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und vom Altare stieg auf der Duft es Weihrauchs, während der Hohepriester— ch nur er allein— mit aromatischem Oel, Pflanzen Indiens und Afrikas, ch salbte. Undenklich lange schon diente in hindostan das wohlriechende Holz des Sandel⸗ sgums zum Räuchern, und dort— besonders
ie Wiege jenes köstlichen, kostbaren Rosenöles, on dem tausend Pfund Rosen nur wenige Loth geben. Die Höfe von Persien und Babylon varen namentlich berühmt wegen des großen und raffinirten Luxus, den sie mit Duft, d. h. zit Spezerei und Salben, trieben: ja, man ing sogar soweit, zu dessen Kultus ordentliche zrofessoren des Duftes, beziehungsweise der Kunst und Wissenschaft des Duftens, anzustellen: geamte, deren Obliegenheit darin bestand, den öniglichen und anderen hohen Nasen Duft zu erviren!— Besonders aber boten Feste und Helage willkommene Gelegenheit zur Entfaltung ganz besonderer Wohlgerüche. Mit duftigem Zlumenkranze war das edle Haupt des edeln Zastes geschmückt und— nicht zufrieden mit em Dufte der Natur— goß man auch noch östliche Essenzen freigebig darüber aus, ein wohlriechender Gebrauch, welcher zugleich Anlaß u besonderer Auszeichnung bot. Ein Paar Jahrhunderte später ging diese Höflichkeit auch nuf die Griechen und Römer über, doch in iner Form, die viel zarter und poetischer vurchduftet war: man benutzte nämlich diese Blumenkränze im Dienst Amor ⸗Cupidos, des osen Götterknaben der Frau Venus. Holde Frauen beschenkten die nach ihrer Gunst schmach⸗ enden Verehrer mit den duftenden Kränzen, die sie selbst zuvor getragen, denn letzteres war die Quintessenz dabei. Auch die alten Aegypter wußten Spezerei und Riechwerk sehr zu schätzen, und zwar benützten sie den künstlichen Duft vor allem zum Zweck des Einbalsamirens. Beson⸗ ders wohlriechend aber trieben es die Römer in der schwelgerischen Kaiserzeit! Hatten sie schon worher, als sie noch ein armes, tapferes, ehren⸗ shaftes Volk sich nennen durften, mit Salben nd Räucherwerk bei ihren Leichenbegängnissen sso großen Aufwand getrieben, daß Verbote dagegen erlassen wurden, so überstieg die Ver⸗ schwendung, die später mit Duft getrieben wurde, alle Grenzen! Man schwamm, badete sich in Duft, besonders aber das schönere Ge— schlecht. Man besprengte die künstlichen Blumen, die damals schon bekannter und beliebter waren als die natürlichen, mit köstlichen Narden, und wenn ein eifriger Courmacher der Dame seines Herzens einen besonderen Beweis seiner Ver— ehrung geben wollte, verehrte er ihr— nicht Gold und Edelsteine— sondern: Duft! Leider waren es jedoch nicht nur die Töchter Evas, welche solchen Sport betrieben, und denen zu Gefallen oder zu Ehren er getrieben wurde, auch das stärkere Geschlecht huldigte dem Duft. Gelehrte, weise Männer und Dichter des Alter⸗ thums waren seine Anhänger, darunter ein Horaz und Hippokrates. Kein Komfort, kein Mahl, keine Festlichkeit ohne Duft, ein sehr hervorragendes Bestandth wirthung bildete. Kränze u. Sträuße
eil der Be⸗
1 8 3* 8 J Augsburger 7 fl. Loose vom Jahre 1864. die Gemächer, den befanden 5 l Ziehung am 1. Sept. 1893. Auszahlung sofort. Am den Nischen, auf den rüstungen— überall J. August gezogene Serien: 140 712 812 826 10211
Wohlgeruch und Blumen! Nero glorreichen Angedenkens
voll duftender Gewässer in seine Säle fließen! Kein Wunder, daß
und Gleichnissen parfümerirt war
nungen. b daß die zeitg
Kein Wunder auch,
zürne vorzugsweise gern den Knoblauch.) Was half der leise Spott, der laute Tadel manches hohen und gestrengen Herrn Römers oder Griechen? Es wurde weiter geduftet!— Umsonst ver⸗
der sogar oft
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Ließ doch Kaiser ganze Brunnen glänzenden unter so duftenden Zeitverhältnissen auch die Rede künst⸗ lich duftete, d. h. mit wohlriechenden Benen—
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nd zu, denn die römischen Soldaten aßen
bannten die rauhen, abgehärteten Spartaner sämmtliche Parfümeurs:„weil sie die edle Göttergabe des Oeles nutzlos verschwendeten“, — umsonst ward einst ein edler Römer— wie Valerius Maximus erzählt— der sich verborgen halten wollte, durch den Wohlgeruch, der ihm entströmte, in seinem Versteck aufge⸗ stöbert; das ganze Alterthum duftete ruhig
vereins. Aida. Große Preise. Donnerstag den 7.: Flick und Flock. Große Preise. Freitag den 8.: Flick und Flock. Große Preise. Samstag den 9.: Walküre. Große Preise. Sonntag den 10.: Don Juan. Große Preise. Montag den 11.: Flick und Flick. Große Preise.
Dienstag den 5.: Fernande. Mittwoch den 6.: Der Räuber. Donnerstag den 7.: Die Fledermaus. Gew. Preise. Freitag den 8.: Maria Stuart. Samstag den 9.:
Sonntag den 10.: Der Sohn der Wildniß. Montag den 11.: Die Ehre.
Schauspielhaus. Gewöhnliche Preise. Gewöhnliche Preise.
Gewöhnl. Preise. Neu einstudirt. Sohn der Wildniß. Gewöhnliche Preise.
Gew. Pr. Gewöhnl. Preise.
fort, bis es endlich— selbst verduftete. Nicht so der Duft!— Die Zeit vergeht— der Duft besteht.— Noch durchströmt er nach wie vor das Weltall in vielerlei Gestalt;— noch be—
Herberge. Erinnerung an das Jahr 1870.
Evangel. Arbeiterverein. Dienstag den 5. September, Abends 8 Uhr, in der Bericht über das Darmstädter Fest, hier
sitzt jedes Ding auf Erden seinen ihm eigen— thümlichen, persönlichen Duftkreis, noch duften die Blumen wie ehedem, noch duftet wie vor Jahrhunderten die ganze Natur uns entgegen, und ein einziger Luft- und Dufthauch vermag zuweilen genau so viel Beeinflussung zu üben,
die von ihm im gestr Stadtkirche gehaltene“ wahrhaft patriotische That zu bezeichnen ist, zum Besten des Stadtkirchenbaufonds dem Drucke zu übergeben.
Eingesandt. Herr Professor Or. Weiffenbach wird gebeten, igen Sedanfest⸗Gottesdienste in der Predigt, welche als eine mannhaft,
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als die Gewalt der Musik, die Macht der Rede u. s. w., obwohl man den Sinn des Geruches doch gerade nicht zu den edelsten der fünf Sinne zu zählen pflegt. So raffinirt durch⸗ duftet wie das goldene Alterthum sind„wir Modernen“ glücklicher Weise nicht mehr!— Wohl gibt es freilich jetzt noch: wohlriechende Menschen, Gegenstände, Gebräuche, Cermonien, Namen, Worte, Redensarten, Leckerbissen, Ge— tränke,— es gibt: Blumen, Bouquets der Weine, Weihrauchsduft der Feder,— Haar— duftpillen u. s. w. Und jedenfalls hat all dieses viele und vielseitige Parfüm der Gegen— wart ebensogut das Recht zu duften und zu — verduften, wie schließlich alles in der Welt, also auch diese—„Plauderei!“—
Wetterauer Obst. Um den Händlern und Konsumenten den Einkauf von Obst möglichst zu erleichtern, hält der Oberhessische Obstbauverein auch in diesem Jahre wieder Obstmärkte in Verbindung mit Obsthandelsausstellungen ab und zwar im Saalbau in Friedberg in der Wetterau vom 13. Sep⸗ temper, im Hessischen Hof in Butzbach vom 14. Sep⸗ tember an. Da die Obsternte in Oberhessen eine sehr große sein wird und sowohl feine Tafeläpfel wie Wirth⸗ schafts⸗ und Kelterfrüchte wunderbar schön ausgebildet sind, werden Obstmärkte und Ausstellungen sehr stark beschickt werden, weshalb fremden Käufern eine reiche Auswahl an schönen Sorten zu Gebote stehen wird. Nähere Auskunft und allenfalls auch Kaufvermittelung ist zu erlangen durch die Geschäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins in Friedberg und durch Herrn Kalb⸗ fleisch in Butzbach, Geschäftsführer für den dortigen Markt.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 2. Septbr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10—1.40, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück große 13 Pf.
Verloosungen. Braunschweige r 20 Thlr.⸗Loose vom Jahr 1868. Ziehung am 31. Aug. Auszahlung am 30. Nov. 1893. Hauptpreise: Serie 1915 Nr. 16 4 90,000 M., S. 2970 N. 43 à 7200 M., S. 4401 N. 25 à 6000 M., S. 1509 N. 48 à 3000 M., S. 229 N. 12 S. 3726 N. 10, S. 4274 N. 16, S. 5978 N. 45, S. 7157 N. 45.
26, S. 8607 N. 38, S.
theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Frei— marke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts⸗ ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen.
Zur gefl. Beachtung.
Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser—
Die Exped. des Oberhess. Anzeigers.
Cheviot und Loden à Mk. 1.75 per Meter, Velour u. Kammgarn à Mk. 2.35 per Meter, nadelfertig, circa 140 em breit, versenden in ein⸗ zelnen Metern direkt an Jedermann. Erstes deutsches Tuchversandtgeschüäft Oettinger& C0. Frankfurt am Main. Muster bereitwilligst franco in's Haus. 3107
Die Exped. des Oberh. Anzeigers.
S. 4657 N. 40,
8607 N. 47 je 300 M., S. 4657 N. 6, 1946 N.
S
S. S731 N. 22 je 240 M.
1094 1713 1721 1733 1843. Hauptpreise: Serie 140 Nr. 2 à 3000 fl. S. 1713 N. 41 4 600 fl. S. 1713 N. 16, 72, 87, S. 1721 N. 88, 1733 N. 13, S. 1843 N. 27 je 100 fl.
Oesterr. Credit⸗Anstalt 100 fl.-Loose vom Jahre 1858. Ziehung am 1. September. Auszah⸗ lung am 1. März 1894. Gezogene Serien: Nr. 21 1184 98 274 802 853 862 946 1075 1441 1444 1603 1961 2445 3129 3294 3548 3726 4149.— Hauptpreise: Serie 946 Nr. 92 à 150,000 fl., 274 N. 43 à
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an Hohn und Satire. den allgemeinen Mißbrauch des Duftes.
(68-79) einst einen Offizier absetzte, ihm zu wohlriechend duftete!
Dichter und Spötter es oft nicht fehlen ließen Auch große Staats- männer und gekrönte Häupter räsonnirten bien UAm⸗ sonst! Was half es, daß Kaiser Vespasian weil dieser Dienstag den 5.: („Hättest du 0
30,000 fl., S. 802 N. 81 4 15,000 fl., S. 1603 N. 92, S. 1961 N. 69 je 5000 fl. 1 Repertoir⸗Entwurf
der vereinigten Stadt⸗Theater in Fraukfurt.
Opernhaus. Lohengrin. Große Preise. Mittwoch den 6.;: Fest⸗Vorstellung zu Ehren der
39, S. 5583 N. 13, S. 6889 N. 28, S. 8561 N. 2,
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L. Z. d. d. St.
Mittwoch den 6. Sept., Abends 7½ Uhr: Ges. Zuskft.
Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln
hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen dasselbe
per Glas zu M. 1.75, „ Ie Dühend. 9.50, „ Dutzend„„
G. L. DAUBE& C0.
Central-Annoncen-Expedition der deutschen und ausländischen Zeitungen, Central-Büreau Frankfurt a. M., sowie in allen übrigen grösseren Städten des In- und Auslandes,
halten sich bestens empfohlen zur Vermittelung von 5 luseraten in alle Zeitungen, Localblätter, Reisebücher, Kalender ste, des la- und Auslandes, unter Zusicherung promptester, billigster u. gewissenhaftester Bedienung; Inserenten gerne mit ihren auf langjährigen Erfahrungen sich basirenden Rathschlägen in Insertions angelegenheiten zur Ver- kügung. Bei grösseren Aufträgen wird der höchst- mögliehste Rabatt bewilligt Ausführliche Zeit- Nungscataloge und Kostenvoranschläge gratis
auch stehen dieselben den P. T.
Imser Pastillen
in plombirten Schachteln
werden aus den Achten Salzen unserer
Quellen dargestellt und sind ein bewährtes
Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschlei-
mung, Hagenschwäche und Verdauungsstörung.
Vorräthig in Friedberg bei W. Georgi, Hofapo- theker, in Bad- Nauheim bei Ph. J. Weiss.
Emser Victoriaquelle 64
K. acto 443/10. König Wilhelm's-Felsenquellen, Ems.


