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Beziehungen sind zu meiner großen Befriedig⸗ ung nach wie vor durchaus freundlich und frei von jeder Trübung. Das Verhältniß der organisirten militärischen Kraft Deutschlands zu derjenigen unserer Nachbarn hat sich in⸗ dessen noch ungünstiger als im Vorjahr ge staltet. Durch die geographische Lage des Reiches und mit Rücksicht auf die Fortschritte des Auslandes, wird die weitere Ausbildung unserer Wehrkraft zur zwingenden Nothwendig keit. In dem neuen Gesetzentwurf über die Friedenspräsenz sind die bei Berathung des früheren Entwurfs geäußerten Wünsche, soweit

angängig, berücksichtigt, die Anforderungen an

die persönliche Leistungsfähigkeit und die Steuer⸗ kraft möglichst herabgemindert. Die Frage der Kostendeckung bildet den Gegenstand fort⸗ gesetzter Erwägungen, einstweilen und bis zum Ablauf des gegenwärtigen Etatsjahres werden für die Deckung des Mehrbedarfs die Matri⸗ kularbeiträge heranzuziehen sein. Als die Rede beendet war, ließ der Kaiser das Manuskript sinken, blickte die Versammlung an und sagte: Und nun gehen Sie hin, geehrte Herren. Der alte Gott sieht auf Sie herab. Er gebe Ihnen seinen Segen zum Zustandekommen dieses Werkes zum Wohle des Vaterlandes. Amen!

Der Reichskanzler erklärte den Reichstag für

eröffnet. Mit einem Hoch, das der bayerische Gesandte, Graf Lerchenfeld, ausbrachte, schloß der Akt. Die der Militärvorlage beigegebene Motivirung ist kurz. Sie umfaßt nur vier gedruckte Seiten und bewegt sich durchaus in dem Gedankengang der schriftlichen und münd lichen Begründung der Militär-Vorlage im vorigen Reichstage. Die Kosten betragen an dauernden Ausgaben im Ganzen 54,900,000 M., von denen jedoch zunächst nur 44,300,000 M. gefordert werden, der Rest erst im Laufe der Jahre. Die einmaligen Ausgaben belaufen

werden, die Gesammtsumme der Ersparnisse und Einnahmen jedoch unverändert bleiben.

von denen für sattentat, dem der russische Kronprinz auf seiner

richt ab, daß die Beerdigung des getödteten Nuger verschoben sei, Tausende aber blieben noch auf der Straße vor dem Hospital zurück. Die be⸗ rittene Municipalgarde und die Polizei machten hierauf einen Angriff. Die Polizisten hieben mit dem blanken Säbel ein. Zahlreiche Personen, Männer und Frauen, wurden verwundet. Die Die Zahl der bei den Tumulten verwundeten Polizisten beträgt über fünfzig. Der Polizei⸗ präfekt Loze hat seine Entlassung eingereicht. Die Regierung gedenkt dieselbe jedoch erst nach Wiederherstellung der Ordnung anzunehmen.

Die Franzosen besetzten neuerdings 2 Inseln im Golfe von Siam.

Großbritannien. London. Nach einer Times-Meldung aus Kairo verlautet dort, der Khedive habe den Sultan gebeten, das englische Militär durch türkische Truppen zu ersetzen und die Abberufung Cromer's herbei⸗ zuführen. Eine Bestätigung dieser Mittheilung liegt nicht vor.

Spanien. Madrid, 3. Juli. In der Budgetfrage steht eine Verständigung zwischen den Ministeriellen und den Conservativen be vor. Einige Reformen sollen durchgeführt

junge Leute

Ein 19 jähriger S

kleidet hatte, sofort in da

ehe noch seine Kameraden etwas mer

Hilfe eilen konnten. Jedenfalls war der Verunglü

der Schlag.

. Ober⸗Eschbach. Letzten Sonntag fand dahier das Bezirksfest der Kriegervereine von Vilbel und Um⸗ gegend. verbunden mit der Fahnenweihe des hiesigen Lokalvereins, statt. 23 Vereine nahmen am Feste theil.

ug durch die Straßen des Dorfes nach dem estplatz. zug

Vereine und aller übrigen Festtheilnehmer, die Fahne vereins, sowie eines Mädchenchors, enthüllt. 0 Volsing dahier hielt dann die recht schöne Festrede, die mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog schloß. Lehrer Will von Rendel sprach dann in begeisterten Worten über die Bedeutung der Kriegervereine in politischer urd socialer Beziehung, dankte der Festge⸗ meinde für die freundliche Aufnahme und schloß mit einem Hoch auf Ober⸗Eschbach. Nach dem offiziellen Theil des Festes herrschte auf dem Festplatze ein reges Leben; bei Gesang und Tanz blieb man bis zur frühen n 5 1 Morgenstunde beisammen; die fremden Vereine hatten Das Gerücht von dem Ausbruch einer Minister-schon gegen 7 Uhr den Festplatz verlassen.

krisis wird für unbegründet erklärt. 10 W 185* 3 dane 5

2 I 8 8 e Sitzung des Vorstandes des Bezirks-Kriegerverban 2. 1. Juli. Der Handelsvertrag zwischen Vilbel stattfinden, um einige wichtige geschäftliche An⸗ Spanien und Dänemark ist abgeschlossen worden. gelegenheiten zu regeln.

Italien. Rom, 1. Juli. Die Kammer Lich, 2. Juli. In letzter Nacht, kurz nach 1 Uhr, hat den Antrag auf Erhalttung der toskani- ertönte Feuerlarm. Es brannte in der Oberstadt in schen Banken mit 189 gegen 107 Stimmen der sehr engen Gasse, welch in wie Hauptstraße ein.

bgelehnt und deren Fusion mit der National- binder ant don weden i wa abgelehn 8 5binder Schneider und Kaufmann Köhler die beiden Eck⸗ bank mit dem Amendement angenommen, daß die neue Bank überall Filialen errichte, wo

häuser bilden. Dürre so rasch, daß bald 4 Scheuern, 3 ee und die toskanischen Banken solche besaßen. Rußland. Petersburg. DieBerl.

ein Wohnhaus in Flammen standen und denselben au

zum Opfer fielen. Außerdem ist noch der hintere Th

1 5 l 5 85 des Schneider'schen Hauses ab- und das Nachbarhaus Neuest. Nachr. schreiben: Ueber ein Eisenbahn- angebrannt. a

stark erhitzt und traf ihn bei der plotzlichen Abkühlung 3

Nach Empfang derselben bewegte sich der stattliche Fest⸗ Hier angekommen, wurde, nach der Begrüßung der

unter passender Ansprache und unter Gesang des Krieger 3 Lehren

Das Feuer verbreitete sich bei der großen

Worms, 3. Juli. In dem benachbarten Mör⸗ 5

Qualität 2. Qual.

5 2. Qual.

Einlo u Verfal

und

chung.

1026

sich auf rund 60 Millionen,

1893/94 48 Millionen verlangt werden. Reise von Petersburg hierher beinahe zum Juli. Die Verordnung betreffend Opfer gefallen wäre, wird uns von durchaus das Verbot der Ausfuhr von Streu- und glaubwürdiger Seite berichtet: In der Nacht Futtermitteln wurde heute vom Bundesrathszum Mittwoch kam der Schnellzug, der den genehmigt; sie tritt sofort in Kraft. kaiserlichen Salonwagen des Thronfolgers mit sich führte, unweit Dünaburg plötzlich zum Stehen. Eine 1 75 Sicherheit dem Zuge. Dipperz an der ledigen Monika Hillenbrand N ausgesandte Maschine bekanntlich eine stän. Raubmordversuch in deren Wohnung verübt worden. gehen! dige Vorsichtsmaßregel bei allen Reisen b Metalldrucker Karl Grauel aus Erfurk, uindige! 2 1 9 or 11 ode ergrissen. 8 1 Czarenfamilie war entgleist und der fünf 9 In Mahlberg bel 80

. 3 8 N 0 Karlsruhe, 4. Juli. 9 0 or 0 8 283 8 3 8* 2 Minuten Aptler nachfolgende Zug knapp vor tödtete ein Blitzstrahl 2 Personen und verletzte 4 schwek. der Unglücksstelle zum Halten gekommen. Bei Wien. Bei dem Einzug der aus Mariazell heim. 33 e näherer Untersuchung stellte sich heraus, kehrenden Wallfahrer in der Starke von etwa 20% Norwegen. Christiania, 3. Juli. Das daß die Schienen auf eine längere Strecke, Stsengagz meist 2 und ae dem Storthing genehmigte endgiltig die Vorlage etwa eine Werst, entfernt worden waren. 5 Ane augen Blame betreffend die Einführung der norwegischen Der betr. Bahnwärter war verschwunden, ob Kerze zu nahe, wodurch derselbe sich entzündete 8 Per- f f 5 1 n 2 7 5 4 15 4 1 5* Flagge allein, ohne Abzeichen der Union. freiwillig, ob von den Thätern vergewaltigt, sonen, darunter zwei Kinder, wurden verletzt, 3 Fra Frankreich. Paris, 3. Juli. Einem steht dahin. Nachdem eine Anzahl Arbeiter 1 ane en beute veröffentlichten Dekret zufolge sollen im herangezogen worden war, konnte die Fahrt das Flüßchen A Ne 15 Oktober je ein Regiment Dragoner und Husaren] mit 5stündiger Verspätung fortgesetzt werden. Biala uberschwemmt. Alle Brücken wurden f mit je 5 Schwadronen errichtet werden. 0 3 7 eissen, mehrere Personen sind ertrunken. 2 3. Juli. Heute früh fand eine stür Aus Stadt und Land. London, 4. Jull. In der Grube in Tho mische Kundgebung der Studenten gegen den ech. Friedberg, l. Juli. Heute tagte hier eine bei Dewsbury fand heute eine schreckliche Explosion statt Polizei sräfekten Sozs vor der Präfekt 3 Hauptversammlung des landw. Bezirksvereins, mit der 66 Bergleute und 45 Knaben befanden sich zur Zeit 8 zeiprafekten 5 vor der Präfe tur statt. Frage der Beschaffung von Futtermitteln, Saatgut und der Katastrophe in der Grube. Es wird befürchtet, Bei der morgigen Beerdigung eines Handlungs- Düngestoffen als einzigem Punkt der Tagesordnung. daß Alle umgekommen sind. gehilfen, der, obwohl gänzlich unbetheiligt, bei

5 Es waren etwa 250 Landwirthe aus allen Orten des Petersburg. Bei einer Zugentgleisung bei Bar [nenen ber, Polizei gegen die demon Kreises erschienen. Geh. Reg.-Rath br. Braden er- wurden 12 Wagen und die Locomotive zertrüm 1

stadt gab gestern Nacht ein ziemlich begüterter Land. wirth 2 Schüsse auf einen Dienstknecht mit einem Re- volver ab; die eine Kugel drang dem Knecht in den Rücken, die andere ging fehl. Die Verletzung des Knechts ist lebensgefährlich. 1

2 5.

Allerlei.

Ausland. Tulda, 30. Jun. Am Mittwoch Nachmittag

Gastein, 3. Juli. Kaiser Franz gestern Abend hier eingetroffen.

Budapest. DerPesti Naplo erfährt, es werde ein Gesetzentwurf über die Civilehe am 20. Juli fertig nach Ischl an den König ge sendet werden.

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Josef if

Mfationen Wavorrath

.. 2. 3 on? öffnete die Versammlung unter Mittheilung der letzten und 7 Personen getödtet. 0 strirenden Studenten in der Senntagsnacht tödt⸗ Regierungserlasse, den Nothstand betreffend. Großh. ö lich verletzt wurde und gestorben ist, werden Landwirthschaftslehrer Dr. von Peter gab alsdann die 2. Handel und Berkehr. 1 ernste Ruhestörungen befürchtet. Das Begräb Erläuterungen und ertheilte verschiedenkliche Rathschläge Friedberg, 5. Juli. Buttermarkt. B * 1* e 3 9 0 ur Verri er des ono pe 9 F es. Der stete or Mi M. 1. 1.20, Ei 8 niß erfolgt auf Gemeindekosten. zur Verringerung de gegenwärtigen Nothstandes. Der kostete per Pfund M. 1.00 1.20, Eier 1 Stück 6 ö 4. Juli.

8 8 landw. Bezirksverein beschloß außer den Hülfsstoffen, 2 Stück 00 Pf. 8 Die Manifestationen dauerten welche seitens der staatlichen Nothstandskommission in Friedberg, 4. Juli. Fruchtpr. Weizen M. 12 den ganzen Abend bis Nachts ein Uhr fort.] Darmstadt geliefert werden, die Lieferung von Kleien, M. 15.50 Bei einem Znsammenstoß zwischen Manifestanten getrockneten Biertrabern. Malzkeimen. Weizenschalen

bis 00.00, Korn M. 16.8000.00, Gerste ö 1 f bis 00.00, Hafer M. 18.0000.00. Alle Preise 5 1* 5 s Mug; 5 cläufige Offerte ehen si Ki eich 200 Zollpfund Biene dem St. P lsnlane den und Heu ins luge zu fassen und vorläufige Offerten stehen sich auf 100 Kilo gleich ollpfund. ar Polizei* dem aa wurden entgegenzunehmen. Ju diesem Zweck wurde eine Kom⸗ Grünberg, 1. Juli. Fruchtpreise. Polizeiagenten von Studenten entwaffnet, drei misston gewählt: bestehend aus den Oeconomen G. Falk 17.00 M., Korn 16.30 M., Gerste 16.40 M., Agenten wurden verwundet. Auf dem Boule- in Friedberg, G. Feuerbach in Ockstadt und Ph. Best 11. 19.20 M., Erbsen 00.00 M., Linsen 00.00 M. 5 0 5. g in Friedberg,- D 5 5 ULin 0 75 vard Michael bis zum Boulevard Seint-Germain in Bruchenbrücken, unter 1 8 n 1+. 55 Lein 00 M., Kartoffeln 5.40 M., Sameg hurde 0 S ane erne zerschlage U wirthschaftslehrer Ir. von Peter. an erwar et le- 4: e e. 5 ere Jer! 00 Wgen.* doch, daß die Centkalgenossenschaft der Consumvereine Frankfurt, 3. Juli. Fruchtbericht. Weizen! daß vollständige Bunde heit herrschte. Ein Kiosk in Darmstadt ermächtigt wird, diese Bestellungen zu und Wetterauer 17.25 17.50 M., 1 1 auf der Michael-Brücke wurde in Brand gesteckt. denselben Bedingungen zu übernehmen wie die übrigen bis 17.40 M., norddeutscher 17.25 17.40 M., 0 Die Polizeiagenten gebrauchten fortdauernd die von ihr ausgewählte e anne 7 La Plata 17.2517.75 N., 8.; 8 37 4. in diesem Sinne ar e Nothstands Darm⸗.50 17.75 M., Re 7.80 gget Waffen. Die Zahl der Verwundeten ist ziemlich in diesem Sinne an ne dothstandskommission in Darm. 1.501770 M. Redwinte 173017 60 m. e F A acht Polizisten sind ver N Dis stadt wurde beschlossen. hiesiger 15.5016. M., Pfälzer. M., v groß; auch acht Polizisten sind verwundet. Die Friedberg. In Folge der anhaltenden Dürre. M., Gerste, hiesige. M. russische 2 3 Friedberg. Vole hal 5 U 9russi Studenten zogen vom Hospital auf die Nach- ist nun endlich trotz des vorzüglichen Zuflusses zu unserem mänische zu Futterzwecken 12.5014. M.,