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Zeit aus, aus dem alle die erschreckenden Ein⸗ zelfälle hervorgehen, an denen auch das ver⸗ gangene Jahr so reich gewesen ist.„Das lebel, sagt er, liegt darin, daß wir keinen Glauben und keine Begeisterung mehr haben,
daß wir nicht mehr verstehen, zu glauben, oder
uns für ein Ideal zu erwärmen. Wie ein Mann in den Fünfzigern, der keine Ideale mehr hat,(Oho! Die Red.) glaubt unsere moderne Welt nur noch an den Reichthum, und sie braucht nicht mehr die Apostel Judäas, um sich diesen Glauben an den Gott Dollar predigen zu lassen. Juden und Christen vereinigen sich in der wenn auch verschieden gestalteten Hoff— nung auf den Messias und verwechseln fast in gleicher Weise den Fortschritt mit dem Reich⸗ thum und das Glück mit dem Wohlleben, beide haben zu ihrem Messias den Mammon er— wählt. So scheint das neue Jerusalem, die Stadt der Gerechtigkeit und des Friedens, in demselben Maße von uns sich zu entfernen, wie wir uns ihr zu nähern glauben, und ver— gebens strecken wir die Arme nach ihr aus.“
Deutsche Schule.
Nach einer in der kultusministeriellen Denk— schrift für die Chicagoer Weltausstellung ent— haltenen Statistik beträgt die Zahl der öffent— lichen Schulen im Deutschen Reiche 56,563.
In ihnen wurden von 120,032 vollbeschäftigten
unterrichtet.
Lehrkräften, unter denen sich mindestens 13750 Lehrerinnen befanden, 7,925,688 Schulkinder Bei 49,428,470 Einwohnern des Reiches entfallen auf je 100 Einwohner 16,03 Volksschüler und auf durchschnittlich 874 Ein— wohner je eine Volksschule. Eine Lehrkraft hat im Durchschnitt 66 Schüler zu unterrichten. Die Kosten, welche ein Schulkind der öffent— lichen Volksschulen dem Staate verursacht, be— rechnen sich auf jährlich 30.58 Mk.
Berloosungen.
Augsburger 7fl.⸗Loose vom Jahre 1864. Ziehung am 1. August 1893. Gezogene Serien: Nr. 140 712 812 826 1021 1094 1713 1721 1733 1843. Die Prämien-Ziehung findet am 1. September statt.
Oesterr. 500 fl.⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 1. August 1893. Gezogene Serien: Nr. 166 232 294 358 425 539 630 875 882 917 950 1072 1306 1332 1344 1383 1458 1503 1740 1917 2074 2206 2487 2552 2671 2699 2731 2773 2839 2897 3036 3086
3239 3530 3538 3570 3609 3612 3897 3932 4027 4129 4186 4272 4325 4342 4580 4842 3918 5032 5209 5513 5704 5855 5894 6056 6109 6131 6279 6410 6465 6466 6541 6850 6938 7221 7620 7623 7671 7820 7904 7909 7966 7989 8254 8331 8474 8490 8608 8650 8709 9151 9365 9407 9435 9505 9596 9629 9649 9879 10082 10121 10490 10566 10597 10599 10745 10765 10988 11031 11155 11258 11286 11293 11328 11361 11422 11476 11786 12008 12069 12127 12130 12279 12314 12398 12657 12663 12695 12738 13049 13154 13567 14052 14166 14170 14291 14378 14494 14519 14580 14581 14699 14863 15224 15357 15405 15623 15687 15802 15846 15853 15969 16057 16166 16195 16425 16525 16733 16748 16811 16813 17071 17170 17356 17517 17526 17588 17681 18121 18277 18426 18497 18530 18566 18661 18877 19563 19567. Die Prämien⸗ Ziehung findet am 1. November statt.
Eingesandt.(Bad⸗Nauheim.)
t. Wie aus dem Anzeigetheil ersichtlich, findet Sonn⸗ tag den 5. Aug. auf der Terrasse des Kurhauses ein Benefiz zum Besten der Kurkapelle statt. Dieses Concert ist zugleich mit einer Jubiläumsfeier verbunden, denn der allbewährte Leiter unserer Kurkapelle, der Großh. Hess. Musikdirektor C. Machts, feiert an diesem Tage sein 25jähriges Jubiläum als Dirigent. Die Verdienste des Jubilars sind an dieser Stelle schon oft gewürdigt worden. Auch an diesem seinem Ehrentage wird Machts uns wieder einige genußreiche Stunden bereiten, denn wie wir aus dem uns vorliegenden Programm ersehen, enthält dasselbe u. A.: E moll Sinfonie v. Schubert, Les Préludes v. Lißt, Vorspiel zu Tristan und Isolde v. R. Wagner, Wotans Abschied und Feuerzauber aus der Walküre v. R. Wagner, Zigeunerleben, ungarische Fantasie von C. Machts, Serenade für Violine, Solo v. C. Machts sowie mehrere Novitäten. Um den viel—⸗ eitigen Wünschen des Pubikums gerecht zu werden, wird in diesem Concert eine Wiederholung des Pot— pourris Fröhliche Weihnachten von Ködel stattfinden. Den Schluß des Concerts bildet das große Schlachten— tongemälde„Die Schlacht bei Sedan“ v. Herrmann mit Gewehrfeuer, Kanonendonner und zum Schluß benga— lischer Beleuchtung. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß jeder Besucher dieses Concertes sehr befriedigt sein wird und wünschen dem Jubilar uud seiner wackern Kapelle einen recht guten Erfolg.
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In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗Nork City. Charles Rumpf, 42 Jahre alt, aus Frankfurt a. M.; Anton Weickert, 69 Jahre alt, aus Homburg v. d. H.; Wilhelm Nusbickel, 54 Jahre alt, aus Volxheim; Gustav Cellarius, 33 Jahre alt, Sohn des Ferdinand Cellarius aus Schotten; Ellen, Frau des Conrad Waldeck, 61 Jahre alt, aus Alsfeld; Jakob Esselborn, 37 Jahre alt, aus Esselborn. Baltimore, Md. Carl Dittert, 69 Jahre alt, aus Ortenberg.
Brooklyn, N. Y. Margaretha Horst, geb. Meiß, aus Gelnhausen; Georg Platt, 85 Jahre als, aus Beerfelden. Columbus, O.
Elisabetha Dehner, geb. Hunt, 72 Jahre alt, aus Mengsberg, Kreis Ziegenhain.
Evangel. Arbeiterverein. Sonntag den 6. August Ausflug mit den Familien⸗ gliedern auf das Ossenheimer Wäldchen. Abgang am Fauerbacher Thor Nachmittags 3 Uhr.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.
10. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche.
Vormittags 91½, Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1⅛ô Uhr: Herr Pfarrer Velte. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 8 Uhr: Herr Candidat Schnellbächer. Nachmittags 1¼ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katechismuslehre.
Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um ¾7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht.
Geld ⸗Cours.
Frankfurt am 3. Aug. 1893. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 22 16118 5 in ½ 10. 1 Dollars in Gold. 4. 190 Ducaten 9. 70 9.65 „ nee 9. Englische Sovereigns 20. 40 20. 36 Russ. Imperial 16, 70 1
Herr Johann Maria Farina
gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen dasselbe
per Glas zu M. 1.75, „ ½% Dutzend; 90 „ Dutzend„„
Carl Eckhardt, 72 Jahre alt, aus Nidda.
Die Exped. des Oberh. Anzeigers.
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