1 * 7 ö* b— a unn. IHoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche a auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben),
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Samstag den 83. Februar.
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1890.
Oberhessischer Anzeiger.
Pird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch N und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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us dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
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Friedberg am 6. Februar 1890.
ne Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder
Bebnisses erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Obere land— toschaftliche Behörde den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten für Gemarkung Bönstadt verordnet und den Unterzeichneten zum Vollzugs—
näßben des Artikel 16 des Gesetzes vom 28 if Samstag, den 22
mmissär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß
ig sämmtliche betheiligte Grund Eigenthümer zu der in
—
Diese Versammlung bat: 1) zu bestimmen,
Urffend: Stellvertretung des Bezirksbaugufsehers Brod in Vilbel. N Mit der Stellvertretung des erkrankten Bezirksbauaufsebers Herrn uftragt worden. Insbesondere sind demselben auch bis auf Weiteres die Raubaurevisionen übertragen.
urffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Bönstadt, II. Sache. Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grund-Eigen— mer, welche mebr als die Haͤlfte der betbeiligten Flaͤche besitzen, bei am 27. November v. J stattgehabten Abstimmung für die Feldbe— igung in der Gemarkung Bönstadt erklärt haben, und nachdem ferner
Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, dem Ralbhause zu Bönstadt stattfindenden Versammlung ein.
b wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden den, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, bath der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Masse—
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
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Bekanntmachung. grundstücken,
2) die zur
Rechtsbeständigkeit des
bringe lade ich gleich-
September 1887
oder ob die Kosten durch Vollzugs⸗Commission zu beru fenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, dessen Stellvertreter zu wählen.
Außerdem koͤnnen Wünsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. anwesende betheiligte Grund⸗Eigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht er⸗ schienenen Betheiligten verbindlich.
Kommen gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat zu 1) die Vollzugs Commission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen; zu 2) die
Brod in Vilbel ist der Bezirksbauaufeher Herr Zoͤrb II. in Friedberg
Gr. Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfniß erhoben,
Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen;
sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und
In dieser Versammlung bat jeder
und Schiedsrichter zu eruennen.
oder den Abschätzungs⸗
Friedberg den 4. Februar 1890.
Der Vollzugs-Commissär: Dr. Wallau.
Großberzogliche Obere landwirthschaftliche Behörde die Sachverstandigen
Deutsches Reich.
Darmstadt. Seitens der
·mLasten des Kurfonds
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Etrag von 350,800 Mk. zur Erbauung eines nes Badehauses Nr. V, der Beschaffung von Vöbeln und Wäsche, der Installation und der b richtung eines Reservolrs und Kesselbauses zewendet werde. Das Badehaus Nr. V selbst mit 227,200 Mk. in Anschlag gebracht, die Eschaffung der Möbel und der Waäsche mit 2,800 Mk., und, die gesammte Installation begriffen, die Errichtung eines Soolreservoirs d Kesselhauses mit 95,800 Mk. Zur Ver— nung steht ein Kurfonds von 408,950 Mk.
— Der Probator Schaffnit wurde zum Ober⸗ Uchnungsrevisor, der Landrabbiner Dr. Gold— emidt zu Hochstädten in Oldenburg zum Rabbiner Offenbach ernannt und der Gerichtsvollzieher zagel in Bingen eullassen.
— Postpersonalnachrichten. Ernannt sind die 'ostassistenten Henrich in Worms und Wolfschmidt Friedberg zu Ober⸗Postassistenten. Angestellt der Postassistent Gärtner in Grunberg. Ge⸗ arben ist der Postverwalter Bolz in Auerbach
Berlin. Eine vom„Reichsanzeiger“ ver— Fentlichte kaiserliche Cabinetsordre an den keichskanzler vom 4 Februar sagt Eingangs:
er Kaiser sei entschlossen, zur Verbesserung der ge der deusschen Arbeiter die Hand zu bieten, weit dies die Grenzen gestatten, welche seiner sirsorge durch die Nothwendigkeit gezogen berden, die deutsche Industrie auf dem Welt— larkte concurrenzfähig zu erhalten und dadurch
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re, und die Existenz der Arbeiter zu sichern, d beauftragt dann den Reichskanzler, die deulschen ertreter in Frankreich, England, Belgien und In Schwetz sollten bei den dortigen Regierungen Aitlich anfragen, ob dieselben geneigt seien, mit is in Unterhandlung zu treten behufs einer ernattonalen Verständigung über die Möglich- t, denjenigen Bedürfuissen und Wünschen der 1 better entgegen zukommen, welche in den Aus inden des letzten Jahres und anderweit zu
die Zweite Kammer das Ansinnen gerichtet erden: Die Zustimmung dazu zu ertheilen, daß in Bad-Nauheim ein schlägigen Fragen einzuladen. Eine weitere Kabi;
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Tage getreten sind. Sobald die Zustimmung
Regierung ist im Principe angenommen, ist der Reichskanzler
beauftragt, die Cabinete aller Regierungen, welche an der Arbeiterfrage gleichen Antheil nehmen, zu einer Conferenz behufs Berathung der ein—
netsordre des Kaisers an den Handelsminister besagt: der Kaiser habe bei seinem Regierungs— antritt den Eutschluß kundgegeben, die fernere Entwickelung unserer Gesetzgebung in der gleichen Richtung zu fördern wie sein Großvater, und sich die Fürsorge für den wirthschaftlich schwaͤche⸗ ren Theil des Volkes im Geiste christlicher Sitten lehre zur Aufgabe gestellt. Für die Pflege des Friedens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer setien gesetzliche Bestimmungen über die Formen in Aussicht zu nehmen, in denen die Arbeiter durch Vertreter, die ihr Vertrauen besitzen, an der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten be— theiligt und zur Wahrnehmung ihrer Juteressen bei der Verhandlung mit den Arbeitgebern und mit den Organen der Regierung befähigt werden. Zur Vorberathung der Fragen soll der Staats— rath unter dem Vorsitz des Kaisers unter Zu⸗ ziehung derjenigen sachkundigen Personen, welche der Kalser berufen werde, zusammenkreten. Die Auswahl derselben behalte sich der Kaiser eben— falls vor.
— 5 Febr. Das Abgeordnetenhaus erledigte beute die Etats der indirecten Steuern, des Ministeriums für Handel und Gewerbe und des Bureaus des Staatsministertums.
— 6. Febr. Der Kaiser empfing den Major Liebert, welcher sich mit dreimonatlichen Urlaub nach Ostafrika begtbt.
— 6. Feb. Abgeordnetenhaus. Der Antrag Broͤmel, betreffend Ermaͤßigung der Personen⸗, Gepäck- und Gütertarife wurde an eine Commission von 28 Mügliedern verwiesen. zugegangene Gesetzentwurf betr. die Erweiterung des Staalsbahnnetzes fordert rund 98 Mill. M. für den Bau von 30 Eisenbahnlinten, davon 2,750,000 M. für die Bahn von Homburg v. d. Hoͤhe nach Usingen, und 2,870,000 M. für die Bahnstrecke Langenschwalbach Zollhaus.
Der dem Hause!
München. Die vereinigten Ausschüsse der Kammer der Reichsrätbe beschlossen einstümmig, bezüglich des Centrumsantrags„auszusprechen, das placetum regium erstrecke sich nicht auf die Glaubens- und Sutenlehre“ und sei als Formel unzulässig zurückzuweisen.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, Der Kaiser reiste heute nach Pest.
Schweiz. Bern. Die Genfer Polizei bat ausfindig gemacht, daß am letzten Sonntag zwei Anarchisten in Genf eingetroffen sind, welche an der bekannten Züricher Bombenaffatre im vorigen Sommer betheiligt waren.
Luxemburg. Die Kammer beschloß mit Zustimmung der Regierung die Einführung einer Iprocentigen Couponsteuer auf sämmtliche Obli⸗ gationen außer den Staatsreuten.
Frankreich. Paris. Der Plan für die Neuberstellung der Kriegsmarine im Jahre 1891 umfaßt 10 Panzerschiffe, 11 Kreuzer, 2 Torpedo⸗ treuzer, 5 Torpedoavisos, 2 Panzerkanonenboote, einen Transportaviso und 47 Torpedoboote.
— Die Kammer lehnte die Einsetzung großer, jährlich zu ernennender parlamentarischer Com⸗ missionen mit 285 gegen 203 Stimmen ab.
Italien. Rom, 6. Febr. Kammer. In Beantwortung der Interpellationen betreffend die haͤufigen Unruhen an den Universitäten, speciell die Schließung der Universität zu Neapel, wurde von Seiten der Regierung erklärt, daß das Vorgehen der akademischen Behoͤrden in Neapel und anderwaͤrts, die nach Erschoͤpfung alle güt⸗ lichen Mittel an die oͤffentliche Macht appel⸗ lirten, vollkommen gerechtfertigt sei. Hoffentlich werde die Universität Neapel bald wieder er— oͤffnet werden koͤnnen.
Spanien. Madrid, 4. Febr. Der Herzog von Montpensier ist heute Abend in San Lucar plotzlich gestorben. Die Versuche des Hauses Orleans, die spanische Krone zu exlangen, sind mit dem Tode des Herzogs wohl dauernd abgetban.
Bulgarten. Sofia, 6 Febr. Nach einer Meldung der„Agence Balcantque“ wurde der
6. Febr.


