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Betreffend: Das Landgestüt; insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler
und das dieserhalb zu erhebende Sprunggeld für 1893.
Friedberg den 24. Oktober 1893.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir erinnern die Rückständigen von
Ihnen an umgehende Einsendung der in rubr. Betreff von Ihnen zu 1 Verzeichnisse. 1
r. Braden.
Einladung ö zu den amtlichen Bezirksconferenzen der Volksschullehrer des Kreises Friedberg.
(die 2. in 1893/94) sollen stattfinden:
Die Conferenzen ö 1. für den Bezirk Butzbach, Donnerstag den
2. für den Bezirk Friedberg, Dienstag den 7. 8. November l. J., zu Groß-Karben in einer Schulklasse der genannten Orte um 9½ Uhr. Es sollen außerdem einige Angelegenheiten geordnet werden, z. B. von der letzten General,
3. für den Bezirk Vilbel, Mittwoch den anfangend jedesmal mit Probeunterricht auf der letzten Conferenz festgesetzt wurde.—
2. November l. J.,
November l. J., 8) runnen), Als übrige Tagesordnung gilt, was
conferenz her und für den Bezirk Friedberg auch die Beiträge für den Thierschutzverein zur Erhebung kommen.
Friedberg den 26. Oktober 1893.
Der Großherzogliche Kreisschulinspektor: Schmidt, Schulrath.
Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen.
Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden.
1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2) Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen.(Wenn z. B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schlusse des Schul⸗ jahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde.
3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu ver—
der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer ein. jährigen aetiven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen; die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realgymnasien, Ober⸗ Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Direktor der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß.
Sodann wird noch besonders bemerkt: zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes, be. glaubigt sein muß; zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahm; der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse f gymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehrordnung vom 22. November 1888— Regierungsblatt Nr. 5 von 1889— ausgestellt sein müssen.
Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§8§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehrordnung verwiesen.
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für die Prima der Gymnasien, Real
wenden.
Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— zeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit
Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt.
Der Vorsitzende: Dr. Zeller.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 25. Oktbr. Der Großfürst und die Großfürstin Sergius, sowie der Groß— fürst Paul von Rußland reisten gestern Abend von hier nach Paris ab.
— 27. Okt. Prinz Heinrich von Preußen ist heute hier eingetroffen und wird längere Zeit als Besuch am Großh. Hofe verweilen.
— Der Reallehrer De. Willenbücher zu Friedberg wurde zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz. der Gymnasiallehrer Altendorf zu Laubach zum Realehrer zu Friedberg, der Schutzmann Donde in Worms zum Amtsgerichtsdiener in Höchst, der Kanzleidienergehilfe Nicolai in Gießen zum Amtsgerichtsdiener in Hungen ernannt, der Gefangenaufseher Dern in Marienschloß, auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt.
Berlin. 26. Okt. Erzherzog Albrecht ist heute früh abgereist. Der Kaiser gab ihm das Geleit zum Bahnhofe, wo die Verabschiedung in überaus herzlicher Weise erfolgte.
— Der Ertrag der Tabakfabrikatsteuer wird nach einer Berechnung hiesiger Blätter auf 108 Millionen berechnet, wovon S Millionen als Erhebungskosten abgehen. Der Rauchtabak soll 36,5, Cigarren 71,7 Millionen einbringen.
— Premierleutenant v. Stetten, welcher im Hinterland von Kamerun das Reich des Naila, das Gebiet des Sultans von Sanserni— Tibati und die fruchtbare Landschaft Tikar durchzogen hat, ist wieder in Berlin eingetroffen. v. Stetten ist mit dem Emir von Mola, welchem alle Adamaua-Häuptlinge unterthan sind, in Verhandlungen eingetreten. Der Emir erklärte, daß er keiner anderen Nation irgend welche Erwerbungen gestattet habe oder gestatten werde, und daß in den von der deutschen Expedition durchzogenen Landschaften und bis zu der süd— östlichen Grenze von Adamaua(Gaza) nur Deutschland Stationen zu errichten befugt sei.
Köln. Der sozialdemokratische Parteitag
soll, eine Arbeitsruhe aber nur da eintreten soll, wo dies ohne Schädigung der Arbeiter— interessen möglich ist“, in namentlicher Ab— stimmung mit 195 gegen 3 Stimmen an. München, 25. Okt. Im Finanzausschuß erklärte Ministerpräsident von Crailsheim im Laufe der Debatte heute, die Deckungsfrage hätte nicht gleichzeitig mit der Militärvorlage gelöst werden können. Die bayerische Regie— rung erachte die Auflastung der Mehrkosten für das Heer auf die Einzelstaaten als die drückendste Deckungsart und erklärt eine direkte Reichseinkommensteuer als unannehmbar. Eine Convertirung der prozent. bayerischen Staats— eisenbahnschuld in eine 3½prozentige sei nicht beabsichtigt. Eine Vereinbarung betr. die Bahn— tarife mit den Bundesstaaten konnte nicht er— zielt werden. Im Verlaufe der Sitzung er— klärte alsdann der Finanzminister, die Franken— steinische Clausel werde nicht aufgehoben wer— den. Bayern suche durchaus sich vor der Mehrbelastung des Staatsbudgets durch das Reich zu schützen, das Reich solle die Mehr— kosten selbst decken.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Prag, 25. Okt. In der heutigen Ergänzungswahl zum Stadt— verordnetenkollegium wurden 16 Altezechen und 13 Jungcezechen gewählt.
Frankreich. Paris, 25. Oktober. Der Figaro“ meldet:„An der Südgrenze Algeriens stehen 3000 Mann französischer Truppen, darunter zahlreiche Kameelreiter, um gegeben Falles die Tuat-Oasen zu besetzen. Die Truppen würden in Salah vorrücken, wo eine starke Garnison zurückbliebe. Vorläufig seien die schon begonnenen Truppenbewegungen in Folge eines Beschlusses des Ministerraths aus diplo— matischen Rücksichten suspendirt worden.“
nahm betreffs der Maifaier eine von der Partei— leitung vorgeschlagene Resolution, wonach„die Maifaier nur am 1. Mai begangen werden
286. Okt. Heute Vormittag empfing Carnot die Großfürsten Sergius und Paul und er—
ö Lyon, 25. Oktbr. Die russischen Offizier besuchten heute Lyon. Die Stadt war feslich beflaggt und geschmückt; mehrere Triumph⸗ bogen waren errichtet und eine ungeheur: Menschenmenge war beisammen. Der Einzug erfolgte unter Glockenläuten und Kanonendonner. Mittags fand ein Frühstück, das von der Stadt. gegeben wurde, im Hotel de Ville statt. Die: Seidenfabrikanten brachten zahlreiche Geschenke
russischen Schiffe, 2300 seidene Foulards für alle Matrosen, vier seidene und Atlas-Roben, sowie mehrere Stücke kostbaren Stoffs für die Czarin u. s. w. Am Nachmittag besuchten die
russischen Offiziere die im Bau begriffene Colonialausstellung. Abends fand ein Banken im Rathhause statt.
Spanien. Madrid, 25. Okt. Nach vor⸗
liegenden Privatmeldungen hat General Margallo die Verschanzungen der Kabylen an der Grenze zerstört, ohne auf Widerstand zu stoßen. f Italien. Rom, 25. Oktober. Admiral Seymour und drei englische Offiziere trafen gestern Abend hier ein, um den Leichenfeier lichteiten für Lord Vivian beizuwohnen. Sn wurden am Bahnhofe von den Behörden hery lich empfangen und beim Verlassen des Bahn. hofes lebhaft von der Menge begrüßt. Dun Beerdigung Vivians fand unter Betheiligung einer sehr zahlreichen, aus allen Theilen den Stadt herbeigeströmten Menschenmenge stal. Hinter dem Leichenwagen schritt Seymour m. den Offizieren des Geschwaders, eine Grupp Minister, Senatoren und Deputirte, darunter Crispi. Zwei Blumenwagen waren mit Kränze darunter die des Königs Humbert und de Königin Viktoria, gefüllt. Eine Abtheilung Artillerie schloß den Zug. 3 Se. dem Frühstück in Civilkasino dankte der Chef der Stadtverwaltung
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