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Pferdezucht⸗Vereins, geben zu können.

Prämiirung selbstgezüchteter Fohlen.

Nachdem uns Seitens des Landespferdezucht⸗Vereins und dur eine hohe Summe zum Zwecke der Prämiirung selbstgezüchteter Fohlen eine namhafte Summe zum gleichen Zwecke zu verwilligen,

ch denselben auch von der Staatskasse wieder wie in früheren Jahren zur Verfügung gestellt wurde, hat das Pferdemarkt⸗Comits beschlossen, um der Prämiirung eine größere Ausdehnung, ä Die Prämiirung findet Dienstag den 24. Oktober auf der nördlichen Seite des Kirchenplatzes statt

auch auf Nichtmitglieder des

und werden hierzu alle Pferdezüchter der Provinz Oberhessen zur Betheiligung freundlichst einge laden.

1) Jeder Züchter hat sich mit seinem

Fohlen längstens

Nähere Bestimmungen.

bis um 9 Uhr Vormittags auf obengenanntem Platze einzufinden.

2) Als Nachweis der eigenen Züchtung genügt die Bescheinigung des betreffenden Ortsvorstandes. 3) Es werden Fohlen bis zu Jahren zur Prämiirung zugelassen.. 5 4) Fohlen, welche schon einmal durch uns prämiirt worden sind, können nicht mitconcurriren. i

Im Auftrag des Pferdemarkt⸗Comité's:

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Steinhäußer, Vorsitzender.

Deutsches Reich. a

Darmstadt, 7. Okt. Die Ministerialräthe Michell, Krug und Muhl von Nidda, sowie der ordentliche Pro⸗ fessor an der Technischen Hochschule Reichel wurden zu Mitgliedern der Prüfungskommission für das Finanz⸗ und technische Fach ernannt, der Kreisrath des Kreises Alzey, Geh. Reg.⸗Rath Wolf, der Kreisrath des Kreises Oppenheim, v. Zangen wurden in den Ruhestand ver⸗ setzt, der Kreisamtmann des Kreises Heppenheim Reg., Rath Bichmann wurde zum Kreisrath des Kreises Oppenheim und der Ministerialsekretär beim Staats- ministerium Legationsrath Dr. Freiherr v. Wedekind um Kreisrath des Kreises Alzey, der Kreisamtmann

ei dem Kreisamt Darmstadt Regierungsrath Dr. Frh.

v. Gemmingen-Hornberg zum Rath bei der Provinzial⸗ Direktion Starkenburg mit dem AmtstitelRegierungs⸗ rath und zum 2. Beamten bei dem Kreisamt Darm⸗ stadt, der Kreisamtmann Neff zu Lauterbach zum Kreis⸗ amtmann bei dem Kreisamte Darmstadt, der Kreisamt⸗ mann Dr. Rohde zu Schotten zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Heppenheim, der Regierungsassessor Dr. Heinrichs aus Schotten zum Kreisamtmann, der Regie⸗ rungsassessor Hölzinger aus Bensheim zum Kreisamt mann und der Regierungsassessor Merck aus Darm stadt zum Kreisamtmann ernannt, der Kreisamtmann Pr. Heinrichs aus Schotten wurde mit der Versehung der Stelle eines Kreisamtmanns bei dem Kreisamt Lauterbach, der Kreisamtmann Hölzinger aus Bens heim mit der Versehung der Stelle eines Kreisamt⸗ manns bei dem Kreisamte Offenbach und der Kreis⸗ amtmann Merck aus Darmstadt mit der Versehung der Stelle eines Kreisamtmanns bei dem Kreisamte Büdingen beauftragt; der Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Or. Preetorius zum Ersten Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Starken burg, der Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Pückel zum Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, der Ober amtsrichter bei dem Amtsgericht Altenstadt Hellwig zum Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Ober hessen, der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Beer felden Zipp zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Hirschhorn, der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darm stadt 11 Ur. Weiß zum Oberamtsrichter bei dem Amts⸗ gericht Laubach, der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt 11 Dr. Schneider zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Langen und der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau r. Meisel zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenberg ernannt.

Berlin, 11. Okt. Nach derNordd. Allg. Ztg. ist das Plenum der bürgerlichen Gesetz buchcommission zu Beginn dieser Woche zur Fortführung der Arbeiten von Neuem zu sammengetreten.

München, 12. Okt. Die Kammer der Abgeordneten setzte heute die Diskussion der Anträge über die Wahlgesetzreform fort. Nach⸗ dem die Abgeordneten Ratzinger, Wagner, Orterer, Schädler und Grillenberger gesprochen hatten, erklärte der Minister des Innern, die Verfassung schließe die Zulässigkeit einer Ab änderung derselben während einer Regentschaft nicht aus. Für die Staatsregierung liege aber gegenwärtig kein Anlaß zur Stellungnahme zu diesen Anträgen vor. Ein solcher Anlaß würde erst eintreten, wenn ein Verfassungsgesetz ge ändert werden sollte. Die Staatsregierung werde keinen Wahlgesetzentwurf einbringen, aber zur Stellungnahme bemüht sein, wofern die Abgeordnetenkammer einen solchen Entwurf einbringe. Wenn die drei gesetzgebenden Fak toren einig sind, ist eine Verfassungsänderung gültig. Die Kammer lehnte hierauf den sozial demokratischen Wahlgesetz Reformantrag, des gleichen den freisinnigen, ab.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. Okt. Die von der Regierung eingebrachte Wahlreform

rief bei allen Parteien größte Ueberraschung hervor, da Niemand eine Ahnung von einer solchen Absicht der Regierung hatte. Der Ent wurf gibt das allgemeine Wahlrecht, das nur theilweise beschränkt wird durch den Bildungs- nachweis(Kenntniß des Lesens und Schreibens.) Ausnahmslos wahlberechtigt sollen überdies ohne Bildungsnachweis sein Alle, die vor dem Feinde gestanden habe, und ausgediente Unter- offiziere, endlich alle Steuerzahler, sowie Jeder, der durch Arbeits- oder Dienstbotenbuch nach weist, daß er in einem bestimmten Berufe seine Beschäftigung findet. Neben allen diesen Be stimmungen bleibt jedoch das bisherige Curien system mit dem privilegirten Wahlrecht der Großgrundbesitzer, sowie mit den indirekten Wahlen der Landgemeinden durch Wahlmänner weiter bestehen.

Zum Schutze der österreichisch-ungarischen Unterthanen wurde das KriegsschiffZriny von Gibraltar nach Brasilien beordert.

12. Okt. Die lieberalen Blätter ver⸗ langen die Einigung aller deutschen Parteien gegen die Wahlreform Taaffe's um einer politischen Umwälzung, welche dieselbe vorbe reite, vorzubeugen. Alle klerikalen Blätter greifen gleichfalls den Gesetzentwurf an. Das Organ des Obersten Santitätsrathes des öster reichischen Sanitätswesens stellt fest, in der Vorwoche sei nicht blos die Zahl der Cholera erkrankungen gesunken, auch der Charakter der Erkrankungen in den verseuchten Gemeinden Galiziens sei ein milderer. Die Zisser der Sterbefälle ist ebenfalls gesunken. Eine baldige Erlöschung der Seuche ist zu erhoffen.

Budapest, 11. Okt. Der Finanzausschuß begann die Berathung des Voranschlages des Handelsministeriums.

12. Okt. Im Abgeordnetenhause er⸗ örterte der Justizminister den Charakter des Ausgleichgesetzes und erklärte, die Antwort des Kaisers bezwecke nicht, den politischen Charakter der Ausgleichsbasis zu beeinträchtigen. Die Antwort, welche darauf verwies, daß die Er schütterung dieser Basis nicht im Interesse des Landes und der Monarchie liege, sei nur der Ausfluß des reinsten konstitutionellen Pflicht⸗ bewußtseins und die Erfüllung des höheren Berufes des Monarchen. Die Erklärung wurde mit demonstrativem Beifall aufgenommen und der Minister beglückwünscht.

Dänemark. Kopenhagen, 12. Okt. Der Czar wird morgen die hier ankernden französischen Kriegsschiffe besuchen. Es werden große De monstrationen vorbereitet.

Belgien. Brüssel. Aus dem Kongo Staat ist die telegraphische Nachricht einge⸗ troffen, daß Kapitän Dhanis am 27. April Kasongo eingenommen habe, und daß die Lage am oberen Kongo eine für die Belgier günstige sei. Käpitän Dhanis hatte bekanntlich am 15. Febr. die gut befestigte, strategisch wichtige Stellung der Araber bei Nyangwe eingenommen dort wurde auch der Nachlaß Emin's ge funden worauf die Reste der arabischen Streitkräfte sich bei Kasongo, östlich von Nyangwe, zwischen dem Kongo und dem Tangan hika⸗See konzentrirten.

Frankreich.

Paris, 12. Oktober. Der!

Maire von Toulon erließ eine Proklamation, worin er die Bevölkerung auffordert, durch Acclamation der russischen Freunde den ge meinsamen Wunsch nach einer Friedensära kundzuthun, die Ruhe zu bewahren und durch eine würdige Haltung jede Provokation zu verhindern.

Großbritannien. London, 11. Oktbr. Der Strike der Kohlengrubenarbeiter nähert sich seinem Ende.

Das Amtsblatt meldet: Lord

Elgin wurde zum Vicekönig von Indien ernannt.

Nottingham, 11. Okt. Zwei Kohlengruben der Hüttengesellschaft in Stanton, welche 2000

Arbeiter beschäftigen, nahmen den Betrieb wie⸗

der auf. Dasselbe geschah heute in hiesigen Kohlengruben. a Italien. Rom, 11. Okt. Der Minister⸗

rath faßte wichtige Beschlüsse, um das Räuber⸗ unwesen in Siecilien unterdrücken.

12. Okt. DasBerl. Tagebl. meldet von hier: In Syrakus drang eine Volksmenge in das Rathhaus, wo der Stadtrath die Ein führung neuer Steuern berieth. Die Menge verwüstete und zerstörte Alles, warf das Mobi⸗ liar aus den Fenstern und versuchte Feuer

anzulegen. Militär zerstreute die Tumul⸗ tuanten. Amerika. Washington, 12. Okt. Im

Senat begann gestern Abend die permanente Sitzung, um eine Abstimmung über das Gesetz wegen Aufhebung der Shermanakte herbeizu führen. Die Senatoren, welche die Aufhebung der Shermanakte befürworten, müssen in ge nügender Zahl zusammen bleiben, um jeden Augenblick beschlußfähig zu sein, während von den Silberanhängern nur zwei im Senate verblieben.

Buenos-Aires. Nach Meldungen hat der Finanzminister in einem dem Congreß vor⸗ gelegten Exposs festgestellt, die Produktions- fähigkeit Argentiniens nehme zu und verspreche die Möglichkeit, den eingegangenen Berpflich tungen nachzukommen.

Rio de Janeiro, 11. Okt. Heute wurden mit zeitweiligen Unterbrechungen zwischen den Forts und dem aufständischen Geschwader Schüsse gewechselt. Die Stadt ist ruhig, die Geschäfte werden fortgeführt. Der Präsident erließ ein Manifest, worin er erklärt, falls die Kongreßwahlen für ihn ungünstig ausfielen, würde er den Willen des Vaterlandes zu respektiren wissen.

Aus Stadt und Land.

Mainz, 11. Okt. Das Kriegsgericht verurtheilte gestern den Kapellmeister Kern gemäß der Anklage zu einem Jahr Festung und zur Degradation. Der Ver⸗ urtheilte wurde heute nach Köln abgeführt.

Mainz, 11. Oktbr. Das Kreisamt hob die Ver⸗ seuchterklärung des Rheines auf und bemerkt dabei, daß die Benutzung ungekochten Rheinwassers nicht mehr bedenklich sei.

Worms. Der seit einigen Tagen vermißte Gym⸗ nasiallehrer Reuter wurde nach demAlz. Beob. todt im Rhein aufgefunden. 2

Nidda, 9. Oktober. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich hat in diesen Tagen einen schönen Beweis von

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