Ausgabe 
9.12.1890
 
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Menu Darmstadt. Der Reallehrer Hauf in Groß, Umstadt 56. Dez. Nach einer Mittheilung des Usa, dem Badehause IV gegenüber, veranschlagt zu

8 Lehrer an dem Gymnasium zu BensheimB. T. hat der Bundesrath gestern einstimmig 165 177 r 1005 1 die Usa am

aubhast ernannt. 55 9 0veranschlagt zu 900 Neubau von Wegen

en 1 Berlin. In seiner Eröffnungsrede der Schulenquete 5 17. Antrag auf Aufhebung veranschlagt zu 18000 M. i 92

warben] sagte der Katser u. A.Ich habe Mir zuerst ausgebeten, der Viehsperre gegen Oesterreich mit einer kleinen. Bad Nauhelm. Der Vorsitzende des Kurvereins

n Johr ein paar Worte mit Ihnen zu reden, weil Mir daran Aenderung angenommen. hat in einer weiteren Eingabe nochmals auf den starken

liegt, daß die Herren von vornherein wissen, wie Ich über die Sache denke. Ich wurde Mich sehr gefreut haben, wenn wir diese Prüfungen, diese Verhandlungen nicht mit einem französischen WortSchulenquete, sondern mit dem deutschen WortSchulfrage benannt hätten.Wenn die Schule das gethan hätte, was von ihr zu verlangen ist, so hätte sie von vornherein selber das Gefecht gegen die Soetaldemoktattie übernehmen muͤssen. Die Lehrereollegten hätten alle miteinander die Sache fest ergreifen und die heranwachsende Generation so instrulren müssen, doß diejenigen jungen Leute, die mit Meir etwa gleichalterig sind, also von etwa 30 Jahren, von selbst bereits das Material bilden würden, mit dem Ich im Staate arbeiten könnte, um der Bewegung schneller Herr zu werden. Das ist aber nicht der Fall gewesen. Seit dem Jahre 1870 hätten die Philologen als beati posidentes im Gymnasium gesessen und haupt sächlich auf den Lernstoff, auf das Lernen und Wissen den Nachdruck gelegt aber nicht auf die Bildung des Charakters und die Bedürfnisse des jetzigen Lebens. Es

sei weniger Nachdruck auf das Können wie auf das

Kennnen gelegt worden; das zeige sich auch bei den An forderungen, die in den Examina gestellt würden. Wenn man sich mit einem der betreffenden Herren darüber un terhalte und ihm klar zu machen versuche, daß der junge Mensch doch einigermaßen praktisch für das Leben und seine Fragen vorgebildet werden solle, dann werde immer gesagt, das sei nicht Aufgabe der Schule, Haupt sache sel die Gymnastik des Geistes, und wenn diese OGymnastik des Geistes ordentlich getrieben würde, so wäre der junge Mann im Stande mit dieser Gymnastik alles für's Leben Nothwendige zu leisten. Der Kaiser glaube, daß nach diesem Stanppunkt nicht mehr verfah ren werden könne. Wer selber auf dem Gymnasium ge⸗ wesen sei und hinter die Coulissen geseben habe, der wisse, wo es da fehle. Da fehle es vor Allem an der na tionalen Basis. Man müsse als Grundlage für das Gymnasium das Deutsche nehmen; man solle nattonale junge Deutsche erziehen und nicht junge Griechen und Römer. Wenn er die Beschaftigung unserer jungen

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e t Leute bedenke, so sei absolut nothwendig, daß man mit

4388 der Anzahl der Stunden heruntergehe. Nun aber handele

es sich darum: wie kann man den Wünschen in Bezug

Len, zun auf klassische Bildung und in Bezug auf Realbildung igsmittel Rund in Bezug auf dle Berechtigung zum Einjährigfret

a willigen Dienst am besten beikommen? Es müßten be⸗

stehen: klassische Gymnasien mit klassischer Bildung, eine

tillen, zweite Gattung Schulen mit Realbildung, aber keine

ersche Realgymnasien. Die Realgymnasien seien eine Halbheit,

man erreiche mit ihnen nur Halbheit der Bildung. Um den Ballast von Schülern zu mindern, die nur die Be rechtigung zum einjährigen Heeres dienst erlangen wollen

georg. empfehle es sich, an Gymnasien da, wo ein Schüler 5 die Schule mit der Berechtigung zum einjährigen Dienst zum verlassen will, ein Examen einzuschieben, für Realschüler ) aber die Berechtigung zum einjährigen Dienste von der Saalbau Erlangung des Abgangszeugnisses abhängig zu machen. Die grammatikalischen Prüfungen seien nicht mit der 1 für Abiturtentenprüfung zu verbinden, sondern eine oder

zwei Klassen tiefer zu legen und daran die Prüfung der Einjährig⸗Freiweilligen anzuknüpfen. Nur durch eine Verminderung der Schülerzahl in den einzelnen Klassen könne das Moment der Erztehung und Charakterbildung wieder zur Geltung kommen; auch dürften nicht zu junge Leute Unterricht ertheilen; ihr Charakter bedürfe häufig selbst noch der Ausbildung. Das Schlagwort Hinzpeter's: Wer erziehen wolle, müsse selbst erzogen sein, treffe bei dem jetzigen Lehrerpersonal nicht durch⸗

weg zu. Die erztehliche Thätigkeit des Lehrers sei die 5 4 Houptsache; es gelte, die jungen Leute für das prak serstraßt tische Leben vorzubilden. Unter Anfüh rung statistischer Ziffern über die Schülerzahl, die Zahl der wöchentlichen Lehrstunden, die Schulkrankheiten, die Zahl der Kurz sichtigen ꝛce. betonte der Kaiser schließlich nochmals die Hygiene Frage. So gehe es nicht weiter. Männer dürften 1 die Welt nicht durch Brillen ansehen, sondern mit eigenen Augen, um am Vaterlande und dessen Einrichtungen Ge

fallen zu finden. 5. Dez. In der heutigen Sitzung der Schulenquete führte Geh. Rath de la Croix den Vorsitz. chiller(Gießen) begründete seine dahlngehende Ansicht,

nur zwel Schularten zu belassen: das reformierte Gymna sium und die latelnlose Realschule resp. Oberrealschule. ßür den Uebergang sei die Verbindung des Realgymna fums mit dem Gymnasium mit faeultativem Englisch öder Griechisch von Untertertia ab empfehlenswerth. Schlee(Altona) empfiehlt einen gemeinsamen Unterbau

uf Grund der französischen Sprache. Geh. Rath schränken. Der Minister sel genelgt, bet Aufstellung der

N N 1 1 eee, bandwirehschaft erörterte sodann die Stellung des Gym

5. Dez. Auf der heutigen Tagesordnung des Reichstags stand zunächst die erste Lesung des Gesetzentwurfes betreffend den Schutz der Gebrauchsmuster. Der Entwurf wurde an die PatentgesetzCommission überwiesen. Sodann er folgte die erste Lesung der Abänderungen des Krankenkassen-Gesetzes. Staatssecretär von Böt ticher befürwortet die Vorlage, welche nur die Ausführungen des Gesetzes erleichtern soll. Dez. Dem Reichstage gingen drei Weißbücher zu. Das erste enthält die maßge benden Abmachungen für die Regelung der Ver hältnisse in Ostafrika nebst einer Denkschrift, das zweite 32 Aktenstücke über die Ermordung der Deutschen in Witu vom 23. September bis 2. November, das dritte eine anderweite Samm lung ostafrikanischer Aktenstücke. Das Weißbuch über den Aufstand in Ostafrika enthält einen Bericht des Lieutenants Schmidt an den Reichs kanzler, worin Emin Paschas Action in Tabora mitgetheilt wird. Emin schlage nicht gerade die Besetzung Taboras, sondern der Stunden vom arabischen Hauptquartier entfernten früheren Missionsstation Kiszalla-Palla vor, die sich trefflichst eigne. Jedoch wurde die Besetzung augenblicklich nicht vollzogen, auch Emins For derungen um Verstärkung und gewünschte Mu nition sind nicht erfüllt. Die beiden anderen Weißbücher enthalten im Wesentlichen bereits Bekanntes.

5. Dez. Im Abgeordnetenhaus fand die Berathung des Volksschulgesetzes statt.

6. Dez. Abgeordnetenhaus. Bei der fortgesetzvten Berathung des Volksschulgesetzes wurde der Entwurf nach füufstündiger Debatte an eine 28gliedrige Commisstion verwiesen. Abg. Windthorst hatte das Gesetz als unannehmbar erklart, weil es die Unterdrückung der katholischen Kirche beabsichtige und die Verfassung verletze. Der Cultusminister wies den Vorwurf zurück, daß die Vorlage der Verfassung zuwider sei; ebenso wenig bestehe die Tendenz, irgendwie in geistliche Rechte der Kirche einzugreifen. Der Cultusminister schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß die Vorlage, wenn nicht in dieser, so doch in einer späteren Session Gesetz werden werde.

Der Centralverein für Handels Geographie

nahm einstimmig eine Resolution an, dahin gehend, daß der deutsch australische Handel ge nügend entwickelt sei für die Schaffung einer Deutsch⸗australischen Bank. Die Begründung derselben liege im Interesse Deutschlands sowohl wie Australiens und die Aufbringung der erfor derlichen Kapitalien sei die Aufgabe beider. Halle. Die Direction des landwirthschaft lichen Centralvereins richtete betreffs der Zucker steuervorlage eine directe Eingabe an den Kaiser, worin dieser gebeten wird, aus volkswirthschaft lichen und socialpolitischen Gründen die Vorlage zurückziehen oder in wesentlich anderer, die Fort (zistenz der Industrie ermöglichender Fassung vorlegen zu lassen. Lugemburg. Die Kammer ist für Dienstag, den 9. d. Mts., einberufen worden, um den Eid des Großherzogs entgegen zu nehmen. Der Großherzog traf am 5. Dezember hier ein.

Aus Stadt und Land.

r. Bad Nauhelm Dle Unterhaltungskosten für den Park und die Anlagen sind im Staatsbudget pro 189 ½/4 mit 18000 M. pro Jahr, 4000 M. mehr wie in dem Staatsbudget pro 1888/91, in Rechnung gebracht. Für besondere Herstellungen daselbst sind u. a. in Aussicht ge nommen: Gründliche Herstellung der Wege im Park, ver anschlagt zu 6900 We; Umbau und Verlegung des offenen

0 Stander bemerkt, die Regterungscommissäre würden sich gs!uf thatsächliche Berichtigungen und Erläuterungen be ehrpläne die provinzlellen Verhältnisse entsprechend zu

1 erücksichtigen. Der Commissaͤr des Ministertums für

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Gaal V gaslums zu den Anforderungen des Erwerbslebens, Vir

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1.

Personenverkehr im Sommer, besonders an Sonntagen, auf hiesiger Statton bel dem Abends um 8 Uhr 47 Min. von hier nach Frankfurt abgehenden letzten Zug aufmerk⸗ sam gemacht und wurde derselbe von der Eisenbahnbe⸗ hörde dieser Tage um weitere Mittheilung gebeten, auf welchen Stationen seines Erachtens ein solcher Zug würde halten müssen.

J. Nieder⸗Ros bach, 4. Dez. der gräflichen Jagd mit einer Doublet erlegt, darunter ein starker Keiler. dieser in unserer Gegend seltenen Jagdbeute war Oekonom Weith junior von Nieder-⸗Wöllstadt.

Buß bach. Nach der vorläufigen Zusammenstellung des Ergebnisses der Volkszählung stellt sich die Einwoh⸗ nerzahl unserer Stadt auf 2748 Personen.

Mainz. Der am 11. Dezember dahter stattfindende hessische Katholikentag wird sich, nach den Anmeldungen zu urtheilen, eines überaus zahlreichen Besuches aus allen Theilen des Großherzogthums erfreuen. Bis jetzt haben sich bereits 36 hessische Gemeinden angemeldet.

Babenhausen. Der orkanartige Sturm vom 2. August hat in unseren Waldungen einen weit größeren Schaden vorursacht, als man anfänglich annahm. Die zerstörten Bäume lieferten in dem Bezirke der hiesigen Oberförsteret ea. 6000 Festmeter Windfallholz und in dem benachbarten Bezirke der Oberförsterei Dudenhofen ca. 3000 Festmeter.

Gestern wurden auf te zwet Wildschweine Der glückliche Schütze

Allerlei.

Frankfurt. Nach vorläufiger Feststellnng hat die ortsanwesende Bevölkerung von Frankfurt am 1. De⸗ zember 179,666 Seelen betragen.

Witzenhausen, 3. Dez. Ein schreckliches Unglück splelte sich dieser Tage auf dem hiesigen Bahnhof ab. Ein Bahnarbeiter stürzte beim Rangiren, jedenfalls in Folge der Glätte der gefrorenen Schienen, die Maschine ging über den Unglücklichen hinweg und theilte den Koͤrper in zwei Stücke. Die Frau des Verunglückten, die das Mittagessen gebracht hatte, war Zeugin des grauenhaften Vorfalls.

Rom. König Humbert beabsichtigt, in Rom eine große Heilanstalt für alle Formen der Tuberkulose zu errichten.

Oran, 5. Dez. Ein zwischen Mecheria und Saida verkehrender Elsenbahnzug ist in 60 Centimeter hohem Schnee stecken geblieben.

Mexiko, 3. Dez. Gestern wurde hier ein Erdbeben, welches einige Minuten dauerte, verspürt. Seit Jahren hat die Stadt kein so heftiges Erdbeben erlebt. Von Schrecken ergriffen stürzten die Bewohner aus den Häusern auf die Straße.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 5. Dez. Engros-⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 4.80 6.40, Stroh pro M. 4.40 5.00, Haferstroh M. 3.40, Butter 50 Kilo M. 90-95, Eier

100 Stück M. 8 10, Kartoffeln per Malter M. 4.10 bis 4.30, Zwiebeln per Centner M. 4.006.00.

Das Reichspostamt richtet auch in diesem Jahre an das Publikum das Ersuchen, mit den Weihnachts⸗ sendungen zu beginnen, damit die Packetmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen, wodurch die Pünktlichkeit in der Be förderung leidet. Die Packete sind dauerhaft zu ver⸗ packen. Dünne Pappkasten, schwache Schachteln, Cigarren ktsten ze. sind nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Packete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Packet gesetzt werden, so empfiehlt sich die Ver⸗ wendung eines Blattes weißen Papiers, welches der ganzen Flaͤche nach fest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post- Packet⸗ adressen für Packetaufschriften nicht verwendet werden. Der Name des Bestimmungsortes muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Packet⸗ aufschtift muß sämmtliche Angaben der Begleitadresse enthalten, zutreffenden Falles also den Frankovermerk, den Nachnahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbestellung ze, damit im Falle des Verlustes der Beglettadresse das Packet auch ohne diese dem Empfänger ausgehändigt werden kann. Auf Packeten nach großeren Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Packeten nach Berlin auch der Buch stabe des Postbezirks anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebes trägt es wesentlich bei, wenn die Packete frankirt aufgellefert werden.

Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus. Entführung a. d. Serail. Gewoͤhnl. Preise.

Diensttag den Y.:

Hierauf: Im Balletsaal

Salinenkanals von dem Glashüttenwehr an bis an das

Mittwoch den 10. Geschlossen.