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bei Abnahme Pfund 40 Pf,
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Samstag den 15. April.
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berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der
Annoncen von aus—
Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
——
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
Betreffend Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche; hier in Harheim. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in einem Gehöfte zu Harheim die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und
Gehöftsperre angeordnet worden ist. Friedberg den 11. April 1893.
Betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Nieder⸗Weisel.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in einem Gehöft zu Nieder ⸗Weisel die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen öftsperre von uns angeordnet worden ist.
Friedberg den 11. April 1893.
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ö Auf Grund der allgemeinen Synagogen-Ordnung für die israelitischen
Religions⸗Gemeinden des Kreises Friedberg vom 16. Februar 1870 und mit Geneh— migung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 8 5.
18. März 1893 zu Nr. M.⸗IJ
werden
entgeltlich benutzt werden.
res dem jeweiligen Vorstande überlassen.
entschädigungen, summe der
Darmstadt den 21. März 1893.
i 7545 wird Nachstehendes zur Aufrechthaltung der
Ordnung in der Synagoge zu Bad⸗Nauheim angeordnet.
§ 1. Der Zutritt zur Synagoge ist jedem Fremden gestattet.
§ 2. Reservirte Synagogenstühle, sowohl für Männer wie für Frauen, an Kurfremde für die Dauer ihres Aufenthalts gegen Bezahlung von 5
Mark abgegeben und stehen Gebetmantel, Gebetbücher,
gratis zur Verfügung. Nichtreservirte Plätze konnen, soweit dieselben reichen, un—
§ 3. Für die hohen Festtage tritt der§ 2 außer Kraft und bleibt Nähe⸗
§ 4. Die Aufrufkarten zur Thora sind an einer Tafel in der Synagoge zum Herausnehmen angebracht und ist es jedem Fremden unbenommen, gegen Zahlung von 3 Mark davon Gebrauch zu machen, resp. dieselben durch den Synagogen⸗ diener in Empfang zu nehmen; dagegen kostet die Karte zur Hauptthora 5 Mk. Ausnahmen können nur mit Genehmigung des jeweiligen Vorstandes stattfinden.
der Umlage der land⸗ und forstwirthschaftlichen Beruf
ö Die Umlage der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft für 1892 beträgt 222,456, M.(100,464 M. 90 Pf. für Unfall⸗ 75,348 M. 67 Pf. als Ausleihung zum Reservefonds und 46,642 M. 53 Pf. Verwaltungskosten). Da sich die Gesammt—
beitragspflichtigen Steuer-Kapitalien
von 1,618 Pf. auf die Mark Steuerkapital(oder 2,773 Pf. auf den Gulden). Es wird dies nach Vorschrift des§ 19 der Verordnung vom
11. Juli 1888 unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Erhebung dieser Umlage demnächst in einem Ziele unter
Zusendung besonderer Anforderungszettel gemeindeweise stattfinden wird.
Bekanntmachung.
Synagogen Ordnung.
Bei Bestimmungen
abgehalten.
zu beanspruchen. Ebenso kann auf
8 6.
5 99 8* epicht soweit der Vorrath reicht,(Seelen gebehh sagen will,
Friedberg den
Bekanntmachung
auf 13,751,911,7 Mark(8,021,948,
sgenossenschaft für das Großherzogthum
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Süffert.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Suffer.
über Spenden beim Aufrufen zur Thora beliebe man
anzugeben, ob für die Synagoge oder für eine sonstige Wohlthätigkeits-Anstalt.
Die Gedächtnißfeier für Verstorbene(Jahrzeit) wird in der Synagoge Die nöthigen Anordnungen werden durch den Vorbeter oder Syna⸗ gogendiener getroffen; ersterer hat für seine Bemühung 3 Mark, letzterer 2 Mark
Verlangen ein Jahrzeitlicht gebrannt werden und sind
dafür 2 Mark an die Gemeindekasse zu entrichten. Um Unordnungen zu vermeiden, hat jeder Fremde, der das Kadisch
dies dem Vorbeter oder Vorsteher zu melden. Wenn
mehrere Bewerber gleichzeitig vorhanden sind, ist solches zusammen zu sagen.
§ 7. Die an Gemeindemitglieder ausgegebenen Aufrufkarten sind nicht übertragbar und müssen, direet zurückgegeben werden.
Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen der§§ 2, 4, 5, 6 und 7 werden mit Geldstrafe bis 30 5 Mark geahndet.
falls solche nicht persönlich benutzt, dem Gemeindediener
12. April 1893. Großh. Kreisamt Friedberg.
J. B.: Suüffert. Hessen. Gulden) beläuft,
ergibt sich ein Ausschlag
Der Vorstand der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft.
Nover,
Regierungsrath.
Deutsches Reich. Darmstadt, 13. April. S. K. H. der Großherzog ist mit der Prinzessin Alix und Ge— 0 zog ist mit 0 folge heute früh in Basel angekommen und nit dem Gotthard-Zug weitergefahren. Darmstadt. Der Kreisschulinspektor Eckhard in Lau⸗ serbach wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und der Oberlehrer Andres zu Offenbach zum Kreisschulinspektor in Lauter-
bach ernannt.
Berlin. Bezüglich der Nachricht des „Figaro“, Prinz Heinrich reise als Vertreter des Kaisers nach Rußland, wird jetzt gemeldet, ine darauf bezügliche Anfrage sei bis jetzt in Betersburg nicht erfolgt, es sei auch keine Ver— inlassung vorhanden. Jedenfalls werde im Falle der Reise die Aufnahme des Prinzen die denkbar herzlichste sein, schon weil er als Bertreter des Kaisers erscheine und weil er bersönlich bei den Mitgliedern des russischen Laiserhauses sehr beliebt sei.
— 13. April. Reichstag. Interpellation Menzer letreffend den deutschen Tabakbau. Nachdem sich der Vertreter der Bundesregierungen zur Beantwortung der
hen Tabakbaues datire seit 1879, und war namentlich in den letzten Jahren bedeutend. Nahezu 200,000
Staatssekretär v. Maltzahn: Die Bundesregierungen (kennen nicht an, daß der Grund des Rückganges des Tabakbaues allein in der Steuer- und der Zollgesetz⸗ gebung liege. Der Hauptgrund sei die Veränderung ler Geschmacksrichtung. Die Regierung habe ihr In—
Interpellation bereit erklärt, begründet Menzer seine Interpellation und behauptet, der Rückgang des deut⸗
Tabakbauern harren der Antwort der Regierung.
teresse an dem Tabaksbau dadurch bekundet, daß der
Tabak bei der Frage nach der Deckung der Kosten der
Militärvorlage nicht herangezogen worden sei. Hieran schließt sich eine Besprechung der Interpellation. Ahl—
wardt ist heute mit zwei Bündeln Aktenstücken im Reichstag erschienen und bat privatim den Präsidenten um Erlaubniß, dieselben heute vorzulegen. Der Präsi⸗ dent erwiederte, morgen vor Eintritt in die Tagesord— nung könne dies geschehen. Ahlwardt will nur einen Theil der Aktenstücke vorlegen und die andereu in eine Skandalbroschüre verarbeiten.
— Das Ergebniß der Erörterungen über die anderweitige Organisation der Eisenbahn— behörden dürfte, wie die„Berl. Pol. Nachr.“ im Gegensatz zu älteren Blättern betonen, dem Minister Thielen noch nicht vorliegen. Es sei ausgeschlossen, daß einzelne Betriebsämter aufgehoben und dafür Eisenbahndirektionen ge— schaffen würden. Bei der Neuorganisation handle es sich darum, ob die Betriebsämter sämmtlich aufgehoben und durch Eisenbahn— direktionen ersetzt würden.
— 13. April. Der Bundesrath überwies die vom Reichstag gefaßten Resolutionen über Ausführung der im Etat 1893 94 bewilligten Neubauten von Kasernen, über Ausdehnung des Systems der Dienstaltersstufen auf die Unter— beamten der Post- und Telegraphenverwaltung, sowie über Einsetzung einer Centralstelle zur Ertheilung von Auskunft in Zolltarifsachen den zuständigen Ausschüssen. Die Resolution über das Verfahren der Marineverwaltung bei dem
Bezug von Kohlen wurde dem Reichskanzler überwiesen.
Thorn, 13. April. In der hiesigen Festung wurde ein der Spionage verdächtiger Serbe verhaftet und von einer Offizierspatrouille nach dem Gerichtsgefängniß gebracht. Wiesbaden. Der König von Dänemark begibt sich, wie dem„Rh. K.“ aus Kopenhagen telegraphirt wird, Ende Mai nach Wiesbaden, um hier einen sechswöchentlichen Aufenthalt zu nehmen.
Köln, 13. April. Eine gestern Abend stattgehabte Versammlung von Vertretern wirth— schaftlicher Kreise von Rheinland und West— falen beschloß die Absendung einer Resoltion an den Reichstag, worin eine baldige Ver— ständigung über die Militärvorlage mit den verbündeten Regierungen herbeizuführen ver— sucht wird. Mehrere Redner beleuchteten die Vorlage und kritisirten scharf das Vorgehen der Volksvertreter, welche am verkehrten Ende sparen wollten. Man wolle heute 70 Millionen sparen, um später 70 Milliarden zu riskiren. Die Versammlung war äußerst zahlreich besucht. Freiburg, 12. April. Der Erbgroßher— zog von Baden ist zum Generallieutenant be—
fördert und hierher versetzt worden.
Ausland. 5 Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 12. April. Sämmtliche Blätter, ausgenommen die Offi—
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