwirthſchaftliche Verein, ſo daß alſo die Theilnehmer an dem Unterrichte blos für Koſt und Logis auf eigene Rechnung zu ſorgen
„n haben.
Die Leibeigene von Poberez. (Fortſetzung.)
Die Signora war erſtaunt.„Wer hat Dich das gelehrt?“ fragte ſie voll Bewunderung.
Anielka erzählte ihre Geſchichte. Als ſie geendet, ſprach die Prima Donna ſo freundlich zu ihr, daß es ihr war, als ob ſie ſie ſchon ſeit Jahren kenne. Anielka blieb an dieſem und den folgenden Tagen Tereſina's Gaſt. Am dritten Tage nach der Oper hieß ſie die Prima Donna neben ſich ſetzen und ſprach:„Ich glaube, daß Du ein ſehr gutes Mädchen biſt, Du ſollſt immer bei mir bleiben.“
Das Mädchen war vor Freude faſt außer ſich.
„Wir werden uns nie mehr trennen. Willigſt Du ein, Anielka?“
„Nennen Sie mich nicht Anielka. Geben Sie mir einen italieniſchen Namen dafür.“
„Gut alſo, Du ſollſt Giovanna heißen, die beſte Freundin, die ich jemals hatte— die ich aber verlor— hieß Giovanna,“ ſagte die Prima Donna.
„Dann will ich Ihnen eine zweite Giovanna ſein.“
Tereſina fuhr fort:„Ich zögerte anfangs, ſowohl um Deinet⸗ als um meinetwillen, Dich bei mir aufzuneh— men; jetzt aber biſt Du ſicher. Ich habe erfahren, daß Dein Herr und Deine Gebieterin, nachdem ſie vergebens nach Dir gefahndet, nach Polen zurückgekehrt ſind.“
Von dieſem Augenblick an begann für Anielka ein neues Leben. Die Signora unterrichtete ſie täglich im Singen, und bald erhielt ſie ein Engagement, nach wel⸗ chem ſie in untergeordneten Rollen auf der Bühne auf⸗ treten durfte. Sie hatte jetzt ihr eigenes Einkommen und eine eigene Dienerin, ſie, die bis dahin ſelbſt hatte dienen müſſen. Raſch lernte ſie die italieniſche Sprache und galt in kurzer Zeit für eine Eingeborene.
So vergingen drei Jahre. Aber all' die neuen und manigfaltigen Eindrücke, die Anielka empfing, vermochten doch jene alten nicht auszulöſchen. Sie hatte jetzt eine hohe Vollendung in der Singkunſt erreicht und begann be—⸗ reits die Prima Donna ſebſt zu übertreffen, die ihre Stim⸗ me in Folge einer ſchwachen Bruſt zu verlieren begann. Dieſe traurige Entdeckung hatte einen merklichen Einfluß auf das bisher ſo heitere Temperament Tereſina's. Sie ſang nicht mehr öffentlich; denn ſie ertrug es nicht, daß ſie jetzt da Mitleid erregen ſollte, wo ſie ehedem zur Be— wunderung hingeriſſen hatte. 9
Sie beſchloß, ſich aus der Welt zurückzuziehen.„Du
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