Ausgabe 
22.11.1890
 
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a, 1890.

Samstag den 22. November.

N 133.

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Dutba Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 5 7 a; Erscheint dreimal f i

1 und Fpetag Abend Gugegebel. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. schein ee a Dienstag, J Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von

Saalbau auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

5 Betreffend: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der V. Perlode 1890 91. Friedberg den 21. November 1890.

*. Das Großberzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

lagntt. Wir beauftragen Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende dieses Monats in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt I hnachen zu lassen, daß die Berichtigung der im Monat Oktober 1890 gerichtlich erkannten Forst⸗ und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen des

ach. Monats Dezember 1890 und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an die betreffenden Distriktseinnehmereien stattzufinden hat und daß 50 ach fruchtlosem Ablauf dieser Frist gegen die säumigen Schuldner das für sie mit Kosten verbundene Beitreibungsverfahren eingeleitet wird.

erga dd Dr. Braden.

at, Orangen

lndecker.

ane Versammluug statt.

Beerenobstes und dessen Verwerthung;

Uagasse.

hen.

Sonntag den 23. November, Nachmittags 3 Uhr, findet in

Bekanntmachung. Wetterauer Obstbauverein.

Tagesordnung: Vortrag des Lehrers an der Ackerbauschule zu Friedberg C. Reichelt,

des Landwirthschaftslehrer Dr. von Peter überObstbaugenossenschaften. Zu zahlreichem Erscheinen wird freundlichst eingeladen.

Bekanntmachung.

Nieder-⸗Eschbach in der Gastwirthschaft zum Darmstädter Hof(Franz Ruppel)

(früher Reutlingen) überdie Kultur des

Der Vorsitzende der Sektion Vilbel. Graf Oriola.

Das Großberzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Obige Bekanntmachung wollen Sie in den betr. Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt geben.

Dr. Braden.

Die Maul- und Klauenseuche in Bönstadt ist erloschen und die Gemarkungssperre aufgehoben worden.

U. Friedberg den 19. November 1890. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. SSE. Dr. Braden. Deutsches Reich. schulden betrügen 5 Milliarden und 800 Mill.) Amerika. Buenos-Aires. Es verlautet- Berlin, 20. Nov. Die Arbeiterschutz Com- Seit 1882 bis 1890/1 betragen die Ueber- der Präsident der Republik beabsichtige zu de Me. imssion des Reichstages setzte heute die Berathungfschuͤsse 1 Milliarde 782 Millionen; davon sind missiontren. eite§ 153(Coalitionsrecht der Arbeiter) fort.] zur Zinszahlung 1 Milliarde 158 Millionen, Punt von den verbleibenden 624 Millionen wurden Aus Stadt und Land.

Im Verlauf der Sitzung wurden die Anträge er Socialdemokraten und Freisinnigen abgelehnt, ig Groß. der Antrag Hartmann angenommen. Art. 6 9155 wird mit einigen Abänderungen ange nommen, Art. 7(Uebergangsbestimmungen und Ikrafttreten des Gesetzes) wird für die zweite

u, Jorr b vorbehalten. Damit ist die erste Lesung Uattrsa ndet.

i 0 20. Nov. Im Abgeordnetenhaus ergreift

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been FImanzminister Dr. Miquel zum Einkommensteuer Dichtes hesetz das Wort. Derselbe betont die Noth bendigkeit einer Reform der directen Steuer. 1* Die Vorlage erstrebe die Entlastung der mitt

N 10 tren und kleinen Einkommen zu Ungunsten der

deren Staaten glänzend bewährt. Die Steuer seiheit der Reichsunmittelbaren beruhe zwar icht auf dem Völkerrecht oder Bundesrecht, son rn nur auf dem Privatrecht; für ihre Aufheb

Schwieriger sei die Frage der Besteuerung der Uttiengesellschaften. Andere Staaten besteuerten

5 empfehle sich aber, dem Aktionär den Zpro

10 kutigen Betrag bei Ansetzung der Steuern in l a, Abrechnung zu bringen, was besonders den kleinen unk ssociationen zugute komme. Die Erbschaftssteuer osen, eine nothwendige Ergänzung der Einkommen

falt, kuer; letztere müsse der Eckstein des ganzen

Stiuersystems werden. Das Haus möge ent che den, ob die Objectsteuern zu vermindern wären der schließlich ganz verschwinden könnten. Die und- und Gebäudesteuer könnte zu einer reinen Amunalsteuer gemacht werden. Ein Verzicht diese festen sicheren Einnahmen ohne Ersatz aber nicht räthlich erschlenen. Der Ueberschuß Jes Etats jahres 1890/91 betrage 97 Millionen; dürfe das aber nicht als etwas Dauerndes tachten. Miquel wirft dann einen Rückblick die letzten 8 Jahre; die gesammten Staats

391 Millionen zur Schuldentilgung und 233 Millionen zu etatsmäßigen Ausgaben verwendet. Der Präsident theilt mit, gegen die Vorlage

C. T. Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 17. November. Wegen Ausführung des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889, betr. die Invaliditäts- und Altersver⸗ sicherung, lag eine kreisamtliche Anfrage vor; der Ge

seien 6, für dieselbe 19 Redner angemeldet. Conrad(Pleß) brachte, unterstützt von etwa 30

Centrums- Mitgliedern, einen erneuten Antrag auf Annahme des gleichzeitig vorgelegten Wild- schaden-Gesetzentwurfs ein.

20. Nov. Gesellschaft genehmigte heute mit 2000 gegen 45 Stimmen den zwischen der Reichsregierung und dem Vorstand der Gesellschaft abgeschlos senen Vertrag, sowie die Aufnahme einer An leihe von 10,556,000 Mark zur Hergabe von 4 Million behufs Entschädigung des Sultans von Sansibar und behufs Verwendung des Restes für wirthschaftliche Anlagen und auch für Beleuchtung des Küstengebiets und zur Be förderung des Verkehrs. Die Reichsregierung übernimmt die Verwaltung des Küstengebiets, erhebt und vereinnahmt alle Zölle, Steuern und sonstigen Gefälle und zahlt dafür an die Gesellschaft jährlich 600,000 Mark. Der Ver trag ertheilt der Gesellschaft das Recht zur Errichtung einer Bank mit dem Privilegium der Notenausgabe und garantirt ihr ferner das

Recht der Prägung und der Ausgabe von Kupfer⸗ und Silbermünzen. Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Prag, 20. Nov. Im Landtag begann heute die Debatte über die Vorlage, betreffend den Landesculturrath.

Frankreich. Bordeaux, 20. Nov. Der Capitän Frivier trat eine Handelszwecken dienende Mission nach Südafrika an.

Italien. Rom. Crispi hat, wie ver lautet, zugesagt, nach den Wahlen eine Um

Die deutsch: ostafrikanische

meinderath übertrug die Ausführung der Bürgermei⸗ steret Die Vergiftung der Feldmäuse soll in der üb lichen Weise geschehen; die hierdurch entstehenden Kosten sollen auf die Grundbesitzer ausgeschlagen werden. Eine größere Zahl Obstbäume soll aus der Lüttich'schen Baum schule in Oberursel bezogen werden. Behufs gleich mäßiger Heranztehung derjenigen Hausbesitzer, die Keller nter den Straßen liegen haben, soll eine Ermittlung fraglicher Räume stattfinden.

e. Friedberg. Am vergangenen Sonntag und Montag hatten wir die Freude, den Reiseprediger für innere Misston im Großh. Hessen, Pfarrer Wagner von Darmstadt, zum ersten Male in unserer Gemeinde be grüßen zu dürfen. Nachdem derselbe im Sonntag-Abend⸗ gottes dienste die sehr zahlreich erschienene Gemeinde durch eine gedankenreiche und fesselnde Predigt erbaut hatte, hielt er am Montag Abend im Rathhause einen Vortrag uber evangelische Arbeiter, und Handwerkerverelne. Nach einem kurzen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte die ser Vereine legte der Redner Zweck und Bedeutung der selben in klaren, anregenden, oft mit Humor gewürzten Worten dar. Fern von irgendwelchen religtösen oder politischen Parteibestrebungen finden die evangelischen Arbeitervereine ihren Wahlspruch in dem Wort:Thut Ehre Jedermann! Habt die Brüder lieb! Fürchtet Gott! Ehret den König. Dieser Devise entsprechend wollen sie unter ihren Gliedern gottesfürchtigen Sinn und Wandel, Vaterlandsliebe und Treue gegen Kaiser und Reich, wahre Bildung und Gesittung pflegen, dem Einzelnen in Zeiten der Noth Hilfe bieten und an ihrem Theile zur Forderung des Friedens und der Eintracht im soelalen Leben unseres Volkes beitragen. Zur Erret chung dieser Zwecke dienen als geeignete Mittel: Vor träge und Besprechungen, gute Bucher und Zeitschriften, gesellige Zusammenkünfte u. s. w. Angeregt durch den Wagner'schen Vortrag hat man nun auch bier, wie vor einigen Wochen in Darmstadt, die Gründung eines der artigen Vereins ins Auge gefaßt, und wir dürfen hoffen, daß der Gedanke wohl bald seine Verwirklichung erleben wird. Möchte es ihm an der Sympathle, die er ver dient, in unserer Gemeinde nicht feblen.

Hungen, 20 Nov. Gestern Morgen brannten hier fünf gefüllte Scheuern ab.

Schotten. Zur Nachachtung für naschhafteAlis

gestaltung des Cabinets vorzunehmen.

thellen wir folgenden Fall mit: Unlängst war man im

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