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daß die bulgarische Frage werde.
nehmen.
fähr acht Tage verweilen dürfte.
war daher sehr theuer.
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sind in Valencia anarchistische Unruhen aus— gebrochen. Rußland. Petersburg. In das Pro— gramm der diesjährigen russischen Heeresma— növer sind auch die Mobilisirung betreffende llebungen aufgenommen worden. Speziell in den Militärbezirken von Warschau-Wilna und
KLiew sollen derartige Uebungen erfolgen. e 10. Juni. Rußland sei einverstanden, mit Oesterreich gute
Die Pariser„Presse“ sagt,
Beziehungen zu unterhalten unter der Bedingung, gesetzlich gelöst
— Aus Odessa wird gemeldet, daß die Königin⸗Mutter Natalie dort in der nächsten
4 Woche eintreffen soll, um sich mit einem vom Czaren zur Verfügung gestellten Separatzuge
nach St. Petersburg zu begeben, wo sie unge— Die Königin wird als Gast des Kaiserpaares im Winter— palais absteigen.
Aluminium, das Kulturmetall der Zukunft.
Das„Schubertsche Repertorium der Päda— gogik“ bringt einen sehr interessanten Artikel von L. Sturm über Aluminium. Sturm
Vorausgegangen sind die Stein- und Bronze— zeit. Soll der Bestand der Erde mit dem eisernen Zeitalter abschließen oder haben wir ein neues zu erwarten? Wir können die letzte Frage unbedingt mit„Ja“ beantworten. Aber welcher Stoff ist wohl geeignet, an die Stelle des Eisens zu treten? Wir können uns kaum denken, daß es jemals etwas geben könnte, was geeignet wäre, dieses starre Metall zu
ersetzen, und doch liegt die Zeit gar nicht mehr
ferne, wo das Eisen von einem andern Metall verdrängt werden wird. Das Aluminium wird sicher einmal die Stelle des Eisens ein— Das Aluminium wurde bisher als eines der seltensten Metalle bezeichnet und es g So wird es in der Schillingschen Mineralogie von 1876 noch als
nd. ein äußerst seltenes Metall genannt und in der missär.
großen Mineralogie von Quenstedt vom Jahr 1877 stehen darüber nur folgende wenige
schreibt:„Wir leben im eisernen Zeitalter. Z
den Preis des Metalls herabzudrücken. 1854 kostete 1 Kg. 2400 M., 1862 nur 100 M. Nach 25 Jahren war der Preis für die Ge⸗ winnung auf 20 M. für 1 Kg. gesunken. Nach Nachrichten von Amerika soll das Kilo dort jetzt nur noch 80—96 Pf. Herstellungskosten verursachen und es dürfte wohl keinem Zweifel unterliegen, daß die Herstellung noch billiger werden wird. Das A. besitzt die meisten Eigen— schaften des Eisens; in vieler Beziehung aber steht es noch höher als dieses. Sehen wir uns diese Vorzüge näher an. Das A. gehört zu den Edelmetallen; es wird also von dem Sauerstoff der Luft nicht angegriffen, infolge dessen es seine schöne silberglänzende Farbe unverändert beibehält. Wasser ist völlig ohne Einwirkung und Seewasser greift es nur schwach an. Verdünnte Schwefelsäure, die das Eisen und Zink stürmisch löst, schadet dem A. gar nicht und ebenso verhält es sich mit der Sal— petersäure; dagegen löst es sich in Salzsäure und ätzenden Alkalien. Gegen die gebräuch— lichsten Desinfektionsmittel, wie Karbolsäure ꝛc., ist es ganz unempfindlich. Auch in gesund— heitlicher Beziehung ist es unschädlich und zeigt nicht die giftigen Wirkungen der Kupfer-, Blei-, Zink⸗ und Zinnsalze. Daher eignet es sich als A.⸗Blech und A.-Folie zum Verpacken von Nahrungsmitteln. Der menschliche Schweiß und Speichel üben keinen Einfluß auf dieses Metall aus, es ist daher zur Herstellung von Musikinstrumenten sehr geeignet. Dabei fällt noch in die Wagschale, daß es den Tönen einen sehr schönen Klang verleiht. Nicht minder läßt es sich als Draht ausziehen, der ein achtmal größeres Leitungsvermögen für Elektrizität be— sitzt, als Eisen. Ferner hat es mit dem Eisen gemein, daß es sich hämmern, schmieden und walzen läßt. Dabei ist es nicht spröde, sondern es läßt sich ohne Bruch um 360 Grad ab— biegen. Sehr wichtig ist die Aluminiumbronze, die aus 90 Theilen Kupfer und 10 Theilen Aluminium besteht. Durch die Legierung wird es noch werthvoller. Die Aluminium—
bronze ist goldfarben und so fest, daß das Schmiedeeisen beinahe um das doppelte und der Gußstahl noch um 10 Prozent übertroffen
1 1 Zeilen:„Aluminium, nahezu silberweiß, dehn—
1858 dem
dar, fest und von 2,6 Gewicht, kostete
bloß 100 Fr.(80 M.) das Kilogramm, 9 Gewicht nach noch nicht halb, dem Volumen nach ½0 so theuer als Silber.“ Später ist
wähnt. Und das in einem Buch von 1000 Seiten!
zutage, daß das„Silber aus Lehm“ in so ungeheuren Massen vorkommt, daß es etwa ½ der gesammten Erdrinde ausmacht. Es ist daher das verbreitetste Metall der Erdober— fläche und häufiger als Eisen, das ungefähr den 48. Theil der Erdoberfläche beträgt. Das Aluminium ist in der überall verbreitenden Thonerde und dem Lehm enthalten. In 40 Prozent Thonerde befinden sich ungefähr 21 Prozent Aluminium. Da das A. nirgends gediegen vorkommt, so muß es auf künstliche Weise aus seinen Verbindungen ausgeschieden werden. Das war Anfangs mit großen Kosten verknüpft. Und obgleich Napoleon kl. einen bedeutenden Preis auf Erfindung einer billigen Gewinnung ausgesetzt hatte, gelang es nur,
die Aluminiumbronze mit wenigen Worten er⸗
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werden. Auch die Aluminiumbronze läßt sich ausgezeichnet schmieden und walzen. Stockinger
schreibt:„Bezüglich ihrer Härte, Dehnbarkeit, 155
Clastizität und Zugfestigkeit kommt die Alumi- niumbronze dem besten Stahl gleich; sie läßt sich zudem leichter gießen, kalt und warm schmieden, walzen, ziehen und tadellos poliren. Dabei ist ihre große Widerstandsfähigkeit gegen die Atmosphäritien(gasförmige Bestandtheile der Atmosphäre: Sauerstoff, Stickstoff ꝛc.) zu betonen, wodurch sie sich wesentlich(zu ihrem Vortheil) vom Kupfer unterscheidet. Wegen der erwähnten vorzüglichen Eigenschaften em- pfiehlt sich die Aluminiumbronze als Lager⸗ metall für bewegliche und feste Maschinentheile, wegen ihrer Unangreifbarkeit durch Seewasser dürfte sie zu Schiffsschrauben, Ankern, Anker⸗ ketten und Panzerplatten, überhaupt in der Marine, ausgedehnte Verwendung finden. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Seifen und Salz— wasser, sowie Fettsubstanzen, macht sie zu Küchengeschirr an Stelle der messingenen Ge⸗ räthe geeignet, und durch die Nichtangreifbar— zu Geschützen, Ge—
wehr- und Revolverläufen ꝛc. empfehlenswerth, da die Wandungen unversehrt bleiben und eine rasche Reinigung ermöglichen. Bei diesen, den Eisensorten gegenüber hervortretenden Eigen— schaften fällt noch besonders ins Gewicht, daß Gegenstände aus Aluminiumbronze beliebig oft umgeschmolzen werden können und demnach auch nach ihrer Abnutzung ihren vollen Me— tallwerth repräsentiren.“ Was uns nun die nächste Zeit bringen wird, wissen wir nicht, jedenfalls aber stehen große Umwälzungen auf diesem Gebiet bevor.
In den letzten zehn Jahren sind nach dem statistischen Jahrbuch für das deutsche Reich in Deutschland versteuert, also auch verbraucht worden 37177500 Kartenspiele. Und zwar ist der Verbrauch von Jahr zu Jahr gestiegen, von 3370300 im Jahre 1881 auf 4128 100 im Jahre 1891, d. h. weit über das der Volks— vermehrung entsprechende Maß, um 24,8%, während die Volkszahl nur um 9,3% gewachsen ist. Dividiren wir mit der letzten Zahl in die 49 428 470 Seelen, die am 1. Dezember 1890 gezählt wurden, so kommt fast auf je 12 Seelen ein verbrauchtes Spiel. Unter diesen 12 Per⸗ sonen sind etwa 5 Kinder, von den übrigblei— benden 7 Erwachsenen wiederum die Hälfte Frauen, deren Betheiligung am Spiel immerhin gering ist, sodaß fast der ganze Verbrauch des Spiels auf die 3½ übrig bleibenden erwachsenen männlichen Seelen fällt.
Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.00—115., Eier 1 Stück 6 Pf.,
2 Stück 13 Pf. Nachdem für Zell,
außer den bereits quittirten Gaben, noch eingingen: von L. N. 5 M. und Professor Pr. Weiffenbach 1 M., weitere Zuwendungen jedoch nicht mehr erfolgten, haben wir heute die eingegangenen Gelder und Gaben an ihren Bestimmungsort abgesandt. Postquittung kann bei uns eingesehen werden. Friedberg, 12. Juni 1893. Die Expedition des Oberhess. Anz.
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