Ausgabe 
19.4.1890
 
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N Beilage.

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Oberhessischer Anzeiger.

N 46.

Hubilan Auszug 5

migen, aus dem Civilstands-Registerder Stadt Friedberg. g ee Getraut:

Sande Der Bäcker Wilhelm Amend zu Friedberg

tterli rliche det mit Maria Diemer zu Friedberg. den sic* Der Handelsmann Leopold Oppenbeimer zu 15 Jestbanle Hungen mit Bertha Wertheimer zu Friedberg. 2 Der Kaufmann Jultus Manuel zu Friedberg mit Jettchen Jakob zu Friedberg. dera qi 9 Der Finanzaspirant Johannes Franck zu 3 Darmstadt mit Elisabetha Katharina Karo ergebe line Toͤnges zu Friedberg. Geboren: dem 8. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Mühl IV. f N. 8 1 Sohn. Durg 5 Dem Bürstenmacher Simon Hessel 1 Sohn. 5 Dem Pferdehändler Fatst Löwenthal 1 Sohn. Nu 1 Dem Buchbinder Christoph Martin Muth 8 C 1 1 Sohn. 5 omitt. 1 Dem Großh. Regterungsassessor Dr. Theodor Gottlob Constantin Hermann Gustav Moritz Axl. Fuchs 1 Tochter. 1 Dem Gärtner Jakob Völbel 1 Tochter. 50 a* Dem Handarbeiter Johann Karl Gustav ö Elßner 1 Tochter. gen, 5 Dem Maaschinenhülfsführer Adolf Karl * Heinrich Vogtmann 1 Tochter. Seter Sang* Dem Schreiner Johannes Kreuder 1 Sohn. * Dem Instrumentenmacher Friedrich Joseph Glück 1 Sohn. l 5 Dem Schneider Heinrich Wollrab 1 Sohn. N Abend Gestorben: 7 Charlotte Sophie Henkel, geborene Köhler, 89 Jahre alt. 33535 Der Schweizer Aloysius Stock, 67 Jahre alt. ee 9. Wilhelmine Adelheid Diegel, geb. Sell, Ehe cin 1 frau des Direktors des Predigerseminars 1 0 Geh. Kirchenrath Dr. Diegel, 55 Jahre alt. 0 Ur, 2 r.. Maria Dorothea Kautz, geb. Hestermann, 4 Juin. Ehefrau des Weißbinders Georg Friedrich 1 Wilhelm Kautz, 27 Jahre alt. 1 Anna Margaretha Rudelius, Tochter des 85 1 Bierbrauers Paul Otto Eugen Rudelius, 7 6 Monate alt. .. Marie Sauer, 18 Jahre alt. 1 2 Margaretha Fliedner, 51 Jahre alt. 3. Elise Emilte Ling Anna Jockel, geb. Frick, tuschaitlichen Ehefrau des Lehrers Konrad Thomas Jockel, Stzalag da 27 Jahre alt.

Afstuben 5.

1890

mit Elisabetha Zeb zu Groß-Gerau. Der Fabrikarbeiter Aloys Kuhn zu Friedberg

Der Schaumwein und seine Bereitung. (Schluß).

Der nächste Arbeiter(Boucheur) preßt mittels der Stöpselmaschine einen neuen großen Kork, der vorher mit dem Brandzeichen der Firma versehen ist, in den Flaschenhals; ein folgender (Ficeleur) verschnürt ihn mit Bindfaden und wieder ein anderer mit geglühtem Eisendraht. Hierauf waͤscht man die Flaschen, prüft sie noch mals auf ihre Festigkeit, überzieht den Kopf mit Pech oder Staniol, klebt eine Etikette auf den Bauch und verpackt dieselben. Die Körbe mit 25 oder 50 Flaschen gehen nach Deutschland und Oesterreich, die größten, mit 75 und 100 Flaschen nach Amerika, Kisten mit drei bis sechs Dutzend nach England. In Frankreich versteht man unter einemKorbe Champagner stets 25 Flaschen, doch hat man auch Kistchen mit sechs Stück. Es gibt drei Hauptqualitäten des fran

zösischen Champagners: Cement, der leichteste, welcher keinen eigentlichen Schaum, sondern nur einen dünnenRahm von Schaumperlen erzeugt; Mousseux, der sofort aus der Flasche schäumt, nachdem der Pfropfen geknallt hat, und endlich Grand Mousseux, der selbst im Glase nach über schäumt. In Frankreich werden jahrlich über 20 Millionen Flaschen Schaumwein erzeugt, von denen vielleicht drei Millionen im Lande ver bleiben, während die übrigen nach allen Welt theilen verschickt werden. Der Konsum ist aber ein so gewaltiger geworden, daß der französische Champagner längst nicht mehr genügt, um den Bedarf zu decken. Schon zu Anfang der vier ziger Jahre entstanden daher in Koblenz, Hoch beim a. M., Eßlingen und Würzburg die ersten Fabriken deutschen Schaumweins, dessen Her stellung in neuester Zeit einen überaus erfreu⸗ lichen Aufschwung genommen hat, so daß gegen wärtig am Rhein und Main, am Neckar, an der Saale und Elbe wie auch in Oesterreich, namentlich in Graz und Retz, die Schaumwein

fabrikation in hoher Blüthe steht. Zu diesen Schaumweinen wird ausschließlich einheimisches Gewächs verarbeitet. Die Fabrikation geht genau nach französischer Manier vor sich und liefert daher auch Erzeugnisse, die sich neben demechten Champagner gar wohl sehen lassen können und auch außerdem den Vorzug haben, daß sie wesent lich billiger sind. Ein ganz neues Verfahren der Schaumweinherstellung hat kürzlich Adolf Reihlen in Stuttgart erfunden. Dasselbe hat nach seiner Mittheilung mit dem alten franzö sischen Gährverfahren im Prinzip gemein, daß bei beiden der Wein seine Kohlensäure durch Gährung erhält. Für Deutschland ist das Mon opol an eine Gesellschaft von Kapitalisten abgetreten und eine Fabrik in Wachenheim bei Mannheim errichtet worden, deren Absatz bereits ein sehr bedeutender ist. Ihr Schaumwein ist außer ordentlich billig, sehr stark moussirend und von tadellosem Geschmack; namentlich für Kranke und bei der Bowlenbereitung ist er sehr zu empfehlen. Der meiste Champagner, der getrunken wird, ist 2 bis 3 Jahre alt; am besten soll er mit 5 Jahren sein; doch darf man ihn nicht viel länger lagern lassen, wenn er nicht seine angenehmen Eigenschaften einbüßen soll. Zum Schluß noch ein paar fernere Aphorismen über den Cham pagnergenuß; unstreitig regt er die Nerven mehr an als irgend ein anderer Wein; sehr rasch ver⸗ fliegt aber auch seine Wirkung. Der Cham⸗ pagner eignet sich viel mehr zum Früͤhstück als für den Schluß eines Diners, wo wir ihn meist trinken. Die jetzt modernen schalenartigen Cham⸗ pagnergläser gestatten auch der Nase ihren An⸗ theil an der frei werdenden Kohlensäure; am besten sind aber immer noch die alten, sogenannten Don Juan⸗Gläser, in denen das Moussiren am stärksten und andauerndsten erfolgt und die man jedesmal mit einem bedächtigen Zuge leeren kann, wie es sich gehört.

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Acc

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Aufforderung.

Rechnungen für die hiesige Realschule und das Pro⸗ eemnasium vom 1. April 1889 bis zum 1. April 1890 tet man bis spätestens Ende dieser Woche in je zwei Gemplaren bei der unterzeichneten Direction einzureichen.

Friedberg den 14. April 1890.

(roßh. Direetion der Realschule und des Progymnasiums, 15 Dr. Windhaus.

Güter-verpachtung.

Montag den 21. April, Vormittags 11 Uhr, sollen de zum Nachlaß der Nicolaus Müller Wittwe gehörenden (üterstücke einer dritten und letzten Versteigerung ausge sezt werden.

Friedberg den 18. April 1890.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.

Stelnhäuß er. Arbeits⸗Vergebung.

Montag den 21. d. M., Vormittags ½10 Uhr, sollen nchstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen auf

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den Rathhause zu Bruchenbrücken öffentlich vergeben nerden, Maurerarbeit 83 M., Schlosserarbelt, veranschlagt zu 4485 Pflasterarbeit 90 Lieferung von Pflastersteinen 200 Lieferung von Pflastersand 80 Friedberg den 17. April 1890. Zörb II.,

Bezirks bauaufseher.

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