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Betreffend: Die Wahl, bezw. Verpflichtung der Schulvorstands-Mitglieder im Kreise Friedberg.
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1893.
Dienstag den 25. April.
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Oberhessischer Anzeige
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗
lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., t beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nich
Amtlicher Theil.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht
Friedberg den 20. April 1893. des Kreises.
e Herren Vorsitzenden der Schulvorstände dieses Blattes) statt⸗
Ausschreibens vom 10. Januar d. J.(Nr. 5 n Protokolle von uns nicht beanstandet worden sind. worüber Sie die ersteren amtlich be—
Die Großherzogliche Kreis-Schulkommission Friedberg an di Wir bringen hiermit zu Ihrer Kenntniß, daß die infolge unseres en Wahlen, nach Inhalt der von den Großh. Bürgermeistereien vorgelegte 8 Sie wollen dies nicht blos den Großh. Bürgermeistereien und den gewählten Schulvorstehern, nachrichtigen werden, mittheilen, sondern auch die in den Schulvorstand neu eintretenden Mitglieder, also auch die dahin zählenden Großh. Bürgermeister in einer in Kürze abzuhaltenden Sitzung nach der s. Z. allgemein bekannt gegebenen Verpflichtungsformel durch Handschlag verpflichten. Das hierüber aufzunehmende Protokoll wollen Sie uns baldigst einsenden. Dr. Braden.
Betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Stammheim. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß zu Stammheim die
von uns angeordnet worden ist. Friedberg den 22. April 1893.
gefunden
Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ur. Braden.
Bekanntmachung. ist in mehreren Gehöften zu Lang-Göns
sperre angeordnet worden. a Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Nach Mittheilung Großh. Kreisamts Gießen„Gießen und Ober-Bessingen die
Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöft⸗ und Gemarkungs Friedberg den 22. April 1893.
Bekanntmachung. Maul- und Klauenseuche in mehreren Orten des Kreises und der angrenzenden Bezirke ausgebrochen ist, bestimmen wir, en Märkte mit Rindvieh, Schafen, Ziegen, Schweinen befahren wollen— einerlei sundheitsscheine sein müssen. Diese Maßregel gilt bereits für den am 25. und
Nachdem die daß alle Diejenigen, welche die im Kreis Gießen stattfindend
ob Händler oder Landwirthe— in Besitz thierärztlicher Ge 26. April zu Gießen stattfindenden Viehmarkt. Gießen den 21. April 1893. 2 Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.
lich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird. Georg Eßlinger, Taglöhner, von Pfeilenhofen(V. 175 und 176/93); Georg Wald— 93); Johs. Scheld von Langenstein(V. 16 93). von Hünfeld, Taglohner, zuletzt in Il Wöllstadt, welcher flüchtig ist oder sich verborgen hält, ist fängniß und Nachricht hierher gebeten.
Personen, bezü haus von Sandbach(V. 131,
Steckbrief. Gegen den Johann Strack enstadt und Nieder⸗
die Untersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt. Es wird um Verhaftung, Ablieferung in das nächste Gerichtsge Friedberg den 21. April 1893. 2 Der Großherzogliche Amtsanwalt: 5 J. V.: Neuenhagen. ständigungsversuche zwischen dem Reichskanzler und amburg. Zu den auswärts beun⸗
Deutsches Reich. Fier d ende d
; n einzelnen Mitgliedern der
. Berlin, 21. April. Der Bundesrath hat Militärvorlage endgiltig gescheitert.
in seiner gestrigen Sitzung den Gesetzentwurf in dem Reichstage nur noch der aeg e e Form
wegen Fertigstellung des Nachtrages zum Genüge geleistet werden und die Reichstagsauflösung
Reichshaushaltsetat, betreffend Nachforderung. 9 7 75 5 e 985 1 0
5 0 1 9 erathung über das euchengese ortgefahren
für Chicagoer Welt-Ausstellung, dem Ausschuß und der Antrag an eine Kommission von 21 Mitglie⸗
Ur Rechnungswesen über wiesen. dern verwiesen. Zur Geschäftsordnung fragt v. Man⸗
— 21. April. Reichstag. Eingegangen ist der Ge⸗ teuffel(kons.), wie weit die Ahlwardt'sche Aktenan—
setzentwurf betr. Abwehr von Viehseuchen. Ein An⸗ gelegenheit stehe. Präsident v. Levetzow: Ahlwardt Stadthagens(Soz.) betreffend Ertheilung der Er⸗
ruhigenden Gerüchten über das Befinden des Fürsten Bismarck erfährt der Hamb. Corresp., das Befinden sei allerdings nicht ganz zufrie⸗ denstellend, der Fürst hüte jedoch nicht das Bett und zu ernstlichen Besorgnissen liege kein Anlaß vor.
Myslowitz. Großes Aufsehen erregt die Landesverweisung von 19 deutschen Beamten aus den Fabriken bei Sosn wice in Polen, weil sie angeblich der russischen oder polnischen Sprache nicht mächtig sind.
Centrumspartei bezüglich der Demnach dürfte
tra hat mir heute den Antrag übergeben, welcher die Ein— laubniß seitens des Reichstages zur gerichtlichen Ver- setzung einer Kommission von 21 Mitgliedern zur Prü⸗ Agen gegen sich selbst wurde zunächst berathen. fung verlangt, ob der Inhalt der dem Reichstage vor⸗
ckermann(kons.) wünscht die Ueberweisung an die gelegten Akten den gegen Mitglieder des Reichstags Geschäftsordnungskommission, was nach längerer De- und der Regierung ausgesprochenen Beschuldigungen batte geschieht. Der Petition des Berliner Rechtsan⸗ entspricht. Der Antrag ist genugend unterstützt. Unter walts Steinau, betr. Ertheilung der Genehmigung der der Voraussetzung, daß die Akten zur Stelle sein wer— Verhastung Pickenbachs, zwecks Erzwingung des Offen⸗ den, schlägt der Präsident vor, den Antrag Ahlwardt barungseides, wurde die Genehmigung versagt, des⸗ Dienstag als ersten Gegenstand auf die Tagesordnung
gleichen der auf strafrechtliche Verfolgung von verant- zu setzen. Das Haus ist damit einverstanden. Dem Reichstage ist eine Novelle zum Gesetz über Abwehr
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 20. April. Das Abgeordnetenhaus genehmigte die Handels- verträge mit Korea und Schweden und Nor⸗ den Mark enschutzvertrag mit
wortlichen Personen des Hamburger Echos wegen Be⸗ Mit. leidigung des Reichstages. Das Gesetz betr. Einführung und Unterdrückung von Viehseuchen zugegangen.. wegen, sowie Helgoland wird in zweiter— Nach der„Freis. Zig.“ hat der Präsi— Rumänien.
eines Schöffengerichts auf 4 f Bel des etsten Lesung des Seuchen dent von Levetzow dem gestern während der Schweiz. Bern. Der Schweizer Bundes⸗
Lesung angenommen. f. rf Ae N 17 Sitzung an ihn herantretenden Ahlwardt folgen- rath hat am letzten Mittwoch das Programm für ö Staatssekretär v. Böt⸗ des erklärt: Da Sie bisher stets Alles, was den offiziellen Empfang beschlossen, welcher
schen
Aufzählung der Krankheiten. N f 0 u t wiederge- am 2. Mai bei der Durchreise des Deut
ticher motivirt die Aufzählung mit dem bedenklichen ich mit Ihnen besprochen, falsch N n it — der e* 1 + geben haben, so lehne ich es ab, noch anders Kaiserpaares durch die Schweiz stattfinden le Cholera aufzustellen sei bedenklich. Die in den eie mit Ihnen zu sprechen, als in Gegenwart von wird. Das Programm wurde sofort der
in Berlin übersandt, allamte übermachte. fang die
schen Botschaft dem Hofmarsch ist für den Emp orden.
Unter schweizeri fand welche es schon bekannt,
setzentwurf aufgenommenen Beschränkungen seien bereits in einzelnen Bundesstaaten bestehend. Redner begrün⸗ det ferner die Anzeigepflicht des Arztes und bittet um
schleunige Berathung des Gesetzentwurfs. Virchow mkeit auf die ansteckenden Kinder
Ohrenzeugen.“ Schriftführern Präsidenten Wie
die Sozial- Stadt Luzern bestimmt w
zwei Schriftführern als dem Beisein von zwei dann eine kurze Besprechung des Nachdem
lenkt die Aufmerksa 75 st
iten. Di l itiaung der Cholera- mit Ahlwardt statt. a 0 im 8 bac t ndl dat Cilag der dee een demokraten Ahlwardt ihre Unterstützung ver⸗ Belgien. Brüssel, 21. April. Der, So⸗ nung regeln. Nach kurzen Bemerkungen pon, Unruhe⸗ sagt haben, soll sich derselbe an die Polen ge- zialist Rienzi wurde aus Belgien ausgewiesen. Bomst(.- P.), Rzepnikowski(Pole, Wurm wandt haben. Es wird versichert, daß die Charleroi, 22. April. Der Ausstand ist Sed und des Bundes zathabevolnaneen 2 Polen ebenfalls von der Unterstützung der beendigt. In den Versammlungen der Ar⸗ doch Aben„Ver⸗ 3 nickts wissen wollen. beitervereine wird die Maifeier besprochen.
Tagebl.“ erfährt, seit Mittwoch Abend seine die Ver⸗ Interpellation Ahlwardt's


