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1690.
Donnerstag den 16. Januar.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Betressend: Die Einsendung der für die Landes ⸗Walsen
Amtlicher Theil.
»Anstalt zu erhebenden Collecten und Büchsengelder.
Friedberg am 11. Januar 1890.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizei-Commissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 5 von 1877 weisen wir Sie an, die in Ihren Geweinden vorhandenen Waisenbüchsen
am 31. I. Mis. unter Zuziehung des Controleurs zu öffnen und die hieraus entnommenen Beträge bis längstens zum 31. März l. Z.
durch eine, Kosten nicht veranlassende Gelegenheit an uns abzuliefern. Wir erwarten zünkliche Einhaltung des Einsendungs-Termins.
Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisstraßen.
Dr. Braden.
Die Lieferung und das Zerschlagen von Unterbaltungssteinen für den IJ. und II. Baubeztrk Fried berg soll in Accord gegeben werden und zwar; Montag den 20. Januar I. J., Nachmittags um 2 Ubr auf dem Rathbause zu Dorheim: Basaltsteine für die Straßen: Bad- Nauheim— Rödgen— Schwalbeim— Dorheim; Steinfurth Wisselsheim—Rödgen; Bad Nauheim— Schwalbeim; Ludwigshoffnung— Kreisgrenze; Assenbeim— Bahnhof und Dorbeim— Fauerbach— Bauernheim
Dienstag den 21. Januar l. J., Nachmittag um 2½ Uhr auf dem Rathhause zu Ockstadt: Quarzitsteine für die Straßen: Friedberg— Ockstadt; Ockstadt— Staats⸗ straße; Ober⸗Ros bach— Nieder Rosbach und Ockstadt— Bad⸗Nauheim.
Friedberg den 15. Januar 1890. Betreffend: Das Vormundschaftswesen.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Friedberg den 28. Dezember 1889.
Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an die Vormünder und Curatoren im Amtsgerichtsbezirk. Wir sehen der Einreichung der Rechenschaftsberichte und des Nachweises der Zinsenbeischreibung, unter Vorlage der Einlagebüchlein, bis
laͤngstens 1. Februar 1890 entgegen.
Die für das Jahr 1889 zu stellenden Vormundschafts rechnungen sind längstens bis zum 30. April k. J. einzureichen.
dieser Fristen hat unnachsichtlich eine Ordnungsstrafe von 3 Mark zur Folge.
Generalversammlung der Sektion Butzbach Sonntag den 19. Januar d. J., Vortrag über Zwergobstzucht, 3.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2.
Obstbauverein in der Wetterau.
der Monatsversammlungen in der Sektion Butzbach, 5. Anträge. Um zahlreiche Betheiligung wird ersucht.
Der Geschäftsführer des Vereins: Dr. H. von Peter.
Nichteinhaltung
Sellheim. Weber.
Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Hessischen Hofes zu Butzbach. Neuwahl des Vorstandes der Sektion auf 3 Jahre, 4. Feststellung
Der Vorsitzende der Sektion: Reuß, Forstinspektor
Obige Bekanntmachung wollen die Herrn Bürgermeister in der betreffenden Section ihren Gemeindeangehoͤrigen auf ortsübliche Weise
bekannt geben.
Dr. Braden.
Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Karl Ruhl von Schlechtenwegen, von Profession Schmied, zuletzt Taglöhner, sowie
Kiltan Streitberger von Kleinkahl in Bayern, zuleßt bei Mauerermeister Helfmann in Frankfurt a. M. beschäftigt.
Friedberg am 7. Januar 1890.
Der Großherzogliche Amtsanwalt Krämer.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Die zweite Kammer war auf den 21. Januar zur Plenarsitzung einberufen. Diese Anordnung wird soeben von dem Präsi— denten, eingetretener Hinternisse wegen, zurückge— zogen. Eine spätere Einberufung, voraussichtlich auf Anfangs März, bleibt vorbehalten.
— Die Gerichtschreiber-Aspiranten Lind in Lorsch, Formhals in Friedberg, Elz in Oppen— heim, Fischer in Zwingenberg und Dahmer in Offenbach wurden zu Hilfsgerichtsschreibern bei den Amtsgerichten der genannten Orte, der Pri— vatdocent Dx. Dümmler zu Gießen zum außer— ordentlichen Professor, der K. Kammer aus Gießen zum Oberrechnungsprobator, der Gerichtsschreiber— Aspirant Wachtel in Darmstadt zum Hilfsgerichts— schreiber in Groß⸗Gerau, der Gerichtsschreiber— Aspirant Roosen in Mainz zum Hilfsgerichts— schreiber in Mainz ernannt.
Berlin, 13. Jan. Reichstag. Prasident v. Levetzow theilt dem Hause aus der gestrigen Audienz des Präsidiums bei dem Kaiser mit, letzterer habe betont, die allgemeine politische Lage lasse zur Zeit den Weltfrieden als vollig gesichert erscheinen. Zur Wahrung des Friedens sel aber durchaus erforderlich, daß Deutschland in seiner geographischen und pollitischen Lage nicht versaͤume, für militärische Rüstungen im besten Stande zu sein und für Heer und Flotte unablässig zu sorgen. Auf eine Bemerkung des Abg. Richter über Klagen seitens der Volks— schullehrer im Militärdienst bedauert der Kriegs— minister derartige Vorkommnisse. Die Klagen hätten der Militaͤrverwaltung vorgelegen und mehrfach zu Strafen geführt. In vielen Faͤllen aber hatten die Klagen sich als unbegründet herausgestellt. Es sei zu erwägen, ob den Schul—
lehrern Begünstigungen, wie sie solche jetzt ge⸗Iworden. Die Donauflotte werde, wenn man selbe
nössen, auch zukünftig zu gewähren seien. gebe übrigens noch einen anderen Weg
Es bedürfe, fertig sein. Der Donauverkehr werde zur] den
Staatsbahnen zuliebe nicht vernachlässigt.
Erledigung der Beschwerden, namlich daß dem Er selbst habe in der jüngsten Zeit bedeutende
Kriegsministerium über vorgekommene Mißhand-Schiffsbestellungen gemacht. lungen berichtet werde und dieses dem Kaiser
Keuntniß davon gebe. Er glaube sagen zu dürfen, daß an Allerhoͤchster Stelle die Absicht walte, die gewünschte allgemeine Verfügung zu erlassen. Der Militaretat wird durchweg nach den An—
trägen der Budgetcommission genehmigt.— 14. Jan. Der Reichstag erledigte den Rest des
Militäretats in zweiter Lesung und genehmigte, anläßlich der Aenderungen des Gesetzes über die Wehrpflicht die geforderten Ausgaben von 45,813,000 Mark, sowie 61,224,100 Mark zu Beschaffungen für artilleristische Zwecke fast ein— stimmig und debattelos.— Die Budgetcommis— sion des Reichstags erledigte den Etat der Reichs— schuld. Delbrück regte die Ausgabe 3 procen— tiger Papiere an. Schatzsecretär von Maltzahn erklärte, daß er persoͤnlich zur Zeit sowohl gegen die Ausgabe 3 procentiger wie gegen die Con— version 4 procentiger Papiere sei. Abg. Kalle stimmt bei, erklärt sich aber gegen jede Converston.
München. Wie das Fr. J. vernimmt besteht die Absicht, ein Chevauzleger-Regiment in die Pfalz, nach Zweibrücken, zu verlegen, und die dortige Escadron des 5. Chevauxleger-Regi— ments zum Regiment nach Saargemünd zurück— zuziehen.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 13. Jan. Abgeordnetenhaus. Bei der Verhandlung über das Handelsbudget erklart der Handelsminister Baroß, auf ihn sel betreffs der Donau-Dampf—
Ferner erklärte der Minister, daß alles geschehen werde, damit, wenn die Regulirungsarbeiten fertiggestellt seien, Ungarn mit der ungarischen Dampfschifffahrt würdig dastebe und seine Interessen auch auf der Donau mit seinen Schiffen vertreten könne.— 14. Jan. In der Specialdepatte über das Handelsbudget erklärte der Handelsminister gegen— über Apponyi, die Ausarbeitung der Kranken⸗ versicherung sei in Vorbereitung, die Frage der Unfallversicherung werde geprüft, die Einrichtung der Fabrikinspektoren jedenfalls legislatorisch organisirt, und mit der Frage der Sonntagsruhe werde er(der Minister) sich beschaͤftigen, obschon ex im Allgemeinen damit nicht sympathisire. Ferner weist der Minister auf die Fortschritte der beimi— schen Industrie hin und bemerkt, die Regierung wende ihre Aufmerksamkeit insbesondere der unteren Donau zu, wo sie die Zahl der ungari— schen Schiffe zu vermehren beabsichtige.
Agram. Die Croͤffnung des Landtages, welche auf den 20. d. M. festgesetzt war, wurde wegen der rasch um sich greifenden Influenza bis zum 20. Februar verschoben.
Belgien. Charleroi, 13. Jan. Die heute Nachmittag abgehaltene zweite Versammlung der Arbeitgeber nahm die Forderungen der Arbeiter um einstündige Reduction der Arbeitszeit, sowte allmähliche Lohnerhoͤhung an. Der Streik ist beendet; Mittwoch erfolgt die Wiederaufnahme der Arbeit.
Frankreich.
Paris. Der Kriegsminister
schifffahrts Gesellschaft keinerlei Einfluß geübt! laßt in den Bureaux Studien über Verstärkung
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