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Deutsches Reich. Darmstadt. Der Amtsrichter Fabricius in Mainz wurde zum Landrichter bei dem Land

re gerichte der Prov. Rheinhessen ernannt.

in. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Die Assist. f. 5. 6 Aerzte 1. Kl. der Landw. 1. Aufg: Dr. Buchhold vom un Uhr andw.⸗Bez. Friedberg, Dr. Bernard, vom Landw. Bez

ainz, Dr. Markwald, vom Landw-Bez. Gießen, wurden u Stabsärzten, Dr. Hoffmann, Assist. Arzt 1. Kl. der andw. 2. Aufg. vom Landw. Bez. Darmstadt J, zum Stabsarzt, Dr. Nebel, Unterarzt der Res. vom Landw. ez. Darmstadt II, Dr. Mogk, Unterarzt der Landw. Aufg. vom Landw.⸗Bez. Darmstadt I. zu Assist. Aerzten Kl. befördert.

Es verlautet jetzt als ziemlich sicher, daß

ie Ankunft des Kaisers und wahrscheinlich auch er Kaiserin dahier am 27. Aug. erfolgt. Der mpfang wird jedenfalls ein sehr festlicher wer en, da Kaiser Wilhelm zum Erstenmale als feaiser hierherkommt. Letzendort. Graf Hartenau scheint jetzt österreichi allons Geschät scher Militär zu sein. Er ist am vorigen Sonn e, K lag in Graz vom Erzherzog Karl Ludwig in Kappen

ce, Hull Beeren ferm bes osten schen rannte wäsche un zimentsPrinz Alexander von Hessen getragen. 1n Aus nahl kl Es heißt auch, er werde im Herbst den Mans Lalbfleisch bern in Kärnten beiwohnen.

Berlin. Die Kaiserin mit den Prinzen und hrem Gefolge traf, von Wilhelmshöhe zurück kehrend, am 8 Aug. auf der Wildparkstation bei Potsdam ein und begab sich von dort zu Wagen nach dem Neuen Palais, um daselbst für die nächsten Tage Aufenthalt zu nehmen. Die Kaiserin Augusta verließ am 2. Aug. Kob lenz und kehrte über Gießen mittelst Extrazuges Damm. hach Potsdam zurück. Nach derKreuzzeitung Gewerbesaz uu wird der Prinz von Wales im September der

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hals jedes anden derlage bel

ert. Al Hast unseres Kaisers sein und mit ihm jagen. Pf. an das St Der bevorstehende Besuch des Kaisers von en felnsen empfehl! Oesterreich hier in Berlin scheint nach dem bis

1 b bekannt gewordenen Programm überwiegend durch militärische Vorführungen gefeiert werden Tünsen zu ollen. Man kann sich kaum des Eindruckes i ö erwehren, daß die Anwesenheit des kaiserlichen f Bundesgenossen nicht lediglich eine Erwiederung K des Besuches unseres Kaisers in Wien sein solle, sondern auch militärisch-politische Berathungen auf der Grundlage des Dreibundes zum Zwecke habe. Der Reichscommissär Dr. Göring ist aus Angra-Pequena hier eingetroffen.

Ausland.

Betten

M. Heuss. Oesterreich-Ungarn. Pest. Die spanische 1 2550 N, Regierung hat den DampferTibor der unga

50 M. rischen GesellschaftAdria, welcher seinerzeit 40 uU. wegen eines Formfehlers von den spanischen

f Zollbehörden in Santander beschlagnahmt wurde, freigegeben.

Graz, 8. Aug. Den streikenden Bergar beitern im Trifailer Revier wurde eine zwölf procentige Lohnerhöhung bewilligt. Die Arbeiter, damit unzufrieden, hatten sich zusammengerottet und geweigert, auf mehrfache Aufforderungen des Bezirkshauptmanns auseinanderzugehen; infolge 4% dessen wurden gegen 200 Personen wegen Auf

laufs verhaftet.

Uhagas. Frankreich. Paris, 8. Aug. Im Palais l. A Luxemburg fand im Laufe des Nachmittags die erste Sitzung des obersten Staatsgerichtshofs in 1 Sachen Boulanger statt.

1 Großbritannien. Cowes, 7. Aug. Im Laufe des gestrigen Vormittags begab sich der . lb. Taiser mit dem Prinzen von Wales an Bord der Osborne nach der Sandownubai, um die zu den ansvern auslaufende englische Flotte vorbei 10e 9% passiren zu lassen und gleichzeitig der jährlichen mir

8. Scleunin

Oͤberhessischer Anzeiger.

Prinzen von Wales, welcher als Commodore des Pachtgeschwaders den Vorsitz führte, und dem Prinzen Albert Victor. Der Kaiser toastete auf die Königin Victoria, der Prinz von Wales auf den Kaiser. Nach dem Bankett begab sich der Kaiser an Bord derHohenzollern, um dort während der Nacht zu verbleiben. Heute früh begab sich der Kaiser nach Aldershot zum Manöver. Bei der Ankunft Kaiser Wilhelm's wurde derselbe daselbst vom Herzog von Cam bridge nebst glänzender Suite, darunter General Wolseley und die Söhne des Prinzen Christian von Schleswig-Holstein, empfangen. Der Kaiser reichte der Prinzessin von Wales die Hand und geleitete dieselbe an den Wagen, bestieg darauf das Pferd und galoppirte nach dem Manöver terrain. Gleich nach Ankunft des Kaisers gaben zwei Kanonenschüsse das Zeichen zum Beginn des Manövers, welches in großem Plan aus geführt wurde und etwa Stunden dauerte. Die Operationen endigten mit der gänzlichen Niederlage der den Feind bildenden Truppen abtheilungen. Kurz darauf nahm der Kaiser das Dejeuner in einem großen Zelte des Lagers ein. Unterdessen machten sich die Truppen zum Parade marsch fertig, welcher von bis Uhr dauerte. An der Spitze der defilirenden Truppen ritt General Wood. Nachdem sich der Kaiser vom Herzog von Cambridge mit einem herzlichen Händedruck verabschiedet hatte, erfolgte die Ab fahrt nach dem Bahnhöfe und von da mittelst Extrazuges die Rückreise nach Portsmouth, von wo der Kaiser nach Osborne zurückkehrte. Der Prinz von Wales war durch ein leichtes Unwohl sein verhindert, der Truppenschau in Aldershot beizuwohnen. 8. Aug. Bei dem gestrigen Fest mahl des Vachtgeschwaderclubs brachte der Prinz von Wales den Toast auf Kaiser Wilhelm aus. Er wies auf die Besichtigung der britischen Flotte durch den Kaiser Wilhelm hin und bemerkte, heutzutage müsse jedes Land auf jegliche Even tualitäten vorbereitet sein. Hoffentlich würden die große deutsche Armee sowie die britische Flotte zur Erhaltung des Weltfriedens beitragen. Der Kaiser erwiederte auf den Toast des Prinzen. von Wales, er schätze die Ehre der Ernennung zum Admiral hoch und freue sich, der Flotten besichtigung beigewohnt zu haben, welche er als die schönste Flotte der Welt betrachte. Deutsch land besitze eine seinen Bedürfnissen entsprechende Armee; wenn England eine seinen Erfordernissen entsprechende Flotte habe, werde dies von Europa im Allgemeinen als ein höchst wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung des Friedens betrachtet werden. Gestern Abend fand sodann in Osborne Galatafel statt, an der der Kaiser mit seinem Gefolge, sämmtliche Mitglieder der königlichen Familie, die Minister Hamilton und Stanhope, sowie andere hervorragende Persönlichkeiten theil nahmen. Die Königin besichtigte in den Gärten von Osborne die Mannschaften des deutschen Geschwaders. Dieser Parade wohnten auch der Prinz von Wales, die übrigen Mitglieder der königlichen Familie und Lord Hamilton bei. Der Kaiser sprach im Namen der Königin den Mann schaften hohe Anerkennung für ihre vorzügliche Haltung aus und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf die Königin, in welches die Mann schaften euthusiastisch einstimmten. Am Abend fand dann ein großes Kunstfeuerwerk statt, nach dessen Beendigung der Kaiser sich an Bord der Hohenzollern begab. Er trat heute Abend 8 Uhr die Rückreise nach Dover an, wo die Hohenzollern zu dem deutschen Geschwader stößt um morgen früh die Fahrt nach Antwerpen fortzusetzen. Aufsehen erregt folgende Londoner Meldung derN. Fr. Pr.: Die ursprünglich nur als Privatbesuch geplante englische Reise Kaiser Wilhelm's hat während des Aufenthaltes des Monarchen in Folge verschiedener Umstäude einen hochpolitischen Charakter angenommen und dürfte sich von größter Bedeutung für die poli

94. tische Lage des Continents, zumal des Südostens Europas gestalten. Obgleich eine formelle Allianz mit dem Dreibund ausgeschlossen, ist doch eine bestemmte Richtungslinie mit der englischen Politik vereinbart, welche alle möglichen Vorkommnisse der continentalen Politik umfaßt. Verschiedene persönliche Mißverständnisse seien beseitigt, von competentester Stelle werde zugegeben, daß das frühere Verhältniß wieder hergestellt und die politischen wie die anderen Beziehungen sich auf's herzlichste gestaltet hätten.

Italien. Rom. DerEsercito meldet, daß am 10. August 70 000 Mann des stehenden Heeres unbeschränkten Urlaub erhielten. Daraus gehe hervor, daß die Befürchtung, der Friede könne gegenwärtig gestört werden, nicht ernst zu nehmen sei. Das Gerücht von der Demission des Kriegsministers erklärt derEsercito für unbegründet. Der ehemalige Minister Cairoli ist heute gestorben.

Türkei. Constantinopel. Wie diePol. Corr. meldet, constatirt eine den auswärtigen Mächten übersandte Note der griechischen Re gierung,daß die türkischerseits zur Beruhigung Kretas ergriffenen Maßnahmen sich als unge nügend erwiesen. Die früher einander bekämp fenden Christen ständen jetzt vereint den Moha medanern gegenüber. Die türkischen Behörden vertheilten Waffen an die mohamedanische Stadt bevölkerung. Falls Massacres vorkommen sollten, sei die griechische Regierung als eine parla mentarische vielleicht nicht im Stande, einer Volks bewegung zu Gunsten der kretensischen Christen zu widerstehen, während sie wünsche, durch An rufung der Großmächte eine Eventualität zu be seitigen, welche die Intervention Griechenlands unvermeidlich machen könnte. Die Pforte be schloß daraufhin über Kreta den Belagerungs zustand zu verhängen. Die Anwendung strenger Maßregeln soll je nach der Lage auf den einzelnen Punkten der Insel geregelt werden.

Bulgarien. Sosia, 8. Aug. Prinz Fer⸗ dinand ist hier eingetroffen. Stransky ist auf Urlaub abgereist. Gerüchtweise verlautet, der selbe hätte demissionirt.

Rußland. Peterhof, 7. Aug. Der heute stattgehabten Vermählung des Großfürsten Peter mit der Prinzessin Militza von Montenegro wohnten sämmtliche Mitglieder des Kaiserhauses, die anwesenden auswärtigen Anverwandten, das diplomatische Corps, sowie die Hof- und Staats würdenträger bei. An der Hochzeitstafel nahmen auch der deutsche und der englische Botschafter Theil. DieNeue freie Presse erfährt, die zweite Tochter des Fürsten von Montenegro, Anastasia, habe sich in Peterhof mit dem Prinzen Georg von Leuchtenberg verlobt.

Egypten. Kairo. Im Lager Wadel Njumi's gefundene Gegenstände sind einer ge nauen Untersuchung unterzogen worden, deren Ergebniß staunenerregend ist. Eine ungeheure Menge verrätherischer Briefe ist aufgefunden worden, welche eine große Anzahl von Einwohnern Kairos und anderer Städte, unter ihnen einige hohe angesehene Beamte, belasten. Alle Einzeln heiten werden nach Kairo gesandt werden und ein große Anzahl Verhaftungen wird ohne Zweifel die Folge sein.

Aus Stadt und Land.

m. Friedberg. Nicht allzu reich sind in diesem Jahre die Obstbäume mit labenden Früchten behangen. Wenn auch die unmittelbare Nähe Frledbergs eine glück liche Ausnahme macht, so sind doch die meisten Ort schaften der Wetterau in der Lage, kein Obst zu haben. Die Ursache liegt weniger in der örtlichen Lage als in dem Umstande, daß in Bezug auf das Reinigen der Bäume an den meisten Orten sehr lau verfahren wird, die Insekten deshalb nicht vernichtet werden und sehr schädi gend auftreten. In obstarmen Jahren sollte deshalb recht haushälterisch mit dem Obste umgegangen werden. Läßt es sich doch, selbst unreif als Fallobst, noch recht gut verwerten. Der stürmende Blasius hat die letzten Tage her die Bäume stark geschüttelt und manche Frucht liegt am

Boden und verfault. Von solchem Fallobst läßt sich,