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0 Aufzucht liegt eben die Möglichkeit, bei ge⸗
Getreide in den zu besetzenden Feldrevieren
ringer Mühe und Kosten devastirte Feldreviere schon in kurzer Zeit mit dieser Wildart wie— der bevölkern zu können, nur muß man die aufgezogenen Rebhühner schon im Monat August, wenn sie ziemlich erwachsen sind und sich noch
befindet, auf einmal zusammen mit der Haus—
Fütterung wird so lange fortgesetzt, bis die
henne, welche sie aber meistens schon in einigen Tagen verlassen wird, aussetzen. Die Aufzucht ist ganz einfach; man legt die angekauften oder angesammelten Eier mehreren gut brüten— den Haushennen unter; nachdem sie ausge— brütet sind, setzt man die Küchlein in dem Aufzuchtgarten aus. Je nach Alter und Größe verabreicht man ihnen verschiedenes Futter: In der ersten Woche Ameisenlarven und etwas Eiweiß mit Schafgarbe gemischt, zweite Woche dieselbe Fütterung, jedoch um ein oder zwei Mahlzeiten mehr; dritte Woche Ameisenlarbe, Hirse und Eiweiß, in der vierten Woche blos Hirse und etwas Ameisenlarven. Mit dieser
Hühner in Freiheit gesetzt werden. Bietet ihnen der Garten einigermaßen Insekten und verabreicht man ihnen genügend Ameisenfutter und zubereitetes Futter, so wird die Henne die Jungen auch sämmtlich aufziehen, voraus— gesetzt, daß sie nicht durch Nachlässigkeit des Züchters entweder krankheitshalber oder durch Raubzeug eingehen.
Ueber die Heilkraft der Wallwurzel
(Symphytum officinale L.) beim Vieh.
Es gibt viele edle Heilgewächse in unserer nächsten Umgebung, welche die Wissenschaft schon längst in die Rumpelkammer geworfen hat. Zu diesen gehört auch die Wall- oder Schwarzwurzel, auch Beinwell genannt, an Bächen und Flüssen, auf feuchten Wiesen und Schutthaufen wachsend und hie und da in den Gärten gezogen. Diese Wurzel ist eines unserer besten Vieharzneimittel. Wir schätzen sie nament⸗ lich als Wundmittel. Kein Viehbesitzer sollte es versäumen, dieses Gewächs in seinem Garten anzupflanzen. Der schleimige Absud der Wurzel heilt alle Arten von Wunden, selbst brandige und jauchige, wenn man damit Umschläge macht. stann man die Wurzel nicht frisch haben, so bedient man sich des Pulvers der getrockneten
Wasser vermischt. Auch als Kataplasma oder Breiumschlag läßt sich die Wallwurzel an⸗ wenden: man stößt die in Wasser gekochte Wurzel zu einem dicken Brei und legt diesen auf. Mit diesem Mittel ist schon manches werthvolle Hausthier geheilt worden, dessen Verletzungen derart waren, daß schon alle Hoff— nung auf Wiederherstellung aufgegeben war. Folgendes Streupulver bewährt sich bei alten, schlecht heilenden Wunden, Satteldrücken, allerlei Geschwüren: 15 Gramm Wallwurzelpulver, 8 Gramm gebrannter Alaun, je 6 Gramm Weih— rauch, Mastix und Myrrhen werden zum Pulver gemischt und eingestreut. Auch als blutstillen— des Mittel ist dieses Pulver zu empfehlen. Wenn bei Verletzungen Knochen und Knochen— haut beschädigt sind, gibt es kein besseres Mittel dagegen, als die Wallwurzel. Bei Schulterlahmheit und Hüftlahmheit leistet das Einreiben der unverdünnten Essenz gute Dienste. Die Wallwurzel ist aber auch ein herrliches innerliches Mittel. Husten und Lungensucht des Rindviehs vergehen beim fortgesetzten Ge— brauche der Wurzel in kurzer Zeit. Man kann die pulverisirte Wallwurzel mit Mehl und Wasser zur Latwerge machen und täglich einige Male 1 Eßlöffel voll auf die Zunge streichen, oder man gibt das Pulver auf einer Brodschnitte. So verabreicht, stillt dies Mittei die hartnäckigsten Durchfälle und den weißen Fluß der Kühe. Diese nach eigenen Erfah- rungen und zuverlässigen Nachrichten zusammen— gestellten Beispiele werden genügen, die Auf— merksamkeit der Viehbesitzer auf die hochnütz— liche Wallwurzel zu lenken, deren ganzer Wir— kungskreis hier nicht dargestellt werden kann, da wir hiezu viele Seiten brauchen würden. Wenn durch diese Zeilen nur einige wenige Leser bewogen würden, dem beschriebenen Heil— gewächse zu ihrem eigenen Nutzen ein Plätz— chen im Garten zu überlassen, so wäre ihr Zweck erreicht. Denn es handelt sich um die Ehrenrettung einer lange Zeit mißachteten Pflanze, deren Kräfte unserem Vieh in vielen Fällen Leben und Gesundheit zu erhalten im Stande sind. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Juli. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück große 13 Pf. Gießen, 8. Juli.
Auf dem heutigen Wochen⸗
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Ochsenfleisch pr. Pfd. 60—68 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfund 30 bis 40 Pf., Schweinefleisch pr. Pfund 60—70 Pf., Kalbfleisch pr. Pfund 35—40 Pf., Hammel⸗ fleisch per Pfund 40 bis 70 Pf.
Verloosungen.
Meiningen, 1. Juli. Serienziehung der 7 fl-Loose. Serie 40 104 195 239 386 427 475 694 896 936 1016 1442 1591 1827 1873 1895 1898 1906 2059 2272 2473 2605 2724 2868 2906 3278 3330 3391 3459 3617 3748 3889 3934 4036 4201 4215 4250 4409 4708 4721 4729 4787 4839 5424 5555 5600 5725 5786 5802 6140 6176 6178 6283 6427 6459 6491 6561 6607 6638 6746 6919 6966 6983 6987 7183 7299 7404 7411 7553 7593 7603 7628 7642 7874 7877 7944 8106 8127 8234 8275 8390 8452 8647 8782 8799 8928 8971 9083 9149 9300 9594 9597 9628 9962 9991.
Oesterr. 250 fl.⸗Loose vom Jahre 1854. Ziehung am 1. Juli 1893. Gezogene Serien: Nr. 123 131 146 231 727 714 807 897 926 1035 1087 1171 1184 1236 1436 1450 1491 1530 1537 1548 1548 1574 1576 1631 1729 1732 1850 1904 1993 2044 2309 2367 2381 2401 2423 2438 2482 2491 2602 2619 2833 2855 2883 2965 3054 3063 3122 3160 3250 3259 3509 3622 3734 3774 3825 3868 3926 3931 3975 3998. Oie Prämien-Ziehung findet am 1. Okt. statt.
Wiener Communal 100 fl.⸗Loose 1874. Ziehung am 1. Juli. Auszahlung am 1. Okt. Gezogene Serien: Nr. 327 346 432 562 1183 1291 1612 1739 2031 2164 2487 2815 2880. Hauptpreise: Serie 2815 Nr. 95 à 200,000 fl. S. 1739 N. 69 à 20,000 fl. S. 2880 N. 48 à 5000 fl. S. 2031 N. 7, S. 2487 Nr. 55, 73, S. 2815 Nr. 8, 70 je 1000 fl. S. 327 Nr. 16, S. 346 Nr. 23, S. 432 Nr. 36 S. 562 Nr. 46, 76, S. 1612 Nr. 92, S. 1739 Nr. 8, 33, 77, S. 2031 Nr. 11, 25, S. 2487 Nr. 79 je 250 fl. Alle übrigen in den obigen Serien enthaltenen Num— mern je 140 fl.
Witterung im Juni 1893 in Friedberg, beobachtet von H. Trapp. Monatsmittel, berechnet aus dem täglichen höchsten und
niedrigsten Stand + 13,03 0 R. Höchster Stand(am 19. Juni) 23,0 0 R. Niedrigster Stand(am 3. Juni)- 1,1 0 k.
Meßbarer Niederschlag an 11 Tagen 57,60 mm.
Schriftlichen Anfragen
wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das Rückporto beizufügen, wenn auf eine prompte Antwort gerechnet wird.
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