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stulen des Landes gebildeten Unterrichtscommission. Die

Die Ackerbauschule zu Friedberg ist eine Anstalt des landwirth daftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen, ihre Einrichtungen id jedoch an die Vorschriften der Großherzoglichen Staatsregierung unden, welche auch den zur inneren Leitung der Anstalt berufenen Wrsteher der Schule in Person eines Landwirthschaftslehrers bestellt. Nie Ackerbauschule ist einem aus vier Mitgliedern gebildeten Aussichts

rah(Kuratorium), unter Vorsitz des Kreisrathes des Kreises Friedberg,

erstellt. Außerdem steht die Anstalt unter der Oberaufsicht einer n Großherzoglichem Ministerium für die landwirthschaftlichen Winter Ackerbau⸗ eule zu Friedberg ist zunächst für das Bildungsbedürfniß des land urthschaftlichen Mittelstandes der Provinz Oberhessen bestimmt. Sie feine, die allgemeine Fortbildungsschule ersetzende bezw. dieselbe er⸗ genzende landwirthschaftliche Fachschule, welche ihren Schülern neben realen Fortbildung einen Begriff von den Bedingungen eines ratio⸗ nen Landwirtbschaftsbetriebes vermitteln soll. Diejenigen Schüler, welche die Anstalt regelmäßig durchmachen, sind von der allgemeinen rtbildungsschule gänzlich befreit. Der Unterricht erstreckt sich auf

* 1890

Bedesben

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eigemeine Schulfächer, Mathematik, Naturkunde, Landwirthschaft und urnen. Der Lehrplan der Friedberger Ackerbauschule ist auf 2 Winter nechnet; dieselbe hat daher 2 zusammengehörige Klassen. Zum Ein t ist bisher tadellose Führung, Bekanntschaft mit den gewöhnlichen nischen Verrichtungen der Landwirthschaft, sowie sicherer Besitz der in * Volksschule zu erwerbenden Fertigkeiten und Kenntnisse erforderlich. r den bevorstebenden Wintercursus sind folgende Einrichtungen getroffen. Lehrer ⸗Personal. Groß h. Landwirthschaftslehrer P-. Tobisch, 1. Hauptlehrer und Schulvorsteher, unterrichtet: land

wrthschaftliche und naturwissenschaftliche Fächer. Landwirthschafts⸗

Ihrer Dr. von Peter, 2. Hauptlehrer, unterrichtet: landwirth seaftliche und naturwissenschaftliche Fächer. Schulamtsaspirant dwig Felsing, 3. Hauptlehrer, unterrichtet: Volksschulfächer, Giometrie, naturwissenschaftliche Gegenstände und Turnen. Schul antsaspirant Konrad Strauch unterrichtet: Botanik und Zoo lortie. Lehrer Philipps unterrichtet: Geometrie. Geometer LI. Müller unterrichtet: Feldmessen, Nivelliren und Planzeichnen. Lehrplan. Untere Klasse. Deutsche Sprache und Schönschreiben: Aufsätze erzählenden, beschreibenden und schildernden Ihalts, in Brief- und Abhandlungsform, Leseübungen; Uebung der destschen und lateinischen Kurrentschrift, wöchentlich 5 Stunden. Rechnen: Jabegriffe; Anwendung der Sätze über Summen und Differenzen, Jddukte, Quotienten und Brüche; Theilbarkeit der Zahlen; Decimal lrche(metrisches Maß und Gewicht); Proportionen und Quadrat urzeln, wöchentlich 4 Stunden. Geometrie: Von den Linien und Vinkeln; vom Dreieck, Viereck, Vieleck und Kreis; Berechnung der Ilicheninhalte verschiedener Figuren, wöchentlich 2 Stunden. Botanik: Oundzüge der Lebre vom äußeren und inneren Bau der Pflanze, mit kuzer Berücksichtigung der niederen Gewächse. Eintheilung und Be scheibung der landwirthschaftlichen wichtigsten Pflanzenfamilien, wöchent lie 2 Stunden. Zoologie und Thieranatomie: Specielle Zoo lote mit besonderer Berücksichtigung der landw. wichtigsten Thier failien; Anatomie der Hausthiere, wöchentlich 4 Stunden. Physik: Mchanische Erscheinungen der festen, flüssigen und luftförmigen Körper; Wermelehre, wöchentlich 3 Stunden. Chemie: Allgemeine Grund läden der Chemie; die wichtigsten Elemente und anorganischen Ver

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen dafür besorgt sein, daß das nachstehend abgedruckte, etgesetzte Programm in Ihren Gemeinden moͤglichst Verbreitung findet.

WVinter⸗Kursus 1890/91 der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Provinzialvereins für Oberhessen zu Friedberg.

für den Winter ⸗Kursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1890/91 Dr. Braden.

gerliche Rechnen in seinem ganzen Umfang, wöchentlich 2 Stunden. Geometrie: Der pythagoräische Lehrsatz, Aehnlichkeit der Figuren, von den Körpern und deren Berechnung, wöchentlich 2 Stunden. Botanik: Bau und Lebensverrichtungen der Pflanzen; Krankheiten der Kulturgewächse, wöchentlich 2 Stunden. Chemie: Beendigung der anorganischen Chemie; das Wichtigste aus der organischen Chemie, wöchentlich 4 Stunden. Ackerbau: Bodenkunde; Düngerlehre; specieller Pflanzenbau einschließlich Wiesenbau, wöchentlich 7 Stunden. Obst bau: Pflanzung, Veredlung, Schnitt und Pflege des Obstbaumes; Baumschutz; Wiederherstellung verwahrloster Obstanlagen, Obsternte und nutzung; Krankheiten der Obstbäume, wöchentlich 2 Stunden. Thierzucht: Züchtungslehre; Fütterungslehre; Pferde-, Rindvleh und Schweinezucht, wöchentlich 4 Stunden. Allgemeine Wirth⸗ schafts⸗ und landw. Betriebslehre: Allgemeine Bedingungen der Produktion; Lehre vom Werth und vom Geld; Creditzeichen; Wechsel; die verschiedenen Formen der Association mit besonderer Be rücksichtigung des Genossenschaftswesens. Die Faktoren des land wirthschaftlichen Betriebes, die landwirthschaftlichen Produktionskosten, die Wirthschaftsmethoden, Feldersysteme und Fruchtfolgen, wöchentlich 4 Stunden. Buchfübrung: Anlage und Führung der Wirthschafts register und des Hauptbuches, wöchentlich 2 Stunden. Feldmessen, Nivelliren und Planzeichnen mit praktischen Uebungen, wöchent lich 2 Stunden, zusammen wöchentlich 34 Stunden. Die Unterrichts⸗ stunden liegen von 812 Uhr Vormittags und von 24 Uhr Nachmittags.

Abends von 79 Uhr mit Ausnahme des Sonntags, Samstags und jener Tage, an welchen die Schüler unter Aufsicht eines Lehrers die während des Winters von verschiedenen Fachmännern im Rath hause gehaltenen öffentlichen Vorträge besuchen werden im Schul gebaͤude unter Leitung eines Lehrers schriftliche Arbeiten angefertigt, oder die Schüler anderweitig nützlich beschäftigt. Schüler, die ihr Nachtquartier nicht in der Stadt haben, bleiben von diesen Arbeits stunden sowie vom Besuch der erwähnten Abendvorträge befreit. Der Unterricht wird durch zahlreiche und vorzügliche Lehrmittel unterstützt. Samstag Nachmittags finden in der Regel Turnübungen, Exkursionen nach nahe gelegenen Gutswirthschaften oder gewerblichen Anlagen, Feld meßübungen und dergl. statt; nur ausnahmsweise wird an demselben theoretischer Unterricht ertheilt. In und außer der Schule wird eine sorgfältige Ueberwachung der Schüler in Bezug auf Fleiß, Betragen und Wohlergehen ausgeübt. Die Schullokalitäten befinden sich im Seitenbau der Burgkaserne und werden Interessenten gern gezeigt. Wohnung und Kost erhalten die auswärtigen Schüler in angemessener Beschaffenheit und zu mäßigen Preisen in Privathäusern. Der Anstalts Vorsteher ist auch erbötig, in dieser Beziehung behülflich zu sein. Der specielle Stunden-Plan und die Schul-Ordnung werden den Schülern bei ihrem Eintritt mitgetheilt. Der Unterricht beginnt am 3. November l. J. und wird mit kurzer Unterbrechung zu Weihnachten bis gegen Ende Marz k. J. dauern. Alsdann findet eine öffentliche Prüfung statt, zu der seiner Zeit besondere Einladungen ergehen werden. Die Schüler der unteren Klasse erhalten hiernach ein vorläufiges, die der oberen ein Abgangs-Zeugniß. Um den Stand der mittleren Grundbesitzer möglichst mit den für sie anwendbaren Verfahrungsweisen des Großbesitzes vertraut zu machen, werden die Unterzeichneten be müht sein, die abgehenden Schüler, soweit es deren Verhaäͤltnisse ge statten, auf gut bewirthschafteten Großgütern unterzubringen. An

e Datel ßigungen. Das Nothwendigste aus der Mineralogie, wöchentlich[Schulgeld sind für den Besuch einer jeden Klasse 20 Mark bald nach F Stunden. Ackerbau: Grundzüge der physikalischen Geographie in dem Eintritt an die Anstaltskasse zu entrichten. Anmeldungen können Ibelligt Im er Anwendung auf die Landwirthschaft; Meliorationslehre(Boden-[bis zum 31. October l. J. schriftlich oder mündlich bei dem Aussichts 1 kbter Gin beitung), wöchentlich 5 Stunden. Thierzucht: Lehre von der rath oder dem Schulvorsteher erfolgen, auch ertheilt letzterer etwa sonst g uud siund türtheilung der Hausthiere; Rassenkunde, wöchentlich 2 Stunden. noch gewünschte Auskunft. ein betbe Fchnen: Linearzeichnen, wöchentlich 2 Stunden, zusammen wöchent Friedberg im September 1890. * 34 Stunden. Der Aussichtsrath: 1 Obere Klasse. Deutsche Sprache: Geschäftsaufsätze; Lese. Dr. Braden, Kreisrath. Schmidt, Schulrath. Dr, Wallau, Amtmann. 8 1 Schreib⸗Uebungen, wöchentlich 3 Stunden. Rechnen: Das bür Dr. Tobisch, Landwirthschaftslehrer. 271 li 1 00 Hauptversammlung des landw. Vereins von Oberhessen. ecbötde die e Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des landw. Vereins Perlsucht beim Rindvieh, sowie wegen Einführung von Schlacht . ne Oberhessen soll am Montag den 20. Oktober d. J., des Vormittags häusern und Erlasses von Schlachthausordnungen. Uhr, in Stein's Garten zu Gießen abgehalten werden. 3. Die Gründung von Viezuchtvereinen und Genossenschaften. zurn ssüt Gegenstände der Verhandlungen werden sein: Der Unterzeichnete ladet die Vereinsmitglieder sowohl, wie alle ADie Frage der Organisation des Viehversicherungswesens(vergl.] Freunde der Landwirthschaft zu dieser Versammlung hiermit ergebenst ein. ü die in Nr. 9, 10, 11, 12 und 13 der landw. Zeitschrift d. J. Laubach am 28 September 1890. abgedruckten Gutachten.) Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen. J 5 Die Fragen wegen Maßregeln zum Schutz gegen Verlust durch Friedrich, Graf zu Solms-Laubach. macht 11 ee 1 N e 4 0 5 5 empfiehlt zu den ces Blauen Vitriol Flüssigen Fruchtzucker, Verzinkte Eimer 2 let bei 3865 J. A. Windecker. bester und billigster Ersatz für Futterhonig, empfiehlt 3 5* r eee n Fris che Schellsische, 9708 W. Bernbeck. 2 neue lange Stückfässer und 1 Vitriol 12 neue Vierohmfässer 7 7 che. Frischer Kabliau 5 1 rio bat zu verkaufen Tob. Pauly, Küfer, 1. billigst bei 3768 Fr. Wagner. 3638 Heldenbergen. 4

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