Ausgabe 
15.2.1890
 
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Landwirthe des Wahlkreises Friedberg⸗Büdingen,

Berufsgenossen! Die Wahl eines Reichstags-Abgeordneten naht heran. Haben wir Stellung zu dieser wichtigen Frage genommeg, haben wir, wie dieses andere Berufsstande niemals verfehlen, auch unser Interesse dabei ernstlich erwogen, oder lassen wir uns von ideale Moglichkeiten unseren klaren Blick trüben? 4

Allerdings hat der Reichstags-Abgeordnete vor Allem die Macht unseres gesammten lieben deutschen Vaterlandes nach Außen, und den! friedlichen Ausbau desselben nach Innen fest im Auge zu halten. Aber bedenkt auch, unser Wahlkreis hat größtentheils eine landwirthschaß treibende Bevölkerung, darum müssen wir Landwirthe Bedacht nebmen, daß der Mann, dem wir unsere Stimmen geben, einen offenen Roß und ein warmes Herz auch für die Landwirthschaft hat. Wir sind keine Freunde von beständigem Jammern über den Nothstand der Lan wirthschaft und suchen gerne Hülfe in unserer eigenen Kraft aber gegenüber der Concurrenz des Auslandes, welches das Getreide viel billig produziten kann, bedürfen wir des Schutzes, wenn unser Getreidebau nicht schwer leiden soll. Ueberlege Jeder was ihm übrig bleibt, wenn d Weizen, wie vor Einführung des hoheren Getreidezolls 15½ Mark gilt, bei der jetzigen Höhe der Abgaben, der Löhne und des Preises de landwirthschaftlichen Betriebsmaterials. Niemand kann mit Recht unsere jetzigen Getreidepreise zu hohe nennen. Auch die Handwerker u Arbeiter nehmen Theil an der Wohlfahrt des Landwirthes, ebenso die Geschäftsleute unserer Landstaͤdte, denn es ist ein altes Sprüchwors Hat der Bauer Geld, so hat's die ganze Welt. Hat der Landwirth Mittel in der Hand, so hat er auch Kauflust. Sowohl die eigen lichen landwirthschaftlichen Handwerker wie Wagner, Schmiede, Sattler ꝛc., als auch die Bau- und Bekleidungshandwerker haben Verdienst⸗ wenn es dem Bauer wohl ergeht. Die Geschaͤftsleute in den Städten merken es wohl, wenn der Landwirth gute Zeiten hat. f

Und wenn nun die Getreidezölle plötzlich wegfallen, müßten dann nicht die circa 70 Millionen, die sie einbringen, durch neue Steuer ersetzt werden? Darum Landwirthe die Augen auf! Wir können nur einem Mann, der aufrichtiges Interesse für die Lundwirthschaft hat ung der für die Beibehaltung der Getreidezölle ist, unsere Stimme geben. 0 Ihr Berufsgenossen groß und klein, ein gemeinsames Interesse bindet uns, seien wir einig, dann sind wir stark. Auf zur Wahl für den bewährten Freund der Landwirtbschaft, den

Grafen Oriola aus Büdesheim, ö

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er ist unser Mann!

727 6 Viele Landwirthe des Wahlkreises. 3. 5 1 Reslauralion zur ihindeck. 1 005

uh krvbersamm ung. Concertvorstellung, e

Unser Candida 4 4. 7. Herr Graf Oriola aus Büdesheim Saalbau Theater Friedberg.(,

Sonntag den 16. Jebruar 1890. Eröffnung der neuen Bühne. (Im Abonnement.)

Der Goldonkel.

Posse mit Gesang in 7 Bildern von E. Pohl. Concu

Windecker's Felsenkeller.

Sonntag den 16. Februar, von 4 Uhr an, und Dienstag den 18. Februar, von Abends 8 Uhr an: Geberd

Große Fastnachtsscherze, Commer und Tanz⸗Unterhaltung.

Narrenabzeichen, sowie Commersbücher vorrätvig und sind Masken zuläfsig. Es ladet ein C. Kruse.

Vorzüge

Sonntag den 16. Februar, Nachmittags 3 Uhr, im Saalbau dahler sein Programm entwickeln.

Friedberg. Der nationalliberale Wahlausschuß.

Theater⸗ Anzeige.

Dem hochverehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die diesjährige Theater saison am Sonntag den 16. Februar auf der eigens für Theaterzwecke neu hergerichteten Buͤhne des Saalbaues beginnen werde. Die Zahl der Vorstellungen wird diesmal 20 bis 22 betragen und sehe mich in Folge dessen genöthigt, das Abonnement, der außerordentlich großen Theuerung der erworbenen Neuheiten wegen, auf einige Karten zu erhöhen.

8 Indem ich nun das hochverehrte Publikum freundlichst bitte, das Vertrauen, welches mir in voriger Saison in so reichem Maaße entgegen gebracht wurde, auch diesmal auf mich zu

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Dünge U

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übertragen, versichere ich gleichzeitig, daß ich im Stande bin, hinsichtlich des Personals, wie der angekauften Neuheiten in diesem Jahre ganz etwas Besonderes zu bieten. Mit aller Hochachtung

7 7 1 R 8 Faalbau Friedberg. Empfehle meine mit allen Bequemlichkelten bergerichtete

Lokalitäten, Mittagstisch von 60 Pf. und böher, kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit, vorzügliche weiße

und rothe Weine, sowie ein ausgezeichnetes Glas Bier

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8 von Vormittags 9 Uhr bis Nachmittags 5 Uhr, im Saale über den Pferdeställen, rechte Seite, zur

Besichtigung ausgestellt. a 752 Die Verloosungs⸗Commission.

Friedberg 14. Februar 1890. Kur⸗ und Verschönerungs⸗Verein

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5 i e Generalversammlung des Vereins findet Samstag den 15. Februar l. J., 9 6. F. aten en 2 Uhr, im Saale des HerrnRichard Langsdorf statt mit folgender Tagesordnung: f f 1. Berichterstattung über das abgelaufene Vereins sahr e 5 Tricottaillen und Plüschkragen 2. Mittheilung der Jahresrechnug. r!!!

3. Ergänzungswahl des Vorstandes. f 4. Besprechung von Anträgen. Hierzu werden die Mitglieder und sonstige Interessenten freundlichst eingeladen. Im Auftrage des Vorstandes: A. Wagner, Vorsitzender

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Verantw. Red.: Carl Bindernagel.

Druck und Verlag von Carl Bindernagel. es

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(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr 7 und eine Beilage.)