390. Dienstag den 16. Dezember.
N 143.
Oberhessischer Anzeiger.
clieurt, alten.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
dafelforn, Unnoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise ö auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der
sarbtönen,
11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von Betrag nicht beigefügt ist, 12
werden stets durch die Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
in 7 Zetreffend: Die Feuervisitatton für 1891. Tuben,
Bemalen Das Großherzogliche Kreisamt a g Indem wir Sie davon in Kenntniß setzen, daß die Feuervisitatoren angewiesen worden sin ferm. Jeauftragen wir Sie, die aufzunehmenden Protokolle in den ersten zehn Tagen des März k. J. u
arell, und und Bekanntmachung.
—
Friedberg den 13. Dezember 1890. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
d, mit Vornahme ihres Geschäftes zu beginnen, us zu übersenden. Dr. Bra den.
Johs. Lind, Karl Spangen⸗
Nach Mittheilung des Großherzoglichen Kreisamtes Schotten ist die für die Stallungen des Gustav Seibel, erger, Karl Kröll II, Georg Konrad III. Wittwe,
rarl Wingefeld, Karl Kröll J. Wittwe,
Friedberg den 12. Dezember 1890.
ö Wir bringen
N Lchafen, Schweinen und Ziegen auf die innerh
bunten Gattungen im Umherziehen im Bereiche der Gemarkungen der Marktorte Grund des§ 66 des angeführten Gesetzes bestraft.
Zuwiderhandlungen werden auf Friedberg den 12. Dezember 1890.
g N gina? alke 3 verfügt worden. 1 Friedberg den 13. Dezember 1890.
wederhof bei Marköbel Friedberg den 13. Dezember 1890.
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Lateffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Rodheim v. d.
Es wird hiermit zur Kenntniß der bet Mppel⸗ und Weidenbäume, sowie die Weidenstr Eine spätere Entf welche nicht vollständig ausgerodet sind,
1. Februar 1891 zu beseitigen sind. Weidensträucher,
aßt saͤmmtliches Gelände südlich der Kreisstraßen
Friedberg den 13. Dezember 1890.
Wilhelm Theiß III., Ii Rainrod angeordnete Gehöftesperre, sowie die Gemarkungssperre für die Gemarkung
hiermit zur öffentlichen Kenntniß, d Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen und des§ 64
Rach Mittheilung des Königlichen Landrathamts Hanau ist in den die Maul- und Klauenseuche erloschen und die Orts
Wilbelm Edelmann II.,
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
H.
Bekanntmachung.
heiligten Grundbesitzer im 1. Bereinigungsbezirk gebracht, ducher in den Wiesen, welche auf ernung der gedachten Bäume ꝛc. kann bei der werden bei der Bonitirung als vorhanden angesehen. Nieder-Wöllstadt— Rodheim und Rodheim—Holzhausen.
August Straub, Jakob Theiß VI., Karl Reinhard Bischoff, Georg Konrad VI., Rainrod wieder aufgehoben worden.
aß das Großh. Kreisamt Büdingen auf Grund des§ 28 des der hierzu erlassenen Reichs-Instruktion bis auf Weiteres den alb des Kreises Büdingen stattfindenden Viehmärkte, ebenso das Feilbieten an den Markttagen verboten hat.
Mehrling, August Bechtold II., Georg Köhler und Georg Heinrich Straub
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Reichsgesetzes über die Auftrieb von Rindvieh, von Thieren der ge—
Großh. Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Nach Mittheilung des Großh. Kreisamtes Gießen ist zu Langsdorf in einem Gehöfte die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Gemeinden Doernigheim und Wachenbuchen, sowie auf dem Baiers⸗ und Gemarkungssperre aufgehoben worden.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
daß die abgängigen Obstbäume, die
die Bonitirung des Bodens Einfluß haben, spätestens bis zum
Bontitirung nicht mehr berücksichtigt werden. Der 1. Bereinigungsbezirk um—
Der Vollzugs Commissär: Dr. Wallau.
Deutsches Reich. i Darmstadt. Der Steueraufseher Steinbrecher zu Darmstadt wurde zum Assistenten bet der Hauptstempel⸗ waltung ernannt. Berlin, 12. Dez. Der Reichstag nahm Nerster und zweiter Lesung den deutsch-türkischen fendelsvertrag an. Es folgt die erste Lesung e Zuckersteuer Vorlage. Schatzsecretär von Heltahn empfiehlt die Vorlage, Witte stimmt elben zu. Graf Stolberg führt aus, die l chaffung der Materialsteuer sei für die Land⸗ 1 hschaft nicht gleichgiltig. Oechelhaͤuser kann er Abschaffung des Prämiensystems nicht zu— men. Kardorff verlangt die Aufrechterhal— zun der Materialsteuer. Maltzahn erklärt die Jalage als durch den zwingenden Druck der ame entstanden. Dr. Buhl stimmt im amen eines Theiles der Nationalliberalen zu. * Barth verlangt eine rasche Aufhebung der künien. Die Vorlage wird hierauf an eine eomission verwiesen. In der Nachmittags hr begonnenen weiteren Sitzung wurde in lter Lesung der deutsch-türkische Handelsvertrag genommen. ti. Dez. In der gestrigen Schulcon— einz⸗Sitzung nahmen das Wort Geh. Ober— Meile rungsrath Dr. Wehrenpfennig, welcher die sschenden Schularten vom Standpunkt des Mürfnisses der TechnischenHochschulen beleuchtete, eh, Reglerungsrath Dr. Schottmüller, Geh.
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Ober⸗Regierungsrath Dr. Stauder, welcher thatsächliche Mittheilungen über die Entwickelung der Arten der höheren Schulen in Preußen, deren Ausbreitung und Benutzung machte, Geh. Re— gierungsrath Dr. Klix, welcher neben dem ge⸗ genwärtigen Gymnasium ein Latein-Gymnasium für möglich erachtete, v. Schenckendorff, welcher die sozialpolitische Seite der Frage betonte, und der Geh. Commerzienrath Kaselowsky, welcher Wünsche des Gewerbestandes zum Ausdruck brachte.
— 13. Dez, Es verlautet, die gestrige Schulconferenz habe die Erhaltung des Gym— nasiums mit Latein und Griechisch und der la— leinlosen Oberrealschule und der hoheren Bür— gerschule beschlossen; sie sprach sich für schonenden Uebergang betreffs der Realgymnasien aus. Ein gemeinsamer Unterbau mit Hinaufschiebung des Lateins und Beginn mit Französisch wurde verneint, die Verminderung der Unterrichtsstunden in den alten Sprachen und anderen Fächern für wünschenswerth erklärt, ebenso Wegfall des lateinischen Aufsatzes und der griechischen Ver— setzungsarbeit für Prima, ferner nach Ortsbe— darf fakultative oder obligatorische Einführung des Englischen im Gymnasium und obligato— risches Zeichnen über Quarta hinaus bis Unter— sekunda; auf den Unterricht im Deutschen sei größter Nachdruck zu legen, ebenso auf eine einge— hendere Behandlung der neueren vaterländischen
Geschichte; Hebrälsch soll facultativ weiter bleiben. Dem Vernehmen nach wurde noch die Frage berathen: Kann die Reifeprüfung entbehrt werden? Und wenn nicht, sind Vereinfachungen einzuführen und welche? Damit verbunden wurde die Frage des Kaisers, ist der bei den Prüfungen zu Tage getretene Ballast beseitigt? Bericht erstatteten Direkor Dr. Jaeger und Dr. Klix. Dieselben stellten eine Anzahl Thesen auf. Uhlhorn beantragte im Falle der Beibe— haltung der Reifeprüfung auch die Prüfung in der Religion beizubehalten.
— 12. Dez. Das Emin Pascha⸗Comits nahm in seiner heutigen Schlußsitzung die vor— gelegte Abrechnung der deutschen Emin Pascha⸗ Expedition entgegen und ertheilte sowohl dem Ausschuß wie Dr. Peters Entlastung.
— 13. Dez. Die Volksschul-Commission des Abgeordnetenhauses erledigte unter Theil— nahme des Cultusministers die Generaldiscussion, genehmigte die§§ l(Aufgabe der Volksschule),
2(Zahl der Volksschulen), 3(raumliche Ver— theilung der Volksschulen), 4(Hoͤchstzahl der Schulkinder) und fuͤgte dem 8 5(Lehrplan) die Anfänge der Raumlehre als obligatorischen Un— terrichtsgegenstand hinzu.— In der Gewerbe— steuer-Commission erklaͤrte bei§ 59, Betriebs— steuer für Schank und Gastwirthschaften, der General⸗Steuerdirector Burghart, die Regierung
sei lediglich vom finanziellen Standpunkte aus


