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und der frischen Luft zu gewähren.

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undlichkeit gegeben, indem sie einem 44jähr. erer Stadt, das von Geburt lahm ist und ich Rutschen sich fortbewegen kann und deshalb ö stets ans Zimmer gefesselt war, einen neuen Fahrstuhl schenkte, wodurch es nunmehr möglich geworden , dem armen Wesen den Genuß der freien Natur 6. Den leiblichen Interhalt der Armen bestreitet seit Jahren die hier so Hohlt ätig wirkende Krug'sche Stiftung.

Allerlei.

Frankfurt. Nach einer am Samstag nach hier elangten Nachricht ist es den schweizerischen Polizei⸗ ehörden gelungen, den nach Unterschlagung von an⸗ ühernd 3000 Mark von hier flüchtig gegangenen Kassirer nd ehemaligen Unteroffizier Paul Janicke zu ermitteln nd in einem Hotel zu Basel dingfest zu machen. Die luslieferung des Flüchtlings nach Frankfurt steht bevor.

Frankfurt. Der berühmte Tenorist Heinrich Fötel, hat mit der Intendanz des Frankfurter Opern⸗

uses eine Vereinbarung getroffen, derzufolge der Euler nächsten Montag den 16. d. M. in einer seiner änzendsten Partieen, als Manrico imTroubadour Aiftritt. Derselbe dürfte, wegen seiner anderweitigen serpflichtungen, nur an diesem einem und im günstigsten falle noch an einem zweiten Abende in Frankfurt 19 9 Platzbestellungen werden täglich an der Kasse s Opernhauses und an den üblichen Verkaufsstellen atgegengenommen.

Würzburg, 11. Okt. Das Militärbezirksgericht srach den Lieutenant Hoffmeister, der wegen sozialistischer imtriebe angeklagt war, frei.

Erlangen, 11. Okt. Heute Abend 7 Uhr gerieth ir Dachstuhl eines Flügels der medizinischen Abthei ing der Universitäts⸗-Klinik in Brand. Das Feuer hm ziemliche Ausdehnung an. Sämmtliche Kranke 10 geborgen. Die Entstehungsursache ist noch un fannt.

Elberfeld. Wie von hier gemeldet wird hat ein tteriegewinn dort einen Fabrikarbeiter zum Selbstmord 9 1 Derselbe hatte vor etwa 2 Jahren in einer btterie 25,000 Mark gewonnen, seitdem die Arbeit

üfgegeben und in Saus und Braus gelebt. Das Geld ond hierbei indeß derart, daß derglückliche Ge⸗ Inner schließlich über keinen Pfennig mehr verfügte nd deßhalb die Arbeit wieder aufnehmen mußte. Diese te ihm aber so wenig zu, daß er gestern nach nur tägiger Thätigkeit zum Revolver griff und sich eine gel in die Schläfe jagte. Der Selbstmörder war

. N

Herbstarbeiten am Bienenstand. Ueber dieses Thema gab bei einer kürzlich

ünkerversammlung Bienenmeister Blumenstein zahn Lehengericht folgende Anweisungen: Die serbstarbeiten am Bienenstand sind mannig

Man hat zuerst Herbstmusterung

halten. Erweist sich ein Mutterstock als

kreisellos, so mache man mit demselbem wenig

bederlesens, sondern vereinige das Volk mit elsem andern weiselrichtigen. Ebenso verfährt lan mit Stöcken, die volkarm sind, aber noch ie Königin besitzen. Hier sind zwei Wege glich. Entweder wird die Königin des einen Socks weggefangen, nachdem vorher der ganze dock mit Tabaksrauch betäubt war. Ein Etäuben der Bienen, abgesehen vom Tabaks nich, dagegen mit Choroform oder Bovist ist ic Gewaltakt, zu dem man nur im höchsten Jothfall greifen sollte. In den meisten Fällen ben sich der Züchter anders helfen und Um⸗ eng von den der Gesundheit der Bienen in ener Weise zuträglichen Mitteln nehmen. Utürlicher und besser wird man verfahren, mn man ein entweiseltes Völkchen, das man ingehen lassen, aber nicht tödten oder durch läubungsmittel plagen möchte, einfach sich eber überläßt, sich in andern Stöcken einzu⸗ ateln. Man fegt hierzu die armen Waisen nder Nähe des Standes auf ein Tuch ab ind stopft das Flugloch der seitherigen Woh⸗ ung zu. Die alten Bienen wissen sich leicht wendwo einzubetteln und die jungen Genossen lüttelt man einem beliebigen Stocke zu, der (mals solche gern annehmen wird. Bei swachen, noch Königin besitzenden Stöcken ver⸗ rt man ebenso, nur daß man vorher die limigin wegfängt. Was die Einwinterung be⸗ kit, so gilt bekanntlich eine gute Durchwinte⸗ ung der Bienen als das Meisterstück in der eammten Bienenwirthschaft. Sie bildet die, bundlage für das Gedeihen der Bienenzucht! folgenden Jahr. Soll ein Bienenvolk glück ch durch den Winter kommen, so muß es bei; e Einwinterung eine junge, g sande und zur.

Zucht geeignete Bienenmutter haben. Zeichen einer guten Bienenmutter sind rasche Beweg⸗ ungen und gute Behaarung derselben. Ihre Leistungssähigkeit muß sie noch durch ihre Brut beweisen. Ende September muß im Ver⸗ hältniß zur Volksstärke noch ziemlich Brut im Stock vorhanden sein. Steht diese dicht ge⸗ schlossen und regelmäßig da, dann ist die Sache gut und die Königin kann ohne Bedenken in den Winter genommen werden. Die Königin ist die Hauptbedingung eines schönen Stand⸗ stocks. Eine weitere Bedingung ist der Volks⸗ reichthum. Man sehe darauf, daß man nur volkreiche Stöcke mit hinreichender Nahrung überwintert. Man geize darum nicht mit dem Wintervorrath und gebe einem Stock 2024 Pfund Honig⸗Vorrath ins Winter-Quartier. Diese Einwinterung darf aber nicht zu spät er⸗ folgen, sondern muß frühzeitig, etwa Ende August und Anfang September vorgenommen werden, namentlich wenn mit Zuckerwasser nachgeholfen werden muß, damit die gereichten Vorräthe noch gehörig verdeckelt werden können. Hier reiche man möglichst reiche Portionen kurz nach einander. Einzuwinternde Bienen sollen ferner weder mit zu altem noch zu neuem Bau versehen werden, auch muß derselbe frei von Drohnenwachs sein. Ein zu junger Bau ist zu kühl, mit altem Bau bringt man gerne Randmaden in den Bienenstaat. Bei der Zu richtung des Winterquartiers achte man darauf, daß die Bruttafeln sämmtlich ins untere Fach gehängt werden und zwar so, daß die Tafeln mit ganzer Brut an das Flugloch zu stehen kommen, und diejenigen, die weniger Brut und mehr Honig und Blüthenstaub enthalten, in der Reihenfolge nach einander im untern Stock werk eingestellt werden. Die zur Nahrung be stimmten ganzen Honigwaben verbringt man in die oberen Räume. Resthonigtafeln ver bringt man in den leeren Raum zwischen Thüre und Fenster, öffnet den Schieber und läßt den Honig dann von den Bienen über Nacht in den Bau tragen. Nachdem diese leeren Waben entfernt und der Schieber ge schlossen ist, werder die leeren Räume zwischen

Thüre und Fenster mit Oehmd ꝛc. ausgestopft.

Die Bienenwohnung muß recht Wärme haltend und allseitig fest verschlossen sein. Die einzige Oeffnung ist das Flugloch, welches verengt auch den Winter über offen bleibt. Die Bienen halten keinen Winterschlaf, sondern nur Winter ruhe. Ruhe ist auch für sie während des Winters das beste Gut, das man ihnen geben kann, denn jede Unruhe zehrt am Mark des Stocks. Werden auf diese Weise die Bienen eingewintert, so wird der Bienenvater beim Erwachen der Natur im Frühling das Dichter wort anwenden können:

Er zählt die Häupter seiner Lieben

Und sieh', ihm fehlt kein theures Haupt!

Literarisches.

Der Lahrer Hinkende Bote ist wieder da. In seinem 94. Jahrgange stehend, präsentirt er sich diesmal in einem farbigen Umschlage, ist also auch hier, wie allezeit und überall, mit der Zeit fortgeschritten. Der Inhalt zeichnet sich in diesem Jahre wieder be sonders durch einen Reichthum an kleineren Erzählungen aus, die immer die Spezialität des Hinkenden waren. Von bekannteren Namen sind der füngst verstorbene C. Geres, Maximilian Schmidt, Hermine Villinger, A. v. Winterfeld ꝛc. vertreten; dieWeltbegebenheiten

sind, von ächtnationalem Geist durchhaucht wie immer,

und dabei doch freisinnig-objektiv, auch sehr unterhaltend ausgefallen und koöstlich illustrirt.

Auszug

aus dem Civilstandsregister der Stadt Friedberg.

Getraut: Der Bierbrauer Ernst Windecker zu Friedberg mit Maria Margaretha Paetow zu Friedberg. Der Gasinspektor Paul Otto Humbert zu Lichtenberg mit Johanna Philippine Ermus zu Friedberg. Der Metzger Johannes Berthold Emil Breitenstein zu Friedberg mit Emilie Mar⸗ garetha Dorothea Susanna Therese Mathilde Ritzel zu Friedberg.

Geboren: Dem Schuhmacher Georg Will 1 Sohn.

14. Sept.

2

27.

31. Aug.

1. Sept. Dem Maschinenheizer Heinrich Kriegk eine Tochter. Dem Gerber Paul Hugo Richard Letsch 8 1 Sohn.

17. Dem Kaufmann Emil Johs. Huber 1 Sohn. 17. Dem Heizer Louis Deibel 1 Sohn. 18. Dem Hülfskesselwärter Johann Friedrich

Wilhelm Weith 1 Tochter. 20. Dem Färber Ludwig Schmidt IJ. 1 Sohn. 21. Dem Metzger August Neuhof 1 Tochter. 22. Dem Schreiber Heinrich Anton Ludwig Formhals 1 Tochter. . Dem Gastwirth August Gottfried Scheibel 1 Tochter. Gestorben:

2. Sept. Hilmar Ernst Wilhelm Friedrich Bindewald, Sohn des Kaufmanns Friedrich Ludwig Konrad Georg Theodor Hermann Robert Bindewald, 8 Jahre alt.

27 Am 17. Juli 1893 wurde eine unbekannte

männliche Leiche gefunden. 14. Der Buchhalter Heinrich Petri, 61 Jahre alt. 20. Regine Finkernagel, geb. Füller, 77 Jahre alt. Der Taglöhner Philipp Erker, 82 Jahre alt.

24 Friedericke Eleonore Rausch, Tochter des Schreiners Johann Heinrich Rausch, 6 Jahre 8 Monate alt.

28. Die Nätherin Elisabethe Thaler, 45 Jahre alt.

In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New-York, N.⸗Y. Jacob F. Sufner, 54 Jahre alt, aus Butzbach. Dayton, O. Frau Barbara Grub, geb. Schneider, aus Winkel. Erie, Pa. Emil Küchler, 49 Jahre alt, aus Alzey. Louisville, Ky. Rosa Hollenbach, 19 Jahre alt, aus Gau-Algesheim. St. Louis, Mo. Louis Lange, 64 Jahre alt, aus Hessen.

Witterung im August 1893 in Friedberg, beobachtet von H. Trapp. Monatsmittel, berechnet aus dem täglichen höchsten und

niedrigsten Stand- 13,34 0 R. Höchster Stand(am 17. Aug.) 22,7 0 R. Niedrigster Stand(am 28. Aug.) 4,7 0 R. Meßbarer Niederschlag an 13 Tagen 39,7 mw.

Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.

20. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer r. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche.

Nachmittags Uhr: Herr Candidat Anthes. Gottesdienst in der Burglirche.

Vormittags 91¼ Uhr: Herr Pfarrer Velte.

Abends 5 Uhr: Herr Reallehrer Ur. Dieckmann.

Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um ⅜7 Uhr wird die heil Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht.

Vedeutende Vetriebsersparnisse

werden in jeder maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirthschaft durch Auf stellung einer Wolf'schen Locomobile als Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen⸗ fabrik von R. Wolf in Magdeburg⸗Buckau seit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit des Brennmaterialverbrauchs, Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs und haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen den Sieg davongetragen. 2133

Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist

vorräthig: 5 Neuester Caschen⸗Fahrplan. Winter- ä r 1 Dienst. 1 1

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Für di Mittel⸗Rheingegend,

Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen.

Preis 25 Pf.