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15. Aug Ruhe, doch dauern die Verhaftungen der An⸗ stifter der Ruhestörungen fort. N etwa 1500 Personen verhaftet worden. Die Führer der Mohamedaner und Hindus halten heute eine Besprechung ab, wovon der beste Erfolg erwartet wird.
Aus Stadt und Land.
u. Friedberg, 15. Aug. Als heute Morgen ein Dachdeckergeselle sein Arbeitsgerüst an einem Hause in der Brauergasse betrat, stürzte dasselbe mit ihm herunter, obgleich es gestern noch in genügender Weise befestigt war. Wie man hört, hat er einen Arm und zwei Rippen gebrochen.
rr. Friedberg. f Tour des Taunusclubs Wetterau, welche am vorigen
Es herrscht vollständige heute b 5 i 5 geh die Flüsse Swica, San und S Bisher sind haben zahlreiche Ortschaften überschwemmt.
Folge des Regens sind
Lemberg, 13. Aug. Stryi ausgetreten und
In
London, 12. Aug. Heute Nachmittag kollidirte
ein Passagierzug zwischen Pontypridd und Cardiff bei
An der 5. programmmäßigen
Sonntag stattfand, betheiligten sich 3 Damen und 8
en ant der, Jud 738 Uhr wurde nach Vilbel Choleraen 1'odes f Herren. Mit dem Zug 7,58 Uhr wurde nach Vilbel Zulina 43 resp. 17, in Cernawoda 9 resp. 3 und in
N.— zergen Galatz 3 Erkrankungen und 1 Todesfall vor. marschirt, wo man leider von der„Schönen Aussicht“ 9. 9
gefahren und von da nach dem schön gelegenen Bergen
den sonst so schönen Blick in die Maingegend wegen dichten Nebels nicht hatte; doch machte der berühmte
Zwetschenkuchen und der Berger„Weiße“ den Theil⸗ Der Weitermarsch
nehmern den Aufenthalt angenehm. erfolgte theils über herrlichen Wiesengrund, theils durch schöne Laub⸗ und Nadelwaldungen nach Bischoffsheim⸗ Hochstadt⸗Wilhelmsbad. Hier wurde Mittagstisch ge halten und dann längere Zeit in den schönen Parkan⸗ lagen verweilt, worauf der Weitermarsch nach Hanau
erfolgte. Nach kurzem Rundgang und Aufenthalt da⸗ selbst fuhr die fröhliche Gesellschaft über Frankfurt wieder nach Hause. Die nächste Tour findet am
10. September nach Braunfels statt.
M. Friedberg. Im Monat Juni übernachteten 167 Verpflegungsgäste und 175 Herbergsgäste in der Herberge zur Heimath dahier. Außerdem hatten drei Personen in der Anstalt längere Zeit Logis genommen. An Arbeitsverdienst der Verpflegungsgäste wurden 3,60 M. und in der Wirthschaft 349,76 M. einge⸗ nommen; verausgabt wurden 301,08 M. und also ein Ueberschuß von 48,68 M. erzielt.
Bad⸗Nauheim, 13. Aug. Als gestern der Fuhr⸗ knecht eines hiesigen Oekonomen Frucht vom Felde nach Hause fuhr, rannten die scheu gewordenen Pferde in wilder Hast davon. Der Knecht wurde von seinem Sitze geschleudert und die Räder des Wagens gingen ihm über beide Beine. Der Schwerverletzte wurde nach Gießen in die Klinik verbracht.
Engelrod, 11. Aug. Ein entsetzlicher Unglücks— fall ereignete sich vorgestern auf der Straße zwischen hier und Lauterbach. Von dem mit Mais beladenen Fuhrwerk des hiesigen Bürgermeisters sprang während der Fahrt ein hiesiger Mann ab, um das Hemmwerk zuzuschrauben. Hierbei glitt derselbe aus, kam unter die Räder und diese zermalmten ihm den Kopf. Der Tod trat auf der Stelle ein.
Worms, 12. Aug. Einer Einladung Fürst Bis marck's Folge leistend, welcher bekanntlich Ehrenbürger unserer Stadt und Pathe des Söhnchens des Ober⸗ bürgermeisters Küchler ist, durfte Letzterer am letzten Mittwoch in Kissingen das Pathenkind vorstellen und wurde zur fürstlichen Tafel geladen.
Allerlei.
Wiesbaden, 13. Aug. Abermals hat hier in der Nähe des Waldes ein frecher Ueberfall stattge funden. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kamen einige hiesige und auswärtige Studenten von den Schießstanden„Unter den Eichen“ herab, als fast an der Walkmühlstraße von Seiten eines ihnen folgenden Indivi duums ohne jede Veranlassung auf sie geschossen wurde, so daß die Kugeln an ihren Ohren vorbeisausten.
Bayreuth, 13. Aug. In Creußen waren bis Mitternacht bei einer gestern ausgebrochenen Feuers brunst 56 Wohnhäuser abgebrannt, darunter die Stadt Post. Das Feuer entstand durch Kinder eines Post boten, darunter ein dreijähriges, die mit Zündhölzern ge spielt haben. Mehrere hundert Personen sind obdachlos.
Spandau, 13. Aug. Auf die Polizeiwache am Markte brachte heute ein Schlosser ein Packet, das er von einem aus Kiel gekommenen Arbeiter zugeschickt er— halten hatte. Das Packet enthielt eine Höllenmaschine, die auf der Polizeiwache explodirte, ohne Schaden an— zurichten. Absender, der aus Rache gehandelt hatte, wurde verhaftet.
Berlin, 15. Aug. Dem„Reichsanzeiger“ zufolge wurden bei drei polnischen Arbeitern in Berlin Cholera Erkrankungen bakteriologisch festgestellt; die Seuche wurde vermuthlich aus Russisch-Polen eingeschleppt. Von Seiten der Behörden sind die umfassendsten Maßregeln er griffen worden, so daß die Erwartung berechtigt er
cheint, daß der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Seuche vorgebeugt ist
Traunstein, 10. Aug. Auf einer Alm in der Nähe von Marquartstein wurde nach bayerischen Blättern der Schweizer ermordet und seiner Werthsachen beraubt. Eine Gerichtscommission begab sich nach dem Thatorte.
Budapest, 13. Aug. Im Saroser und Bereger Komitat sind furchtbare lkenbrüche niedergegangen. Die ganze Landschaft ist überschwemmt. Viele Häuser sind niedergerissen, mehrere Eisenbahndämme durch— brochen. Von einem Kaschauer Personenzug stürzten die Lokomotive und der Tender in die Fluth. Die Passagiere mußten in den Waggons übernachten. Bis jetzt sind 40 Todesfälle durch Ertrinken gemeldet.
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Llantrissaint. Vier Wagen rollten den hohen Eisen⸗ bahndamm herab und wurden vollständig zertrümmert. 20 Personen sind getödtet, einige vierzig meist schwer verletzt.
London, 14. Aug. Eine Postkutsche mit sieben⸗ zehn Touristen stürzte am Freitag zwischen Ilfracome und Lynton in Folge Durchgehens der vier Pferde einen hundert Fuß tiefen Abhang hinunter. Die Pferde blieben todt und acht Passagiere wurden furchtbar ver⸗ letzt. Der Kutscher ist vor Schreck wahnsinnig geworden.
Rom. Auf der Insel Stromboli fand ebenfalls ein heftiges Erdbeben und darauf ein Ausbruch des Vul⸗ kans statt.
Bukarest. Vom 12. bis 14. August kamen in Braila 27 Choleraerkrankungen und 15 Todesfälle, in
Das Wesen der Sternschuuppen.
Des Menschen strebender Geist dringt tiefer und immer tiefer in die geheime Werkstatt der Schöpfung ein, und ein Räthsel nach dem anderen wird von ihm gelöst. Ein solches wahrhaft
menschenwürdiges Streben dient aber nicht der
Irreligiosität, sondern erfüllt uns nur tiefer mit den Schauern der Ehrfurcht vor der Weis— heit des Allmächtigen. Auch über die aus unendlicher Ferne herniederfahrenden, vielfach durch Poesie verklärten Sternschnuppen ist man ziemlich ins Klare gekommen. Sternschnuppen sind, ebenso wie Feuerkugeln, nichts Anderes als Meteorsteine, welche sich im leuchtenden Zustande befinden, Feuerkugeln sind nur Stern— schnuppen, welche in größerer Nähe an uns vorüberziehen, uns dann größer erscheinen, und die hin und wieder aus der Luft herabfallenden Steine, welche unter dem Namen der Meteor— steine bekannt sind, gleichsam Brocken von Sternschnuppen oder Feuerkugeln. Letztere ziehen nämlich entweder unangefochten durch den Luft⸗ kreis, um in dem unermeßlichen Weltraume weiter zu wandern, oder sie explodiren und zerspingen, ehe sie die Grenze des Luftkreises wieder erreicht haben, in kleinere Stücke und fallen dann auf die Erde herab! Die dabei stattfindende Explosion ist häufig mit einem weithin hörbaren Getöse verbunden; die herab— gefallenen Stücke zeigen sich an der Oberfläche angeschmolzen und sind, frisch untersucht, noch heiß, nie aber mehr glühend. Sie haben ferner eine mehr oder weniger gleichartige Beschaffen— heit, und sind namentlich reich an Eisen. Ueber die Natur der Sternschnuppen oder Meteorsteine herrschen unter den Gelehrten verschiedene An— sichten, die wir in drei Klassen zusammenfassen können. Die einen sagen, sie seien atmo— sphärischen Ursprunges, d. h. sie verdankten ihr Entstehen den metallischen Dünsten, die aus Vulkanen, Hochöfen u. s. w. aufstiegen und sich in den höchsten Luftschichten wieder ver⸗ dichteten und zusammenballten, um als schwere Steine niederzufallen. Diese Erklärung erscheint jedoch sehr gesucht, sehr kühn. Ebensowenig dürfte die zweite Ansicht befriedigen, nach welcher die Meteore von Mondvulkanen ausgeworfene Stücke seien, welche so hoch emporgeschleudert würden, daß sie aus dem Anziehungskreise des Mondes in den der Erde dringen, da bekannt— lich jeder größere Weltkörper auf geringere, je nach der Entfernung, eine bedeutendere oder schwächere Anziehungskraft äußert. Dagegen ist jetzt die dritte Ansicht fast allgemein ange— nommen, nach welcher die Meteorsteine kosmisch, d. h. Körper seien, die eine ebenso unabhängige Existenz im Weltraume haben, wie Erde und Mond und sich ebenso wie diese Planeten und nach demselben in der Natur waltenden Gesetze in geschlossenen Bahnen um die Sonne bewegen. Für diese Ansicht dürfte unter anderem die merkwürdige Thatsache sprechen, daß alljährlich an bestimmten Tagen(namentlich am 20. April, 10. August und zwischen dem 11. und 30. No⸗ vember) die Sternschnuppen regelmäßig in ganz außerordentlicher Menge erscheinen. Man er—
klärt sich dies durch die Annahme, daß sich
große, dichte Schwärme von Meteoren in langen
einen Ring um die Sonne bildeten,— um die Sonne bewegen, und daß diese Züge gerade durch diejenigen Punkte des Weltraumes gingen, durch welche die Erde in den obengenannten Tagen hindurchpassirt. An sich sind die Meteor⸗ steine dunkel und fangen nur beim Eintritt in unsern Luftkreis zu leuchten an, um, sobald sie diesen durchschritten haben, wieder zu verlöschen. Jene Ringe(von Meteoren) hat man sich weit breiter als die Erde mit ihrem Luftkreise zu denken, so daß, wenn die Erde den Ring passirt, ein großer Theil des Meteorschwarmes ungesehen vorbeizieht; ein anderer Theil, welcher den Luftkreis durchschneidet, erscheint uns dann als Sternschnuppen oder Feuerkugeln, ein dritter Theil dringt in unseren Luftkreis und kommt der Erde so nahe, daß er von dieser herabge— zogen wird, und indem er dabei durch Hitze oder Widerstand der Luft in Bruchstücke zer⸗ springt(ebenso wie eine aus großer Höhe herab— gegossene Wassermasse in Tropfen zerstiebt), die bekannten Steinregen erzeugt. Fragen wir nun nach den Ursachen des Leuchtens der Meteore, so erinnern wir zuvörderst an das früher im Gebrauch gewesene Kompressions— feuerzeug, in welchem einfach durch schnelle Zusammenpressung der Luft, indem man einen Stab schnell in einen Cylinder hineintrieb, Feuerschwamm zum Zünden gebracht wurde, Nun, hier haben wir es auch mit einem solchen Kompressionsfeuerzeuge im Großen zu thun. Der schnell fallende Meteorstein nämlich schieht die Luft, welche ihm Widerstand leistet, schnell vor sich her; dadurch entsteht eine Erhitzung der zusammengepreßten Luft bis zur leuchtenden Flamme, die wiederum den Meteorstein selbst ins Glühen versetzt. Die durch die Luftpressung erzeugte Hitze läßt sich bemessen, und man hat berechnet, daß sie groß genug ist, um die stärksten Verbrennungen zu erklären. Die Hitze beim Eindringen der Meteore in den Luftkreis ist deswegen so bedeutend, weil dieselben eine Geschwindigkeit von mehreren Meilen in der Sekunde haben, und folglich die Luft so rasch vor sich herschieben, daß die dahinter befindliche Luft nicht so schnell ausweichen kann und eine enorme Verdichtung erfährt. Daß die herab- gefallenen Steinbrocken nur an ihrer Oberfläche angeschmolzen erscheinen, kommt daher, daß die wenigen Sekunden Aufenthalt in der Luft nicht hinreichen, die Steine durch und durch zum Glühen und Schmelzen kommen zu lassen;
sie verliren deswegen auch sehr bald ihre ober⸗
flächliche Glühhitze, sobald sie als kleinere Stücke
in die tiefere, dichte Luft kommen, in welcher
sich ihr Fall verlangsamt und die Hitzeerregung
somit geringer wird.
Etwas vom Seegras.
Unter dem eigentlichen Seegras versteht man das Gras der gemeinen Wasserrieme (Zostera maritima), einer Pflanzengattung der Najaden, welches in der Nord- und Ostsee ge— wonnen wird. Weitaus aber hat das meiste bei uns in Verwendung kommende Seegras kein Seewasser gekostet, sondern es wird viel⸗ mehr fern von den salzigen Fluthen in einigen Waldbezirken unseres deutschen Vaterlandes geerntet. Dieses fälschlich„Seegras“ genannte Waldgras, Carex brizoides, gehört zur Gattung der Cypecaccen. Dasselbe wächst, ohne daß es angesät wird, und gedeiht ohne besondere Pflege auf dem ihm zusagenden feuchten Kies⸗ boden und erreicht hier eine erstaunliche Länge. In günstigen Lagen mißt das Gras zur Zeit der Ernte(Juli und August) einen Meter und darüber. Die Waldungen des Rheinthals, namentlich im Großherzogthum Baden, sind als seine eigentliche Heimat zu betrachten In der Gegend von Freiburg im Breisgau bis Kehl findet es sich außerordentlich massenhaft und liefert die reichlichsten Erträge. Am üppigsten wächst es auf Waldblößen und in neuen Anpflanzungen, wo es also nicht durch die beschattenden Zweige der Schonungen unter⸗
Zügen— in Zügen, welche gewissermaßen
l I ae gates J gehört e Manz Jolsta Zech ang Name Fras bd 1 Lagen D! Jurbe atbeite für zattlet
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