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Samstag den 7. Juni.
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berhessischer Anzeiger.
Bird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
. und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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ihschaftlichen Bezirks Vereins Friedberg statt, Gegenstände der Tagesordnung sind:
Friedberg den 5. Juni 1890.
Friedberg den 31. Mat 1890.
Samstag den 14. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, findet im Rathhaussaale
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Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
wozu die verehrlichen Mitglieder des Bezirks Rechnung pro 1889/90.
Voranschlag pro 1890/91. Rechenschafts-Bericht pro 1889/90. Verschiedenes.
zu Friedberg eine Generalversammlung des land⸗ Vereins hierdurch ergebenst eingeladen werden.
Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. Dr. Braden.
Person, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Charlotte Wilhelmine Heck, Ehefrau des umherziehenden Korbmachers Johannes Heck, von Astheim.
Der Großherzogliche Amts anwalt. Krämer.
Deutsches Reich Friedberg, 5. Junt. Gestern Abend fuhren . K. Hoh. der Großherzog mit den Prin— Isinnen⸗Töchtern im Wagen nach Bad— Muheim, um in dem bengalisch beleuchteten Parke promentiren.
g S. K. Hoh. der Großherzog empfingen ute Vormittag in Audienz: den Oberkammer— Frrn Frhrn. v. Schenk zu Schweinsberg, den Amtsrichter Bötticher von bier, den Direktor des
antwortung für das Scheitern der Vorlage über— nehmen. Windthorst spricht sich den Aus— führungen Stöcker's gegenüber für seinen gestrigen Antrag aus; wie könnten die Parteien ihr Votum von der Haltung des Centrums abhängig machen, welches bisher nie als der Vertreter der Katholiken Deutschlands, sondern als der Vertreter der Un— versöhnlichen angesehen worden sei! v. Cuny spricht sich für den Antrag Hobrecht und Genossen
Endeszuchthauses Marienschloß Hauptmann a. D.
aus. Porsch empfiehlt die Centrumsanträge. Schließlich werden sämmtliche Anträge zu Artikel 1 abgelehnt; Artikel 1 und 2 werden gegen die
JZornemann, den Pfarrer Draudt von Laubach. Stimmen des Centrums und der Polen ange—
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m Landtags⸗Abgeordneten Weith von Nieder— 1 Wöllstadt, den Bürgerm. Lahm von Bingenheim.
S. K. Hoh. der Großherzog, IJ. GG. . die Prinzessinnen Victoria, Prinzessin
ute Nachmittag nebst gesammtem hier anwesen— ten Gefolge nach Assenheim, einer Einladung
im zur Tafel folgend.
Friedberg, 6. Juni. u Ehren des (tbhen Geburtsfestes Ihrer. Hoheit im Prinzessin Alix fand heute Familien— el statt, zu welcher noch Oberkammerherr hr. v. Schenck zu Schweinsberg sowie Ministe— Fulrath Rode, beide von Darmstadt, zugezogen 3 Während der Tafel spielte die Bad— ö
Huheimer Curmusik unter Direktion des Kapell— eisters Machts.
Darmstadt. Der Kammerjunker Freih. Leonhardi wurde zum Kammerherrn ernannt. Berlin. Es wird gemeldet, daß der Kaiser 1 15. Juni nach Wiesbaden reisen werde,
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tährend sich die Kaiseri rselben Zeit nach lens 3 serin zu derselben Z 0 7 Die„Königsberger Hartung'sche Zeitung“ 2 llt die Nachricht von einer geplanten Zusammen— luft des Kaisers mit dem Zaren in Königsberg agegen anderen Nachrichten entschteden aufrecht. — 5. Juni. Das Befinden des Erbprinzen Meiningen ist gegen gestern unverändert. — Der Kronprinz von Italien wird bestimmt am 8. Juni hier eintreffen. 1.— 4. Juni. Abgeordnetenhaus. Die zweite ung des Sperrgeldergesetzes wird fortgesetzt. 1 töcker glaubt, daß die 16 Millionen nicht ls das Eigenthum der katholischen Kirche e eichnet werden konnten. Die Anträge der Windthorst und Bruel seien unannehm—
* Agg. 1 er. Die Vorlage gehe soweit als möglich.
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ee“ 6—. erinnern sei, daß das Centrum nicht das
nholische Volk sei; das Centrum müsse die Ver⸗
ludwig von Battenberg, und Ali begaben sich
r. Erlaucht des Grafen von Solms-Rodel-
nommen. Artikel 3 wird mit dem Antrage Hob— recht, der Rest der Vorlage in der Fassung der Regierung angenommen.
— In Abgeordnetenkreisen gilt als sicher, daß eine Anzahl Abgeordneter aus der deutsch— freisinnigen Partei ausscheiden wolle und wurde die Zahl der etwa secessionirenden Freisinnigen auf fünfzehn geschätzt.
— Die Vorlage wegen Aufbesserung der Gehälter der Reichsbeamten dürfte bereits auf die Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung des Bundesraths gesetzt und dann den zustän— digen Ausschüssen überwiesen werden. Die Vor— lage enthält auch eine Ueberraschung: es wird nicht nur, gemäß dem Reichstagsbeschluß der letzten Session, eine Besoldungserhoͤhung für die unteren und mittleren Reichsbeamten, sondern auch für einen Theil der Officiere beantragt.
— Die„Neue Freie Presse“ berichtet, der Reichskanzler v. Caprivi habe anläßlich der jungsten Interviews des Fürsten Bismarck an die deutschen Vertreter im Auslande ein Circular erlassen, die Information enthaltend, Fürst Bis⸗ marck sei der actuellen Reichspolitik vollständig entrückt, seine Aeußerungen seien die eines Privat— mannes. Die Vertreter der Regierung sollen gegebenen Falles entsprechende Auskünfte ertheilen.
— 5. Juni. Gerüchte über einen angeblichen Unfall Caprivi's, welche heute namentlich an der Börse circulirten, haben als thätsächliche Unter— lage nur, daß das Pferd des Kanzlers bei der Rückkehr von einem Spazierritt ausglitt und zu Fall kam. Weder der Reiter noch das Thier haben auch nur den geringsten Schaden erlitten. Fulda. Man meldet dem F. J., daß die Konferenz der deutschen Bischoͤfe, welche am 20. August in Fulda zusammentritt, von den Inhabern oder Vertretern von 26 deutschen Bischofsstühlen(nämlich 13 aus Preußen, 8 aus Bayern, 2 aus den Reichslanden, sowie von je einem aus Baden, Sachsen und Württemberg) besucht werden wird. Wie in wohlunterrichteten
Kreisen verlautet, wird die Konferenz sich außer!
den Fragen der neuesten kirchlichen Zeitgeschichte u. A. auch mit der Mission in Afrika und mit der socialen Frage beschäftigen. Bezüglich ersterer soll berathen werden, ob an die afrikanische Mission von St. Ottilien(in der Diözese Augs— burg) anzuknüpfen, oder daneben ein neues Institut zu gründen sei. Bezüglich der letzteren handelt es sich um die Gründung eines deutschen Missionshauses nach dem Muster des in Belgien eingerichteten Kollegiums. Bei dem größeren Umfange des Berathungspensums sieht man für diesmal einer längeren Dauer der Konferenz, als gewöhnlich, entgegen.
Saarbrücken. Diejenigen Arbeiter, welche entgegen der Warnung des Generaldirectors der Burbachhütte und der anderen Hüttenwerke sich noch fernerhin an dem„Rechtsschutzverein“ betheiligten, wurden säumtlich von den Ver⸗ waltungen entlassen.
Weimar. In nächster Zeit findet hier ein socialistischer Congreß für Thüringen statt. Auf der Tagesordnung stehen Organisations— und Agitationsfragen.
Die Berufung des hiesigen
München. Erzbischofs nach Rom gilt als bevorstehend. Ausland. Schweiz. Bern. Der neue deutsch⸗schwei⸗
che Niederlassungsvertrag tritt am 20. Juli 1890 in Wirksamkeit und bleibt bis zum 31. Dee. 1890 in Kraft. Die Auswechselung der Rati⸗ fikationsurkunde soll bis spätestens am 10. Juli in Bern stattfinden. Artikel 2 lautet wörtlich: Um die in Artikel 1 bezeichneten Rechte bean⸗ spruchen zu können, müssen die Deutschen mit einem Zeugniß ihrer Gesandtschaft versehen sein, welches besagt, daß der Inhaber die deutsche Reichsangehörigkeit besitzt und einen unbe⸗ scholtenen Leumund genießt.
— Der Nationalrath hat mit allen gegen zwei Stimmen die Einführung der Unfall- und Krankenversicherung beschlossen.
Schweden. Stockholm, 4. Juni. Der Streik der Maschinenarbeiter, Bäcker und Boͤttcher ist als beendet anzusehen. Die Streikkassen sind leer.— Die Bürgerschaft bewilligte 300,000 Kronen für die Landesausstellung im Jahre 1894.
Belgien. Brüssel. Am vorigen Samstag wurde vor dem Brüsseler Appellhofe fünf Stunden hindurch unter Ausschluß der Oeffentlichkeit über die Entwendung belgischer Staatsschriften ver— handelt. Obwohl die Verhandlungen unter Aus— schluß der Oeffentlichkeit stattgefunden haben, waren die„Etoile belge“ und die„Chronique“ durch Nieter's(des Angeklagten) Mitwirkung
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in der Lage, einen eingehenden Bericht über


