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1890.
—
Donnerstag den 22. Mai.
N 60.
Oberhessischer Anzeiger.
ird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
oncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise
11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
Friedberg den 20. Mai 1890.
gestellt worden. Friedberg den 18. Mai 1890.
en der Anschuldigung, im Juli v. Jabres zu Vilbel,
—
Friedberg den 17. Mat 1890.
. Aus Anlaß der Erkrankung des Bezirksbauau
frau um den Betrag von 1 Mark 50 Pfennig dadurch beschädigt zu en Irrthum erregte, indem er der ꝛc. Schmitt, als er ihr im Auftrage des Adam Fröhlich zu Vilbel, tbrachte, vorschwindelte, Fröhlich habe ihn beauftragt sich den Kaufpreis für die Kir teres jedoch nicht seinem angeblichne Auftraggeber ablieferte, sondern für sich verwendete, Haftbefehl erlassen worden. zoglichem Amtsgericht Vilbel vorführen und sofort Nachricht anber gelangen zu lassen. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Jakob Golz zuletzt Dienstkne kolewo, Regierungs Benrk Posen, zuletzt Dienstknecht in Dorheim. Erledigt das Ausschreiben gegen Anna Dorotheg Fesselmann aus Grünberg,
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
Nach Mittheilung des Großherzoglichen Kreisamts Büdingen ist in Unter⸗Schmitten bei
in der Absicht,
1 b ö fsehers Brod zu Vilbel ist die Stelle eines Bezirksbauaufsehers für den 4. Baubezirk mit a Wohnorte Vilbel und mit einem Gehalte von 2000 Mark jährlich provisorisch zu besetzen und zwar vorlaͤufig auf die Dauer ½ Jahres. 5 Geeignete Bewerber, welche die Prüfung als Kreisbauaufseher bestanden haben, wollen sich unter Vorlage von er bisherigen Beschaͤftigung binnen 14 Tagen bei unterzeichneter Behörde anmelden.
Zeugnissen mit Angabe
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
3 Stück Rindvieh die Maul- und Klauenseuche Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Steckbrief. Gegen den Konrad Franz Martin Brod, geboren am 27. Januar 854 zu Vilbel, ist von Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel unterm 14. Mai 1890 sich einen rechtswidrigen Vermögens vortheil zu verschaffen, haben, daß er durch Vorspiegelung falscher oder Entstellung oder Unterdrückung wahrer Thatsachen mit dem sie in Geschäftsverbindung stand, einen Korb voll Kirschen chen bezahlen zu lassen, die Schmitt dadurch veranlaßte, ihm das Geld zu behändigen,
das Vermögen der Martin Schmitt II.
Es wird ersucht, den ꝛc. Brod zu verhaften, Groß—
cht auf dem Dottenfelder Hof bei Vilbel; Paul Klosa aus
durch die Gendarmen Woweries in Gießen, Kern in Lich und Hofmann in Groß Karben.
Der Großherzogliche Amtsanwalt. Krämer.
Deutsches Reich
Friedberg, 20. Mai. Seine Königl. koheit der Großherzog empfingen heute da zum Commandeur des 2. brandenburgischen anenregiments in Saarburg beförderten Oberst⸗ dutenant v. Schaumburg vom 2. Großh. Hess. Trag.⸗Regt.(Leib⸗Drag. Regt.) Nr. 24, ferner un Pfarrer Fertsch von Muschenheim; später 0 um Vortrag den Leibarzt Geheimen Medicinal— tith Dr. Eigenbrod, welcher auch zur Tafel ge— en wurde. J. Gr. H. die Prinzessin Victoria, AIuninzessin von Battenberg, fuhr Nachmittags in ALegleitung der Hofdame Freiin von Grancy
uch Bad⸗Nauheim, um daselbst das Protektorat üer den neu gegründeten Alice-Frauen-Verein I übernehmen. Se. Kgl. Hoheit der Groß—
erzog und J. Gr. H. Prinzessin Alix unter⸗ achmen eine Rundfahrt über Steinfurth, Wissels— em, Rödgen.
Friedberg, 21. Mai. Seine Königl. oheit der Großherzog, JJ. GG. Hh. 1 Prinzessin Victoria, Prinzessin von bettenberg, und Prinzessin Aliz nebst ge⸗ aumtem hier anwesenden Gefolge begaben sich n 1 Uhr heute Nachmittag in einer Mallkoatch, ten Fünfgespann Se. Königl. Hoheit selbst e kten, nach Cransberg. Berlin, 20. Mai. Die Kaiserin, welche von tsdam herübergekommen war, wohnte mit nz Leopold heute Morgen der Grundstein— zung der neuen Kirche der Zionsgemeinde bei. — 19. Mat. Im Reichstag wird die Berathung r bie Abänderung der Gewerbeordnung fortgesetzt. illenberger hofft, die Arbeiterschutzgesetzgebung ede nicht im Sande verlaufen; die Vorschläge der elalbemokraten möge man nicht von vornherein ab nen; sie sollten zeigen, wie sich dieselben die Erfüllung rer berechtigten Forderung auf Grund der heutigen Jbellschafts ordnung dächten. Ste hätten die Erlasse des e sers freudig begrüßt; durch den Einfluß der Groß; Hustrie sei jeboch daraus vieles zurückgedrängt worden. ner bedauert, daß Deutschland nicht wie Oesterreich m die Schwetz auf dem Boden des Normalarbeits- bes fortgeschritten sei.— Die Budgeteommisston des Lechs tages bewilligte mit 14 gegen 5 Stimmen die im ichtragsetat geforderten 4½ Weilltonen für Ostafrika, ann mit allen gegen 4 Stimmen den ganzen Nach: igsetat.— 20. Mat.
Fortsetzung der Berathung der
Gewerbenovelle. Minister v. Berlepsch widerlegt die Be⸗ bauptungen des Abg. Grillenberger, daß die Vorlage die Versprechungen der kaiserlichen Erlasse nicht erfülle und die besitzenden Klassen einen Einfluß auf die Vorlage aus- geübt haben. Die Vundesregierungen hätten unabhängig von den Parteten gearbeitet und mit der Vorlage den Versuch gemacht, den Frieden anzubahnen. Die Bestim⸗ mungen über die Frauen- und Kinderarbeit sowie über die Sonntagsruhe bezweckten, einen gesunden kräftigen Arbeiterstand zu erziehen und das Familienleben zu stärken. Gegen Ausschreitungen, wie sie jüngst stattge— habt, seien eingehende Bestimmungen nothwendig. Unter den Streikenden waren mehr als 87 Procent Kontrakt brüchige. Der Maximalarbeitstag sei discutirbar, seine Einführung für die männlichen Arbeiter hinderten aber die augenblicklichen Verhältnisse. Ein zu rasches Vor⸗ gehen werde die deutsche Industrie schädigen. Die Ver- mehrung der Fabrikinspectoren sei nothwendig; die Be⸗ sorgnisse einiger Arbeitgeber, welche der Vorlage kühl gegenüberständen, seten unbegründet. Man solle die Vor— lage wohlwollend prüfen. Nach längerer Debatte wird die Vorlage einer aus 28 Mitgliedern bestehenden Com⸗ mission überwiesen.
— Der Vorsitzende der Militärkommission des Reichstages hatte dem Reichskanzler den Wunsch mehrerer Kommissionsmitglieder betreffs Informationen über die politische Lage mitgetheilt. Der Reichskanzler antwortete schriftlich, er be— dauere eingehendere Mittheilungen über die poli— tische Lage nicht machen zu können. Was speciell den Dreibund anlange, so wurde er hier nur die offenkundige Thatsache wiederholen können, daß derselbe unverändert fortbestehe, und daß in den Beziehungen der Verbündeten zu einander nirgends eine Aenderung eingetreten sei.
— 19. Mai. Im Abgeordnetenhause wurde der Gesetzentwurf, betreffend die Unterhaltung der nicht schiffbaren Flüsse in der Provinz Schlesien endgiltig angenommen.
— 19. Mai. Die Fusion der Witugesell— schaft mit der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft wurde in der heutigen Generalversammlung beider Gesellschaften genehmigt.
— 20. Mai. Im preußischen Abgeordneten— hause wurde der Nachtragsetat zur Eisenbahnver— staatlichung an die Budgetcommission verwiesen. Ferner wird die Berathung über die Erhohung der Beamtengehälter fortgesetzt.
— 20. Mai. Das Centralcomité der frei— sinnigen Partei wählte heute an Stelle Eugen Richter's den Abgeordneten Schrader zum Vor⸗ sitzenden des geschaͤftsführenden Ausschusses.
Spandau. Eine Anordnung der Staats— fabriken verbietet den in denselben beschäftigten Arbeitern, Geldsammlungen für die streikenden Arbeiter zu veranstalten.
Stuttgart. Der König von Württemberg überwies dem Centralcomité zur Errichtung eines Bismark-Denkmals in der Reichshauptstadt tau— send Mark.
München. Der Prinzregent geht anfangs August in Folge einer Einladung des Kaisers uach Berlin, um von dort aus den größeren Jagden bei Hubertusstock beizuwohnen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Ein Berliner Bericht der„Polit. Corresp.“ kommt auf die„Times“-Meldung von einer beabsichtigten Annäherung Rußlands an Deutschland zurück und äußert sich über die in maßgebenden Berliner Kreisen herrschende Anschauung. Deutschland halte unverbrüchlich an dem aus gemeinsamer Friedensliebe hervorgegangenen Dreibunde fest; es könne mit anderen Staaten Verträge nicht anders schließen, als gemeinschaftlich mit seinen beiden Verbündeten. Wollte Rußland sich Deutsch— land nähern, so müßte ersteres sich klar sein, daß Deutschland diesen Pakt nur als Mitglied des Dreibundes zu schließen vermöchte. Dies würde nicht eine Aenderung der derzeitigen
Gruppirung, sondern vielmehr den Hinzutritt Rußlands zur Friedensliga bedeuten.
Prag, 20. Mai. Nach einer Zeitungsmeldung schritt das Militär gegen die Streikenden in Pankraz bei Nürschau ein. Fünf derselben wurden getödtet und mehrere verwundet.
Graz, 20. Mai. Heute begannen hier die dreitägigen Direktoren-Conferenzen des öͤster⸗ reichisch⸗deutschen Seehafenverbandverkehrs unter Vorsitz der königlichen Eisenbahndirection Berlin.
Schweiz. Bern. Der Schweizer Bundes— rath hat sich bereit erklärt, mit der deutschen Regierung in Verhandlungen einzutreten behufs Abschlusses eines neuen Niederlassungsvertrages. Die Verhandlungen, welche bereits begonnen haben, finden in Bern statt. Der Bundesrath hat Droz bevollmächtigt, den Vertrag auf Grund der vom Bundesrath ertheilten Instruktionen unter Vorbehalt der Ratifikation abzuschließen.
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