1) 100 Blatt Bonitirungskarten,
2) 4 Bände Besitzstandsverzeichniß,
3) 511 Gütergeschosse,
4) Zusammenstellung der Guͤtergeschosse, 5) das Protokollbuch und
6) das Verzeichniß der Obstbäume und deren Tazwerthe liegen in der Zeit vom 14. bis 28. November auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Groß-Karben
und vom 30. November bis 14. Dezember auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Klein-Karben zur Einsicht der
Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Groß u. Klein⸗Karben. Die Arbeiten des 2. Abschnittes rubr. Verfahrens nämlich:
Bekanntmachung. Betheiligten offen.
in dem Rathhause zu Mittwoch den 1 in dem Rathhause zu dem Hinweise einlade ausgeschlossen sind.
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Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten findet statt: 5 Montag den 15. Dezember l. Js., Vormittags von 10—11 Uhr,
Groß⸗Karben und
7. Dezember l. Is., Vormittags von 10— 11 Uhr, Klein-Karben, wozu ich die Betheiligten unter „daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen
Friedberg den 8. November 1890.
Der Vollzugs-Commissär: Dr. Wallau.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 10. Nov. Staatsminister Finger hat sich nach Berlin begeben, um an den Arbeiten des Bundesrathes theilzunehmen,
— Zum Vorstand der Baubehörde für Nebenbahnen in Starkenburg ist der Eisenbahnbaumeister Stahl in Darmstadt, für Oberhessen der Ingenieur Graff in Gießen und für Rheinhessen der Ingenteur Kling in Mainz be— stellt worden, der Schaffner bei den Oberhessischen Eisen⸗ bahnen Biedenkapp wurde zum Zugführer und der Bremser Doll zum Schaffner ernannt.
— Militärdienstnachrichten. Fr. v. Rolshausen, Major vom 1. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 115, wurde zum Comm. des Hannov. Jäger Bats. Nr. 10, Fr. v. Kirchbach, Major von dems. Regt., zum Bats.⸗Comm. ernannt; v. Briesen, Hauptm. von dems. Regt., zum überzähl. Major befördert.
Berlin, 10. Nov. Der Reichskanzler v. Caprivi traf heute Nachmittag in Berlin wieder ein.
— Den„Berl. Pol. Nachr.“ zufolge sind im Reichshaushaltsetat pro 1891/92 die Ein— nahmen aus Steuern um 45 600000 M. höher veranschlagt, als im laufenden Jahre und zwar bei Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchs— steuern um 41400000 M., bei den Reichs stempelabgaben um 4200000 M. hoher; von den Reichsstempelabgaben entfallen auf den Spiel— kartenstempel 1200000 M., auf die Wechsel— stempelsteuer 6700000 M., auf die Stempel von Actien, Renten und Schuldverschreibungen 7300000 M., von Kauf- und sonstigen Anschaf— fungsgeschäften 11500 000 M., auf Stempel von Lotterien 7300000 M., auf statistische Gebühren 600000 M. An Ueberweisungen an die Bundesstaaten sind vorgesehen 331400 000 M., also 32800000 M. mehr als im laufen— den Jahre und zwar ergeben hierbei die Zölle, die Tabaksteuern und die Reichs stempelab gaben 33 200000 M. mehr, die Branntweinsteuer 400 000 M. weniger. Die Ueberweisungen reichen trotz ihres Mehrbetrages gleichwohl nicht zur Deckung derjenigen 37 Millionen Matriku— larumlagen aus, um welche der nächstjährige Bedarf sich gegen den Hauptetat des laufenden Jahres erhöht.
— Der Präsident des Reichstages benach— richtigte die Mitglieder, daß er beabsichtige, den Reichstag womöglich in der Zeit vom 25. zum 27. November, spätestens jedoch am 2. December zusammentreten zu lassen.
— Der heute durch den Unterstaatssecretär Marcard eröffneten Sitzung des Landesbkono— miecollegiums lag ein Antrag des Landesdirectors Hammerstein⸗Hannover vor, dem Landwirth— schaftsminister zu erklären, daß die gegenwär— tige Lage der Landwirthfchaft eine erhebliche Ermäßigung der Getreidezölle nicht gestatte, noch weniger irgendwelche Ermäßigung der ohne— hin niedrigen Viehzölle; ebenso würde die Auf— hebung der veterinärpolizeilichen Grenzmaßre— geln gegenüber Oesterreich Ungarn und Rußland eine Schädigung des Viehstandes zur Folge haben und ein Wiedergewinnen der Viehaus— fuhr nach England und Frankreich unmöglich machen.
Kassel. Der Provinzial-Landtag hat die nassauische Städteordnung angenommen. Eine Petition betr. das Bahnproject Frankfurt-Ober⸗ hessen wurde dem Provinzial-Ausschuß überwiesen.
Altona, 10. Nov. Gestern Abend fand ein blutiger Kampf zwischen hiesigen streikenden und fremden hier beschäftigten Glas arbeitern im Stadtbezirk Ottensen auf dem Hofe der dorti— gen vereinigten Glashütten statt. Drei der
Haupträdelsführer wurden verhaftet. München. Im hiesigen Kolonialverein be—
zeichnete Gravenreuth das Uebergreifen in das zukunftreiche afrikanische Seengebiet als für die Kolonialpolitik unerläßlich. Emin errichte be— reits eine deutsche Station am Viktoria-Nyanza, wohin im Juni auf den Köpfen von 6000 ein— geborenen Trägern der erste deutsche Dampfer gebracht werde.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 11. Nov. Heute beginnen hier die Conferenzen der öster— reichischen Bischöfe, welchen auch der Fürstbischof von Breslau Dr. Kopp beiwohnt. Es handelt sich hauptsächlich um die Schulfrage; aber auch die übrigen Fragen der inneren Politik, vielleicht auch die kommenden Reichsrathswahlen sollen in den Bereich der Berathungen gezogen werden.
Schweiz. Bern. Bei der Wahl des Großen Rathes in Genf wurden 51 Liberal Conservative, 44 Radikal⸗Liberale, 4 Dissidenten und 1 Un⸗ abhängiger gewählt.
Belgien. Brüssel, 10. Nov. Die Regie⸗ rung wird wegen in der gestrigen Pariser Volks— versammlung durch den Deputirten Hubbard und den Gemeinderath Chanviere geäußerten Beschimpfungen König Leopolds in Paris Vor— stellungen machen.
Frankreich. Paris, 10. Nov. Boulan⸗ ger ist von Jersey nach London abgereist.
— 11. Nov. Die Kammer genehmigte heute das Budget des Ministeriums des Innern. Die mit Prüfung der Viehzölle betraute Zollsubcom— mission nahm an Stelle des von der Regierung beantragten Stückzolls den Gewichtszoll an und setzte den Zoll für Rindvieh auf 10, Kälber 12, Schafe 15½ Francs per 100 Kilo fest.
Italien. Rom. Der„Fanfulla“ zufolge liefen beim Vatican aus der Diöcese Breslau zahlreiche Proteste gegen die Thaͤtigkeit des Fürst— bischofs Dr. Kopp ein.
— 10. Nov. Ein heute hier abgehaltener Arbeitercongreß beschloß, sich bei der nächsten politischen Wahlen nicht zu betheiligen. ö
Mailand. Nach Mittheilungen des Blattes „Il Sole“ wurden von Crispi und Caprivi auch wirthschaftliche Fragen besprochen. Bei Erneuerung des Zolltarifs sollen dem italieni— schen Wein und anderen Bodenprodukten Er— leichterungen zugestanden werden.
Spanien. Madrid, 10. Nov. Sagasta, welcher sich gegenwärtig auf einer politischen Rundreise befindet, ist heute in Barcelona ein- getroffen und wurde mit großer Begeisterung empfangen.
Portugal. Lissabon. Nach einer hier ein⸗ getroffenen Nachricht verließ das Packetboot „Bresil“ Rio de Janeiro mit dem von den Portugiesen in Brasilien gebildeten aus 200 Mann bestehenden Bataillon. Letzteres ist als Freiwilligencorps zur Verstärkung der Truppen in Ostafrika bestimmt.
Afrika. Sansibar, 11. Nov. Baron v. Soden ist hier eingetroffen und tritt alsbald eine Inspektonsreise längs der deutschen Küste an.
Aus Stadt und Land.
a. Friedberg. Gensdarmerie und Polizei seien hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß fast jeden Abend zwischen 6 und 7 Uhr ein Hundefuhrwerk den Nauheimer Wiesenweg nach Nauheim zu fährt. Bei der zu dieser Zeit herrschenden Dunkelheit ist es unmög⸗ lich, den Führer des Wagens zu erkennen, sonst wäre derselbe schon längst zur Anzeige gebracht. Das Fuhr— werk ist mit 2 Hunden bespannt, einem grauen und einem gelblichen, führt keine Laterne und zu allem Ueber— fluß sitzt der Führer auf dem Wagen, fühlt sich auch durch⸗
aus nicht veranlaßt auf Zurufen abzusteigen und seine Hunde zu führen; des Weges Kommende müssen eben sehen, nach welcher Seite sie ausweichen, resp. 1 die Wlese flüchten muͤssen, da die Hunde bald recht bald links drängen. Ferner möchte Einsender darauf aufmerksam machen, daß viele Fuhrwerke die Dorhel⸗
schriebene Laterne fahren. Ein öfteres Begehen der Chaussee durch einen Gensdarmen dürfte diesem Uebel⸗ stand wohl abhelfen.
2 Friedberg. Am letzten Montag Abend fand in dem bis auf den letzten Platz besetzten großen Saale des„Saalbaus“ unsere diesjährige Luther Feier statt, die einen glänzenden Verlauf nahm. Nach einer begei⸗ sterten und mit lautem Beifall aufgenommenen Begrü— ßungs-Ansprache Schulrath Schmidt's trug Reecitator Hemp von Limburg a. L. das Herrig'sche Luther-⸗Fest⸗ splel in meisterhafter Weise und ganz frei vor. Beglei⸗
an den geeigneten Stellen Musiklehrer Schmidt mit dem Seminaristen⸗Chor in dankenswerthester Wetse zum Vor⸗ trag brachte. Das Schlußwort sprach Professor Weiffen⸗ bach. Seine warme Danksagung an Hemp, seine Mah⸗ nungen zum Festhalten am Luther-Sinn und sein Vor— schlag, ein Dankes⸗Scherflein für dle erste deutsch⸗evan⸗ gelische Kirche in Rom darzubringen, fanden freundliche Aufnahme bei der Versammlung. Das Ergebniß der Sammlung war: 38 M. 14 Pf. Die Feier dauerte etwas über 2 Stunden und hat allgemeine Befriedigung hervorgerufen; an dieselbe schloß sich noch ein geselliges Zusammensein an. Wir hoffen, daß die Lutherfeter, die nun schon zum 3. Male so herrlich begangen worden ist, sich als feste Sitte in unserer Stadt einbürgern und behaupten wird.
2 Friedberg.
Am nächsten Sonntag den 16. No⸗ vember wird Pfarrer Wagner von Darmstadt, Reise⸗ prediger der Innern Misston für Hessen, der mehrere Jahre eifrig und erfolgreich in London gearbeitet hat, hier in der Burgkirche predigen. Am Montag den 17. November gedenkt er, worauf hier einstweilen aufmerk⸗ (sam gemacht sei, im Rathhaus⸗Saal um 8 Uhr Abends einen Vortrag über evang. Arbeitervereine zu halten. Da diese Vereine eben allerorten in Deutschland entstehen, und kürzlich ein solcher auch in unserem Lande, in Darmstadt, sich gebildet hat, so wird dieses interessante Thema gewiß viele Zuhörer zu diesen vom hiesigen„Ev. Verein“ nach mehrmaligem früheren Vorgange veranlaß⸗ ten Vortrage herbeiführen; und es wird sicher auch diese neue Gabe mit Dank aufgenommen werden.
W. Friedberg. Um die 100jährige Wiederkehr des Geburtstages von Diesterweg, der in ganz Deutsch⸗ land in Lehrerkreisen festlich begangen worden, in unserer „Erziehungsstadt“ nicht vollständig vorübergehen zu lassen, veranlaßte der Volksbildungsvereln dahter Reallehrer Kost, denselben in geeigneter Weise bei Eröffnung der diesjäh⸗ rigen Vortragsreihe zu feiern. seinem Vortrage aus, daß das Andenken eines solchen Mannes am besten geehrt würde, wenn jeder an seinem Platze dessen Hauptforderungen zu erfüllen bestrebt sei, Die Grundlage aller Zucht aber bilde die Erziehung zum Gehorsam, zur Unterordnung unter ein Gesetz, welcher Art es auch sei. Anknüpfend hieran zeigte Redner, wie in Anlehnung ans kindliche Spiel durch Gewöhnung allmählich der mechanische, dann der Gehor— sam aus Einsicht und schließlich der Gehorsam aus Liebe sich entwickeln soll. Damit aber auch das„abschre— ckende Beispiel“ zu seinem Rechte kommt, theilte Redner zum Schlusse seines mit ungetheilter Aufmerksa mkeit und lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrags einige Proben aus Salzmanns„Krebsbüchlein oder Anwelsung zu einer un vernünftigen Erziehung der Kinder“ mit, die den tiefen Ernst der voraufgehenden Ausführungen in ange— nehmer Weise milderte.
r. Bad Nauheim. Der Kur⸗ und Verschönerungs⸗ verein hier hatte an die Königl. Eisenbahn⸗Direktlon Hanno ver folgende Ein gaben gerichtet: 1) Da nunmehr der Centralbahnhof in Frankfurt vollendet ist, könnte nicht durch eine Späterverlegung des letzten nach Frankfurt abgehenden Zuges, welcher 8 Uhr 47 Min. Abends dahler eintrifft, oder durch Einlegung eines etwa um 10 Uhr Abends von Gießen nach Frankfurt gehenden Zuges, dem Localverkehr nach Süden mehr Rechnung getragen werden, da der nächstfolgende nach Frankfurt gehende Zug erst um 3 Uhr 22 Min. Nachts(also nach einem Zeitabschnitt von über 6 Stunden) wieder dahter eintrifft und aller Personenverkehr nach Süden während dieser langen Zeit vollständig abgeschnitten ist; 2) die Frequenz unseres Bades ist in den letzten Jahren mehr als um das Doppelte gestiegen und immer mehr wird der hiesige Platz als Zlelpunkt für Ausflüge, besonders an Sonntogen benutzt, sowie von Angehörigen der sich dahier aufhaltenden Kurgäste besucht. Wäre es nicht
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