die Rückgabe aller unreell erworbenen Ver⸗ mögen, des gesammten in Händen der Juden f, befindlichen Kapitals und die Abschaffung der bürgerlichen Rechte für die Juden. 200 Poli⸗
i rd⸗ w zisten n Aufrechterhaltung 8 aus Weißenfels, welcher seiner Geliebten angeblich ge standen bat, die Nits
nung aufgeboten.. Jan. Nach einer Demonstration vori
der„Libre Parole“ zogen etwa 500 Theil⸗
ee
nehmer einer Antisemiten⸗Versammlung nach
hat gestern ein junger
verwüsten den Norden.
In dem Dorfe Herfa bei Bebra Landwirtb von 23 Jahren seine Der Thäter wurde verhaftet
und ins Gefängniß gebracht.
Kassel, 4. Jan. ibliche Mutter ermordet
In der Nitsche'schen Mordsache
Berlin. 6. Jan Wörder, der Knecht Schweinigel
urde der muthmaßliche
ermordet zu haben, in das Ber ner Untersuchungsgefängniß gebracht. Algier, 7. Jan Große Schwärme von Heuschrecken
Rue Lafitte und demonstrirten vor dem Bank⸗ hause Rothschild mit dem Rufe:„Nieder mit den Juden!“
Großbritannien. London. Die Regie⸗ rung sendet den Obersten Redgeway als außer⸗ ordentlichen Gesandten nach Tanger, Differenzen mit dem Sultan beizulegen.
Birmingham, 7. Jan. Auf dem am nächsten a Montag hier zusammentretenden Bergarbeiter⸗ kongreß werden 250,000 Bergleute vertreten sein, welche den obligatorischen gesetzlichen Acht⸗ d stundentag fordern. Gladstone soll mit der Opposition der Arbeiterabgeordneten im
ment gedroht werden, falls der Achtstundentag ziert sein sollte, eine S f auf die heutige Zeit im Orient erhalten hat, indem das Staatsgewand des Schah von Persien
nicht eingebracht wird.
Spanien. Sevilla, 6. Jan. Eine Dyna⸗ mitbombe wurde aufgefunden und dadurch dase geplante Attentat rechtzeitig verhindert.
Madrid. Die Regierung forderte den Grafen von Paris auf, alle politischen Intriguen auf spanischem Boden zu unterlassen, worauf der Graf Madrid verließ. Der Botschafter
benachrichtigte die Regierung der Republik Frankreich in gleichem Sinne. Italien. Rom. Die Staatseinnahmen
in der ersten Hälfte des Budgetjahres 1892/93 weisen gegen das Vorjahr eine Vermehrung von 19¼ Millionen auf.
Serbien. Belgrad. Radikale Kreise be— stätigen, daß Pasitsch zurücktreten und aus— wandern wolle.
— Die„Kreuzztg.“ meldet von hier der Versuch der Radikaken, Unterstützung auf Seiten Rußlands für die Wiederherstellung ihrer Hesrrschaft zu finden, wurde zurückgewiesen. — Afrika. Tanger. Eine Note des britischen Geschäftsträgers an die marokkanische Regierung verlangt sofortige Genugthuung für die Er⸗ schießung eines britischen Unterthanen aus Gib— raltar durch die marokkanische Polizeiwache.
Aus Stadt und Land.
a. Frledberg In einer am Samstag Abend statt⸗ gehabten Versammlung der Ladeninhaber wurde beschlossen, darum zu petittontren, die Geschäfte von 11— 4 Uhr offen balten zu dürfen. Gebt dieser Beschluß durch dann gebt damit auch der ganze, Zweck des Gesetzes ver, loren, denn alsdann hat der Arbester und der Geschäfts inhaber weder einen freien Vors noch einen freien Nach mittag.
t. Friedberg. Eine Correspondenz im„Gleßener Anz.“ dottrt Fulda 5 Jan. läßt sich über die Sonntags ruhe wie folgt aus: Eine Anzabl Kaufleute hlesiger Stadt, die öffentliche Verkaufsläden besitzen, gaben durch die hiesige Zeitung bekannt, daß die Einführung der Sonn tagsruhe auf ihre Jabreselnnahmen auch nicht den ge ringsten Einfluß ausgeübt hat. Dotzegen sei der durch die Sonntagsruhe der Fomilie erwachsene Vortheil gar nicht hoch genug anzuschlagen. Keinenfalls werde man jetzt die Sonntags ruhe entbehren wollen.
Gießen, 6. Jan. Verhaftet wurde gestern nach dem G A. ein Metzger von Frtedberg wegen eines hier be gangenen Gelddiebstahls
Allerlei.
Frankfurt, 6. Jan. Drei Einbrecher suchten beute Nacht zwischen 3 und 4 Uhr den Cassenschrank der Eilgutexpeditlon der bess. Ludwigsbahn am Hauptbahn hof zu erbrechen, schleppten dann den inneren Theil mit dem Gelde, ca 300 M, auf die Straße und luden das 3—4 Ctr. schwere Stück auf einen Drückkarren. Auf einen herzukommenden Nachtwäch'er gaben sie 4 Schuͤsse ab, jedoch ohne zu treffen und entflohen.
Koblenz, 5. Jan. In Güls wurde gestern die Wiltwe Monbof todt in ihrem Bette aufgefunden. Es liegt zweifellos Raubmord vor. Von dem Thäter fehlt jede Spur.
Groß Rechtenbach. Durch ein erschütterndes Ereipniß wurde eine hlesige Familie in doppelte Trauer versetzt. Die Schwiegertochter des Hauses war verstorben
und sollte beerdigt werden; kaum hatte sich der Leichen zug wenige Schritte vom Hause bewegt, da stürzte die
Name des Erfinders der Glocken, stehungsgeschichte und die Zeit ihrer Ingebrauch⸗ um die nahme in Vergessenheit gerathen. schichtsschreiber vermag uns hierüber
Glocken schon in sehr frühen Zeiten kannte und zu verschiedensten Zwecken benutzte.
über die Kleidung der Parla- er an, daß dieselbe mit goldenen Glöckchen ver⸗
In dem alten Griechenland tritt uns der Ge⸗ brauch der Glocken in einer noch heute sehr ähnlichen Weise entgegen. Proserpina in Athen verkündeten sie die Stunde des Opfers. Sie ertönten als kriegerisches Signal, waren an den oberer geheftet und hingen vom Halse der Ver⸗
öffnung des Marktes an, den Verstorbenen zu Grabe trug. ähnlichen Zwecken wird die Glocke noch heute gebraucht! Jahrmarkt aus⸗ sie auf Wunsch bei der Beisetzung der Ver⸗ storbenen; häufig genug muß in dem letzten Jahrzehnt leider tönen; und gleicht nicht das lustige Schellen⸗ geklingel einer fröhlichen Schlittenfahrt dem Zuge eines kündet der Ankunft von Gästen, sie ruft den Verkäufer in seinen Laden, den Geschäftsmann ans Tele⸗
Die Glocken.
Wie alles Irdische verhallt, so ist auch der
ihre Ent⸗ Kein Ge⸗ Näheres nzugeben und alle berichten nur, daß man die Als Moses
ie Gesetze gab und auch bestimmte Vorschriften Priester erließ, ordnete
eine Sitte, die sich noch bis benfalls mit goldenen Glöckchen versehen ist. Am Tempel der Triumphwagen der Er— Die Glocken zeigten die Er—
sie tönten, wenn man Zu wie viel
irtheilten herab.
Noch wird in vielen Städten der oder eingeläutet; noch läutet
das Armesünderglöckchen er⸗
Triumphators? Ferner aber ver— Ton der Glocke dem Hause die
phon, den Arbeiter zur Arbeit oder verkündet ihm den Feierabend; auf ihren Ton eilt der Diener, die Befehle seines Herrn zu vernehmen. Glöckchen ertönen an der Schellenkappe des
Narren auf den Maskeraden und die Clowus können sie noch heute nicht recht entbehren. In welchem Verhältniß aber stehen alle diese Arten von Glocken zu der hohen Bedeutung, welche sie in großen Zeitintervallen als Stimmen der Paulinus, Bischof von Nola, soll der erste gewesen sein, welcher das Glockengeläute in Kirchen einge⸗ Der Glockenguß hat immer etwas Geheimnißvolles, Wunderbares gehabt, und schauerlich und B. vom Armsünderglöcklein in Breslau, leben noch heute im Munde des Volkes. Die Glocken wurden sämmtlich getauft und ihnen die Macht zugeschrieben, böse Geister zu Schriftsteller läßt sich darüber wie folgt aus:„Böse Geister fürchten sie das Geläute der bei Stürmen und Gewittern, wie bei dem Heran— nahen der wilden Jagd mit den Glocken zu weil die losgelassenen bösen Geister alsdann, ohne Schaden zu thun, vorüberziehen müssen.“ Die spätere Zeit, welche diesen kind⸗
Zeit, als Kirchenglocken haben.
führt ein.
viele Lieder und Märchen,
rührend, wie z.
bannen. Ein alter
sich und entfliehen, sobald Glocken vernehmen; darum ist es gut,
läuten,
anderer Ansicht und namentlich
leicht herbeigeführt wird.
Schwiegermutter der Verstorbenen, welche der Schwieger— tochter binter dem Sarge gefolgt war, leblos zu Boden, — ein Herzschlag hatte der Leidtragenden Ende bereitet.
ein jähes
Bedeutung.
Tod und Begräbniß, der Glocke Ton erzittert
bei Feuers⸗ Empörung. einem stillen Dörfchen l läute der Glocken zur Ruhe sinkt und der Frieden des Abends, getragen auf hernieder zu schweben scheint. uns die Glocke den Flug der Zeit ins niß, wenn sie als Stimme eilenden Stunden verkündet; eine solche Stunde in erschüttert, wenn die Glocke an die Wiederkehr eines solchen Zeitabschnittes
meisterhafte Beschreibung gibt von dem Eindrucke, den das Zusammenklingen sämmtlicher Kirchenglocken einer großen hervorbringt.. zelnen Glocke deutlich zu unterscheiden; es ist, als stimmten Musiker sie ihr Zusammenspiel beginnen. man— denn auch dem weilen die Kraft des Sehens zuschreiben— wie sich von jedem Thurme eine Tonsäule, eine Wolke von Harmonie die Vibration einer jeden Glocke rein und klar, als wäre sie nur allein unter Morgenhimmel; aber nach und nach nehmen die Töne zu, vermischen sich, unterdrücken einander und vereinigen sich endlich zu einem prächtigen Concert. Jetzt ist eine Masse herr⸗ licher Accorde, Glocken lösen,
gleich dem Brausen des Sturmwindes über die Stadt dahinziehen und ihre Schwingungen weit hinauf über den Horizont tragen. sind von vielen Dichtern in vielen Sprachen und auf mannichfache Weise besungen; mit Recht dürfen wir die schönste und vollendetste dieser Dichtungen durch Schiller in dem„Lied von der Glocke“ zu besitzen.
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und Wassersnoth, bei Krieg und Wie erhebend ist es, wenn in der Tag unter dem Ge⸗
ihren Schwingen, Mahnend ruft Gedächt⸗ des Zeigers die was schließt oft sich; wie fühlen wir uns
mahnt! Eine Victor Hugo
Stadt Zuerst sind die Töne jeder ein⸗
ihre Instrumente, ehe
Plötzlich sieht
Ohre kann man zu⸗
erhebt. Noch ist
dem köstlichen
vollen die sich unaufhörlich von den wellenförmig ineinanderfluthen, Die Glocken
aber Deutsche uns rühmen,
per Pfund M 0.85— 1.00, Eier 1
lichen Glauben nicht mehr theilt, ist darüber bemüht, das Glockenläuten beim Gewitter abzustellen, da gerade dadurch ein Einschlagen des Blitzes Die Glocken läuten jetzt alle kirchlichen Feierlichkeiten ein, sie er⸗ tönen bei allen bürgerlichen Ereignissen von Sie singen dem alten Jahre das
Handel und Verkehr. Friedberg, 7. Jan. Buttermarkt. Butter kostete St. 8-9 Pf Wochenmarkt
Gießen, 7. Jan Auf dem heutigen
kostete; Butter per Pfd. M. 0 90— 1.05, Eier 1 St. 8 bis 9 Pf., Käse per St. 6—10 Pf., M. 0.600 80, Hühner per St. M. 0 85—1 20, Hahnen per St. Ochsenfleisch 50 56 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Kalbfleisch 40 bis 50 Pf., Hammelfleisch 40—70 Pf.,
Tauben per Paar
M. 0 90— 1.50, Enten per St. M. 1.50— 1.70, per Pfd 66—72 Pf, Kuh⸗ und Rindfleisch
Kartoffeln per 100 Kilo 4,00 0,00 M., Weißkraut per Stück 5 bis 12 Pfg., Zwiebeln per Centner 8,00 8,50 Ms, Welsche
9-10 M. Eagros Markt. Kartoffeln
Frankfurt, 6. Jan. das Malter M. 4.— bis 4.50, Eter das Hundert M.
7-9, Zotebeln per Centner M. 8—9
Frankfurt, 7. Jan Wochenmarkt. Blumenkohl 40 80 Pf., Spinat 60 bis 90 Pf., weiße Rüben 2040 Pf., Meerrettig 15—25 Pf, Weißkraut per Kopf 15—25 Rolbkraut 12—40 Pf., Wirsing 10— 20 Pf., Karotten 10 Pf, Endwiensalat 10—15 Pf., Kopfsalat franz. 12 bis 20 Pf, Salzgurken 100 St. 1.20 200 M. Rothe⸗ rüben 30 40 Pf., Teltower Rübchen 25 30 Pf., Kohl⸗ raben 46 Pf, Schwarzwurzel 40—60 Pf., Rosenkohl 4060 Pk., Grünkohl 20-40 Pf., Sellerie franz. 50 Kastanten 15— 20 P.., Zwiebeln per Pfd. 10— 2 Pf., kleine Zwiebel 25—30 Pf, Charlotten per Pfd 50 Pf., gelbe Kartoffen das Malter 4.— M., Mäuskartoffeln per Pfd. 9—10 Pf., Butter M. 1.10 1.25, Eter 6 bis 10 Pfennig.
Verloosung.
Ansbach Gunzenhausener 7 fl. Loose von 1857. Gewinnziehung am 15. Dez. 1892.— Heimzah⸗ lung ab 15. Juni 1893 Ser. 10 8 Nr. 4 à 50000 fl. Ser. 4483 Nr. 9 à 1000 fl. Ser. 2252 Nr. 23 500 fl. Ser. 533 Nr. 43, S. 1614 N 20, S. 1667 N. 5, 47, S. 2252 N 48, à 100 fl. Ser. 194 Nr. 40, S. 524 N. 27, S. 1576 N. 13, S. 1614 N 2, D. 2581 N 5, S. 3714 N. 37, S. 3896 N 50, S. 4043 N. 28, S. 4512 N 18, S. 4939 N. 2 3 50 fl Ser. 194 N. 17, S. 752 N. 37, S. 1253 N. 38, S. 1340 N. 18, S. 1614 N 16, S 2029 N g, S. 2053 N. 1, S. 2249 N. 3, S 249. N 9, S 2497 N. 43, S. 2509 N. 47, S. 2509 N. 50, S. 3105 N. 30, S. 3212 N. 31, S 3616 N. 11, S. 3650 N. 37, S 3714 N. 29. S. 4043 N. 38, S. 4483 N. 12, S. 4583 N. Aa 30 fl. Ser. 9 Nr. 25, S 12 N. 29, S. 153 N. 23, S 752 N. 45, S. 788 N. 19, S. 922 N. 2 S. 1008 N. 30, S. 1226 N 17, S. 1226 N. 19 S. 1226 N. 37, S. 1340 N. 20, 44, S. 1637 N. 2 S. 1697 N. 37, S. 1701 N. 2, S. 2053 N. 43, S. 2166
Grablied und begrüßen das neue mit frohem Klange; sie verkünden mit dumpfen Klageton! 20, S.
N. 37, S. 2249 N 5, S 2440 N. 39, S. 2581 N. 2918 N. 43, S. 2923 N. 24, S. 2923 N. 46,
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