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uche früher selber Torpedobootskommandanten mren, wissen, daß die dahinten nicht locker
(isgehen wird und nur der Beginn desselben
lisen, daß der Tanz unter allen Umständen
ncht für einen bestimmten Zeitpunkt voraus— sagt werden kann. Da Neumond ist, läßt ih selbst aus dem Auf- und Untergang des Londes nichts schließen. So schön der Abend die älteren Offiziere begeben sich bald zur huhe und auch die Freiwache der Mannschaft icht sofort nach Ausgabe der Hängematten n Schlaf, da Jedermann weiß, was für die Jacht zu erwarten ist. Das sonst so lebhafte Feiben auf dem Vordeck verstummt recht früh ud nur die Unterlieutenants bleiben fast alle af. Ein Theil debattirt eifrig über die er— sederlichen Maßnahmen, wobei sich ebenso el Meinungen, wie Stimmen erhoben, ein aderer knobelt oder spielt Skat. Alle aber nachen, als wenn der Qualm die Panzer— stiffe vor den Blicken ihrer Todfeinde ver- hdlen sollte. Inzwischen ist die Dämmerung de Dunkelheit gewichen. Auf Signal vom Jaggschiff werden alle Lichter gelöscht oder geblendet und plötzlich macht der Leiter eine starfe Schwenkung nach Backbord, der nahen, zunlich hohen und bewaldeten Küste zu, um dich den dunkeln Hintergrund unsichtbar zu Arden. Sollten die Optimisten recht behalten! — Mit der Hecklaterne, welch auf allen Ehiffen brennen bleibt, werden Signale ge⸗ mcht; auch diese Zeichen müssen aber den Acken des Feindes, welcher in der Dunkelheit spenfalls schnell aufrückt, entzogen werden, ud dicht unter der Küste wird nochmals nach Hakbord geschwenkt, so daß nun die Kurse
ie Gegner entgegengesetzte sind. Nach halb— fündiger Fahrt kommt das Signal zum Ankern. Heichzeitig erfolgt dies überall und unmittelbar Wauf werden von allen Schiffen, nachdem A Dampfbeiboote ausgesetzt und armirt sind, A Torpedoschutznetze ausgebracht. Die Ge— slitze und Handwaffen sind schon bei Eintritt e Dunkelheit geladen, auf allen Schiffen hen die Torpedowachen auf, kurz, alle Vor— heitungen werden getroffen um den gefähr— een Feind gebührend zu empfangen. Eine Cerre um das Geschwader kann nicht aus— giegt werden, da der Sperrdampfer mit der heren Division abgeschwenkt ist, die Dampf— hosten müssen also auf Vorposten aus und necheilen sich nach See zu, in der Entfernung i einigen tausend Metern vom Geschwader, Aeten zum Abfeuern bereit haltend. Ein shrfer Ausguck beginnt überall und eine un⸗ hemliche Stille herrscht ringsherum. Selbst zu halbstündige Glockenzeichen, das Glasen, merbleibt. Die elektrischen Scheinwerfer sind heits in Betrieb gesetzt und auf den jedem
Sinnen nach der Richtung.
eh iff zugetheilten Abschnitt des Horizonts ge—
richtet; die Blenden verdecken aber auch hier jeden verrätherischen Lichtstrahl. So vergeht eine Stunde nach der anderen. Nichts regt sich, nur ab und zu unterbricht das Geschrill einer Möve die schweigende Nacht. Die Ge— duld der Wachen auf den Schiffen wird auf eine harte Probe gestellt und die Ablösung ist hoch willkommen, denn das scharfe Aufpassen strengt alle Nerven aufs äußerste an. Den gefährlichsten Posten haben die Dampfpinassen, da sie jeden Augenblick von den messerscharfen Torpedobooten in der Dunkelheit angerannt werden können. Jeder wünscht, der Angriff möchte doch— wenn überhaupt— so bald wie möglich stattfinden. Der Feind rechnet aber gerade auf ein Nachlassen der Aufmerk— samkeit auf den Schiffen, wodurch ihm eine weitere Annäherung vor dem eigentlichen An— griff gestattet wäre, und thut niemanden den Gefallen, gleich heranzukommen. Immer lang— samer schleicht die Nacht dahin. Plötzlich er— hellt ein heller röthlicher Schein den Himmel! Alles lugt und lauscht mit fieberhaft gespannten Ein Knall läßt sich aber nicht hören, die Vermuthung, daß es ein Alarmschuß gewesen wäre, ist hinfällig und bald belehren die sich immer häufiger wieder— holenden Erscheinungen, sowie der einsetzende Donner das Geschwader von dem aufziehenden Gewitter. Bei dem hellen Schein der Blitze würden die Torpedoboote schon von weitem gesehen werden können, ein Angriff derselben ist also immer noch nicht zu erwarten. Nach einer kleinen Stunde ist das Gewitter vorüber, der Himmel bleibt aber dunkel und es regnet noch. Die zweite Torpedowache nähert sich ihrem Ende. Für den Angreifer sind die Chancen die denkbar besten geworden. Soll noch nichts kommen?— Haben die Torpedo— boote sich wirklich irreführen lassen? Phaah! Tageshelle ringsum.„Klar zum Feuern,“ schon leuchten die sämmtlichen Scheinwerfer. „Bravo Pinassen, ihr paßt gut auf!“ Da kommen sie. Krach, krach! rrrumm— rrum — bum! paff; paff! Ein Höllenlärm erhebt sich. Die Schnellladekanonen arbeiten, daß kaum ein einzelner Knall zu unterscheiden ist. Dazwischen knattern die Maxim-Kanonen und Magazingewehre in ununterbrochener Folge, die Schüsse leuchten nur so durch die Nacht. Hell beschienen von den gewaltig starken Licht— strahlen der Scheinwerfer kommen sie heran— gesaust, als ob der Teufel sie führt. Da eins, dort eins, dort, dort, dort auch!!— Ja, wie viel sind das denn?! Alles ist längst an Deck und sieht, so weit nicht beschäftigt, mit ver— haltenem Athem dem wahrhaft großartigen Schauspiel zu. Noch nicht drei Minuten sind seit dem Aufflammen der ersten Raketen ver— flossen und schon sind die verderbenbringenden Ungeheuer mitten im Geschwader. Das Licht der Scheinwerfer muß die Torpedoboote grell blenden, zumal nach dem scharfen Uebergang aus tiefster Dunkelheit in die größte Helle, sie
schnauben aber— unbekümmert um alles— so dicht heran, wie möglich, weil sie wissen, daß in dem scharfen Licht die Entfernungen immer zu gering geschätzt werden. Manche kommen in gefährliche Nähe. Drei, vier Stück auf einer Seite beschäftigen das ganze Schiff. Bengg!„Was ist das?!“ Auf der anderen Seite huscht ein schwarzer Schatten auf 50 Meter Entfernung wie der Wind vorüber. Ein Fackelfeuer flammt auf. Ja, ja! Es gelingt doch einigen unbemerkt heranzukommen und das Zeichen des glücklich abgegebenen Torpedo— schusses lenkt nun den Scheinwerfer und das Feuer auf diesen Angreifer. So entwickelt sich ein Bild von geradezu phänomenaler Wirkung, vielleicht noch großartiger, als das verzogene Gewitter und jedem für immer unvergeßlich. Allmählich werden die Schüsse seltener, und nach kaum einer Viertelstunde ist alles vorüber. Still und ruhig liegt wieder alles wie vorher, nur die Pulse der Betheiligten fliegen. Die Erregung kann sich nicht so leicht legen. Von neuem beginnt das scharfe Auslugen, denn so lange die Dunkelheit währt, ist man vor er— neuten Angriffen nicht sicher. Drei, viermal in einer Nacht wiederholen sich dieselben und erst das Morgengrauen macht dem Treiben ein Ende. Von den Torpedobooten ist nichts mehr zu sehen. 8
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