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1390.
Dienstag den 28. Januar.
M12.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 1 und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Tumoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
Amtlicher Theil.
Genehmigte Verloosungen.
5 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), 1 Jun F Die Stelle eines Rechners der Großherzoglichen Landes waisenkasse. 2 7 Zufolge Mittheilung der Großherzoglichen Provinzial⸗Di Wenn Nechnungsrath Langsdorf verstorben, der Finan asptrant Philipp 2 9 9 5 n.— — bpotden ist. Das Amtslokal des provisiorischen Rechners befindet sich e 23 N 0— — umse f g 8 8 ss 1 4000 Loose à 1 Mark in der Provinz Oberhessen zur Ausgabe gelangen zu lassen.
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Unerledigte frühere Ausschreiben: Meine unterm 15. November v. J. gegen Louis Born, auch Louis mich. siermit in Ecinnetung.
Friedberg den 18. Januar 1890.
Der Landespferdezuchtvereins⸗Sektion für die Darmstädter Pferdemärkte wurde gestattet Fohlen und Pferdemärkten zu Darmstadt 20000 Loose à 2 M
Steinstraße 2 in Darmstadt.
Friedberg den 25. Januar 1890.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien des Kreises. rektion Starkenburg benachrichtigen wir Sie, daß, nachdem der Großherzogliche Jockel mit der provisorischen Versehung der Dienstgeschäfte desselben beauftragt
Dr. Braden.
Dem Gemeinderath zu Nieder- Gemünden wurde gestattet, gelegentlich des im Monat Juli d. J. daselbst stattfindenden Zuchtviehmarktes
„bei den im Frühjahre und Herbste d. J. statt⸗
ark im Großherzogthum zur Ausgabe gelangen zu lassen.
Seldenzahl genannt, erlassenen Steckbrief bringe ich Der OGroßberzogliche Amtsanwalt: Krämer
Deutsches Reich. Darmstadt. Der Oberrechnungsrevisor iy aus Darmstadt wurde zum Ministettal—
balter ernannt. Berlin, 24. Jan. Der Reichstag nahm den Gesammt⸗ e und das Anleihegesetz für die Armee, die Marine, Anbabnen, Post und Telegraphie mit allen gegen die daumen der Soctaldemokraten an. Nach Annahme der Tiolution betreffend die Vorlage eines Nachtragsetats ut Gebaltserhöhungen folgt ein Antrag Schrader auf dcabsetzung der Kotlentarife. Fürst v. Haßfeldt und if v. Mirbach erachten diese Frage als vor den vrtußi⸗ Landtag gehörig. Bundescommissär Schultz weist Angriffe der Antragsteller wegen der fiskalischen Aus nung des Staats bahn-Systems zurück. Graf Stolberg, zula und v. Stumm sprechen gezen den Antrag. Der bstag lehnte den Antrag Schrader, betreffend Herab eheng der Kotlentarife ab.— 25. Jan. Dritte Lesung de Socialistengesetzes. Der Reichskanzler ist nicht an⸗ bind. Bebel bekämpft die Verewigung des Ausnahme, elles trotz der milderen Handhabung desselben in den een Jahren. Die Arbeiterbewegung sei international, i beweise der jüngste Pariser Congreß. Anarchtsmus „ Soctalismus seien zwel grundverschiedene Dinge. mister Herrfurth erklärt im Laufe der Debatte, das ertalistengesetz set nur gegen die Socialdemokratie ge tet, sobald sie die gesetzlichen Schranken verlasse. Die toße Masse halte sich an die im Londoner„Soctal⸗ emokrat“ gepredigten Lehren. Die soetaldemokratischen übrer seien keineswegs die Vertreter der Massen, speetell icht der Arbeiter, sondern höchstens dersenigen, die nicht beiten wollen. Die Soetallstenvorlage wurde schließlich t 169 gegen 98 Stimmen abgelehnt. Im Weißen zale des königlichen Schlosses wurde sodann Abends uhr der Reichstag mit einer vom Kaiser verlesenen ton tede geschlossen, an deren Schluß er sagte: Ich atlasse Ste mit dem Wunsche, daß das fortschreltende, dedliche Gedeihen des Vaterlandes und die daraus rwachsende Zufriedenheit der Bevölkerung uns als will sommener Lohn Ihrer Thätigkeit beschleden sein moge! — Der deutsch-belgische Theilungsvertrag Aerweist 1500 Einwohner des neutralen Gebietes e Moresnet an Preußen, 1200 an Belgien. — 24. Jan. Fürst Bismarck ist mit seiner zun heute Nachmittag hier eingetroffen. Leipzig, 24. Jan. Dr. Hans Meyer ist botgestern von seiner Afrikareise, wo er den Opfel des Kilima-⸗Noscharo erstiegen hat, lu Narseille angekommen und wird heute in Leipzig wartet. 5 Hamburg, 25. Jan. In der gestern in Utona stattgehabten Versammlung der streikenden werleute wurde der Antrag der Rheder, den zewünschten Lohn von 75 und 85 Mark fernerhin zu zahlen, wenn die Feuerleute sich verpflichten n Jahre 1890 keine nochmalige Lohn-Erhoͤhung ju beanspruchen, einstimmig angenommen. Der Streik ist damit beendigt.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Prag. Das Epe⸗
cutivcomité des deutschen Landtags Clubs nahm einstimmig die Vereinbarungen der Ausgleichs⸗ conferenz an und beschloß auf Grund derselben den Wiedereintritt in den Landtag.
Holland. Haag. Es heißt, der Kalser von Rußland werde aufgefordert werden, in der niederländisch⸗französischen Streitsache bezüglich Abgrenzung des Gebietes von Surinam und des französischen Guyana das Schiedstichteramt zu übernehmen.
Belgten. Brüssel. ung richtete eine Aufrage nach London und Lissa⸗ bon, ob die dortigen Regierungen die Schlichtung des englisch-portugiesischen Streites durch die Brüsseler Afrikakonferenz annehmen wollen.
Frankreich. Paris. Die Deputirtenkreise
besprechen die merkbar werdende Opposition gegen
Spuller. Es verlautet unter den Gegnern des letzteren, der Abgeordnete Ribot und der Vice— präsident der Kammer, Kasimir Perier, deren Eintritt ins Cabinet bereits mehrfach angeregt wurde, seien als Nachfolger Spuller's in Aus sicht genommen.
Großbritannien. London. Der Secretär der Admiralität theilte mit, daß gegen das Jahr 1894 die englische Kriegsmarine um 161 neue Schiffe bereichert sein werde.
— Die„Times“ bespricht den Samoa-Ver—
trag sehr beifällig; derselbe lege eine schoͤnes
Zeugniß ab für die Unparteilichkeit des Reichs. kanzlers in allem, was deutsche Colonialpolitik angehe.
Dublin. Infolge der eingetretenen ruhigeren Zustände hat die Regierung in mehreren Graf— schaften die Strenge des Zwangsgesetzes in mancher Hinsicht gemildert.
Italien. Rom, 26. Jan.„Capitano Fra— cassa“ will wissen, daß General Orero, welcher
gestern nur 30 Kilometer von Dua entfernt stand,
heute, am Jahrestage der Schlacht bei Dogali,
auf dem genannten Platze die italteutsche Flagge
aufpflanzen werde. Portugal.
Lissabon. Seit dem 6. Jan.
hat Portugal keine Schritte bei den Großmaͤchten t 1 21. Januar und die„darum liegenden Tage“
gethan, es wartet die Erklaͤrung Englands ab;
die Bedingungen des Ultimatums seien erfüllt.
Das Prognessisten⸗Cabinet arbettet auf der Grund
Die belgische Regler⸗
Spanien. Madrid, 25. Jan. Die Kammer nahm mit 143 gegen 31 Stimmen den Artikel 1 der Vorlage betreffend die Einführung des all⸗ gemeinen Wahlrechts an.
Amerika. Washington, 24. Jan. Das beute hier veröffentlichte Protokoll der Samoa⸗ Conferenz schließt mit achtungsvoller Anerkennung, seitens der britischen und amerikanischen Bevoll⸗ mächtigten, der wirksamen, unparteiischen Leitung der Verhandlungen durch den Grafen Herbert Bismarck als Präsidenten der Conferenz.
Newvork, 26. Jan. Der oberste Gerichs⸗ hof des Staates Newyork bestätigte die gegen Most verhängte Strafe einjährigen Gefängnisses wegen aufreizender Reden, infolge dessen Most, welcher inzwischen gegen Caution freigelassen war, wieder verhaftet wurde. Derselbe wird nochmals Berufung einlegen.
Montevideo. Durch den zwischen Brasilien und der Argentinischen Republik vereinbarten Vertrag ist die Streitfrage betreffs des von den Missionen beanspruchten Gebietes beendet. Afrika. Sansibar. Wie die„Nat.⸗Ztg.“ hoͤrt, bestätigt eine in Berlin eingetroffene De⸗ pesche Wißmanns, daß Dr. Peters wohlbehalten der Küste zumarschire.
Aus Stadt und Land.
n. Friedberg. Sicherem Vernehmen nach bietet die chilenische Regierung alle Mittel auf, um die eutopäische Auswanderung nach Chile zu lenken. Neuerdings scheint ein förmlicher Menschenhandel zwecks Gewinnung von Colonisten betrieben zu werden. Eine delgische Firma bat es übernommen, in einem Jahr allein 25000 Wenschen nach Chile zu schaffen und zur Auswanderung dortbin zu verleiten. Wir können nut boffen, daß nicht auch deutsche Landsleute derartigen Werbeversuchen zum Opfer
fallen Die chiltenischen Verhältnisse sind keineswegs
derart, daß deutsche Auswanderer dort idr Glück machen 1
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könnten, vielmehr steht zu befürchten, daß nur kräfte dort ausgebeutet und sie, sobald die
Ersparnisse aufgezehrt sind, der Noth und
in einem Land anheimfallen, von dem aus ele in die deutsche Heimath dei der enormen Entfernung und der Hohe der Ueberfahrtskosten für die unglücklichen Auswanderer unmoglich sein wird. Wir wollen desbalb
nicht unterlassen, eindringlichst vor der Auswanderung nach Chile zu warnen Friedberg. Als keitische Tage hatte Falb den
dezeichnet. Diese Angabe hat sich wieder einmal bewahrheitet. Aus den verschledensten Gegenden des Erdballes laufen Nach⸗ richten von Stürmen, Unwetter, Erdbeben de. ein, welche
s Ber er Ver es eine Ma* lage des Berliner Vertrages einen den Maͤchten an diesem oder den folgenden Tagen allerlet Unhell an
mit Einschluß Englands zu unterbreitenden Con- Dem Major Serpa Pinto] Gewitter und Ueberschwemmung
ferenzvorschlag aus. ist der Befehl zugegangen, nicht nach Lissabon zu kommen. Derselbe ist mit einer Mission an die Westküste von Afrika beauftragt worden.
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Stellen ist die Telegraphenverbindung unterbrochen
gerichtet haben; bekanntlich hatten wir bier Stürme, Von Paris, 3. Jan,, meldet man Selt gestern Abend berrscht bier wie in ganz Nord- und Ostfrankrelch ein furchtbaren tur [Em Theil von Habre ist überschwemmt An vielen
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