Ausgabe 
12.6.1890
 
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1390.

Donnerstag den 12. Juni.

2 68.

Oberhessscher Anzeiger.

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0 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 3 und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

knoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben),

aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.

2872

In Gemaäßheit der Instruction vom 30.

Friedberg den 10. Juni 1890.

e Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Friedberg den 9. Juni 1890.

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eisters Häuser festgestellt worden. Friedberg den 10. Juni 1890.

Hrundstücke statt. kigenthümer unterschrieben sein.

Friedberg den 9. Juni 1890.

en Heuchelbeim, zuletzt Dienstknecht in Melbach, und

dacht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, 390 sich mit einem Aufschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen wie folgt: Hafer M. 9.45, Heu M. 3.40, Stroh M. 3.95.

letreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Ossenheim. Samstag den 14. l. Mts., Vormittags von acht bis neun Uhr, findet die Entgegennahme Die Wünsche sind schriftlich einzureichen, Ausdrücklich hervorgehoben wird, aach ein thatsaͤchliches Zusammenlegen der Grundstücke eines Besitzers bezwecken.

Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Franz Gondolf von Jobann Brötz, geb. am 6. April 1873 zu Mainz, zuletzt Dienstknecht in Weckes heim.

Amtlicher Theil.

Bekanntmachung.

August 1887 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete

Bekanntmachung.

Bekanntmachung.

Bekanntmachung.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurde: Wilhelm Heinrich Arnold von Nieder-Wöllstadt als Feldschütze.

daß die Durchschnittspreise der

müssen Flur und Nummer der zuf

nachbemerkten Artikel für den Monat Mai

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Nach Mittheilung des Königlichen Landrathamts Homburg v. d. H. ist bei dem Viehstand des Müllers G. A. Messer zu Weißkirchen

Großherzogliches Kreisamt Friedberg: Dr. Braden.

1 In der Gemeinde Hausen ist die Maul- und Klauenseuche bei einer Kuh und drei Schweinen im Gehöfte des Großherzoglichen Bürger Wir haben Gehöftsperre angeordnet.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg: Dr. Braden.

der Wünsche bezüglich der Zutheilung der neuen

ammenzulegenden Parzellen enthalten und vom daß diejenigen Wünsche in erster Linie Berücksichtigung finden können, welche

Der Vollzugs⸗Commissär:

2426 Dr. Wallau.

Astheim, ohne Gewerbe, früher zu Lich wohnhaft, Wilhelm Meub

berg aus Flensburg erlassenen Steckbrief bringe ich in Erinnerung.

Der Großherzogliche Amtsanwalt:

8 Erledigt. Die Ausschreiben gegen Charlotte Wilhelmine Heck und Georg Justus Mosebach aus Burghaun. 7 Unerledigte frühere Ausschreiben. Meinen unterm 3. Mai l. J., gegen Heinrich Herz N Friedberg den 6. Junt 1890.

Krämer.

8 Deutsches Reich E 0 Friedberg, 9. Juni. Heute Nachmittag % Uhr machten die Allerhöchsten Herr chaften eine Spazierfahrt nach der Kaisergrube zuf dem Winterstein, wobei S. Kgl. Hoh. der Yroßherzog das Viergespann selbst lenkte.

Friedberg, 10. Juni. S. Kgl. Hoh. der Jroßherzog empfingen heute den Pfarrer Schott von Rothenberg in Audienz.

Der Ordenzkanzler Generalmajor v. Herff n einer Allerhöchsten Einladung folgend heute Vormittag hier eingetroffen.

Zur Tafel waren befohlen die gegenwärtig lier thätigen Mitglieder der Militär⸗Ober⸗Ersatz⸗ Commission, nämlich: Generalmafor v. Obernitz, Oberstabsarzt Dr. Pfubl, Regierungsr. Dr. Zeller, Aittmeister Freiherr Nordeck zur Rabenau und

Bremier⸗Lieutenant Bück.

Heute Nachmittag besuchten , Gräfinnen von Solms Rödelheim die 3 lochsten Herrschaften.

riedberg, 11. Juni. S. Kgl. Hoheit der. begab sich heute früh 9 Uhr c ut Begleitung des Gr. Masors Frhrn. v. Granch t un aun bach Darmstadt, um im dortigen Residenzschloß g Vorträge und Meldungen entgegenzunehmen und ill Zudienzen zu ertheilen.

keusch 7 1 0 7 5 1 von 1 Berlin, 9. Juni. Der Kronprinz fallen traf um 8 Uhr heute früh auf dem festlich

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. geschmückten Bahnhofe in Potsdam ein. Die Kaffe 7

hrenwache der Gardefäger präsentirte, die Musik simmte die italienische Nationalhymne an. Der

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balser küßte den Kronprinzen mehrmals. Hierauf erfolgte eine herzliche Begrüßung der anwesenden

Prinzen. Nachdem der Parademarsch abgenommen und die Vorstellung des gegenseitigen Gefolges und der Spitzen der Behörden stattgefunden hatte, erfolgte die Abfahrt im vierspännigen Galawagen mit Spitzreitern nach dem Stadt⸗ schlosse. Nach kurzer Rast fuhren der Kaiser und der Kronprinz nach dem Neuen Palais, um die Kaiserin zu begrüßen. Nach Einnahme des Frühstücks stiegen der Kaiser und der Kronprinz zu Pferde und ritten zum Bornstädter Felde zur Besichtigung der Kavallerie. 10. Juni. Zu Ehren des Kronprinzen von Italien fand heute Vormittag im Lustgarten in Potsdam große Parade statt. Der Kaiser, der Kronprinz von Italien, sämmtliche königlichen Prinzen, sowie Prinz Rupprecht von Bayern waren anwesend. Es erfolgte ein zweimaliger Parademarsch; der Kaiser führte in Person das Regiment Gardes du corps vorbei. Das Gardesägerbataillon defilirte im Laufschritt. Im Marmorsaal wurde darauf das Frühstück eingenommen. Nachmittags fand eine Spazierfahrt durch die königlichen Gärten von Sanssouci und Babelsberg statt.

Der Bundesrath beschloß, das National- denkmal Kaiser Wilhelms I. auf dem Platze der bisherigen Schloßfreiheit in Gestalt eines Reiter standbildes zu errichten und uber den Denkmals Entwurf einen engeren Wettbewerb auszuschreiben.

9. Junl. Reichstag. Bei der zweiten Berathung ves Nachtragsetats werden die Ausgaben für Instand setzung der Dienstwohnung für den Reichskanzler erörte rungslos bewilligt. Goldschmidt und Dohrn erklären sich gegen die Forderung für Bekämpfung des Sklaven, handels. Nachdem Mäürbach die Forderung befürwortet, Haußmann dleselbe angegriffen, vertheldigt Staats- seeretär v. Marschall die deutsche Colontalpolstik gegen

den Vorwurf der Ziellosigkelt, anderwärts erkenne man an, daß elgentlich nur die deutsche Colonlalpollilk eine

zielbewußte sel; selbige habe die Bewunderung des Aus- landes erregt; die Bundes regterungen würden hoffentlich

in der nächsten Session das Programm der künftigen Colontalpolitik vorlegen können. Bamberger spricht noch gegen, Seipio für die Forderungen. Dem Reichs- tag ging der zweite Nachtragsetat für die Erhöhungen der Bezüge der Offieiere und Reichsbeamten zu in Höhe von 19,924,082 Mark, mit 4 Anlagen und erläuternden Denkschriften; darin wird hervorgehoben, die Vorlage sehe nicht eine einmalige, sondern bereits eine dauernde Erhöh⸗ ung vor. Ebenso ging dem Reichstage der Niederlassungs⸗ vertrag zwischen Deutschland und der Schweiz zu. In der Gewerbeordnungs Commission wurde bei der Be⸗ rathung über§ 1059(Ausdehnung der Sonntagsruhe auf andere Gewerbe durch kaiserliche Verordnung) seitens der Regierung auf eine bezügliche Anfrage die Erklärung abgegeben, daß die Landwirthschaft, auch wenn sie mit Maschinen betrieben würde, nicht unter das Gesetz falle, wohl aber die landwirthschaftlichen Nebenbetriebe. Der Paragraph wird mit dem Zusatz, daß die erlassenen Ver ordnungen dem Reichstage zur Kenntnißnabhme vorzu⸗ legen sind, nach der Vorlage angenommen; ebenso§ 105h. Die Berathungen über die Sonntagsruhe sind hiermit beendet. DasBerliner Tageblatt will wissen, im Centrum werde allen Ernstes von einer Ablehnung der Militärvorlage gesprochen. 10. Juni. Das bisherige Präsidium wird auf Vorschlag Windthorst's durch Acelamation für die Dauer der Session bestäligt. Richter begründet seine Interpellation über die Paßvorschriften für Elsatz Lothringen. Der Reichskanzler erwledert, er befinde sich bei dieser Frage im vollkommenen Einver⸗ ständniß mit dem Statthalter der Reichslande. Die Menge der Hochverratheproeesse habe die Maßregel noth wendig gemacht, vor allen Dingen aber das militärtische Interesse. Die Maßregeln bezweckten außerdem, die Ver- dindung der Elsässer mit Frankreich zu erschweren und so die Germanisirung zu beschleunigen. Die Frage, ob die Paßmaßregeln mit dem Frankfurter Frieden vereinbar, habe das Reichs justizamt bejaht. Eine weitere, die Aufenthalts- beschränkungen betreffende Verfügung wurde aufgehoben, um den Anschein zu vermeiden, als ob Deutschland illoval gegen Frankreich vorgehe. Eine vollständige Aufhebung der Paßmaßregeln halte er zur Zeit und noch auf lange binaus für unmöglich. Die Erfahrung lehrte, daß man mit Prä- venttomaßregeln weiter komme als mit Represstonen.

Das Centralcomite der freisinnigen Partei faßte einstimmig folgenden Beschluß: Die Mit⸗

glieder des Dreizehner-Ausschusses versuchen eine

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