Nach Mittheilung des Königlichen Landrathsamts Hanau ist in dem Gehöfte des
Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Friedberg den 19. März 1890.
Landwirthschaftlicher Bezirksverein Frie
Versammlung zu Bad-Nauheim im Saale der Restauration Langs dorf Tagesordnung: Vortrag des Landwirthschaftslehrers Dr. von Peter über„den Düngungsversuch in der eigenen Wirthschaft“. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein
Sonntag den 23. Maͤrz, Nachmittags statt.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Herren Bürgermeister wollen diese Bekanntmachung in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise zur Kenntniß bringen.
Friedberg den 18. März 1890.
Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Petterweil II. Sache. In der Zeit vom 22. März bis 5. April l. Is. liegen die
1 Band Bcesitzstandsverzeichniß, 2 Bände Guͤtergeschosse,
1 Verzeichniß über die zusammengeste auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Petterweil zur Einsicht de utgeg e Mittwoch den 9. April l. Js., Vormitags von 10 bis 11 Uhr, wozu ich die Betheiligten
Einwendungen gegen diese Arbeiten findet statt:
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
½4 Uhr, findet eine
Bekanntmachung. Arbeiten des II. Abschnittes
unter dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind.
Friedberg den 19. März 1890.
gandwirths Johann Martin Well zu Fechenheim die
dberg.
Der Vorsitzende der Sektion Friedberg. 1
ten Gütergeschosse und die Bonitirungskarten r Betheiligten offen.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. N
Dienst. Dr. Braden.
rubre. Verfahrens nämlich: 139 Tagfahrt zur Entgegennahme von
Der Vollzugs Commissär. Dr. Wallau.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 20. März. Der Großherzog reiste heute abend nach Berlin ab, um an dem Ordensfeste theilzunehmen.
— Der Silberlaquai Markolf wurde zum Verwalter des Schlosses Braunshardt ernannt.
— Graf Oriola und Dr Vogt haben bei der Kammer folgende Juterpellation eingebracht: Unterm 15. März v. J. hat der Abg. Muth an großherzogliche Regierung die Anfrage ge richtet, ob sie gesonnen ist, möglichst in geeig— neter Weise Anordnungen zur gleichmäßigen Aus führung der Krankeuversicherung der in land und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen zu treffen. Auf diese Anf age ist bis jetzt eine Antwort nicht erfolgt. Die Inter— pellanten gestatten sich daher, diese Anfrage wieder— holt zu stellen, da nach ihrer Erfahrung die Artikel 133 und 136 des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886 in deu verschiedenen Kreisen ganz verschleden gehandhabt werden und vielfach eine weit strengere Auslegung erfahren, als dem Be— dürfulß zu entsprechen scheint, besonders auch bezüglich der Haussöhne und Haustöchter.— Abg. Laußtz wiederholt seine Interpellation vom 15. März 1889, betreffend die Gesänguißarbeit und die hlerdurch entstehende Schädigung des freien Handwerks.
Berlin. Zu dem Ordensfeste werden viele fremde Fürsten erwartet, unter Anderen der Prinz Wales, der Großherzog von Hessen und der Kronprinz von Schweden.
— 20. März. Der Rücktritt des Fürsten Bismarck ist nun eine vollzogene Thaisache. Der Kaiser hat gestern, Mittwoch, Nach
mutag, das Abschiedsgesuch des Fürsten Bismarck, das in auem zwanzig Setzen langen Schreiben niedergelegt und begründet ist, angenommen. Die „Nordd. Allg. Z•g.“ gibt an hervorragender Sielle die Muthellung der„Münch. Allg. Zig.“ wieder, daß Fragen des inneren Staatsrechtes die Nauzleikasis herbeigeführt haben, namentlich have die Frage der Aufrechterhaltung oder Be seitigung der Cabmetso dre vom Jahre 1852 übel die Siellung des Miuisterpräsidenten zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kaiser und dem Fücsten Bismarck geführt. Der Gegen saz der Meinungen von Kaiser und Kanzler e strecke sich vor allem auf die soctale Frage, die Arbeite schutzgesetzgebung und die Behandlung der Socialisten. Der Kalser steht ganz auf dem Boden und im Gedankengang einer neuen socialen Zeu, in die der Reichskanzler sich nicht mehr hineinfinden kann. Dazu kam die ungünstige Zusammensetzung des neuen Reichstages. Das deutsche Volk hatte sich in den Wahlen ent— schlossen, seine Vertretung einer Mehrheit anzu⸗
aufreibenden Kämpfe in seinem hohen Alter noch von neuem auf sich zu nehmen. Die Urkunde über die Entlassung des Fürsten Bismarck ist heute Nachmittag 3 Uhr durch den Chef des kaiserlichen Civilkabinets v. Lucanus und den Chef des Militärkabinets v. Hahnke im Auf— trage des Kaisers dem Fürsten überbracht worden. In derselben heißt es u. A.:„Die von Ihnen für Ihren Eutschluß angeführten Gründe über— zeugen Mich, daß weitere Versuche, Sie zur Zurücknahme Ihres Antrags zu bestimmen, keine Aussicht auf Erfolg haben; Ich entspreche daher Ihrem Wunsche, indem Ich Ihnen hierneben den erbetenen Abschied aus Ihren Aemtern als Reichskanzler, Präsident Meines Staats-Mini— steriums und Minister der auswärtigen Ange— legenheiten in Gnaden und in der Zuversicht ertbeile, daß Ihr Rath und Ihre Thatkraft, Ihre Treue und Hingebung auch in Zukunft Mir und dem Vaterlande nicht fehlen werden.“ „Ihre Verdienste vollwerthig zu belohnen, steht nicht in Meiner Macht, Ich muß Mir daran genügen lassen, Sie Meines und des Vater— landes unauslöschlichen Dankes zu versichern. Als ein Zeichen dieses Dankes verleihe Ich Ibnen die Würde eines Herzogs von Lauenburg. Auch werde Ich Ihnen Mein lebensgroßes Bilduiß zugehen lassen.“„Ich kann sie nicht aus der Stellung scheiden sehen, in der Sie so lange Jahre hindusch für Mein Haus wie für die Größe und Wohlfahrt des Vaterlandes gewirkt, ohne auch als Kriegsherr in inniger Dankbar— keit der unauslöschlichen Verdienste zu gedenken, die Sie sich um Meine Armee e: worben haben. Ich ernenne Sie daher zum General Obersten der Kavallerie mit dem Range eines General— Feldmarschalls, und hoffe zu Gott, daß Sie Mir noch viele Jahre in dieser Ehrenstellung erhalten bleiben mögen.“ Als Bismarcks Nach— folger wurde der commandirende General des 10. Armeecorps, General der Infanterie v. Ca— privi ernannt und zwar als Reichskanzler und als Präsident des Staatsministeriums. Caprivi ist am 24. Februar 1831 als Sohn des Ober—
Nach rascher militärischer Laufbahn wurde er im Dezember 1882 zum Generallieutenant und Commandeur der 30. Division in Metz ernannt und im März 1883 berufen, nach Stosch's Rück⸗ tritt die Leitung der Admiralität zu übernehmen; zu diesem Zwecke wurde er zum Viceadmiral befördert. Am 25. Juni 1888 trat er von der Marineverwaltung zurück und wurde comman— dirender General des X. Armeecorps. Eine sonstige politische Wirksamkeit hat Caprivi, der bis zu seiner Berufung an die Spitze der Admi—
vertrauen, die trotz ihrer Buutscheckigkeit einig, war, nicht entfaltet.
ralität ausschließlich militärisch thätig gewesen Doch traute man ihm schon
war in dem Streben„fort mit Bismarck“; der damals, als er dieses Ressort verwaltete, eine
Reichskanzler aber sieht keinen Vortheil, diese! politische Zukunft zu.
Der Staatsminister,
tribunalrathes v. Caprivi zu Berlin geboren.
Staatssecretär des Auswärtigen Amts Graf Herbert v. Bismarck Schönhausen ist mit der
Leitung des Ministeriums der auswärtigen Am
gelegenheiten einstweilen beauftragt.
— Der Reichstag wird, wie es jetzt heiß N
nicht vor dem 20. April berufen werden.
— 19. März. ung der Berathung des Cultusetats. Der An, trag Strombeck betreffend die Aufbesserung den von der Regierung unterhaltenen unzureichend dotirten Seelsorgerstellen wurde angenommen, obgleich der Cultusminister die Tragweite des Antrags als unübersehbar bezeichnete. 9
Stettin, 18. März. Auf allen Werften hier haben heute die Schiffszimmerleute die Ar— beit eingestellt.
Barmen. Einem Hotelwirth Namens Krier gegenüber äußerte der bekannte Bergmannsführer Warken kürzlich öffentlich auf dessen Vorhalt daß ein Streik heute ohne Wirkung sein werde, weil die Behörden große Kohlenvorräthe gesam— melt hatten:„Damit werden wir bald fertig, da gießen wir Petroleum drauf,“ und auf den weiteren Vorhalt des Krier, daß durch ein solches Verhalten im Falle eines plötzlichen Krieges Tausende von Familien unglücklich werden könnten, fügte er hinzu:„Das schadet nicht, so muß es kommen, das wollen wir.“
Braunschweig, 19. März. Dem„Tage⸗ blatt“ zufolge ist gestern in den Braunkohlen⸗— gruben„Prinz Wilhelm“ und„Nordschacht“ bei Frellstedt, veranlaßt durch fremde Arbeiter, ein Ausstand ausgebrochen, dem jedoch nicht alle
sind 20 Gendarmen herangezogen worden. Dresden, 19. Marz. Der König reist morgen mit dem General Carlowitz und dem Oberstabsarzt Jacobi nach Nervi ab. An Stelle des verstorbenen Finanzministers v. Könneritz
1 einheimischen Arbeiter sich angeschlossen haben. 1 0
wurde der Wirkliche Geheimrath Thümmel zum
Finanzminister ernannt.
Ausland. Belgien. Brüssel. sammt 10 senegalischen Soldaten am Übangi— flusse massakrirt.
Großbrtannien. Leeds, 19. März. Der Kohlenmangel verursacht schwere Störungen der Geschäfte. In Vorkshire und Lancashire herrschen ähnliche Zustände. In Burnley sind 6000 Arbeiter beschäftigungslos. Mehrere Fabrik— besitzer bewilligten die Forderungen. pool hat sich die Lage etwas gebessert, aus anderen Lindestheilen sind 13,000 Arbeiter einge—
troffen, um die Streikenden zu ersetzen und
arbeiten bereits.
Liverpool, 19. März. Der Ausstand der
Abgeordnetenhaus. Fortsetz 1
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Die Ruhe ist bisher nicht gestört; vorsichtshalber
Nach einer Meldung vom Congo wurde der französische Officier Musy
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