änderte nur unbedeutend die Patentgesetzvor⸗ übrigen Be lage ab. dem ganzen
— 29. April. Gestern legte der Finanz⸗ minister das Budget im Senat vor. Die Dis- kussion wurde auf den Abend vertagt, doch waren übereinstimmende Beschlüsse des Senats und der Kammer sicher und der Senat hat schließlich das Budget in der von der Kammer beschlossenen Gestalt angenommen. Die Kammer nahm mit 171 gegen 5 Stimmen den Antrag die Ausweisung der Ausländer aus der Cou— lisse an.
— 29. April. Für den 1. Mai ist die Garnison konsignirt. Man hofft indeß, daß der Tag ruhig verläuft.
Amiens, 29. April. Bei dem Begräbniß eines Arbeiters, woran 600 Arbeiter theil⸗ nahmen, kam es bei der Rückkehr vom Fried⸗ hof zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, welche eine revolutionäre Kundgebung ver— hindern wollte. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor.
Spanien. Madrid, 29. April. Eine Meldung von Cuba sagt: Banden Aufständischer durchziehen die Insel, die Behörden werden bedroht, mehrere Dörfer wurden in Brand ge— steckt. Zusammenstöße mit den Truppen wer— den erwartet.
Italien. Rom, 27. April. König Humbert stattete gestern Abend dem Erzherzog Rainer einen Besuch ab. Erzherzog Rainer trat darauf Nachts die Rückreise nach Wien an. Erzher— zog Rainer ist hier nicht nur als Vertreter des Kaisers Franz Joseph, sondern auch als Verwandter des Königs und des königlichen Hauses empfangen worden. Er war denn auch unter den fürstlichen Gästen der Einzige, der außer dem deutschen Kaiserpaare, vom König Humbert persönlich auf dem Bahnhof erwartet wurde und dessen Empfang sämmtliche Minister beiwohnten; Erzherzog Rainer ist in Italien eine wohlbekannte und verehrte Persönlichkeit. Seine Aufnahme in Rom trug daher einen be⸗ sonders sympathischen Charakter. Heute früh um 9 Uhr Uhr 20 Minuten haben der Kaiser und die Kaiserin sowie König Humbert und Königin Margherita unter den jubelnden Zu⸗ rufen der Menge die Reise nach Neapel ange— treten. Die Abreise gestaltete sich zu einer ununterbrochenen enthusiastischen Ovation vom Quirinal bis zum Bahnhof. Alle Straßen, welche der Zug passiren mußte, waren von einer hinter dem doppelten Truppenspalier Kopf an Kopf gedrängten Menschenmenge besetzt, ebenso die Fenster aller Häuser und die Dächer. Alles ist festlich geschmückt und beflaggt wie am Tage der Ankunft. Auf dem Bahnhofe waren bereits vorher die noch in Rom weilen— den fremden Fürstlichkeiten und die Vertreter der auswärtigen Souveräne und Staatsober— häupter eingetroffen, sowie die Minister, die
Präsidenten der Kammer, die Damen der Hof— würdenträger und die Spitzen der Behörden. In Neapel waren die großartigsten Vorbe— reitungen getroffen worden. Der Zudrang der Bevölkerung nach der Stadt dauerte ununter— brochen an und spottete jeder Beschreibung. In Pompeji ist während der letzten Tage eifrig an den Ausgrabungen gearbeitet worden, wobei ein reizendes kleines Patrizierhaus mit gut er— haltener Wandmalerei und einer Vorhalle mit korinthischen Säulen blosgelegt worden ist, welches dem Kaiserpaare zuerst gezeigt werden soll. Die deutschen und die italienischen Maje⸗ stäten trafen Nachmittags 2 Uhr 18 Min. in Neapel ein und wurden am Bahnhofe von einer ungeheueren Menschenmenge enthusiastisch begrüßt. Auf dem Platze vor dem Bahnhofe erfolgten von einer nach vielen Tausenden zählenden Volksmenge nicht enden wollende Ovationen. Kaiser Wilhelm und König Hum— bert nahmen in dem ersten Wagen, die Kaiserin Augusta Viktoria und die Königin Margherita
gleitung folgten Wege nach dem kö waren die Majestäten u der lebhaftesten Kundge herbeigeströmten Bevölkerung. bildeteten die Truppen Spalier, korps bei dem Herannahen der deutsche Nationalhymne spielten. di Toledo, welche einen überaus Anblick darbot, hatten gegen 300 der Stadt und aus den Provinzen als 100 Fahnen und 15
niglichen Palais etzt Gegenstand bungen der zahlreich In den Straßen
deren Musik⸗ Majestäten die
In der Via
kostete per Pfund M. 1.10— 2 Stück 11 Pf.
Vereine aus
Musikkapelle
Handel und Verkehr.
Friedberg, 29. April. Buttermarkt. Butter 1 9 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf,
Gießen, 29. April. Auf dem heutigen Wochen⸗
markt kostete: Butter pr. Pf. Mk. 105110, Eier 7 per Stück 5—6 Pf., 2 St.— Pf., Käse pr. St. 5—10 Pf. Tauben pr. Paar Mk. 0,60 0,90, Hühner pr. Stück Mk. 0,90— 1,20, Hahnen pr. Stück Mk. 1,10 1,70, Ochsenfleisch pr. Pfund 66—72 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch pr. Pfund 50—56. Pf., Schweinefleisch pr. Pfund 60— 70 Pf., Kalbfleisch pr. Pfund 50—56 Pf., Hammel⸗ 75555 pr. 1 40—70 Pf., Kartoffeln pr. 100 Kilo 1 00 Mk.
„
reiteten den Maje⸗ ürmische Ovationen. Nach einer Mel⸗ ist der beabsichtigte r Prinzessin Ferdi⸗ Sultan infolge des chen Botschafters Nelidow
stellung genommen und be stäten immer von neuem st Konstantinopel. dung der„Daily New Besuch des Prinzen und de nand von Bulgarien Widerspruchs des russis aufgegeben worden.
Rußland.
Mittwoch den 3.;: Letztes Gastspiek
Petersburg. Es verlautet, Der Czar wünsche, daß seinem Posten bleibe. k, 28. April. Wegen
Wetters war die Nachmittag ver n. Eine große bedeckte das
sei nicht zu denken. Giers möglichst lange auf Amerika. des anhaltenden schlechten Flottenrevue auf gestern worden, wo sie um 1 Uhr began hrzeugen jeder Art emden Kriegsschiffe, im reichst ck, hatten in zwei Tre den Ehrenplatz nahmen die In dem Augenblick, ich an Bord des hmen sämmtliche chiffen Paradeauf⸗
Menge von Fa
Flaggenschmu stellung genommen, spanischen Caravellen ein. wo der Präsident Cleveland s Aviso„Delphin“ begab, Mannschaften auf den S Bei der Vorbeifahrt des und Mannschaften unter sik der Schiffskapellen. chwaderkomman⸗
salutirten die Offiziere den Klängen der Mu
Darauf begaben sich die Ges
Repertoir⸗ Entwurf der vereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus.
Dienstag den 2. Mai: Zur Feier der vierzigjährigen
furter Theater. Fidelio. Gewöhkliche Preise.
Thätigkeit des Kapellmeisters e am Frank⸗ er Frl. Prevosti.
Margarethe. Große Preise.
Donnerstag den 4.: Der Prophet. Johann van Leyden: 7
Heydrich als Gast. Gewöhnl. Preise.
Freitag den 5.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen:
Ehemann vor der Thür. hrung aus dem Ballsaal. Pensionat.
Samstag den 6.: Undine. 1 che Preise. Sonntag den 7.: Zum ersten
ale: Die Rantzau. Oper in 3 Akten von Pietro Mascagni. Gr. Pr.
Schauspielhaus.
Dienstag den 2. Mai: A santa Luein. Frauenkampf.
Gewöhnliche Preise.
Mittwoch den 3.: Zum ersten Male: Kriemhilde. Drama
in 5 Aufzügen von Wilhelm Meyer. Gew. Pr.
Donnerstag den 4.: Gastspiel von G. Engels vom deut⸗
schen Theater in Berlin. Die Kinder der Excellenz. Von Muzell: G. Engels. Gewöhnl. Preise.
Freitag den 5.: Gastspiel von G. Engels. Der Kinder
Excellenz. Muzell: Engels. Gewöhnl. Preise.
Samstag den 6.: Zum ersten Male wiederholt: Kriem⸗
hilde. Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 7. Vorletztes Gastspiel von G. Engels.
Zum ersten Male: College Crampton. Komödie in 5 Akten von Gerhart Hauptmann. Crampton: G. Engels. Gewöhnliche Preise.
Montag den 8.: Kriemhilde. Gewöhnliche Preise.
grüßung Clevelands Als Cleveland nach Land begab, schiffe von neuem. schen Ballfeste
danten zur persönlichen Be an Bord des„Delphin“. dem Empfang sich wieder ans salutirten die Kriegs darauf folgenden großen kolumbi ämmtliche Admirale
Flottenrevue betheiligten Geschwader und sämmt—
Brodpreise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker.
Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert.
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Metzger.
Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert.
diplomatische
liche fremde Offiziere, ebenso das lreiche amerikani ident Cleveland wurde bei dem mit lebhaften Zurufen
Korps und zah sche Notabili—
Eintritt in den Saal
Aus Stadt und Land.
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Gießen, 28. April. In dem benachbarten Dorfe
jährige Frau, als sie
Leihgestern wurde gestern eine 5 fsäge aufzulesen,
sich bückte, um die Spän von dieser erfaßt und i Rumpf getrennt.
e an einer Damp hr im Augenblick der Kopf vom
= IU.. d. d. St.
Mittwoch den 3. Mai, Abends ½8 Uhr: Ges. Zuskft.
Nach der„Amberger Volks—
Amberg, 29. April. en 11 Wohnhäuser
zeitung“ sind gestern in Eichenhof und 14 Scheunen abgebrannt.
Pfarrkirchen, 29. April. heute Nacht ein großes 32 Rinder, 14 Pferde,
In Brombach brannte Bauerngut nieder; 40 Schweine und sämmtliche e ein Raub der Flammen geworden. 29. April. Heute Nacht fand hier ein er⸗ Auch aus den übrigen Landes.
quickender Regen statt. Auch aus Frankreich
theilen wird Regen gemeldet.
wird Regen gemeldet. Kopenhagen,
hier wieder zu; in der letzten
Die Influenza nimmt Woche erfolgten 101 Er⸗ Nimes, 29. April. In der Nähe der Station Personenzug mit einem Güterzug zusammen. tet; mehrere verwundet. Auf dem Grunde des Cen⸗ tralkraters vom Aetna hat sich glühende Lava gezeigt. In der Nacht zum 24. d. M. wurde in der Nähe von hier ein im Schnee stecke Bahnzug von einer ungeheuren Schaar h Sechs russische Reisende,
die nicht Zeit gefunden hatten, sich in einzuschließen, wurden zerfleischt und Die Wölfe belagerten den Zug während Kurz vor Sonnenaufgang ergriffen Wölfe waren von Revolver⸗ etödtet worden. Ein Cyclon mit Hagel und Wolkenbrüchen richtete gestern Verheerungen an
Ein Passagier wurde getöd Catania, 28. April.
ungriger Wölfe zwei Schaffner und der Heizer, den Waggons
der ganzen Nacht. sie die Flucht; gegen 2 schüssen der Reisenden
New⸗Nork, 27.
in dem zweiten Wagen Platz; elf weitere Wagen mit den Fürstlichkeiten, den Ministern und der
und tödtete in Oklahoma etwa 40 Personen. Einige Ortschaften sind fast ganz zerstört.
Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser⸗ theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine 51 marke für die Rückantwort beigelegt ist. ebe⸗ Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts⸗ ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen.
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