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egen die Vertreibung aus ihren Pachtgütern heute in Donegal zu halbjährigem Gefängniß — Anknüpfend an die Gerüchte, Kaiser sten Sommer Eng⸗ land zu besuchen, schreibt der„Standard“:
0„Wenn der Kaiser es für angezeigt erachtet, unsere Gestade zu besuchen, wird er vom Hofe
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mit einer Herzlichkeit empfangen werden, die etwaiger Mißverständnisse ver— wischen wird. Hoffentlich wird der Besuch er—
94 folgen und zwar, ehe viele Monate verstrichen sind“.
Italien. Rom. Die Regierung verhan— delt mit mehreren auswärtigen Etablissements
d wegen Gewehrbestellungen und Maschinen für Gewehrfabrikation.— Die„Tribuna“ bringt
die Meldung, daß ein Vorstoß der Italiener
nach dem abessynischen Hochplateau bevorstehe;
diese Nachricht wird jedoch von anderer Seite entschieden als falsch bezeichnet. Neapel, 13. Febr. Der Bürgermeister, der Präfekt, der General Viale und der Contre— Admiral Acton statteten heute dem Chef des deutschen Geschwaders, Contre-Admiral Hollmann, der mit dem Schulgeschwader hier ankert, einen Besuch ab. Abends fand ein Fest im deutschen Slub zu Ehren der Officiere der deutschen Dampfer„Stosch“ und„Charlotte“ statt. Serbien. Belgrad. In hiesigen diploma— ischen Kreisen verlautet mit Bestimmtheit, daß könig Milan beabsichtig im Monat Mai die eierliche Königskrönung vorzunehmen, welche lisher stets verschoben wurde. Der Krönung oll die fünfhundertjährige Gedenkfeier der Schlacht von Kossovo vorangehen. Sämmtliche Monarchen Europa's sollen eingeladen werden.
Rumänien. Bukarest, 13. Febr. Die Fammer begann mit der Berathung des Untrages Blaremberg. In parlamentarischen
Lreisen wird angenommen, daß die Kammer pahrscheinlich einige der Hauptanklagepunkte leseitigen und beschließen werde, daß die Mit—
guetecommission erscheinen sollten, welche die Frage der Verantwortlichkeit jedes Einzelnen zu
Rußland. Petersburg. Die„Nowosti“ haltung Abdurrhaman's gegenüber Rußland für 57 glaubwürdig seien die Berichte aus salkutta, daß Abdurrhaman sich behufs Verfol— gang Isak Khan's nach Turkestan begeben habe. 1 Febr. Die Verlobung des Groß— brsten⸗Tbronfelgere mit der Prinzessin Alix von
Hessen hat nach dem„Fr. J.“ bereits stattge⸗ funden. Die ofsicielle Bekanntgabe erfolgt in⸗ dessen erst in der sog. Butterwoche. Die Prin— zessin erhaͤlt den Namen Alexandra.
Aus Stadt und Land.
k. Rendel. Die von dem hies. Gesangverein„Lie⸗ derkranz“ am verflossenen Sonntag veranstaltete Abend— Unterhaltung ist recht gut verlaufen. Sowohl die Chor⸗ gesänge als auch die Couplets, die Duetts, sowie das schöne Terzett„Bruder Lustig“ wurden hübsch vorge⸗ tragen. Auch die beiden Theaterstücke:„Dr. Krantch“ und„An die Luft gesetzt“ wurden flott gespielt und er⸗ regten die Lachmuskeln der Zuschauer. Nach dem Con⸗ cert fand Tanz statt und blieben die zahlreich Anwesen⸗ den bis früh Morgens in schönster Harmonte zusammen. Der Verein kann mit großer Befriedigung auf das Con— cert zurückblicken.
Allerlei.
Würzburg, 13. Febr. Heute Morgen 8 Uhr stieß in Rottendorf der nach Nürnberg gehende Zug auf den Bamberger Zug. Letzterer entgleiste. Es wurden meh⸗ rere Wagen zertrümmert, aber Niemand verletzt.
München. Die Gräfin Rantzau, Tochter des Für⸗ sten Bismarck, ist wieder vollständig hergestellt, weshalb Professor Schwenninger nach Beclin zurückgereist ist.
Kopenhagen, 14. Febr. Infolge des heftigen Schneesturmes haben nahezu alle Bahnen den Betrieb eingestellt. Die Verbindung zwischen Helsingör und Hel⸗ singborg ist unmöglich, zwischen Kopenhagen und Malmö ist sie mit großen Schwierigkeiten verknüpft.
Brüssel, 13. Febr. Der Expreßzug, welcher um 3 Uhr 50 Mein. gestern Nachmittag von Paris nach Brüssel abgegangen war, stieß beim Verlassen des Bahn⸗ hofes in Maubeuge auf den von Brüssel kommenden Expreßzug. Eine Person wurde getödtet, vier verwundet.
Brüssel, 14. Febr. Der Verkehr Belgiens mit allen Nachbarländern ist wegen Schneesturms unterbrochen.
Handel und Verkehr.
Butzbach, 13. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.90—0.00., Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 1 Stück 6 Pf.
Frankfurt, 13. Febr. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18—28 Pf., weiße Bohnen 16—18 Pf., hiesige Kartoffeln per Gescheid 10—12 Pf., krause Endivien 20-30 Pf., Butter per Pfd. M. 1.10— 1.20, Eier das Stück 7 bis 8 Pf., Blumenkohl 3060 Pf., frische Suppenspargeln das Päckchen 20—40 Pf., frische Spargeln das Pfd. M. 2.50 bis 3.50, franz. Kopfsalat das Stück 14—16 Pf., Sellerie⸗ köpfe 15— 20 Pf., franz Sellerie 4050 Pf., engl. Sellerie 50—60 Pf., franz. Romatnsalat per Stück 60—80 Pf., Wlrsing per Stück 10—15 Pf., Zwiebeln per Pfund 7 bis 9 Pf., per Centner M. 7.00— 8.00, Weißkraut per St. 10— 20 Pf. neuer Lattigsalat die Port. 5070 Pf., Aepfel per Pfd. 15— 20 Pf., Birnen per Pfd. 5—10 Pf., Nüsse per Pfund 20-28 Pf., Mauskartoffeln per Ge⸗ scheid 20 bis 25 Pf., Spinat 70100 Pf., Rosenkohl 50— 70 Pf., Schwarzwurzel 40 70 Pf., gelbe Rüben die Portion 15— 20 Pf., weiße Rüben das Stück 2 Pf., rothe Rüben per Portion 20—30 Pf., Teltower Rübchen 30— 35 Pf., Grünkohl 40—50 Pf., Kastanien das Pfund 15-16 Pf.
Frankfurt, 14. Februar. Fruchtbericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. O M. 31.50— 33.50, Nr. 1 M. 29.25
bis 31.25, Nr. 2 M. 26.50 27.50, Nr. 3 M. 26.00 bis 27.00, Nr. 4 M. 21.00 22.00, Nr. 5 M. 18.00 bis 19.00, Milchbrod⸗ und Brod-Mehl im Verband M. 54.00— 58.00, norddeutsche und westfällsche Weizen⸗ mehle Nr. 00 M. 26.50— 27.00, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 25.50— 26 00, Nr. 0/1 M. 23.50— 24.00, Nr. 1 M. 21.50— 22.00, Nr. 2 M. 18.00 19.00, Roggenkleie M. 10.— 00.00, Weizenkleie M. 9.50 9.75, Malzkeime 2 80 5 Spelzenspreu M. 4 4.20, Rüböl im Detail 0.
Gedenket der Vöglein im Schuee! Der Frost und Hunger thun weh.
Verwahret Feuer und Licht, Damit kein Schaden geschicht!
Beim Eis vergeßt das Streuen nicht, Sonst kommt Ihr vor das Strafgericht!
Geld⸗Cours.. Frankfurt am 14. Februar 1889.
Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke 10% 2 6 do. n 02 165 13 1618 Englische Sovereigns 20. 40 20.35 Russische Impertales.—.— 16. 73 Ducaten 9. 62 9. 57 „ al mareo. 9. 61 9.57 Dollars in Gold.„50 4. 16
Kirchliche Anzeigen für Friedberg
Evangelische Gemeinde. Septuagesimä. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Velte. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Briegleb. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel.
atholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 3/7 Uhr: Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Chrtistenlebre und Andacht.
Nordwinde, Wetterflürme, Nebel sind höoͤchst gefahr⸗ bringende Witterungsverhältnisse selbst für Diejenigen, die mit gesunden, normalen Resptrationsorganen aus⸗ gerüstet sind, geschweige denn für jene, welche ihrer zärteren Constitutlon wegen sehr leicht zu katarrhallschen Erkrankungen neigen. Eine jede Famille hat wohl schon unter diesem Einflusse gelitten, und alle, deren Berufs⸗ thätigkeit den Aufenthalt im Freien bedingt, Kinder, die in Wind und Sturm ihren Weg zur Schule nehmen, sollten nicht verfehlen, sich vor den Folgen des Luft⸗ wechsels dadurch zu schützen, daß sie während des Aufent⸗ haltes im Freien eine Sodener Pastille im Munde lang⸗ sam zergehen lassen. Die Wirkung, welche die Pastillen auf die Reizzustände der Schleimhäute üben, ist eine so hohe, daß dadurch weitere katarrhalische Erkrankungen verhütet werden. Alle Apotheken, Droguerien und Miner. Wasserhandl. haben von diesem trefflichen Schutzmittel Verkaufstelle, die Schachtel à 85 Pf. 643
Airbeits⸗ Vergebung. Donnerstag den 21. Februar l. J., Vormittags um Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Hausen bei butzbach die bet Umbau des Schulhauses und Erbauung tes Nebengebäudes erforderlichen Arbeiten und Liefe—
ungen öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 693 57 Brechen von Mauersteinen 80— Anfahren derselben 40— Liefern von Russensteinen 572—
15„ Gruben- und Schlackensand 180—
5„ Schwarz- und Weißkalk 150—
50„ Cement 18— Steinhauerarbeit 47 50 Zimmerarbeit 929 07 Dachdeckerarbeit 190 15 Schreinerarbeit 265 96 SOlaserarbeit 66 42 Schlosserarbeit 112 50 Spenglerarbeit 110 16 ö Weißbinderarbeit 506 50 Eisenlieferung 53 87
dem Büreau des Unterzeichneten eingesehen werden.
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1 Pläne und Bedingungen können
Butz bach den 14. Februar 1889.
. Metzger,
b Bezirks bauaufseher. 1 40 Centner Heu,
1 9 Grummet
hal zu verkaufen 5
. G. Klöckner in Berstadt. Ia. Gascoaks
fits billigst per ept. empfehlen 507 Gebr. Lentz am Bahnhof Bad Nauheim.
Mehrfachen Wünschen entgegenkommend, beabsichtige ich in Friedberg einen mehrwöchentlichen
Zuschneidekursus
zu geben. Gründlicher Unterricht in Maßnahme, Schnittzeichnen und Zuschneiden von Damen- und Kindergarderobe wird garantirt. Näheres durch
Cireular. Auf Wunsch mündliche Rücksprache in Fried⸗ berg. Beginn 1. März. Hochachtungs voll Frau P. Simon, Bad⸗Nauheim, 666 Carlstraße.
—— Versteigerung.
Donnerstag den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, will ich wegen Geschäftsaufgabe Folgendes versteigern lassen, als: 2 Pferde nebst Fahr⸗ und Ackergeschirr, 4 ꝗFrächtige Kuͤhe, 3 Rinder, 1 neuer Wagen mit Zubehör, 2 eiserne und ver— schiedene andere Pflüge, 1 Marqueur, 1 Walze, 1 neue Schaaregge und andere Eggen ꝛc. ꝛc., Heu, Stroh und Spreu ze. Bauernheim den 15. Februar 1889.
Conrad Appel.
Um sich und besonders die Kinder vor nassen, kalten Füßen zu schützen, verwende man
Vaselin-Lederfell.
Bestes, geruchloses Fabrikat empfiehlt 651 J. Baumeister.
40 bis 50 Centner Dickwurz
verkauft 637
644
Friedberg. Karl Hainbuch.
Lehrmädchen,
welches das Putzgeschäft gründlich erlernen will, wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 654
Regenschirme 657
in 100 facher Aus⸗ wahl bei Fritz Schmidt.
Ein großes Zimmer nit Cabinet, Küche mit Wasser versehen, Keller,(Kaiserstraße) ist zu vermiethen. Schriftliche Anfragen unter K. F. befördert die Expedition des Anzeigers. 3 5 318 Ge en Huflen, Verschleimung, Heiserkeit gibts
0 nichts Besseres, lösender und schnell Wirkendes wie
echte Oscar Tietz'sche 669
Zwiebel-Jonbons
(kein Geheim- sondern altbewährtes Hausmittel.) Man versuchs! Beutel à 20 und 25 Pf. zu haben in
enungelische Gesangbücher
mit größerm Druck
vorräthig bel Carl Bindernagel.


