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f Walde mit Grasrupfen beschäftigt waren, vom Blitze kroffen; der eine blieb sofort todt, der andere starb bihrend der verflossenen Nacht.

Essen, 6. Juni. Auf der ZecheNordstern (eignete sich gestern ein großes Unglück. Behufs Forengung des Gesteins waren mehrere Schüsse gelegt urden; als einer derselben anscheinend versagt hatte, wllte ein Arbeiter nachsehen. Der Schuß ging jedoch i demselben Augenblick los, verletzte einen Arbeiter sübtlich und verwundete einen Steiger und drei Arbeiter dwer.

ö Ein an einem 71 jährigen ädchen verübter Mord versetzte heute unsere Stadt in regung. Das seit Sonntag Abend vermißte, bei nen Eltern in der Kurfürstenstraße wohnende Kind urde heute früh an einem Hause in der Karlstraße in zr Thürnische der Treppe, anscheinend erdrosselt, todt fgefunden. Ein Sittlichkeitsverbrechen liegt dem An⸗ ein nach nicht vor. Es ist bis jetzt unaufgeklärt, wie s Kind an den Ort gekommen, wo es todt aufge nden worden ist.

Liegnitz. Hier wurde ein Postdiebstahl verübt:

Wien, 8. Juni. Die Ueberschwemmungsnachrichten s der Bukowina und Ost⸗ u. Westgalizien lauten sehr stlos. In vielen Orten wurden ganze Häusergruppen ggeschwemmt, außerdem wüthen heftige Hagelstürme.

Jothleidenden. f G Triest, 8. Juni. Jufolge des falschen Gerüchtes, giechische Matrosen hätten ein Mädchen geraubt, ent⸗ bind in Taranto ein Aufstand. Griechische Offiziere

ud Matrosen wurden von Pöbelhaufen insulirt. 30 Ver ö tungen wurden vorgenommen.

Gothenburg, 7. Juni. Die Blatternerkrankungen gurden jetzt auch in den Vororten konstatirt. Bis igt kamen 58 Fälle vor.

Paris, 7. Juni. Heute ist in Nimes ein Todes ll infolge choleraartiger Erkrankung vorgekommen. ie choleraartige Epidemie ist auch in Alais aufge eten, wo die Zahl der Sterbefälle die Durchschnitts⸗ fer übersteigt. Seit gestern Abend sind auch in kontpellier 2 Todesfälle infolge von Cholera vorge mmen.

Annecey in Savoyen, 7. Juni. Eine Feuers⸗ hunst zerstörte 18 Häuser eines in der Nähe von et. Germain gelegenen Dorfes. Das Elend der Ob chlosen ist groß. Rom, 7. Juni. Die in der Nähe von Novara ge gene Pulverfabrik ist in die Luft geflogen. Drei Per⸗ een wurden getödtet.

New⸗ York. Die Stadt Eldorado in Texas larde von einem Wirbelsturm heimgesucht. 15 Personen 5 getödtet, 25 verwundet.

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New⸗York, 8. Juni. Eine geheime Verbindung I Chinesen beschloß, das Lokal einer anderen Ver- hadung in die Luft zu sprengen. Die Polizei fand bei ener vorgenommenen Haussuchung Sprengstoffe und enen unterirdischen Gang zu dem bewußten Lokal. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen.

New⸗ York. Ein Wirbelsturm hat das 1100 Be nohner zählende Dorf Kremain total vernichtet; 30 lersonen wurden getödtet, unter denselben eine aus 8 19 bestehende Familie. 100 Personen sind ver st.

Billige Einkäufe, us ist die Loosung und das Trachten ganz bsonders unserer Frauenwelt. Wie nachtheilig se damit auf das Leben und Wohl ihrer ar bitenden Mitschwestern wirken, bedenken wohl de allerwenigsten. Folgende Bemerkungen aus enem Vortrage des Pastors Zimmermann in Jresden über dieGefahren des heutigen (rwerbslebens möchten wir deshalb zur Er bägung mancher Leserinnen hier mittheilen: Aber noch trauriger als das bisher Erwähnte it es, daß die ungenügenden Löhne der weib lchen Arbeiter dieselben geradezu auf die Bahn des Lasters weisen. Man berechne, daß zu den g

lothwendigsten Bedürfnissen einer Arbeiterin fir die Woche etwa 8 ½ Mark gehören ihne etwas Extraes und vergleiche damit die Löhne, die man nicht anders als Hunger bähne bezeichnen kann, wie bei zwölf- und hehrstündiger Arbeitszeit der Lohn einer Woche i manchen Branchen, 3, 4, 6, selten acht bort, beträgt womit wird das Defizit 9 deckt? Hunger thut weh; Ertragung, Ein spränkung über Gebühr ist auch nicht Jeder⸗ manns Sache; dagegen glänzt und gleist in

icht wer wollte die unglücklichen Opfer uerdammen? Ihr Frauen bedenkt: an den hilligen Sachen, womit ihr euch schmückt, kleidet, nelche ihr in den Bazaren kauft, an ihnen

entgegenzutreten, bedarf es eines kräftigen Zu sammenwirkens aller Instanzen, aber unab weislich bleibt trotzdem die Hebung der weib lichen Löhne. Vielleicht wäre schon recht wirk sam eine Veröffentlichung aller weiblichen Lohnlisten.

Zehn Gebote für Korbbienenzüchter.

1. Du sollst deinen Bienenstand richtig an legen! Südostrichtung; vor Schlagregen, Zug luft, Staub und Rauch geschützt; zehn Meter von der Straße weg; von vorn und hinten zugänglich; im Winter leicht schließbar; höchstens drei Reihen übereinander; unterste Reihe 45 Centimeter vom Boden; Standplatz nicht sumpfig oder mit Unkraut überwuchert; in der Nähe Bäume und Sträucher. 2. Du sollst dich nur reingewaschen deinen Bienen nahen und auch die Bienenstöcke und den Bienenstand stets reinlich halten. 3. Lasse deine Bienen niemals Mangel leiden!(Beachte besonders die Schwärme, die Trachtpause, Wintervorrath.) 4. Gib im Frühjahr deinen starken Völkern, sobald es möglich ist, ein Aufsatzkörbchen! 5. Du sollst keine weisellosen und schwachen Völker auf deinem Stand dulden! 6. Nimm als Stand stöcke zur Ueberwinterung nur volk- und honig reiche, abgeschwärmte Mutterstöcke oder Nach schwärme! 7. Schwefle nicht ab, sondern ver einige! 8. Verengere die Fluglöcher deiner Körbe am Schlusse der Tracht und im Früh jahr! 9. Wintere deine Völker warm ein! 10. Schütze deine Bienen in der Winterruhe!

Ein gesundes Getränk für Heizer.

In der Vereinigte Staaten-Marine hat man herausgefunden, daß für solche Leute, welche beständig am Feuer beschäftig sind, wie Heizer auf Lokomotiven, Dampfschiffen, in Eisen gießereien ꝛc. sich kein Getränk besser eignet, als Habergrützen-Wasser. Das übergroße Schwitzen dieser Arbeiter erfordert, daß sie viel Wasser trinken, um das dem Körper ent zogene wieder zu ersetzen. Der öftere Genuß von reinem Wasser reicht nicht aus, um das Durstgefühl zu befriedigen; dagegen hat die Erfahrung gelehrt, daß das mit feinster Haber grütze vermischte Wasser etwa 10 Gramm auf 1 Liter die Arbeiter am meisten er frischte und erquickte.

Die Entnahme von Brutwaben.

Das öftere Auseinanderreißen des Brut nestes, Entnahme von Brutwaben und Zwischen hängen von leeren Tafeln ist für eine große Zahl von Bienenzüchtern ein zweischneidiges Schwert. Nicht allein von Unkundigen, son dern auch von sonst tüchtigen Bienenzüchtern werden guten Stöcken schöne Bruttafeln ent nommen und elenden Völkern zur Verstärkung eingehängt, wo sie bei Eintritt ungünstiger Witterung meist verderben oder wegen Mangels an Nährbienen verhungern; den Schwächlingen ist wenig genutzt, den guten Stöcken aber durch das Entnehmen der Brut viel geschadet, indem bei der Ungunst der Witterung die zwischen gehängten Waben von Brut leer bleiben. Schwache Völker bringen keinen werthen Ertrag, höchstens erhalten sie die Stock zahl; dabei ist aber immer in Berechnung zu ziehen, daß der gute, ungeschwächte Stock auch einen guten Schwarm oder Ableger gibt, welcher meist mehr werth ist, als der stets ge schwächte Pflegling. Im allgemeinen wird im Frühjahr viel zu viel Werth auf eine frucht⸗ bare Königin gelegt. Die Schwächlinge wer⸗ den der Königin wegen erhalten und im Herbst mit dieser eingewintert, wobei man Gefahr läuft, wieder einen Schwächling, oder, was noch übler ist, ein weiselloses Volk zu haben. Darum weg mit den Schwächlingen vom Stande, da sie keinen Gewinn bringen. Man verwende

kebt das Herzblut unfrer Mitschwestern. O lelft, o helft! Um diesem offenbaren Nothstande

gute Königinnen bei etwa vorhandenen weisel losen Stöcken, und wenn dies nicht nöthig,

nennens⸗

drücke man die überflüssigen Königinnen todt und bringe die Bienen zu anderen Völkern.

Frankfurt, 7. der Centner M. 100, das Pfund M. 1.20 1.30, Eier das Hundert M. 4.507.00, das Stück 58 Pfg., Kartoffeln das Malter M. 5, Malteser Kartoffeln der Centner M. 10, das Pfund 10 Pfg., Kopfsalat 5 Pf., Edivien 8 Pf., Spinat 50 Pf., Bohnen 50 Pf., Erbsen 25 Pf., Spargel 2060 Pf., Zuckerschoten 30 Pf., Blumenkohl 4060 Pf., Eskarol 10 Pf., Zwiebeln der Centner M. 1012, Sellerie 20 Pf., franz. 50 Pf., Romainsalat 60 Pf.

Frankfurt, 8. Juni. Fruchtbericht. Hies. Weizeu⸗ mehl Nr. 0 2712-2812 M., Nr. 1 25.0026.00 M., Nr. 2 24.00 25.00 M., Nr. 3 17.00 18.00 M., Nr. 5 12.00 13.00 M., Milchbrod und Brodmehl im Verbande 47½50½, M., Nord⸗ deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 23.00 bis 24.00 M., Roggenmehl loco hier Nr. 0 24½ bis 25½ M., Nr. 0/1 2324 M., Nr. 1 21½22½ M. Obige Preise verstehen sich per 100 Kilo ab hier, häufig auch loco auswärtiger Stationen und bei min destens 10,000 Kilo.

Handel und Verkehr.

Juni. Engros-Markt. Butter

22 ¼23 M., Nr. 4

Berein zur Unterstützung armer Kinder

Friedbergs.

Die Entleerung der in nachstehenden Lokalitäten auf gestellten Sammelbüchsen Hotel Trapp M. 2.61; W. Kreuter M. 5.44; E. Engel M. 2.55; M. 4.68; Chr. Frick M. 1.41; G. Lauer M. 1.39; J. Müller Wittwe 40 Pf.; S. Ruppel 64 Pf.; C. Heß M. 1.22; Ph. Windecker M. 1.78; Henn& Jamin M. 2.36; C. Dietrich 95 Pf.; Th. Schmitt M. 3.85; Wittwe Engel 4 Pf.; W. Wind M. 1.75; E. Müller 61 Pf.; Ad. Engel 42 Pf.; Soiné 32 Pf.; K. Friedrich 76 Pf.; G. Ulrich 73 Pf.; H. Waltz M. 3.65; C. Burck M. 7.93; W. Leithäuser 96 Pf.; L. M. Isenburger 20 Pf.; Casino-Gesellschaft M. 5.25; W. Weith M. 3.8; Saalbau M. 1.78; H. Sang 39 Pf.;

. Krug 48 Pf.; Hotel Schott M. 5.19; J. M. 3.6; J. Gripp 26 Pf.; G. Hanau M. 3.2; K. Reuß 53 Pf.: Gesammtbetrag M. 70.44. Es wird allen Gebern und allen Denjenigen, welche die Sammel büchsen überwachen, herzlichst gedankt und gebeten, die gute Sache auch fernerhin unterstützen zu wollen.

Friedberg den 17. Mai 1893.

hatte folgendes Ergebniß:

M. Scheibel 64 Pf.; Gg. Steinhäußer

Geiß 20 Pf.;

Keim

Für das Comité:

29.

18.

21.

12. 28.

6. Mai.

L. Sey d, Do Vorsitzender. Rechner. Auszug

aus dem Civilstandsregister der Stadt Friedberg.

Getraut: Der Gerber Heinrich Ludwig Roth zu Nidda mit Sophie Caroline Bertha Ida Poths zu Oberursel. Der Lackirer Philipp Konrad Iffland zu Friedberg mit Anna Maria Kissel zu Friedberg. Der Buchhalter Heinrich Georg Schmidt berger zu Friedberg mit Karoline Füller zu Friedberg. Der Mechanikus Christian Martin Emil Heidt, Wittwer, zu Friedberg mit Elisabeth Rau zu Friedberg. Der Großh. Hoflohnkutscher Wilhelm Ulrich, Wittwer, zu Friedberg mit Maria Anna Fillmar zu Friedberg. Geboren: Dem Lackirer Karl de Horn 1 Sohn. Dem Schuhmacher Friedrich Schwab 1 Sohn. Dem Stations-Diätar Heinrich Bornmann 1 Tochter. Dem Küfer Johannes Bullmann 1 Tochter. Dem Kaufmann Siegmund Gottschalk 1 Sohn. Dem Eisenbahnarbeiter Karl Christian Emil Feldhaus 1 Sohn. Dem Kaufmann Johann Georg Heimburg 1 Sohn. Dem Schornsteinfeger Ernst Emil Walther 1 Sohn. Dem Dienstknecht 1 Sohn. Gestorben: Der pensionirte Postpackmeister Ludwig Zeh, 72 Jahre alt. Else Karoline Marie Ulrich, Tochter des Gastwirthes Georg Philipp Heinrich Christian Ulrich, 3 Jahre alt. Eduard Max Kriegel, Sohn des Maurers Friedrich Wilhelm Kriegel, 7 Jahre 11 Mo⸗ nate alt. Georg Karl Ulrich, Sohn des Gastwirthes Georg Philipp Heinrich Christian Ulrich, 8 Monate alt. Ein todtgeborenes Töchterchen des Barbier Heinrich Rupp. Der Uhrmacher Friedrich Alexander Daum, 20 Jahre alt. Elise Weckerling, geb. Vogt, 78 Jahre alt.

Ludwig Schmidt 13.