Vioonnerstag den 28. Februar. M 26.
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berhessischer Anzei
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
und Freitag Abend ausgegeben.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: die einspaltige 1 15 Pf.,
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Oleßen, Tagen be Zetreffend: Die Krankenversicherung der Arbeiter.
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dem Vergnügung
Der Vorstand.
„Abends 8 ½ Uh, kal nach F, 31 da
e. Bestragspflicht dn er Prästdent.
enkeller.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
die 5 0 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Zetreffend: Die Unterdrückung des Milzbrandes; hier Ei J a reff 105 8 18850 zbrandes; hier Einsendung der Tabellen vom 2. Halbjahr 1888 und Friedberg am 25. Februar 1889.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der rubr. Tabellen noch im Rüͤckstande sind, erinnern wir an deren Vorlage binnen drei i Meidung der Zusendung eines Wartboten. Dr. Braden. Friedberg am 26. Februar 1889.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und die Vorstände der Ortskrankenkassen. Ein Arbeitgeber hat in mehreren Fällen den Zeitpunkt des Eintritts der Arbeiter in die versicherungspflichtige Beschäftigung auf später
ungegeben, als es thatsächlich der Fall gewesen war. Die zuständige Krankenkasse zeigte den Arbeitgeber bei der Staatsanwaltschaft an und die
zerichtliche Verhandlung führte zur Verurtheilung des Arbeitgebers wegen Betruges zu 14 Tagen Gefängniß und einer Geldbuße von 50 M. In der Begründung des Urtheils ist ausgeführt, daß der betreffende Arbeitgeber durch die Nichtanmeldung bezw. durch die zu spät erfolgte
Anmeldung sich und seinen Arbeitern einen Vermögensvortheil verschafft habe, auf den sie kein Recht hatten. Die Kasse hatte aber umsomehr
Anspruch auf die Beiträge, als sie die Pflicht hat, jede in ihrem Bezirk erkrankte versicherungspflichtige Person zu unterstützen. Der Angeklagte
unterdrückte die wahre Thatsache, daß er noch mehr versicherungspflichtige Personen beschäftigte, als er angab.
Schädigung der Kasse die Handlungsweise des Angeklagten bei dem Kassenf undere Hebrollen aufstellte, als er bei richtiger Meldung aufgestellt haben würde. verwerfliche Handlungsweise des Angeklagten gegenüber einer s Wir theilen Ihnen diese Entscheidung zu Ihrer Kenntnißnahme und geeigneten Falles zur Belehrung der Anmel
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Betreffend: Definitorlalprüfung der Schulamts-Aspiranten und-Aspirantinnen im Frühjahr 1889.
Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises.
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Sie wollen diejenigen Schulverwalter und Gehülfen an Ihrer Schr die in der Darmstädter Zeitung(Nr. 57, erstes Blatt vom 26. Februar d. J diese Schulvicare ihre Gesuche, wie vorgeschrieben und mit Stempelmarken versehen, spätestens bis zum 15. wenn dieselben berücksichtigt werden sollen.
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Friedberg den 29. Februar 1889.
Frledberg den 25. Februar 1889.
Sonntag den 3. März, Nachmittags 3 Uhr, hschaftlichen Bezirksvereins, Sektion Butzbach, statt.
äber die„Resultate der Obst-Ausstellung in Butzbach, Obst⸗ Anstellung eines Obstbautechnikers“.
Bekanntmachung.
Erledigungen. 1. Schellheimer, Georg, von Flörsheim; 2. Rothschild, Karl, von? zuletzt in Friedberg,
Vereins Butzbach, Der Director des landw. Bezirks-Vereins Friedberg.
Es hätte ferner neben der
ührer einen Irrthum erregt, welcher Veranlassung wurde, daß letzterer Die hohe Strafbemessung wird besonders dadurch begründet, egensreichen staatlichen Einrichtung sich vollzogen habe
depflichtigen mit. Dr. Braden.
Friedberg den 23. Februar 1889.
ile, welche sich der betreffenden Prufung unterziehen können, auf 8.) erschienene Bekanntmachung aufmerksam machen. Darnach haben
April d. Is. bei uns einzureichen, Dr. Braden.
findet im Saale des Hessischen Hofes in Butzbach eine Versammlung des Tagesordnung: Vortrag des Herrn Landwirthschaftslehrers Dr. von Peter Verwerthung und die Ziele des am 13. Januar gegrün⸗ Alle Freunde des Obstbaues sind eingeladen.
Anmeldungen zum Der Sektions-Vorsitzende: Hecch ler.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Sektion Butzbach wollen Obiges in Ihren resp. Gemeinden besonders bekannt machen mit em Anfügen, daß nicht nur die Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirks- insbesondere des Obstbaues, zur Beiwohnung eingeladen sind.
sondern auch alle Freunde der Landwirthschaft
Dr. Braden.
durch Gendarm Steinbach in Friedberg. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Fürst Alexander von Batten⸗ berg hat sich am 6. Februar zu Mentone mit Fräulein Loisinger, einer Sängerin des hiesigen Hoftheaters, vermählt und beabsichtigt sich unter dem Namen eines Grafen Hartenau im Aus— lande, wahrscheinlich in Italien, dauernd nieder— zulassen. Die Beziehungen des Fürsten zu
verden W0ũ“ heblich früheren Zeit, als vom vergangenen 8 Frühjahr. Damit wird denn auch der Roman, Exp. d. An daß im vorigen Frühjahr die Politik schonungs— 5 0 los in einen„Herzensbund“ eingegriffen habe, ereilt. mit allen daraus gegen den Reichskanzler ge⸗ zogenen Angriffen gründlich widerlegt. Die Be⸗ m., u kanntgabe der vollzogenen Vermählung verzögerte fte unn le sich einzig und allein aus dem Grunde, weil Wine* Von Seiten des Großherzogs, der seit dem Ende 1 bleses 1 des vorigen Monats in St. Petersburg weilt, shalb eg an als Chef des Hauses eine Rückäußerung auf die 6 genöß Mittheilung der Vermählung des Fürsten abge⸗ n 1659 wartet werden mußte. Was den Schritt des Ir 154
Fürsten selbst betrifft, so darf die Heirath als
ein rein aus gegenseitiger Neigung entsprungener 1
Herzensbund bezeichnet werden. Fräul. Loisinger ist eine mit allen Vorzügen des Geistes und des Herzens ausgestattete Dame und genießt eines ausgezeichneten Rufs.
Darmstadt. Der Lehrer an dem Gym— nasium zu Mainz, Professor Dr. Noirs, wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.
Berlin, 26. Febr. Der Kaiser hat nach dem„Fr. J.“ den Grafen Herbert Bismarck zum Oberst-Lieutenant, den Cultus-Minister v. Goßler und den Grafen Wilhelm Bismarck zu Majoren ernannt. Beim gestrigen Mahle beim Reichskanzler führte der Kaiser die Fürstin Bismarck zu Tische. Dem Kaiser gegenüber, zwischen den Ministern v. Goßler und v. Lucius saß Fürst Bismarck. Zur Linken des Kaisers hatte Generaloberst v. Pape, neben diesem
Minister v. Scholz seinen Platz; neben Minister v. Maybach saß Justizminister v. Schelling, dann folgten der Kriegsminister, Graf Herbert Bismarck, der Hausminister v. Wedell, General⸗ lieutenant v. Hahnke, v. Lucanus, Graf Wil⸗
helm Bismarck, zwei Flügeladjutanten und Prof.
Schweninger. Die Stimmung beim Mahle war eine sehr angeregte. Der Kaiser unterhielt sich auf das lebhafteste mit der Fürstin Bismarck und dem Kanzler und verblieb auch nach Tische bis gegen ½11 Uhr in angelegentlichstem Ge⸗ spräch mit dem Kanzler und den Ministern.
— Das Gerücht von der Verlobung des Prinzen Karl von Schweden mit der Prinzessin Victoria von Preußen, gilt, wie dem„Berliner Tageblatt“ gemeldet wird, in schwedischen Hof— kreisen als für durchaus unbegründet.
— Bei dem demnächst dem Bundesrathe zu⸗ gehenden Nachtragsetat, dessen Gesammterforder— niß ca. 22 Millionen beträgt, soll die Trennung der Obermarinebehörden in ein Obercommando und ein besonderes Marineamt für die Ver— waltung berücksichtigt sein.
— Dr. Peters gedachte heute mit seinen noch hier befindlichen Begleitern, unter denen sich auch Lieutenant v. Skorcewski, Sohn eines Herren— hausmitgliedes, als Volontär befindet, abzureisen. Auf jeden Fall soll der Versuch gemacht werden, Emin Pascha Munitiou zuzuführen, da seine Lage augenscheinlich unverändert ist.


