Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Ossenheim; hier Offen In der Zeit vom 14. bis 28. August l. I.,
der allgemeine Meliorationsplan und das
auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Ossenheim zu Jedermanns Einsicht offen.
wendungen gegen diese Arbeiten findet statt:
Donnerstag den 28. wozu ich die Betheiligten under dem Hinweise einlade, daß die
Friedberg den 12. August 1890.
Betreffeud: Aufgefundene Leiche eines Unbekannten.
Gestern früh 5 Uhr wurde auf dem Seedammsweg die nachbeschriebene Leiche eines unbekannten Mannes aufgefunden, N Diejenigen, welche über die Person des Unbekannten Auskunft zu geben im Stande sind, werden ersucht ihre bezüglichg Die Leiche nebst den Bekleidungs und sonstigen dabei vorgefundenen Geßenständen sind vorläufig im Lelchenhal
mittels eines Revolverschusses selbst entleibt hat. Angaben der unterfertigten Stelle alsbald mitzuthellen.
des lutherischen Friedhofes dahier untergebracht und wolle man sich behufs deren Besichtigung an den Todtengräber Zimmerling wenden.
Bekanntmachung.
liegen die Arbeiten des J.
August l. Is., Vormittags von 10
indeß wegen stark vorschreitender Verwesung spätestens morgen stattfinden.
Beschreibung der Leiche:
Augenbrauen, blaue Augen, lange, schmale, geradeaus stehende Nase, außen sichtbar ist. Der Verlebte gehörte augenscheinlich dem Arbeiterstande an, würfelig gemusterter Anzug, Rock, Hose und Weste von demselben Stoffe, schwarz und weißstretfiges braun gewürfelte Binde, weißer Umlegkragen, Zugstiefel, graue baumwollene Unterhosen, graue Socken, In der rechten Hosentasche befanden sich 2 kleine eiserne Hohlschlüsselchen und eine schmale Haarbürste. Schwarzdorn mit Hirschhorngriff, worunter ein weißmetallener Ring eingela
steht zur Verfügung.
Neben der
Der Aufenthalt des Johannes Steuernagel von Rainrod ist zu ermitteln.
Steckbrief.
sie zu jagen nicht berechtigt waren,
Gegen den Mathias Jung von Girgenrod, Russensteinmacher, zuletzt in Assenheim, ist von Großh. Amtsgericht Friedberg unterm 8. August 189 wegen der Anschuldigung, daß er in Gemeinschaft mit Nikolaus Creß zu Assenheim, am 18. Juni 1890 zue gesetzlichen Schonzeit in der Gemarkung Assenheim, in welcht die Jagd dadurch ausgeübt habe, indem sie einen Hasen fingen und tödteten, Haftbefehl erlassen worden. Es wird ersuͤcht, den ze. Ju
zu verhaften, Großberzoglichem Amtsgericht Friedberg vorführen und sofort Nachricht anher gelangen zu lassen.
Personen, bezüglich deren aus Berlin, umherziehender Schirmflicker und Mustker. Friedberg den 11. August 1890.
Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Louis Stohl aus Berlin, zuletzt Dienstknecht in Dorheim, und Joseph Bernhard Jeremlaß
legung des allgemeinen Mellorationsplans von Flur J und VIII.
Abschnittes des rubre. Verfahrens, nämlich:
Protokoll über die stattgehabte Prüfung derselben
Tagfahrt zur Entgegennahme von Gi N
Nichterscheinenden mil Einwendungen ausgeschlossen sind.
ssen war und ein Taschenmesser mit 2 Klingen und Korkzieher in weißer Hornschaale.
1
bis 11 Uhr,
Der Vollzugs ⸗Commissaär: Dr. Wallau.
Homburg den 4. August 1890. ö der sich nach den gepflogenen Ermittelungge
Die Beerdigung der Leiche m Pollzeiverwaltung: J. V.: Der Beigeordnete F. Lotz. 0
35— 40 Jahre, Meter 1,70, braunes Haar, rothblonder dünner Schnurrbart, längliches Gesicht, gesunde Farbe, hohe Stirn, blog“ kleiner Mund, rundes Kinn, in der rechten oberen Zahnlade fehlen 3 Zähne nebeneinander, was h hatte starke grobknochige Statur uud starke hartschwielige Hande. Kleidung e.: Braunßg Wollenhemd, Patenthosenträger, grau mit ledernen Schlingen, grau ug weiße Manschetten mit braunen Hornknöpfen, schwarzer weicher Filzht
Leiche lagen: Ein sechsläufiger Revolver, ein Stock ii Photograß.
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Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Straßenmeister Dorn wurde von Sprendlingen nach Darmstadt versetzt.
Berlin, 13. Aug. Der Kaiser traf am 11. August früh in Berlin ein und reist am 14. Aug. Mittags nach Rußland ab. Die Zu— sammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Kaiser von Oesterreich findet, wie jetzt bestimmt ver— lautet, am 17. September im Schloß Rohnstock in Schlesien statt. Die Monarchen treffen dort— selbst an dem genannten Tage Nachmittags 3 Uhr ein. Kaiser Wilhelm wird vom Reichskanzler, General v. Caprivi und dem Grafen Waldersee, Kaiser Franz Josef von dem Grafen Kalnoky begleitet sein.— Die Kaiserin Friedrich fährt von Athen am 26. August ab und trifft nach kurzem Aufenthalt in Homburg und Berlin in London ein, woselbst die Vermählung der Prinzessin Viktoria stattfindet.
Wilhelmshaven, 11. Aug. Der Kaiser traf gestern Abend 8 Uhr im neuen Hafen ein, ging 9½ Uhr ans Land und fuhr dann mit einem Dampfboot nach der Werft, wo er den Extrazug nach Berlin bestieg.
München. Die bayerische Artillerie zählt vom 1. Oktober 1890 ab an Feldartillerie 48 Batterien(darunter 6 reitende). Im Kriegs— falle rückt also die Armee ohne Neuformation auf den ersten Befehl hin mit 288 Geschützen ins Feld. Noch im Jahre 1866 betrug das bayerische Bundeskontingent 72 Geschütze und 1870 rückte die bayerische Armee mit 192 Ge— schützen nach Frankreich.
Karlsruhe, 10. Aug. Die Kronprinzessin von Schweden ist heute mit ihren drei Söhnen von Schloß Mainau zu längerem Aufenthalt nach Schloß Heiligenberg bei Konstanz überge— siedelt. Der Kronprinz hat seine Gemahlin dort— hin begleitet und wird Morgen die Rückreise nach Schweden antreten.
Helgoland, 10. Aug. Schon vor 9 Uhr heute früh begann die Aufstellung zum Empfang des Kaisers. Auf der Landungsbrücke waren 20 Helgoländerinnen in Nationaltracht postirt, dann kamen Schulkinder, mit Blumen und Fähnchen Spalier bildend, weiter vorn das See— bataillon. Im Halbkreis um die Südseite der Insel liegt das deutsche Geschwader: acht Panzer— schiffe,„Deutschland“,„Preußen“,„Bayern“, „Baden“,„Württemberg“,„Friedrich der Große“, „Oldenburg“ und„Kaiser“, das Schulschiff „Mars und die Torpedoflotte. Um 10 Uhr 10 Min. verkünden Salutschüsse aller Panzer— schiffe die Ankunft des Kaisers, um 10 Uhr 20 Min. biegt die„Hohenzollern“, gefolgt von
der„Irene“ und Torpedos um die Südspttze. Alsdann folgte die Abnahme der Schiffsparade und die Fahrt um die Insel. Um ¼11 Uhr kam der Kaiser an. Das Seebataillon präsentirte unter Präsentirmarsch. Der Kaiser durchschritt die Landungsbrücke und nahm ein prachtvolles, die Insel darstellendes Blumenkissen aus den Händen der Helgoländerinnen entgegen. Von der Landungsstelle begab sich der Kaiser zum Festplatze auf dem Oberland an dem alten Leucht— thurm, wo der Altar errichtet war. Auf dem Festplatze waren die Marinetruppen aufgestellt und die Gemeinde versammelt. Beim Heran— nahen des Kaisers blies das am Platze statio— nirte Musikcorps der Marine-Jnfanterie Fanfare. Sobald der Kaiser erschien, begann der Gottes— dienst, dem übrigens auch sämmtliche Officiere der vor Helgoland liegenden Schiffe, so weit sie nicht ohnehin dienstlich anwesend zu sein hatten, beiwohnten. Als Geistlicher fungirte Marine-Oberpfarrer Langheld. Nach Beendig— ung des Gottesdienstes verlas Staatsminister v. Bötticher als Stellvertreter des Reichskanzlers die kaiserliche Proklamation an die Helgoländer. Sie sichert den Helgoländern die Wahrung ihrer Rechte und Schutz im Glauben und Kirche zu. Darauf trat der Kaiser vor und hielt eine An— sprache an die Truppen. Anknüpfend an den Tag von Wörth, sagte der Kaiser, heute werde wieder ein Sieg gefeiert. Helgoland solle ein Bollwerk sein, wenn es Jemandem einfallen sollte, feindlich in die Nordsee dringen zu wollen. Bei den Worten, mit welchen der Kaiser von der Insel Besitz ergreift, wurde die deutsche Flagge gehißt und die auf der Rhede ankernde Flotte gab den Salut. Bötticher brachte das Hoch auf den Kaiser aus, in das Alles einstimmte; dann wurde„Heil Dir im Siegerkranz“ gesungen. Zum Parademarsch nahmen die Truppen den Weg zwischen dem alten und dem neuen Leucht— thurm. Gegen 3 Uhr schriffte sich der Kaiser nach Wilhelmshaven ein.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Prag, 11. Aug. Der Führer der Altczechen Rieger hat den Zweck seiner Wiener Reise, nämlich die Erlangung der inneren czechischen Amtssprache, nicht erreicht. Großbritannien. London, 12. August.
Die Königin inspicirte gestern an Bord der
„Alberta“ das auf der Rhede von Cowes an-[ Walker wagt kaum mehr, die Matrosen aus gekommene österreichische Evolutionsgeschwader.] Land zu lassen. Zwei Drittel der Bemannung
Erzherzog Stephan und die Officiere des Ge- schwaders folgten einer Einladung nach Schloß Osborne, woselbst ein Festmahl stattfand. f
— Zum Gouverneur von Gibraltar wurd General Smith ernannt; an dessen Stelle till der Herzog von Connaught als Gouverneur des Militärbezirks von Portsmouth.
Chatham, 11. Aug. In der Kaserne des Traincorps wurde gestern durch unzufrieden Soldaten eine Anzahl Pferdegeschirre und Sattel zeug vernichtet. Die Mannschaft beklagt sich über den Sonntagsdienst. Infolge einer in den vorigen Woche bei dem Corps vorgefallenen Meuterei wurden zwei Anterofsiciere entlasse und einer verhaftet. Die Truppen wurden consignirt.
Cardiff, 12. Aug. Die Eisenbahndirectionte lehnten nach längerer Berathung die ermäßigten Forderungen der Streikenden ab. Die letzteren beschlossen, keine weiteren Zugeständnisse zu machen.
Spanien. Madrid, 11. Aug. Die Arme des Sultans von Marokko wurde von den Re bellen geschlagen; letztere massakrirten über 100 Gefangene und folterten und enthaupteten einen Sohn des Sultans. Wie unterm 9. d. M. gemeldet wird, haben sich feindliche Stamm,,
12,000 Mann stark, eine Meile von Melillln
gelagert und an den spanischen Gouverneur Boten mit der Erklärung gesandt, wenn die als Geiseln festgehaltenen Mauren nicht sofort in Freihel gesetzt würden, so würden sie Melilla stürmem und zerstören.
Italien. Rom, 11. Aug. Infolge der Wahl Antonelli's veranstalteten die Gegnez desselben eine irredentistische Kundgebung. Ein große Menschenmenge drang gegen die Wohnung des österreichischen Botschafters vor, wurde jedoch von zwei Kompagnien Soldaten mit dem Bu jonett zurückgetrieben. 40 Tumultuanten wurden verhaftet. 1
Rumänien. Bukarest. Die Abreise d Königs Karl von Rumänien nach dem Auslans soll am 13. August erfolgen. Der König beah sichtigt einen Monat seiner Erholung zu widmen
Bulgarien. Sofia, 12. Aug. Die Ministe⸗ reisten heute nach Widdin, um den Prinzen 56 dinand zu empfangen, der morgen dort eintrff und übermorgen den Jahrestag seines Regier ungsantritts feiert.
Amerika. Newyork, 9. Aug. Seit de Ankunft des Vereinigten Staaten⸗Geschwader! in Newyork sind 230 Seeleute desertirt. Admira
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der amerikanischen Flotte bestehen aus Ausländern — 10. Aug. Der Gesellschaft der Newyotk
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Central- und Hudson-River⸗Eisenbahn gelingt e
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