Betreffend; Feldbereinigung in der Gemarkung Dortelweil J. Feld. Dienstag den 15. April l. J., Nachmittags 1 Uhr,
Dieselben haben einen Flächeninhalt von 5,83 ha.
bervorgehoben wird, daß bei Erreichung des Gesammtabschätzungswert
grundstücken statt.
Zusammenkunft ist am Bahnhof Dortelweil. Friedberg den 14. April 1890.
Dem Johannes Hensel zu Dortelweil,
3. April l. J., zwei werthvolle Obstbäume vollständig vernichtet. 1 1 e keit des Genannten als sachverstaͤndiges Mitglied der Vollzugs Commission ausgeführt wurde,
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
sachverständiges Mitglied der Vollzugs-Commission dortselbst, wurden in der Nacht vom 2. auf Da kein Zweifel besteht, daß die That als Racheakt in Bezug auf die Thätig hat die Vollzugs-Commission beschlossen, den volle
Werth der Bäume aus der Feldbereinigungs-Kasse zu Dortelweil zu ersetzen.
Friedberg den 10. April 1890.
Person, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Karl Hain von Reinstein, zuletzt in Nieder-Wöllstadt. Das Ausschreiben gegen Wilhelm Brand aus Stadthagen, durch Gendarm Hofmann in Groß Karben.
Erledigt. Friedberg den 11. April 1890
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findet die Versteigerung der bei der rubre. Feldbereinigung ausgewiesenen Masse
oder 23,3 Normalmorgen und bestehen aus 15 Parzellen.
hes die Genehmigung seitens der Vollzugscommission sofort erfolgt. 1722
Der Vollzugs ⸗Commissiär. Dr. Wallau.
Der Vollzugs⸗Commissär. Dr. Wallau.
Der Großherzogliche Amts anwalt. Krämer.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem Besuche Ihrer Majestaͤt der Königin Victoria am Großherzoglichen Hofe wird vom 20. d. Mts. an entgegengesehen. Ihre Majestät wird, wie die„D. Ztg.“ mittheilt, im Neuen Palais absteigen.
Gießen, 10. April. Bei der heute vor— genommen Reichstags-Stichwahl erhielt Picken— bach(Antisemit) 8391 und Dove(freis.) 7544 Stimmen, in Gießen selbst Dove 2272 und Pickenbach 149 Stimmen.
Mainz. Der in Mainz den Socialdemo— kraten und soeben in der Nachwahl in Hamm— Soest den Nationalliberalen unterlegene frühere Reichstagsabgeordnete Racks ist nach einer Mel— dung der„Köln. Ztg.“ aus der Centrumsfraction der zweiten hessischen Ständekammer ausgetreten. Die Beweggründe dieses Schrittes sind zur Zeit noch nicht bekannt.
Berlin, 12. April. Der Kaiser ist heute Vormittag um 9 Uhr wohlbehalten hierher zu— rückgekehrt.
— 11. April. Das provisorische Comité für die Errichtung eines Nationaldenkmals für den Fürsten Bismarck ist auf den 15. April zu einer konstituirenden Veisammlung von dem Präsidenten von Levetzow berufen.
— 11. April. Der„Reichsanzeiger“ ver— öffentlicht den französischen Text des Schluß— protocolls der Arbeiterschutz Conferenz.
— Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht die Ernennung des Frhrn. v. Berlepsch und des Frhrn. v. Marschall zu Bevollmächtigten zum Bundesrath.
— Graf Herbert Bismarck nimmt seinen Wohnsitz in Friedrichsruh. Der erbetene und bewilligte Urlaub erstreckt sich vorläufig auf ein Jahr.
— Unter Berücksichtigung der Nachwahlen wird der neue Reichstag wie folgt zusammen— gesetzt sein: Conservative 72, Reichspartei 19, Nationalliberale 43, Deutschfreisinnige 67, Volks— partei 10, Centrum 107, Polen 16, Welfen 11, Socialdemokraten 35, Autisemiten 5, Däne 1, Elsässer 10, Wild 1.
— 13. April. Es bestätigt sich, daß Major Wißmann die Nachricht hierher gelangen ließ, die Expedition unter Führung Emin Paschas werde auch das Ihrige thun, Dr. Peters und seine Expedition, wenn nöthig, zu entsetzen. Daraufhin bewilligte der Ausschuß der Emin Pascha⸗Expedition für die neue Expedition einen Beitrag von 10,000 M.
Wiesbaden, 11. April. Soeben, 9 Uhr 45 Min. Vormittags, lief der kaiserliche Extra— zug in die festlich geschmückte Perronhalle des Taunusbahnhofs ein. Jeglichen officiellen Em— pfang hatte der Kaiser abgelehnt und so stieg er denn gleich nach Aukauft in die bereitstehende Equipage, die ihn nach dem kgl. Schlosse auf dem Marktplatz brachte. Der Weg führte durch die Wilhelm- und Burgstraße, an denen sich ebenso wie am Markt Tausende und Abertausende zur Begrüßung des Monarchen eingefunden hatten. Der Kaiser erwiederte die allseitigen begeisterten Zurufe der Menge durch grüßende Handbewegungen unermüdlich. Der Kaiser stattete soeben(Mittag 1½ Uhr) der Kaiserin von
Oesterreich einen Besuch in der Villa„Langen— beck“ ab.— Der Kaiser ist um 9 Uhr 20 Min. Abends von hier abgereist. Auf dem Bahn— hofe war das Officiercorps der hiesigen sowie der Biebricher Garnison zum Abschied versammelt. Der Wagen des Kaisers war herrlich mit Blumen decorirt. Eine zahlreiche Menschenmenge begrüßte den Monarchen enthusiastisch.
Cassel, 11. April. Die städtischen Körper— schaften verliehen dem Fürsten Bismarck das Ehrenbürgerrecht.
— 12. April. Das erbgroßherzoglich Sachsen— Weimarische Ehepaar ist heute hier eingetroffen, um die beiden Söhne, welche das hiesige Wil— helmsgymnasium besuchen sollen, hierher zu bringen.
Elberfeld, 11. April. Das Urtheil in dem großen Wupperthaler Socialistenproceß hat jetzt Rechtsgiltigkeit erlangt. Außer der könig— lichen Staatsanwaltschaft haben nämlich nunmehr auch die Verurtheilten die Revision zurückgezogen.
Bernburg. Fürst Bismarck wurde zum Ehrenbürger ernannt.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 11. April. Die Wiener und Pester Zeitungen begrüßen den Besuch Kaiser Wilhelms bei der Kaiserin Elisa— beth in Wiesbaden auf das Sympathischste und ersehen darin einen neuen Beweis für die über— aus freundschaftlichen Beziehungen zwischen bei— den Höfen.
Pest, 11. April. Der hiesige Polizeipräsident hat die Führer der Arbeiterpartei davon ver— ständigt, daß eine von den Arbeitern am 1. Mai beabsichtigte öffentliche Kundgebung nicht gestattet werde. Eine Volksversammlung ist nur unter der Bedingung genehmigt worden, daß dieselbe in geschlossenem Raume stattfinde.
Dänemark. Kopenhagen, 11. April. Der Staatsrath ermächtigte den Kriegsminister, in Uebereinstimmung mit dem provisorischen Finanz— gesetz im laufenden Etatsjahre 3½ Mill. Kronen zur Befestigung Kopenhagens von der Seeseite zu verwenden. Es sind hierfür insgesammt 9 Mill. Kronen veranschlagt. Das Werk soll in 3 Jahren vollendet sein.
Spanien. Madrid, 10. April. Prinz Heinrich ist in Cadix wieder eingetroffen und wird an Bord der„Irene“ bei Lissabon zum Uebungsgeschwader stoßen.
— 12. April. Der Senat lehnte mit 108 gegen 63 Stimmen den Bericht Martinez Cam⸗ pos' ab, in welchem die Verhaftung Daban's gemißbilligt wurde.— In Valencia ist alles ruhig.
Valencia, 11. April. Als gestern Nach— mittag der Karlistenchef Carvolho auf dem hiesigen Bahnhof eintraf, hatte sich eine tausendköpfige Menschenmenge vor dem Bahnhof angesammelt und machte feindselige Kundgebungen. Menge zerschlug die Fensterscheiben des Bahn— hofs und der Eisenbahnwagen. Kavallerie mußte die Tumultuanten zerstreuen. Vor dem Klub— haus der Karlisten kam es zu einer neuen Demon— stration. Zweitausend Menschen drangen in das Klubhaus ein und zerstörten die Fensterscheiben und Möbel. Eine andere Gruppe zerstörte und
Die!
verbrannte die im Klubhof stehenden Wagen und wollte auch die in der Nähe stehende Kirche anzünden, wurde aber durch das wiede angerückte Militär daran verhindert. Schließ lich baute der Pöbel Barrikaden, welche von den Truppen genommen wurden. Theil der Nacht ist ruhig verlaufen. Die meisten Truppen sind in die Kasernen zurück gekehrt. Der Karlistenclub und die Jesuiten⸗ kirche, welche arg beschädigt sind, werden noch von Soldaten bewacht. Dem Marquis Ur valho und seinen Anhängern gelang es im Laue des Abends das Hotel zu verlassen und sich zu Freunden zu begeben. f
Portugal. Lissabon, 10. April. Das deutsche Uebungsgeschwader ist hier eingetroffen.
Italien. Rom, 10. April. Auf Grund des Artikels 90 des Gesetzes über die öffent⸗— liche Sicherheit sind die Journalisten Jules Lavalette(vom Pariser„Figaro“) und Moritz Grunewald von der„Frankf. Ztg.“ ausgewiesen worden.
— 12. April. Der Correspondent des Pariser „Figaro“ Chenard wurde ausgewiesen und ist bereits abgereist.
Rumänien. Bukarest. Die rumänischen Kammern sind auf den 23. April behufs Erle— digung der Credite für die Befestigungen und der rückständigen Reformvorlagen einberufen worden.
Amerika. Washington, 13. April. Der Präsident des Comités des Repräsentantenhauses für auswärtige Angelegenheiten brachte einen Antrag ein, bezweckend die Einführung von Handelsverträgen mit den anderen Staaten Amerikas, wodurch die Productiouszölle modifi— cirt und die Beziehungen der Staaten sich noch freundschaftlicher gestalten würden.
Aus Stadt und Land.
2. Vilbel. In 1890 sind bis jetzt drei nicht amt⸗ liche Conferenzen der Lehrer des Bezirks abgehalten worden. Verhandelt wurde über folgende Themen: Die Bedeutung der Gesangvereine fürs gesellschafeliche Leben, Cabale und Liebe von Schiller, Schaumbergers Fritz Reinhardt. Die Referenten hierfür waren: Ohl, Geck und Muhl in Vilbel, Die nächste Versammlung findet nächsten Mittwoch den 16. April, Nachmittags 3 Uhr, im Gasthause zur„Stadt Cassel“ in Vilbel statt. Tagesordnung hierfür: Die Er⸗ ziehung zum Patriotismus. Referent: Lehrer Will in Ren del. Wie aus vorstehendem ersichtlich, sind die Con- ferenzen nicht dafür da, daß die Lehrer bei ihren Zu⸗
sammenkünften, sich für einige Zeit nur der Geselligkels
dem Vergnügen und der Freude hingeben, was ihnen
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Der letzte
wohl, nach mehrwöchentlicher Arbeit in der dumpfen Schl stube, auch zu gönnen ist, sondern daß sie sich durch N Conferenzleben in erster Linte weiter auszubilden, sich ihrem Berufe immer mehr zu vervollkommnen und ihre Lehrthätigkeit geschickter zu machen, beabsichtigen. Diez jenigen also, welche mit scheelen Augen nach dem Lehren schauen, wenn er eine Conferenz besucht, mogen in Zu kunft bedenken, daß der Lehrer nicht nur um selnel willen, sondern vor allen Dingen im Interesse unseret Jugend, der Schule und des Volkswohls sich an des Conferenzen bethelligt.„Willst ein Ganzes du werden schlteß an ein Ganzes Dich an,“ das ist der Wahlspruch der Coferenztheilnehmer. Nach schwerer Arbeit in des Schule mit seinen Standesgenossen zu verkehren und ges
meinschaftlich zu berathen, wie es in diesem oder jenem
Punkte immer noch besser werden kann bei der Jugend erziehung, das erhoͤhet den Muth und begeistert für di kommende Arbeit. Da auf der, nächsten Mittwoch stakl findenden Conferenz auch die noch restirenden Belträg zum Landes-Lehrerverein und Lehrerwaisenstift erhoben werden sollen, so wird zahlreiches und pünktliches G. scheinen der Lehrer erwartet. 4
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