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Wagner,
C Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., ö wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welch
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Donnerstag den 30. November.
berhessischer
nzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Recl
ö eclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. zen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
Annoncen von aus⸗
—
Betreffend: Die Ausführung der Landesfeuerlöschordnung.
von Uebungen und des Verhaltens bei Brandf
Wir machen Sie auf eine in dem heutigen Kreisblatt aus der rschrift„Winterdienst im Feuerlöschwesen“
und dafür besorgt sein zu wollen, daß den hier gegebenen Vorschriften gemäß
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
Betreffend: Die Invaliditäts- und Altersversicherungspflicht der Treiber bei Jagden.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh.
Friedberg den 22. November 1893.
an die Großh. Bürgermeistereien und die Kommandanten der Feuerwehren des Kreises.
Feuerwehrzeitung abgedruckte Korrespondenz über Feuerlöschwesen mit unter dem Bedeuten aufmerksam, dem Gegenstande Ihre volle Aufmerksamkeit widmen e en 0 n hinsichtlich der Behandlung der Löschgeräthe, der Vornahme ällen zur Winterzeit verfahren wird. a
Dr. Braden.
. Friedberg den 28. November 1893. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt.
5 Nach einer Zeitungsnotiz in dem nichtamtlichen Theile des Kreisblattes Nr. 94 vom 12. August l. J., sollen die Treiber, welche bei
Jagden
s Treiber die Versicherungspflicht.
Verwendung finden, für versicherungspflichtig erklärt worden sein. N Um Irrthümer zu vermeiden, machen wir Sie darauf ausmerksam, daß zunächst unterschieden werden muf
äßige Lohnarbeiter sind, oder nicht. Sind sie berufsmäßige Lohnarbeiter, dann begründet nach diesseitiger Handelt es sich aber um Personen, die berufsmäßig Lohnarbeit überhaupt nicht verrichten, dann wird,
ten⸗Jabrik⸗ Lage. Betreffend: Schutz der in fremde Pflege gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir lassen Ihnen mit nächster Post die uns s. Zt. vorgelegten Ueberwachungsbogen rubr. Betreffs k. Hd. zugehen; in die Spalten
—3 derselben wollen Sie die vorgeschriebenen Einträge machen lassen und uns sodann die Ueberwachungsbogen spätestens bis 10. De⸗
hüte,
zember l. J. wieder einsenden.
da es sich in den weitaus meisten Fällen lediglich um gelegentliche Dienstleistungen handeln wird, auch die berneint werden müssen. Sie wollen hiernach die Interessenten bedeuten.
3, ob die Treiber berufs— Auffassung auch die Beschäftigung
Versicherungspflicht regelsweise Ur. Braden.
Friedberg den 27. November 1893.
Insoweit Ueberwachungsbogen uns Ihrerseits nicht eingesandt waren, wollen solche, deren Aufstellung innerhalb des Jahres 1893
tothwendig geworden ist, uns zum gleichen Termin eingesandt, event. Negativbericht erstattet werden. Nach der Vorschrift des 817,
klinge, Ahückigge, linen, Häringe,
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Wilh. Berubet,
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dem Etatsanschlag zurückbleiben. beeitet sich ausführlich über die Ziffern des vorliegen—
der verstorbenen Kinder nochmals vorzulegen.
betreffend: Die Vornahme einer außerordentlichen Viehzählung am 1. Dezember 1893.
Absatz 2, der Instruktion(Reg.-Blatt 1880, Seite 109) sind auch die Ueberwachungsbogen über die während des Jahres 1893 verzogenen
r. Braden.
Friedberg den 29. November 1893.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir erinnern daran, daß am 1. Dezember d. J. die rubr. Viehzählung stattzufinden hat und verweisen deswegen auf unser Aus—
chreiben vom 14. d. Mts., Kreisblatt Nr. 135.
achmittag den 1. Dezember l. J. verlegt.
Wegen Verhinderung des Großh. Rentamtmanns wi
Friedberg den 28. November 1893.
Bekanntmachung.
Dr. Braden.
rd der Nachmittags-Zahltag am Donnerstag den 30. d. Mts. auf Freitag⸗
Großherzogliches Rentamt Friedberg. Roßmann.
Deutsches Reich.
Berlin, 27. Nov. Reichstag. Erste Lesung des Etats. Staatssekretär v. Posadowsky beginnt mit er üblichen Uebersicht über bie Ergebnisse des abge— aufenen und des laufenden Etatsjahres. Das letztere ärfte einen Ueberschuß nur von 1½ Million ergeben,
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Penn den Mehreinnahmen bei Zucker-, Salz-, Brau- 15 Stempelsteuer, Post- und Telegraphenverwaltung, sehen Mehrausgaben namentlich bei der Heeresverwal—
ung von 10¾ Millionen gegenüber. Die Uebweisungen a die Einzelstaaten werden um 4 Millionen hinter Posadowsky ver-
den Etats 189495 und hebt namentlich hervor, daß de Forderungen für neue Schiffsbauten auf's Aeußerste ilduzirt sind und nur 3 Millionen betragen. Trotz srgfaltiger Veranschlagung aller Einnahmen ergebe duch dieser Etat wieder ein starkes Anwachsen der Matrikularbeiträge gegenüber den Ueberwelsungen, ein
Irozeß, der mit Nothwendigkeit auf Schaffung neuer gdeichs ⸗ Einnahmen hinweise. Dazu komme, daß der Jleichsschuld von 2 Milliarden nur in den Reichseisen⸗ 1 hnen ein werbendes Vermögen gegenüberstehe. Man glisse darnach streben, immer mehr die Ausgaben auf dem ordentlichen Etat und die laufenden Einnahmen zu blrweisen und die Anleihen zu vermindern. Wäre die tanzielle Nothwendigkeit nicht so dringend, so würde Reichsregierung nicht unter dem concentrirten Feuer um drei een neue Steuervorlagen Usgearbeitet haben. Die eingehende Darlegung der
othwendigkeit neuer Steuern füllt den letzten Theil die Rede des Staatssekretärs aus. Bebel will nichts ussen von einer Kolonialpolitik, die die Niedermetzlung wahrloser Eingeborner als Förderung der Kulturauf— zien bezeichne. Er geht dann auf die allgemeine Ilitische Lage ein, für die das Anwachsen der Militär— usgaben bezeichnend sei. Erscheinungen aber wie in nnn und im Elsaß, wo man im Manöver Ka⸗ nallerie gegen gedeckte Infanterie habe anstürmen lassen, eiten die Frage nahe, ob bei Ausbruch eines Krieges Leitung unserer Armee in solchen Händen sein werde,
daß man dem Ausgange des Krieges vertrauensvoll, brief durch sein damaliges Alter und legt seinen inneren
entgegensehen könne. Die Erfahrungen, welche
Marine bei den letzten Manövern mit ihren Panzer- bracht. Die Frage, ihm unklar, blos denunziren wolle er doch wohl nicht.
kolossen gemacht haben, gehörten eben dahin.
die Entwicklungsgang dar, der ihn vom Sozialismus abge⸗
Wozu Bebel den Brief veröffentlicht habe, sei
ob diesem Treiben, der Steigerung der Rüstungen, Staatssekretär Hollmann weist Bebels Angriff auf
durch friedliche Vereinbarung ein Ende zu machen sei, die Flotte zurück, die
sich auf die Autorität eines
werde immer dringlicher. Der allgemeine Nothstand Mannes stützten, der zum ersten Male die See gesehen
wachse, und trotzdem kämen neue Steuern.
„Kann habe.
„Deutschlands Flotte ist kriegstüchtig, wenn ein⸗
man sich da über die Zunahme der Unzufriedenheit zelne Schiffe zu alt sind, so bewilligen Sie Geld für
wundern? U gelegt, daß Ersparnisse kaum möglich sind, wenn man
Der vorliegende Etat ist allerdings so an- neue.“— 28. Nov.
nicht beispielsweise durch ein anderes Verabschiedungs⸗
system den Pensionsetat entlastet.“ Redner wendet sich der Reichsfinanzreform zu, die durch Preußens Finanz⸗ lage nicht gerechtfertigt sei. Das Reich habe überhaupt keine Veranlassung, für Defizits der Einzelstaaten auf— zukommen. Warum greife man nicht auf eine Ein⸗ kommensteuer zurück, statt die indirekten Steuern zu ver⸗
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mehren, welche die große Masse der Bevölkerung be⸗
lasten und den Versprechungen des Reichskanzlers und den Erwartungen des Reichstags zuwiderliefen. ner erläutert das an den neuen Steuern. tariern ist's einerlei, von wem sie regiert und ausge— beutet werden, aber die Gerechtigkeit verlangt, daß diejeniden, die allen Vortheil haben, die Lasten dafür nicht den Leistungsunfähigen zuschieben. Wer hätte das von einem ehemaligen Atheisten und Kommunisten er⸗ wartet? te allerdings glauben, daß Miquel noch ö ist; sie arbeiten uns in die Hände.“ r Bronsart protestirt auf's Schärfste dagegen, daß Bebel aus den Vorgängen des K von einzelnen Offizieren auf di ten Offizierkorps Schlüsse ziehe. die auf die Anklagebank gehöre. tschen würden ihren Aufgaben jederzeit gewachsen sein. einziges Offizierkorps dulde oder beg nstige de. spiel. Die Armee bedarf keiner Vorsch 98 ußen, sie kann sich selbst helfen. ister Miquel rechtfertigt seinen, von Bebel
sei eine 2 on e deutschen O
nalität des gesa n.
1 Red⸗ „Den Prole⸗ 2. e belasten wie die vorgeschlagenen.
Aber wenn man die Wirkung betrachtet, die
Hannoverschen Prozesses
ere Orleans. der es öffnen wollte, kam die Sendung ver—
Linie die mittleren Klassen treffen.
Fortsetzung der ersten Lesung des Etats. Finanzminister Miquel nimmt zunächst zur Befürwortung seiner Steuervorschläge das Wort. Einer direkten Reichssteuer im Reichssteuersystem stehe staats— rechtlich kein Hinderniß entgegen; sie sei aber bei der Verschiedenartigkeit der bundesstaatlichen Steuersysteme vorläufig unzulässig und undurchführbar. In Preußen würden Zuschläge zu den direkten Steuern in erster Dem gegenüber habe die indirekte Besteuerung die mannigfachsten Vor⸗ theile. Sei man aber von der Nothwendigkeit der in direkten Besteuerung überzeugt, so seien schwerlich andere Objekte zu finden, welche die unteren Klassen so wenig Miquel wendet sich speziell gegen die an sich sympathische Wehrsteuer und Erbschaftssteuer, die Gründe entwickelnd, aus denen von ihnen abzusehen sei, und die Vorzüge der Tabakfabrikat⸗ steuer kurz streifend, die mit ihrer Werthbesteuerung lange nicht so konsumeinschränkend wirke, wie die bru⸗ tale Gewichtssteuer. Die Agitation übertreibe die Folgen der Tabaksteuer ungeheuer, wie Sachverständige ihm versichert hätten. Der Reichstag wie die Reichsregie⸗ rung seien für die Finanzlage des Reiches verant⸗ wortlich.
— An den Reichskanzler Caprivi gelangte dieser Tage mit der Post ein Kästchen aus Dem Adjutanten, Major Ebmeyer,
dächtig vor. Das Kästchen wurde der Polizei zur Untersuchung übergeben, wobei sich heraus—
itlichten Jugend⸗ stellte, daß es eine Dynamitpatrone enthielt,
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