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U. J. Vormittag Unterzeichnet,
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Oberhes
Donnerstag den 2. März.
M26.
sischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beige
Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. fügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
Annoncen von aus⸗
Amtlicher Theil.
Betreffend: Einquartierung in 1892; hier Liquidation der Vergütung für Lieferungen und
.
Letstungen für das Militär.
Friedberg den 27. Februar 1893.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir benachrichtigen Sie andurch, daß die für 1892 liquidirten Vergütungen für Fourage und Servis mit den unten verzeichneten Beträgen auf die Zahlungsstelle 11. Armeecorps angewiesen worden sind und beauftragen die Großherzoglichen Bürgermeistereien der betr. Gemeinden, den Gemeinde⸗Einnehmern entsprechende Einnahme-Anweisung zu ertheilen und für Controlirung der angewiesenen Beträge besorgt zu sein.— Die Auszahlung erfolgt durch Vermittlung Großherzoglicher Staatskasse.
M. Pf. M. Pf. Assenheim 50 07 Friedberg 79 27 Bad⸗Nauheim 52 49 Groß ⸗Karben 121 04 Dortelweil 64 30 Ilbenstadt 47 68
M. Pf. M. Pf. Assenheim 10 92 Dortelweil 9 61 Bad Nauheim 14 86 Friedberg 10 96 Butzbach 17 63 Groß Karben 18 42
Dr. Braden. A. Vergütung für Fourage. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. Klein⸗Karben 52 57 Nieder Weisel 68 23 Ober⸗Eschbach 60 56 Stammheim 269 66 Nieder-Eschbach 58 47 Nieder⸗Wöllstadt 60 51 Okarben 64 24 Vilbel 258 96 Nieder⸗Mörlen 22 41 Ober Erlenbach 116 88 Staden 237 40 B. Servis⸗Vergütung. M. Pf. M Pf. M. Pf. M. Pf. Ilbenstadt 11 43 Nieder⸗Mörlen 3 63 Ober Erlenbach 15 65 Staden 42 14 Klein Karben 8 16 Nieder Weisel 13 19 Ober Eschbach 8 36 Stammheim 34 80 Nieder Eschbach 7 69 Nieder Wöllstadt 15 27 Okarben 9 55 Vilbel 51 92
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Der Stadtvorstand zu Alsfeld beabsichtigt mit dem am 24. Juli daselbst
und landwirthschaftlichen Geräthen zu verbinden. Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung
Das Großherzogliche Ministerium des
unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 5000 Loose zu 1 Mark das Stück a Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind.
in der Provinz Oberhessen gestattet. Friedberg den 25. Februar 1893.
Bekanntmachung.
stattfindenden Zuchtviehmarkt eine Verloosung von Vieh
usgegeben werden dürfen und mindestens 60% des
Zugleich wurde der Vertrieb der Loose
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen, daß die auf Petritag l. J. fälligen fiskalischen
Zeitpächte in den ersten 20 Tagen d. Mts. an Friedberg den 1. März. 1893.
uns zu entrichten sind.
Großherzogliches Rentamt Friedberg. Roßmann.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der außerordentl. Professor Dr. Rehm zu Marburg wurde zum ordentl. Professor in Gießen, der Kreisarzt Dr. Weißgerber in Oppenheim zum Kreisarzt in Lauterbach, der Kreisassistenzarzt Dr. Stigell in Mainz zum Kreisarzt in Alzey und der Kreisassistenz arzt Dr. Groos in Gießen zum Kreisarzt in Oppenheim ernannt, der Seminarlehrer Kempf zu Alzey auf Nach suchen entlassen, der Rendant Rühl zu Wimpfen zum Rent⸗ amtmann in Lampertheim, der Kreisbaumeister Daudt aus Bessungen zum Kreis baumeister in Bensheim, der Kreis baumeister Lueius aus Darmstadt zum Sekretär in der Abth. für Bauwesen des Ministerlums der Finanzen, der Baumeister Kalbel aus Osthofen zum Krelsbauassessor, der Heizer bei der Main-Neckarbahn Lorenz zum Leko⸗ motivführer und der Hilfsheizer Dörmer aus Bessungen zum Heizer bei dieser Bahn ernannt, der Bureaudiener bet der Main⸗Neckareisenbahn, Eimer zu Darmstadt, in den Ruhestand versetzt.
Berlin, 27. Febr. Reichstag. Das Haus er⸗ ledigte ohne Debatte die Berichte der Reichsschuldenkom, mission. In der ersten Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Abänderung der Maß und Gewichtsord⸗ nung schlägt Brömel die Bezeichnung Doppeleentner für 100 Kilogramm vor. Die zweite Berathung wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Knörcke(freis.) be⸗ antragt, den Reichskanzler zu ersuchen, eine Reihe von Punkten des Protestes gegen die Wahl Ahlwardt's zu veranlassen. Die Wahl Ahlwardts wird für giltig er⸗ klärt, der Antrag Knörcke mit den Stimmen der Na⸗ tlonalliberalen, der Frelsinnigen, der Sozialdemokraten und eines Theiles des Centrums angenommen. Hierauf folgt die Berathung des Etats des Reichsjustizamts. Bel dem Titel„Staatssekretär“ führt v. Bar(freis) einen Fall an, wo der Staatsanwalt einen Landgerichts⸗ direktor auf Veranlassung des militärischen Ehrengerichts
zum Duell herausgefordert habe. Redner bedauert, daß die Militärstrafprozeßordnung noch nicht vorliege und befürwortet die Reform des Strafvollzugs. Staats- sekretär Hanauer entgegnet, die Reichsregierung sei angelegentlich mit der Regelung des Strafvollzugs be⸗ schäftigt. In der Duellfrage werde die neue Mllitär⸗ strafprozeßordnung schwerlich eine Aenderung herbei⸗ führen. Gegenüber der Besch werde v. Münch's über
seine Verurthetilung betonen der württembergische Bundes bevollmächtigte Stieglitz sowte Payer(V.⸗P.), es liege kein Grund vor, die württemberglsche Rechtsprech ung für ungerecht zu erklären. Schrader(freis.) ver langt, daß die militärischen Anschauungen über das Duell nicht in die Justiz eindringen, sowie daß die jugendlichen Strafgefangenen weniger mit Milde behandelt werden. Kunert(Soz.) beschwert sich über das Verhalten der Staatsangälte und deren Hilfsorganen gegenüber den Sozialdemokraten. Gröber(Centr.) erklärt, die Rege lung des Strafvollzugs dürfe nicht aufgehoben werden bis die wissenschaftlichen Anschauungen darüber geklärt seien. Staatssekretär Hanauer erklärt sich außer Stande, eine bestimmte Zett anzugeben, wo er im Hause eine Vorlage über den Strafvollzug einbringen köane. Stadthagen(Soz.) bespricht das Polizeivigilanten thum und behauptet, zu den kürzlich erfolgten Aus weisungen der in Berlin lebenden Russen hätte kein zwingender Grund vorgelegen. Er wünscht schärfere Fixirung der Rechte der Untersuchungsgefangenen sowle Regelung der Behandlung Irrsinniger. lebhafter Auseinandersetzung zwischen Hartmann(kons.) und Stadthagen über den Richterstand wird der Rest des Justizetats ohne erhebliche Debatte erledigt.— 28 Febr. Der Reichstag beräth den Etat des Aus wärtigen Amts mit den Etats der Schutzgebiete von Kamerun und Togo, sowie des südwestafrikanischen Schutzgebiets. Auf esne Anfrage von Luelus(R. P.) erklärt der Staats sekretär v. Marschall, die Regierung habe bei der Vertretung der Interessen der deutschen Gläubiger Porfu⸗ gals stets den Grundsatz festgehalten, daß die Lösung der Frage nie durch Oktroyirung, sondern durch Ver ständigung erfolgen müsse. Die Ansichten des neuen portugtesischen Ministeriums seien noch unbekannt. Die deutsche Regierung werde jedoch nur einer Regelung zu stimmen, welche den ausländischen Gläubigern die gleiche Behandlung wie den inneren zubilligt. Der Gehalt des Staatssekretärs wurde bewilligt. Bei dem Titel„Ge⸗ sandtschaft in Rom“ werden 20,000 M. Zulage für den Botschafter gestrichen, 100,000 M. als Gehalt bewilligt. Der Rest des Etats wird angenommen, ausgenommen die auf die Kolonien bezüglichen Titel, deren Berathung bis zur Berathung des Kolonfaletats ausgesetzt wird.
dach längerer
— Der deutsch-russische Handelsvertrag stipulirt deutscherseits eine Ermäßigung des Getreide- und des Holzzolles, russischerseits die Aufhebung des Zolles auf landwirtschaftliche Maschinen und eine Ermäßigung des Kohlen— zolles für die Landeinfuhr. Der„B. B. C.“ erfährt von unterrichteter Seite, die deutsch⸗ russischen Handelsvertragsverhandlungen hätten zur Zeit die beste Aussicht auf einen baldigen Abschluß. Der Czar selbst wünsche den Abschluß des Handelsvertrags. Der russische Botschafter Graf Schuwalow habe das Verdienst, den Czar in diesem Wunsche bestärkt zu haben. Der Botschafter reist am Samstag zur Ueberbringung der deutschen Vorschläge nach Petersburg ab.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Neuer⸗ dings taucht das Gerücht auf, der deutsche Kaiser werde während der österreichischen Herbst— manöver auch Budapest besuchen.
— Die Mitglieder der österreichischen Krieger⸗ vereine werden militärisch organisirt, uniformirt und bewaffnet.
Prag. Zahlreiche katholische Deutschböhmen id den Gemeinden des Saazer und Komotaner Bezirks drohen mit dem Uebertritt zum Pro⸗ testantismus, falls dort czechisch gepredigt wird.
Prerau, 27. Febr. ein panslavistischer Agitator, Hochverrathes verhaftet. f [Belgien. Brüssel. Das Gesammtresul⸗ tat des Volksreferendums für Brüssel und die
Vorstädte ergab: Eingeschrieben sind 111,700,
Der Kaufmann Vojtek, wurde wegen


