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Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in einem Gehöft zu Ockstadt die
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Bekanntmachung.
das betr. Gehöft Gehöftsperre angeordnet worden ist.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise veröffentlichen lassen.
Erdarbeiten bestehend in: 1. Verschleifen der Steinbrückerhohl.
2. 5„ Bachhohl
3 5„ Dachspfadhohle
4. 7„ Mainzerthorweghohle 5. 15„ Judenhohle f 6. 5„ Görbelheimer Hohle 7. Planirung der Gewannwege
Vergebung von Erdarbeiten. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Jauerbach b. Fr., II. Sache, hier die Ausführung der Meliorationsarbeiten. Die Ausführung der im letzten Bereinigungsbezirk vorkommenden
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11505„ 1750„ 869„ 1937„ 8 16955 lfd. m, 4366
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Johannes Müller IV. von Wölfersheim wurde als Mitglied des Wiesenvorstands daselbst verpflichtet. a Franz Bechthold und Joseph Pauly II., beide von Heldenbergen, wurden als Wiegemeister für die Gemeinde Heldenbergen verpflichtet. Karl Draudt von Nieder-Wöllstadt wurde als Wiesenvorstandsmitglied daselbst verpflichtet.
8. Herstellen eines Einschnittes, Aufrajolen alter Wege, Verschleifung verschiedener Raine ꝛc. sollen Samstag den 4. November d. J. in mehreren Loosen öffentlich vergeben werden. Zusammenkunft Vor⸗ mittags 10 Uhr am Gemeindehaus. dingungen können von kommendem Donnerstag ab auf dem Bureau des Kulturtechnikers Bauer dahier eingesehen werden.
Friedberg den 29. Oktober 1893.
Maul⸗ und Klauenseuche festgestellt und 1 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Dr. Braden.
Pläne Voranschlag und Be—
Der Vollzugs⸗Commissär: Süffert.
Deutsches Reich.
Berlin, 28. Okt. Der Herzog von Coburg traf Vormittags hier ein. Der Kaiser mit sämmtlichen Prinzen, eine Ehrenkompagnie des 1. Garderegiments, in deren Front der Kron— prinz, Prinz Eitel Friedrich und der Erbherzog von Coburg standen, waren auf dem Bahn— hofe anwesend. Der Kaiser umarmte und küßte den Herzog wiederholt und begab sich sodann mit dem Herzog in das neue Palais, wo eine Ehrenkompagnie des Seebataillons aufgestellt war. Der Kaiser und der Herzog begaben sich Abends zum Essen nach dem Offizierskasino des ersten Garderegiments und wurden an der Treppe von der Generalität und dem Regi— ments⸗Kommandeur empfangen. Nachmittags hatte der Herzog verschiedene Besuche abgestattet und empfangen.
— Die offiziöse N. A. Z. zieht, nachdem die Russenfeste in Frankreich vorüber sind, das Resumé und kommt zu folgendem Schlusse: „Die freundschaftlichen Beziehungen wie sie in dem Enthusiasmus der Franzosen für ihre russischen Gäste zwischen Rußland und Frank— reich sich geltend gemacht haben, können im besonderen aus deutschen Gesichtspunkten mit Ruhe aufgenommen werden; denn die Be— geisterung, mit der die Franzosen den russischen Besuch empfangen haben, ist nur eine neue Bestätigung der weit zurückreichenden und längst bekannten Thatsache, daß Rußland überall da, wo wirkliche oder vermeintliche Interessen der russischen Politik einen Appell an die Waffen fordern könnten, auf Frankreich mit Sicherheit zählen kann. Deshalb ist auch heute kein Grund vorhanden, der Rußland veranlassen könnte, die ihm ohne Entgelt zufallende französische Freundschaft und eventuelle Heeresfolge mit irgend welchem Versprechen der Gegenseitigkeit zu bezahlen und sich dadurch des Vortheils zu begeben, in jedem einzelnen Falle zu prüfen, ob ein Eintreten für französische Interessen in demselben für Rußland nützlich und geboten ist oder nicht. Von diesem Gesichtspunkt wer— den wir auch alle jetzt oder später wieder— kehrenden Gerüchte über russisch-französische Abmachungen beurtheilen dürfen.“
Leipzig, 27. Okt. Der Strafsenat des Reichsgerichts hat die Verhandlung gegen die in Kiel verhafteten französischen Spione an— geordnet.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 28. Okt. Graf Taaffe wurde heute Abend vom Kaiser, der von Pest hierher zurückgekehrt ist, in fünf— vietelstündiger Audienz empfangen und erstattete Bericht über die parlamentarische Lage. Gesammtministerium wird morgen seine De— mission überreichen.
der Krisis verlautet: In einer Besprechung
der Obmänner der drei Klubs wurde seitens der vereinigten Linken jede weitere Theilnahme an den parlamentarischen Arbeiten verweigert, solange Taaffe sich an der Spitze des Kabinets befindet. Hohenwart und Jaworski theilten Namens der Linken diese Erklärung Taaffe mit, der dies an den Kaiser nach Budupest be— richtete und um eine Audienz bat. Der Kaiser
verfügte sofort die Abreise nach Wien. Offiziös
wird die schon gemeldete Nachricht be— stätigt, daß das Kabinet Wekerle an dem kirchenpolitischen Programm in vollem Umfange festhält. Die Meldung, daß Csaky und Szilagyi demissioniren wollten, ist unrichtig, das Cabinet ist solidarisch.
Schweiz. Bern, 27. Okt. Der Austausch der Ratifikationen des spanisch-schweizerischen Handelsvertrags hat gestern in Madrid statt— gefunden. Der Vertrag tritt laut Protokoll am 1. Januar 1894 in Kraft.
Frankreich. Paris, 27. Okt. Carnot kam heute Morgen in Toulon an. Sein Ein— zug fand unter Kanonendonner statt. Die Truppen bildeten Spalier bis zur Seepräfektur. In Carnot's Gefolge befanden sich der Cabinets— chef, der Minister des Auswärtigen und der Marineminister. Carnot begab sich, nachdem er, von der Bevölkerung acclamirt, seinen Ein— zug in Toulon gehalten hatte, an Bord des „Formidable“, von den Ministern begleitet.
— 28. Okt. Die Münzkonferenz wird erst in einer oder zwei Sitzungen ihre Arbeiten be— endigt haben, man ist jedoch im Wesentlichen zu einer Einigung gelangt. Die lateinische Münz⸗Union wird weiter fortbestehen.
Toulon, 28. Okt. Präsident Carnot em— pfing heute aus Gatschina ein Telegramm des Kaisers von Rußland, in dem es heißt:„Bei der Abfahrt des russischen Geschwaders liegt mir daran, Ihnen meine dankbare Rührung für die glänzende Aufnahme der Seeleute auf französischem Boden auszudrücken. Die neuer— lichen lebhaften und so beredten Sympathie— beweise werden den zwischen unseren beiden Landern bestehenden Banden neue hinzufügen und, wie ich hoffe, zur Befestigung des allge— meinen Friedens beitragen, welcher der Haupt— gegenstand aller Bestrebungen und Wünsche derselben bildet. Alexander.“ Admiral Avellan gab heute einen Ball auf drei neben einander liegenden Schifsen, die festlich dekorirt waren und den großen Zustrom der Einge— ladenen aufnehmen konnten. von Toulon wieder ab. der russische Botschafter begleiteten ihn zum Bahnhof. Carnot sagte zu Avellan:
die Verbindung beider Länder noch fester schließt.“
zunächst nach den Hyerischen Inseln.
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Carnot reiste heute wu Admiral Avellan und eine Reihe von Gesetzentwürfen angekündigt,
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Das habe eine Depesche des Kaisers erhalten, welche Eisenbahnlinie Sofia-Roman.
Spanien. Madrid, 27. Okt. General Marcias reist heute ab, um den Oberbefehl über die Truppen bei Melilla zu übernehmen.
— Das zwischen Deutschland und Spanien bestehende Handelsprovisorium ist bis zum 31. Dezember 1893 verlängert worden.
— 28. Oktbr. Der Militär-⸗Gouver neut
von Melilla erlitt, als er mit einigen Abthei⸗
lungen Soldaten einen von der Operations⸗ basis entfernten Ort befestigen wollte, eine Schlappe und mußte sich beim Einbruch der Nacht vor der überlegenen Macht der Kabylen zurückziehen. Es heißt, die Kabylen hätten spanisches Gebiet verletzt. Verstärkungen nach Melilla ab.
Italien. Rom, 27. Oktbr.
in längerer Audienz. f
Fortgesetzt gehen
Der Papst empfing heute den Bischof Korum von Trier
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— 28. Okt. In mehreren Orten Sizilien?*
hat man mit der Verhaftung der Präsidenten In Milocca drangen die
der Fasci begonnen. b Frauen in die Kaserne ein, in die die Ver hafteten eingeschlossen waren, so daß die Polizei gezwungen war, diese freizulassen. Tags darauf wurden 40 Frauen und mehrere Männer verhaftet.
Spezia, 27. Okt. Zu Ehren der englischen Gäste fand an Bord des„Lepanto“ ein Essen statt, sodann ein Thee und ein glänzender Empfang bei Admiral Labrano. Die Stadt war glänzend beleuchtet und außerordentlich be⸗ lebt. Das britische Geschwader geht Sonnta früh nach Gibraltar ab, wo es mit dem Kanal⸗ geschwader zusammentrifft.
Serbien. Belgrad, 27. Okt. Der russisch⸗ serbische Handelsvertrag ist heute unterzeichnet worden.
— 28. Okt. In einem gestern unter dem Vorsitze des Königs abgehaltenen Ministerrath gelangte ein Schreiben des in Abbazzia weilen⸗ den Cabinetschef Dokitsch zur Verlesung, worin derselbe seinen endgiltigen Entschluß, zu demis⸗ sioniren, bekannt gibt. Auf den Wunsch des Königs wurde die Lösung der Frage bis zum Zusammentritt der Kammer am 13. Nopbr. vertagt, doch gilt es für sicher, daß der Präsi⸗ dent des Staatsraths Velimirovitsch, die Erb⸗ schaft des Dr. Dokitsch antreten wird.
Bulgarien. Sofia, 27. Okt. Die Session der Sobranje wurde heute vom Fürsten Ferdinand mit einer Thronrede eröffnet, worin auf die Vermählung des Fürsten Ferdinand als auf ein Ereigniß hingewiesen wurde, das die nationale Dynastie sichere. Alsdann wurde
darunter das Wahlgesetz, das Gütereigenthums⸗ gesetz und ein Gesetz betreffend den Bau der Es
Griechenland. Athen, 27. Okt.
Ueber die Vorgeschichte Morgen Nachmittag fährt die russische Flotte verlautet bestimmt, daß der König die Kammer
persönlich mit einer Thronrede eröffnen wird.
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