breitet, daß der Kriegsminister seine Entlassung gegeben hat.
Rumänien. Bukarest. Catargiu zog alle Aus weisungsbefehle des vorigen Kabinets gegen russische Unterthanen zurück. Diese Maßregel machte einen schlechten Eindruck, weil sie früheren Erklärungen Cartagiu's widerspricht.
Rußland. Petersburg. Hier sollen in den letzten Tagen wieder zahlreiche Verhaftungen vor⸗ genommen worden sein. Auch sollen unter den Verhafteten sich wieder mehrere Artillerie-Offiziere befinden. In Folge der neuerdings herrschenden Unruhen soll der Zar auch der am 15. d. M. stattgehabten Beerdigung des Verkehrsminister Pauker fern geblieben sein.
1 Im Bezirke Lublin kamen vorige Woche ernste Bauernunruhen vor, zu deren Be schwichtigung das 37. Dragoner-Regiment ent— sendet werden mußte. Einige Hundert Bauern wurden niedergestreckt, theils festgenommen, 21 Verhaftete werden hier vor ein Kriegs-Gericht gestellt. Als Ursache der Unruhen werden amtlich Servitutsstreitigkeiten bezeichnet.
Riga. Der Curator des Lehrbezirks macht bekannt, er werde künftig nur die Eröffnung solcher städtischen und Privat-Schulen gestatten, in denen die russische Sprache die Unterrichts— Sprache ist.
Afrka. Kamerun. Am 4. April hat eine Gesandschaft des Sultans von Mandara am Kilimandscharo Bombay verlassen, um nach Berlin zu gelangen. Die Gesandschaft besteht aus einem Minister und vier vornehmen Kriegern und ist mit Geschenken au den deutschen Kaiser versehen. Der deutsche Reisende Dr. Ehlers hat dieselbe in seiner Karawane mit nach Sansibar gebracht. Die Gesandschaft wird voraussichtlch Anfangs Mai in Hamburg eintreffen.
Aus Stadt und Land.
Bad⸗ Nauheim. Eine neue Verordnung bezüglich der Kurtaxe ist erlassen worden und entnehmen wir der— selben folgendes: Personen, die sich nicht durch eine Kur karte zu legitimiren vermögen, ist die Benutzung der Bade— Anstalt nur nach vorheriger Lösung einer Badekarte, der Besuch des Kurhauses, insbesondere der Lese- und Ge sellschafts Räume, sowte der regelmäßigen Coneerte des Kur Orchesters nur gegen Lö ung einer Tageskarte zum Preise von 50 Pf., jedoch nicht länger als für 3 Tage gestattet. Für die Besucher der gewöhnlichen Coneerte an Sonn und Feiertagen, sowle an einzelnen Wochen tagen kann von dem, der nicht im Besitz einer Kur- oder Tages Karte ist, ein mäßiges Eintrittsgeld erhoben wer— den. Für die Bewohner von Bad Nauheim und der Um— gegend werden wie bisher Kurkarten à 6 Mark für eine Person oder Familie für die Dauer der Salson ausgegeben
Allerlei.
Wien. Französsische Blätter melden den Tod Heinrich Baltazzi's, des Onkels der Baronin Vetsera. Baltazzi soll zu Meyerling an den Folgen einer Verwundung ge— storben sein, welche zu schwer war, um ihn nach Wien zu bringen. Man behauptet, daß er die Wunde in einem Duell mit dem verstorbenen Kronprinz Rudolph oder mit dessen Adjudanten Graf Hoyos empfangen habe.
Verloosungen.
Hessische Ludwigs⸗Elsenbahn, kon v. 4proe. Prior.⸗O bl. von 1874. Ziehung vom 1. April 1889. — Heimzahlung am 1. Juni 1889. Nr. 135 273 540 601 693 778 924 1284 482 875 2015 016 021 130 315 348 349 385 387 708 761 789 839 3029 189 206 500 767 790 829 955 4233 302 416 673 898 926 927 951 953 958 5111 281 282 315 458 557 585 861 935 6012 093 439 477 568 777 788 873 883 989 990 7196 197 198 199 200 290 438 439 475 704 741 747 778 966 8089 104 134 245 405 454 479 686 735 772 773 809 864 905 9241755 824 848 887 992 10046 094 200 418 49 434 437 452 524 764 866 11222 324 348 404 525 599 683 823 891 12068 069 070 343 804 979 1 001 052 199 628 761 819 998 14006 031 326 327 328 357 358 581 934 15070 099 116 143 209 279 46 431 587 593 666 823 824 910 966 16010 123 141 296 332 404 472 489 616 834 979 17372 470 574 917 18065 076 319 365 377 428 432 914 915 600 M.
Nassauisches Iproc. Staats⸗Anleben von 1858. Ziehung vom 11. März 1889. A. Rückzahlbar am 30. Junt 1889. Lit. F. Nr. 4 96 204 329 361 509 510 548 585 829 884 895 1015 1120 1775 1896& 100 fl. Lit G. Nr 156 165 328 524 540 842 978 1088 1372 1873 1400 1537 1660 1796 1854 1964 A 200 fl. Lit. H. Nr. 196 438 512 606 677 756 783 810 951 à 300 fl. Lit. J. Nr. 34 59 69 299 1116 1202 1331 1346 1364 1525 15511560 1587 1617 1662 1800 1897 1912 1961 2041 2058 2135 2169 2259 2287 2686 2781 2829 2925 3640 3716 3726 3753 3801 3962
800 853 960 à 1000 fl. B. Rückzahlbar am 31. De⸗ zember 1889. Lit. F. Nr. 128 221 286 492 586 695 738 897 950 1022 1311 1422 1426 1477 1505 1561 1826 1892 à 100 fl. Lit. G. Nr. 47 62 429 599 603 844 947 955 1044 1371 1463 1654 18111813 1865 1933 1940 à 200 fl. Lit. H. Nr. 31 164 300 360 400 441 480 629 à 300 fl. Lit. J. Nr. 121 136 244 269 447 599 716 811 826 910 1039 1073 1093 1213 1448 15011517 1566 1634 1845 1883 2023 2033 2245 2264 2321 2431 2563 2679 2810 2846 3348 3525 3679 3700 3740 4080 à 500 fl. Lit. K. Nr. 191 263 284 494 555 667 689 919 936 à 1000 fl.
Canton Freiburg 15 Fres.⸗Loose vom Jahre 1861. Ziehung am 15. April 1889. Gezogene Serien: Nr. 89 182 191 239 383 462 656 930 1158 1347 1425 1445 1545 1690 1762 1854 2012 2014 2030 2544 2558 2571 2694 3253 3298 3459 3468 3656 3864 3943 4154 4177 4466 4638 4698 4763 4950 4960 5042 5107 5170 5387 5662 5671 5704 5710 5923 5944 5954 6040 6688 6703 6719 6836 6936 7029 7030 7080 7107 7165 7237 7372 7515 7538 7682 7694 7788 7823 7980.— Die Prämien-Ziehung findet am 15. Mal statt. Oesterreichische 250 fl.⸗Loose von 1854. Ge⸗ winn⸗Ziehung vom 1. April 1889.— Heimzahlung am 1. Juli 1889. S. 2511 Nr. 18 à 100,000 fl. S. 2522 Nr. 16 à 10,000 fl. Auf alle übrigen in den am 2. Januar 1889 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufge führten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 300fl.
Handel und Berkehr. Frankfurt, 24. April. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12—18 Pf., do. geschälte 14— 18 Pf., Linsen 18—28 Pf., weiße Bohnen 16— 18 Pf., hiesige Kartoffeln per Gescheid 10— 12 Pf., Butter per Pfd. M. 1.15 bis — 1.30, Eier das Stück 5—6 Pf., Blumenkohl 40 bis 70 Pf., frische Suppenspargeln das Päckchen 20—40 Pf., frische Spargeln das Pfd. M. 2.— 8., franz. Kopfsalat das Stück 14—18 Pf., Sellerieköpfe 5— 20 Pf., franz. Romainsalat per St. 70— 100 Pf., Zwiebeln per Gescheid 20 Pf., per Centner M. 7.— 9.00, Caxotten das Päckchen 50—70 Pf., neuer Lattigsalat die Portion 20—30 Pf., Nüsse per Pfund 20— 28 Pf., Mauskartoffeln per Ge— scheid 20 bis 25 Pf., Spinat 50— 70 Pf., Rosenkohl 40-60 Pf., Schwarzwurzel 50— 70 Pf., gelbe Rüben die Portion 15— 20 Pf., rothe Rüben per Portion 20 bis 30 Pf., Grünkohl 40—50 Pf., Kastanten das Pfd. 15 bis 16 Pf., Rapunzel die Port. 40—50 Pf., franz. Erbsen per Pfd. 60—70 Pf., neue Gurken das Stück M. 2.00,“ Malteser Kartoffeln per Pfund 12— 15 Pf, Hopfen das Päckchen 4 Pf, neuer Rettig das Stück 20 bis 00 Pf., Radieschen 4 bis 5 Pf. das Päckchen, Zuckerschoten das Pfund 70—80 Pf.
Frankfurt, 25. April. Frucht⸗ Bericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 31.50— 33.50, Nr. 1 M. 29.25 bis 31.25, Nr. 2 M. 26.50— 27.50, Nr. 3 M. 24.50 ois 25.50, Nr. 4 M. 21.50— 22.00, Nr. 5 M. 18.00 bis 19.00, Milchbrod- und Brod-Mehl im Verband M. 54.00— 57.00, norddeutsche und westfälische Weizen— mehle Nr. 00 M. 25.75— 26.25, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 25.00- 25 50, Nr. 0/ M. 23.00- 23.50, Nr. 1 M. 21.00— 21.50, Nr. 2 M. 18.00- 19.00, Roggenkleie M. 10.— 00.00, Weizenkleie M. 9.50— 0.00 Malzkeime M. 9.60— 10.00, Spelzspreu M. 3.80, Rüböl im Detail M. 65. Obige Preise verstehen sich per 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen.
Literarisches.
Daheim Nr. 29 enthält: Ostern. Gedicht von Fr.
Schanz.— Die weiße Dame von Blumeck. Forts.— Von Perlin nach Berlin. Schluß.— In Christi Ge burtsland. Von R. Koenig.— Bürgerlehre in deutschen Schulen.— Deutsche Natur-Sagen und Christt Leiden. Von O. Lehmann.— Am Famtlientisch: Spätes Ostern. Gedicht.— Bilder: Das Abendmahl von Uhde, und erstes und letztes Abendmahl von W. Zehme.— Wundersame Bilder. Von Th. Trede.— Friedrich Wilhelm II. über das Schriftstellern von Fürsten.— 3 Beilagen.
(Eingesandt.)
m. Wenn ich schwach bin, so bin ich stark. Predigt, gehalten am Sonntag Lätare 1889 von Superintendent Dr. Sell. Preis 25 Pf., 25 Exemplare M. 2.50.
„Hütet den Glauben Eurer Kinder“ bildet die Ueber— schrift des kürzlich erschtenenen Hirtenbriefes von dem römisch⸗katholischen Bischof in Mainz.
Hierselbst werden unter Anderm besonders die ge mischten Eben in ihrer Bedeutung für die Erziehung der Kinder besprochen.
Genannter Hirtenbrief hat unsern Superintendent Dr. Sell veranlaßt in oben angeführter Predigt öffentlich zu antworten. Er stützt sich hierbei auf das apostolische Wort 2. Kor. 12. 0:„Wenn ich schwach bin, so bin ich stark“ Eine milde aber doch ernste Erwlederung.
Nur mit Freude können wir diese Entgegnung be⸗ grüßen und wünschen, daß die Predigt die weiteste Ver⸗ breitung finden möge.
1
zogthum Hessen während des Monats März 1889. Milzbrand wurde festgestellt am 4. März bei einem krepierten Rinde in Zell im Kreise Bensheim, am 9. März bei einer notbgeschlachteten Kuh in Kostheim, im Kreise Mainz, ferner am 21. März in Wobnbach, im Kreise
4027 à 500 fl. Lit. K. Nr. 387 413 431 590 731 797
Friedberg, und am 23. März in Elbenrod, im Kreise Alsfeld, bei je einem krepierten Rinde.
nächst zur Ausgabe gelangen.
Die Maul und Klauenseuche wurde am 15. März auf dem Neuhofe bei Leibgestern, im Kreise Gleßen, unter dem aus 58 Stück bestehenden Rindviebbestande, am 19. März in Allendorf a. d. Lahn, Kreis Gießen, in einem Gehöfte bei 8 Stück Rindvieh und 5 Schweinen, und am 25. März in Offenbach in einem Gehöfte bei 8 Stück Rindvieb festgestellt.
Der Bläschen ausschlag unter dem Rindvieh in Stammheim, im Kreise Friedberg, ist erloschen. In den Orten des Kreises Alsfeld Heidelbach und Schwabenrod herrscht die Seuche fort. Festgestellt wurde dieselbe am 17. März in Hetzbach, im Kreise Erbach, und am 30. März in den Orten des Kreises Dieburg Ueberau und Nieder⸗ Klingen.
Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Vadenrod, Endorf, Erbenhausen und Appenrod; in den Orten des Kreises Büdingen: Dauernheim, Bindsachsen, Bleichenbach und
Ober-Mockstadt und in einem kleinen Schafbestande in
einem Gehöfte bei Trebur, im Kreise Groß-Gerau. Für den Tambour von Chambord
sind im Ganzen eingegangen M. 229.—, welche wir heute
an Herrn Pfarrer Briegleb in Pfeddersheim franed über⸗ sandten. Indem wir hiermit die Sammlung schließen, sagen wir allen edlen Gebern im Namen des Unter: stützten herzlichen Dank. Friedberg den 26. April 1889. Die Expedition des Oberhessischen Anzeigers.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg
Evangelische Gemeinde. 5
Quasimodogeniti. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Velte. Gottesdienst in der Stadtlirche. Nachmittags 112 Uhr: Herr Pfarrer Velte. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel.
Katholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr Beicht.
Sonntag 6 Uhr Beicht; 3 47 Uhr Austheilung der heil. Communtion. 0
Halb 10 Uhr werden die Ersteommunionkinder aus der Schule in die Kirche abgeholt; darauf ist das Hochamt, worunter die Kinder die erste hl. Communkon empfangen.
2 Ubr: Andacht mit Segen, wobei die Kinder das Taufgelübde erneuern.
Lebensbersicherungs- und Ersparniß⸗Bank in Stutt⸗ gart. Der Abschluß pr. 1888 ergab trotz des fortge— setzten Rückgangs des Zinsfußes einen Ueberschuß von
M. 2,971,680., welcher seiner Zeit voll und ganz an
die Versicheiten zurückfließt. Im Jahre 1888 kommen M. 2,353,900. zur Rückvergütung
Der Bankfonds hat sich von M. 66,402,931. auf M. 72,153,971. geboben, als Extrareserve sind darunter M. 13,802,946. begriffen.
Seit Einführung des Dividendenplanes A 11(1887) wird dieser oder die steigende Dividende vorzugs weise benützt, und zwar der erstere Plan, weil bei solchem von Anfang an eine höhere Dividende als bei Plan 41 gewährt werden kann, und die steigende Dividende, weil bei dieser die Prämienzahlung alljährlich vermindert wird. Obwohl bei Plan AI erst 2—3 Erbschafts jahre eingetreten(zur vollen Erbschaft gehören 5 Jahre), konnte der Prozentsatz auf 38% erhöht werden; innerhalb der nächsten Jahre wird sich solcher durch weitere Erbschaften auf mindestens 40— 410% wetter erhöhen. Die Neu ein—
tretenden kommen mit Fäͤlligwerden ihrer Dividende
sofort in vollen Genuß, mit voraussichtlich mindestens 400,0.
Policen der Bank sind nach amerikanischem Sprachge—
brauch unanfechtbar und unverfallbar
lung und in welchem Rang sie zu dienen haben, bietet die Bank für alle Gefahren die erwünschte
Gewähr, und hinsichtlich ihrer Fonds alle und
jede Garantie. Der Rechenschafts⸗Bericht der Bank soll dem⸗ 1663
Die heutige rationelle Gesundheits Pflege verlangt
nicht allein die nützliche Bewegung und die Einathmung
reiner Luft, sondern sie besteht auch darin, den Krank helten durch frühzeitige Vorbeugung den wuchernden Boden zu entziehen. So empsiehlt es sich, während der Promenade nicht zu versäumen, eine der vortheilhaft bekannten Sodener
Mineral- Pastillen im Munde sich langsam auflösen zu
lassen. Dieses trägt in Verbindung mit der frischen Luft
wesentlich zur Linderung und Hetlung catarrhalischer Leiden
bei, verbütet neue Erkältungen und Reizungen und bringk
so bei Hals und Lungen Leiden eine ebenso wohlthuende
wie genesende und vorbeugende Wirkung bervor. Bel Diphtberitisepidemien ist dieses Verfahren sogar dringend geboten, um dieser verheerenden Krankbeit vorzubeugen, denn es stebt fest, daß die Diphteritis-Pilze sich in den
meisten Fällen in dem vorher catharrhalisch⸗ erkrankten Rachen ansiedeln. Mütter, lasset diese Vorsicht nicht un⸗
berücksichtigt, zumal diese Pastillen in allen Apotheken,
Droguerien und Mineral Wasserhandl. zu dem e 166
Preise von 85 Pf. pro Schachtel zu haben sind.
Die mit steigender Dividende Bethetligten erhalten eine um um 3% böhere Dividende als 1887. Die
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kostenlose Mitübernahme der Kriegsgefahr für alle Wehrpflichtigen, gleichviel in welcher Stel“
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