esttagen nicht zu beschaͤftigen sind, auch Gee Zollbefreiung für eine Anzahl Einfuhrartikel, Sasel nicht stattfinden darf, ferner§l namentlich für Zinn, Weißblech, Werkzeuge zum
55a, wonach an Sonn- und Festtagen der Ge— werbebetrieb im Umherziehen mit Ausnahme von künstlerischen Leistungen verboten ist. Sodann wird bei§ 105a der Compromißzusatz ange—⸗ nommen, wonach die Gewerbetreibenden Arbeiter zum Arbeiten an Sonn- und Festtagen nicht ver— pflichten können.— 2. Dec. Die Arbeiterschutz Commission nahm die weiteren Bestimmungen über die Sonntagsruhe nach den Beschlüssen der ersten Lesung an und änderte die Bestimmungen betreffend die Lohnzahlungen durch verschiedene Compromiß— anträge ab. Ebenso wurden die Bestimmungen über die Arbeitsbücher und den Besuch der Fortbildungsschulen angenommen, wobei Mi⸗ nister v. Berlepsch warm für dieselben sowie für ihren obligatorischen Besuch eintrat.
— Der„Reichsanzeiger“ meldet, die Con— ferenz über das höhere Schulwesen werde am 4. d. M. im Cultusministerium zusammentreten.
— 1. Dec. Das Abgeordnetenhaus verwies die Landgemeindeordnungsvorlage an eine 28glie— derige Commission.
— 2. Dec. Reichstag. Bei Einbringung der Helgolandvorlage kündigte Minister v. Böt ticher an, daß die Einverleibung der Insel in den preußischen Staat am 1. April 1891 er— folgen werde. Die Frage der Einrichtung eines Kriegshafens sei noch nicht entschieden. Ein An— trag auf Commissionsberathung wird abgelehnt. Die zweite Lesung im Plenum findet morgen statt.— Es geht die Nachricht durch die Blätter, daß die Reichsregierung einen militärischen Nach— tragsetat in der Höhe von 50 Millionen ein bringen werde.
Straßburg i. Els. Durch eine Verfügung des Unterstaatssecretärs ist mit Genehmigung des Reichskanzlers die Einfuhr italienischen Rind viehs in die Schlachthäuser der größeren Städte des Reichslandes gestattet.
Ausland.
Großbritanien. Dublin, 1. Dec. Eine heute stattgehabte Versammlung von der natio— nalistischen Partei angehörenden Mitgliedern der Municipalität beschloß mit 29 gegen 12 Stim men eine Resolution, in welcher erklärt wird, daß Parnell Chef der nationalistischen Partei bleiben solle. Dillon und O'Brien erließen da— gegen von Chicago aus ein Manifest, worin sie erklären, es sei unmöglich, daß Parnell ferner hin Parteichef bleibe; auch tadeln sie den feind lichen Ton des Parnell'schen Manifestes gegen Gladstone, Morley und das englische Volk.
Italien. Rom. Nach einer Meldung der „Agenzia Stefani“ hat der König ein Amnestie dekret unterzeichnet, durch welches Personen be gnadigt werden, welche wegen Preßvergehens und einiger anderen Vergehen und Uebertre— tungen, einschließlich politischer Demonstratio nen, verurtheilt waren. Das Dekret begnadigt ferner Gestellungspflichtige, die vor dem 1. Ja⸗ nuar 1851 geboren sind.
— Eine königliche Verordnung gestattet die Einfuhr gesalzener, geräucherter oder auf irgend— welche andere Weise conservirter deutscher Fleisch— waaren nach Italien, sofern dieselben mit einem . deutscher Behörden versehen ind.
Amerika. Washington, 1. Dec. In einer Botschaft an den Congreß erklärte Präsident Harrison, die Silberacte habe bisher einen wohl thätigen Einfluß auf die Geschäfte ausgeübt. Der beträchtliche Goldvorrath der Union werde den Abschluß einer internationalen Convention über den uneingeschränkten Gebrauch geprägten und ungeprägten Silbers fördern. Eine Ab änderung der Mac Kinley-Bill sei gegenwärtig unzweckmäßig, man müsse die weitere Wirkung derselben abwarten. Es sei unbewiesen, daß der Tarif Handel und Industrie der Union ungün— stig beeinflusse, eher das Gegentheil.(12)
— 2. Dec. Im Repräsentantenhause wurden mehrere Vorlagen eingebracht, um den Schatz secretär zur unbeschränkten Ausprägung von Silber zu ermächtigen. Mehrere andere Bills bezwecken
Ackerbau, Wolle und gewisse Rohstoffe, sowie Aufhebung der durch die Mac Kinley Bill ein— geführten Zollerhöhung.
Afrika. Sansibar, 1. Dec. Reichscom— missaͤr v. Wißmann ist heute hier eingetroffen. Das britische Protektorat über Witu wurde pro klamirt.
Aus Stadt und Land.
st. Friedberg. Eine vorläufige Feststellung des Ergebnisses der Volkszählung für hiesige Stadt ergibt eine Einwohnerzahl von 5364, mithin eine Zunahme der Bevölkerung gegen das Resultat der Volkszählung vom 1. Deebr. 1885 um 366 Seelen.
2 Friedberg. Die Vorbereitungen zur Wohlthä tigkeits Aufführung des hiesigen Gustav Adolf-Frauen Vereins am Sonntag den 7. December nehmen ihren ungestörten Fortgang und versprechen einen genußreichen Abend. Die Herren-, Damen- und Kinder Rollen des von Pfarrer Wagner in Darmstadt verfaßten Weihnachts spiels:„Angelikas Weihnachten, ein Kinderfestspiel in 7 Aufzügen“, werden unter der kunstverständigen und rühmlich bewährten Leitung eines Candidaten des Pre diger Seminars fleißig und gründlich geübt. Mit gleicher Unverdrossenhett und Tüchtigkeit werden von zwei hiesigen Herren die projektirten„lebenden Bilder“ vorbe reitet und auch die übrigen erforderlichen Veranstal tungen getroffen. Wenn keine störende Zwischenfälle ein treten, so dürfen wir voraussichtlich einer recht gelun genen und erfreulichen Aufführung entgegensehen. Das ausführliche Programm folgeeim Annoneentheil der nächsten Nummer des Oberh. Anz. Karten sind für Sperrsitze, Saal und Galerteplätze von Donnerstag ab bei Jean Rausch, sowie in den beiden hiesigen Buchhandlungen zu haben.
Friedberg, 2. Deebr. Gestern Abend ½8 Uhr flog ein hellglänzendes Meteor ziemlich rasch von Nord west nach Südost. Es leuchtete unter zischendem Ge räusch wechselnd in verschiedenen Farben und erhellte die ganze Gegend.
v. Friedberg. Der evangelische Arbeiter- und Handwerkerverein, von dem in einer der letzten Nummern des Anzeigers die Rede war, ist inzwischen ins Leben getreten. Derselbe zählt bereits über 30 Mitglieder und wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Sache, wenn sie einmal genügend bekannt geworden ist, täglich größeren Anklang finden wird. Der Verein sucht seine Mitglieder in allen Ständen ohne Ausnahme, möchte jedoch, wie sein Name andeutet, das Wohl der Arbeiter und Handwerker ganz besonders ins Auge fassen und auf der Grundlage christlicher und patrtottscher Gesinnung eine Vereinigung bilden, die dem Einzelnen nicht blos Schutz und Halt gegenüber irreführenden Zeitströmungen, sondern durch edle Geselligkett und geistige Förderung in mancherlei Weise bietet. Diesem Zwecke sollen vor allem die regelmäßigen Vereins abende dienen, die etwa alle 14 Tage abgehalten werden. Auch sog. Familten abende sind in Aussicht genommen Ein freundliches Vereinslocal in der Herberge zur Heimath stebt jeden Abend offen und bietet unterhaltende und belehrende Leetüre in guten Büchern und Zeitschriften. Um den Anschluß jedermann zu ermöglichen, erhebt der Verein von seinen Mitgliedern nur den geringen Monatsbeitrag von 10 Pfennig Für diejenigen, welche zum Beitritt geneigt sind, sei bemerkt, daß bet Kaufmann H. Binde wald und Uhrmacher Mayer, sowte in dem Vereinslocal Listen zur Einzeichnung offen liegen.
W. Bad Nauheim Nach der vorläufigen Zu sammenstellung des Ergebnisses der Volkszählung durch die Zählungs⸗Commission hat die Stadt Bad Nauheim nunmehr 2922 Einwohner, also eine Zunahme von 276 Seelen gegen 1855 aufzuweisen.
d. Darmstadt, 1. Dezember. Nachdem seltens des bygienischen Instituts an der Berliner Universität einem Delegirten der Großh. Regierung die Theilnahme an einigen Kursen zur Anwendung des Koch'schen Heilver fahrens zugesichert worden ist, hat sich in diesen Tagen Obermedizinalrath Dr. Neidhart zu diesem Zwecke im Auftrage des Ministeriums noch Berlin begeben Der— selbe ist zugleich beauftragt, wenn thunlich, eine Quanti— tät des neuen Impfstoffes zur eventuellen Verwendung in den öffentlichen Krankenhäusern des Großherzogthums zu erwerben.
Mainz. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am letzten Samstag in dem nahen Weisenau. Die Frau eines Fuhrknechts begab sich, um Einkäufe zu mäͤchen, von Hause weg und ließ drei Kinder im Alter von 1, 2 und 4 Jahren allein zu Hause. Bei ihrer Rückkunft fand die Frau die Kinder leblos in dem von Rauch an— gefüllten immer. Der sofort herbetgerufene Arzt konnte nur das jüngste Kind retten, die beiden anderen waren erstickt. Durch schlechten Verschluß der Ofenklappe soll das Unglück verursacht worden sein.
Mainz. Die Verlegung des ersten Batalllons des 118. Regiments nebst Stab von hier nach Worms ist gestattet worden.
Allerlei.
Berlin. Die Blätter bestätigen das Gerücht, daß der Geheime Commerzienrath Bleichröder der Spender der bereits erwähnten Million Mark ist, welche zur Er richtung einer Hetlanstalt nach Koch'schem System für tuberkuloͤse Kranke bestimmt ist. Außer der Million überwies derselbe zu diesem Zweck noch Baugründe.
1
Berlin. Professor Koch lehnte dle Dotation ab,
welche ihm reglerungsseltig angeboten wurde. lune
Berlin. Der Reichskanzler hat die Einfuhr lebender 0 Schweine aus Rußland in die öffentlichen Schlachtböͤfe 0 von Thorn, Beuthen und Myslowitz unter gewissen Be, f.
dingungen versuchsweise gestattet.—— Schweldnttz. Zur Audlenz beim Kalser ist, dem l
Vernehmen der„Schweidn. Tägl. Rundschau“ zufolge, hen, der Stellenbesitzer Rieger in Glogau befohlen. Rieger 5 1 besitzt ein Mittel gegen die Diphterltis 9 55
kessen,
Prag. Laut„Narodnt Listy“ wurden bet der Gru⸗
benkatastrophe in Brüz 87 Todte zu Tage gefördert, 68 chene Arbelter wurden gerettet. 10 0 Paris. Nach hier eingangener Meldung beschloß he ein zu dem Ende zusammengetretener Verein hervorra— A gender Persönlichkeiten der Hyerischen Inseln, dem Ge, in, Förd heimerath Dr. Koch in Berlin ein Etablissement für die Aitglledel Aufnahme und Behandlung von Tuberkulosen anzubieten d, ae resp zur Verfügung zu stellen. Tchaft den New Pork, 29. Nov. Während eines Fußball Wett- gehe
kampfes in Princetown stürzte die Tribüne mit 1500 Per⸗ Die 5
sonen ein, gegen 10% find meist tödtlich verletzt Arma dis unden.
Kehlkopf und Lunge vor Erkran- nannten
Kung zu bewahren( in rauher Jahreszeit von Vert
Pflicht aller Derer, cte ibre Gesundheit zur Erfüllung ihrer midesens Berufsobliegenheiten bedürfen. Durch Gebrauch der Faxy's oder hel Sodener Mineral-Pastillen, die auch bet schon eingetretenem bel Out! Katarrh heilsom sind, wird dieser Schutz erzielt. Erhält de einge
lich in allen Apotheken und Droguerten à 85 Pfennig nung dur pro Schachtel 4686 fund mind Verein tt
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B itte. e ö
Damit auch dieses Jahr eine Christ bee enge; scheerung für die hiesige Kleinkinder⸗.. schule stattfinden kann, wird um gütige Bei- nn zu steuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten, Aetungen Zum Empfange erklärt sich jede der Unterzeich- Iräbnten veten gern beyeit. 3 Hilda Dieffenbach. Johannette Klipstein. 9 Bertha Becker. Julie Sebastiani.
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Adele Braden. Elise Steinhäußer. 1
9 7 des
Auguste Engel. 3) Heini 7 l 8 a 10 8
Zeraelitischer Gottesdienst in Friedberg. J Ja
Sabbathfeier vom 6. Dezember. Als!
Beginn: Freitag Abend 3 Uhr 45 Min. da bestel
Samstag Morgen 8 Uhr 30 Min. Die
Samstag Nachmittag 3 Uhr 15 Min. Runden
Sabbithausgang 4 Uhr 50 Min- licht offe
(Beginn des Chanukafestes) Bad
Freitag den 12. Dezember: Neumond Thebet.
Wochengottesdienst von Sonntag den 7. Dez mber 4699 an orgens 5/7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr(Synagoge),
Während des Chanukafestes fällt der Abendgottes— Hel dienst an den Wochentagen im Gemeindezimmer aus. 0
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Bekanntmachun.
g.. tragen
Der Naube mer Weg muß wegen vorzunehmender( Ulrkunger Aufgrabungen für einige Tage gesperrt werden. lüͤcklichen Friedberg den 3. Dezember 1890. deilenden Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. us der
4694 Steinhäußer. len u.
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Bekanntmachun Der Voranschlag der Gemeinde Massenheim liegt. 2 vom 6. Dezember d. J. an d Tage lang auf Großber— Höpfung zoglicher Bürgermeisterei dabier zu Jedermanns Einsicht 0 Tant offen und können Einwendungen hiergegen in dieser Frist* krster vorgebracht werden 1 Fabi Massenheim den 30. November 1890. en ausg. Großherzogliche Bürgermeisteret Massenheim. uud ihm
Schmidt.
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Der Voranschlag fag
der Gemeinde Weckes heim für 189% liegt vom 8 1. Dezember 1890 ab 8 Tage lang auf unserem Büreau Vat offen 0 Weckesheim den 29 November 1890. ae Großherzogliche Bürgermeisteret Weckesheim. nin
V: 0 u.
4692 Hilger, Beigeordneter. Mut.
Handschuhe, Kragen, Manschetten, Cravatten, Hosenträger, Jagdwesten, Strümpfe, Socken, Halstücher, Corsetten, Corsetschoner, Unterröcke, Schürzen, Krausen, gehäkelte Kinderkleidchen, Schulterkragen, Gummiwäsche, Stroh, und Filzsohlen ꝛe empfiehlt in reichhaltigster Auswahl und nur guten Qualitäten
4513 C. F. Schleuning.
Neue türkische Zwetschen, 9
Neues Mischobst per Pfd. 40 Pf.,
Neues Tutti Frutti pr. Pfd. 52 Pf. 9
N L. Pauly, 4685 vorm. C. Th. Kranz.


