———
—.——
0 ö 9 9
S——————————-—.
Betreffend: Die Feuervisitation für 1893.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogl Indem wir Sie davon in Kenntniß setzen, daß die Feuervisitatoren angewie f zu beginnen, beauftragen wir Sie, die aufzunehmenden Protokolle in den ersten zehn Tagen des April l. J.
Betreffend: Die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des G oßberzo
Der Geflügelzuchtverein zu Worms beabsichtigt, im weisen Deckung der dadurch veranlaßten Kosten eine Verloos Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser werden dürfen und mindestens 60% des Zugleich wurde der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet.
à 30 Pf. ausgegeben zu verwenden sind. Friedberg den 20. Januar 1893.
Betreffend: Feldbereinigung in Gemarkung Rodbeim v. Die im J. Bereinigungsbezirk rubr.
Ober⸗-Erlenbach vorkommenden Erdarbeiten mit ca. 10½ Uhr, in 6 einzelnen größeren Arbeitsloos Zeichnungen, Voranschläge, Massenberechnungen und Uebernahme-Bedingungen
herigen Einsichtnahme der Bietenden offen. Gießen den 21. Januar 1893.
Bekanntmachung.
Verdingung von Erdarbeiten.
d. H.. Gemarkung bei Verschleifung der Laicher Straße, der Waldhohle und des Hohlweges Rodheim— 19500 ebm Bodenbewegung sollen am Dienstag den 31. Januar, Vormittags en durch öffentlichen Verding auf dem Rathhause zu Rodheim vergeben werden.
liegen
Friedberg den 21. Januar 1893. ichen Bürgermeistereien des Kreises. 5 a iesen worden sind, mit Vornahme ihres Geschäftes alsbald
uns zu übersenden. Dr. Braden.
otbums, bier Geuch des Geflügelzuchtvereins zu Worms 5
Monat April d. J. eine Geflügel⸗Ausstellung abzuhalten und hiermit zur theil⸗ ung von Geflügel ꝛc. zu verbinden. Verloosung unter der Bedingung ertheilt, Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen
Großh. Ministerium des Innern und der daß nicht mehr als 10000 Loose
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
auf Großh. Bürgermeisterei Rodheim zur vor—
Der Großh. Kultur-Ingenieur für Oberhessen
Wißmann. 359
Deutsches Reich.
Darmstadt. Die 2. Kammer tritt am 31. Januar zu einer 3 bis 4 wöchigen Tag⸗ ung zusammen. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stehen u. A. die Vorlage wegen Ertheilung der Zustimmung zur Verausgab— ung von 123,000 Mark für die Herstellung der elektrischen Beleuchtungsanlage zu Bad— Nauheim zu Lasten des Kurfonds, die Berath— ung über die im Wahlbezirk Langen-Offenbach stattgefundene Landtagsersatzwahl, die Vorlage, die Zustimmungsertheilung zur Aufnahme von Ausnahmebestimmungen für die der Ludwigsbahn zu ertheilende Konzession der Nebenbahn-Flon— heim⸗Wendelsheim; die Eingabe verschiedener Orte über den Bau der Nebenbahn Londorf— Lollar; die Rückäußerung der ersten Kammer über den Antrag Westernacher für den Bau einer Nebenbahn von Büdingen durch das Seementhal; das Gesuch der Steuerkommis— sariatsgehülfen um Regulirung ihrer Gehalts— und Anstellungsverhältnisse; der Antrag Hechler über die Gehaltszulagen für 9 Finanzaspiran— ten, sowie widerrufliche Anstellung der Steuer— kommissariatsgehülfen; die Eingabe verschiede— ner Orte um Errichtung privatlicher und staat— licher Lagerhäuser für landwirthschaftliche Produkte; die Mittheilung einer an die Großh. Regierung gerichteten Eingabe des Fischerei—
Vereins für das Großherzogthum Hessen auf und des Fischerei⸗
Hebung der Fischzucht gewerbes.
— Der Karoline Uhl aus Ober Schmitten, in Diensten der Familie Tbeobald zu Friedberg, wurde die silberne Mevaille des Ludewigs⸗Ordens verltebenz der Landrichter am Landgericht der Provinz Rbeinbessen Zimmermann wurde zum Landgerschtsrath ernannt.
Berlin, 20. Januar Im Reichstage brachte die Polenfraetlon einen Antrag auf Einführung von Schieds gerichten zwischen ländlichen Arbettern und Arbeitgebern in. Es folgt die Fortsetzung der Berathung über die Börsen steuer. Grof Arnim führt aus, das Prinzip der Bös sensteuer set schen früher mit großer Mehrheit ange nommen worden. Die Erböhung der Försensteuer werde auch ethisch wirken, da moncher dadurch von der Spekulatton abgebalten würde v. Pfetten(Centr.)] erklärt sich im Namen seiner Partel für die Vorlage und wendet sich gegen die Auswüchse der Vörse, unter denen die Land wirtbschaft schwer leide. Er bofft auch von der Börsen enquete segens eiche Folgen für das ganze deutsche Ge schäftsteben Funck(freis.) will an der Beiselttgung oder hoͤberen Besteufrung der illegttimen Aus wüchse der Börse gern mitwirken; er ist aber gegen die Vorloge, weil dadurch auch sehr legiitme Geschäftszweige, sowie zahlreiche Provinzbankters schwer geschädigt würden. Gamp(R P) ist mit der Besteuerung der Vörse ein verstanden, wünscht aber eine größere Indipidualisirung der Steuer, um das berechtigte Geschäft nicht zu schädigen, andererseits aus anderen Geschäften höhere Erträge zu ziehen. Schatzsekretär v. Maltzahn gibt die Möglich keit zu, daß die Provinzbankters bis zu einem gewissen Grade geschädigt würden; dieselben würden jedoch woh nur Kunden verlteren, welche speluliren, im Uebrigen würde ihr Kundenkreis erhalten bleiben. Siemens
(frei) meint, daß schon die bisberige Steuer die Ueber
tragung vieser Geschäfte von Provinzbankters auf di— hauptstäd ischen verursocht babe Die Uaterscheidun zwischen dem legitimen Geschäft und dem Spielgeschäft ei undurchführar
Die Vorlage wird schließlich an die
Militärkommtssion verwlesen. Der Gesetzentwurf über die Kauttonen der Bundes beamten wird ohne Debatte in erster und zweiter Lesung angenommen.— 21. Januar Das Reichsseuchengesetz ist im Reichsamt des Innern fertig gestellt worden und wird demnächst dem Reichstage zugeben. Im Reichstag wird die Vorlage über die Ab zablungsgeschäfte berathen. Ackermann k(kons.) be⸗ zeichnet das von den Handwerkern gewünschte Verbot der Abzahlungs eschäfte als unerreichbar. Es gäbe auch nützliche Abzahlungsgeschäfte. Allerdings gäben diese Geschäfte zu leichtsinnigem Schuldenmachen Anlaß, sowie zum Ansammeln unnützer Gegenstände Namentlich die Klagen über die rigorose Handhabung der Verfallklausel seien berechtigt Redner verlangt das Einschretten gegen die Abzahlungsagenten, welche nichts weiter als Haustrer seren. Der Gewerbebetrieb im Umherzteben müsse den Abzablungsgeschäften verboten werden. Er beantragt die Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Wöllmer(frei) bemerkt gegenüber dem Vorredner, zwischen Bedarfsartikeln und Luxus; [gegenständen losse sich heutzutage nicht mehr unterscheiden v. Buol(Centr.) erkeärt, die Vorlage entspreche im wesentlichen dem vom Centrum gestellten Antrage über die Abzahlungsgeschäfte Das Centrum wünsche die Einfügung von Strofbestimmungen sowte das Verbot, das Abzohlungsgeschäft durch Agenten zu betreiben. Cosselmann(ntl.) bezeichnet als einen Vorzug der Vorlage, daß sie keine gewerbepoltzetliche Einschränkung des Abzablungsgeschäfts einführe und den Betrieb durch Agenten nicht verbiete. Dos Publikum auf dem Lande könne nicht immer die Einkäufe selbst in der Stadt machen Tutzauer(Soz) bezeichnet die Klagen über die Abzablungsgeschäfte als übertrieben. Auch viele reelle Geschäftsleute seten gezwungen, gegen Abzahlung zu ver kaufen. Er m billigt aber die Abschaffung der bedingungs losen Verfallklausel. Staatstekretär v. Bötticher ist erfreut, daß die Vorlage bei allen Parteten prinzipiellen Beifoll gefunden habe. Es liege den Regierungen fern, Abzablungsgeschäfte unmöglich zu machen Die Vorlage nehme gleichmäßig die Interessen beider Kontrahenten wahr. Der vorgeschlagene Weg scheine der gerechteste zu sein; die Regterungen würden in der Kommission mit sich reden lassen Luetus(freikons) erklärt sich mit der Tendenz der Vorlage, sowte mit der Kommisstons— berathung einverstanden. Stadthagen(Soz.) meint, der Zweck des Gesetzes werde nicht erreicht werden, bei der Vorlage bätte man die Gelegenheit benutzen sollen, die Bubandwerker gegen die Ausbeutung durch die Spekulanten, ebenso die Mietber gegen die ungerecht— fertigte Zurückhaltung von Sachen seitens der Haus be— sitzer zu schügen. Schrader(dfr.) führt aus, wenn der Verkäufer bei Auflösung des Vertrages nur eine Ab nutzungsentschädigung erbalte, wo bleiben dann die Ge schäf Sunkosten des Verkäufers Uarecht sei es auch, daß der Käufer jederzeit von dem Vertrage zurücktreten könne. Staatssektetär v. Bötticher erklärt es als selbstverständlich, daß der Verkäufer einen angemessenen Toeil der Geschäftekosten auf die Abnutzungskosten schlagen könne Die Vorlage wird darauf einer Kommission von 21 Mitaltedern überwiesen.
— Die„Kreuzzeitung“ erhält eine Meldung aus Rom, wonach die Nachricht des förmlichen Anschlusses Rumäniens an den Dreibund in dieser Form als unzutreffend bezeichnet wird. Posen. Dem„Posener Tagebl.“ zufolge ist der Kreisschulinspektor Schwalbe regierungs— seitig aufgefordert worden, einen Bericht über seine Verfügung, betreffend den polnischen Sprachunterricht, einzureichen. Die Ausführ— ung der Schwalbe'schen Verfügung ist sistirt worden.
Mannheim. Er herrscht große Bestürz— ung in hiesigen sozialistischen Kreisen infolge der Verhaftung des sozialdemokratischen Führers
Süßkind, dessen Verhaftung in Verbindung mit den Unterschlagungen des sozialistischen Agitators Häusler steht.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn Wien, 20. Jan. Beim Ballfeste der Stadt Wien hielt der Kaiser Cercle ab, sprach sämmtliche Diplomaten an, besonders lange den französischen Botschafter Decrais, reichte darauf Frau Decrais den Arm und begab sich in den großen Festsaal, wo der Kaiser mit brausendem Jubel em— pfangen wurde.
— 21. Jan. Fürst Ferdinand von Bul— garien ist heute, begleitet von seinem Hof— marschall und dem Kommandanten seiner Garde hier eingetroffen und setzt Montag seine Reise nach München fort.
Budapest. Den oppositionellen Blättern zufolge beabsichtigt der Kultusminister Csaky und der Justizminister Szilagyi zu demissioniren, weil der Beschluß des Minister-Rathes den Bischof Schopper wegen des letzten gegen die Politik der Regierung gerichteten Hirtenschreibens ad audiendum verbum zu berufen, vom König nicht genehmigt wurde.
— Einige hiesige Blätter bringen die Nach— richt, der König hätte seine Einwilligung zur Civilehe nicht gegeben, das Ministerium Wekerle werde daher wegen der Niederlage der kirchen politischen Fragen demissioniren. Alle diese Nachrichten sind unwahr schon deshalb, weil die Frage nicht einmal auf der Tagesordnung war. Die Demissionsgerüchte sind daher voll— ständig aus der Luft gegriffen.
Holland Amsterdam, 20. Jan. Seit einigen Tagen erfolgen täglich Zusammenstöße zwischen den Arbeitslosen und der Polizei. Gestern Abend griff die Polizei die tausend— köpfige Menge der Manifestanten mit blanker Waffe an und zerstreute dieselbe.
Frankreich. Paris, 20. Jan. Graf
d'Haussonville veröffentlicht das Programm der orleanistischen Partei, indem er empfiehlt, alle konservativen Kräfte ohne Unterschied zu vereinigen und die Regierungsform nicht auf— zuwerfen, jedenfalls sich aber zu organisiren für einen etwaigen unvorhergesehenen Fall und für die Wahlen. e 20. Jan. Die Plaidoyers der Ver— theidiger in der Panama-Affaire werden von den Morgenblättern übereinstimmend für un— bedeutend und für unfähig erklärt, die Richter und die öffentliche Meinung umzustimmen. Infolge der gestrigen Aus sage Stephane's nahm der Untersuchungsrichter den Beschlluß, die Untersuchung gegen einzelne Angeklagte nieder— zuschlagen, zurück.
Großbritannien. London, 20. Jan. Oberst Ridgeway gehe heute nach Osborne ab, und reist via Paris, Madrid, Gibraltar nach
Nuß!
Dan ben 0
gemeinde
lung aus
. A. Nr
l. B. N. Die Rück chner am
Verso J Friedb.
Der Vorst 10
ire 12
J hok'nbe
J oßbeac 1
IN
un woch
a gs
2—
i gemein
lat Fel. heren J
9 Johan bre pe
Du Reh
ende 9
0 Vabns. 45 0
N
June
Witagg 1
n der hair, 5
Müng 01 Out


