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ni 1889. Geber. Nehng N. Pf. N. l.
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In der Privatklagesache
der Johann Georg Ewald Ehefrau von Ockstadt, Privatklägerin,
gegen
ie Katharina Dienst, Tochter des Nikolaus Dienst III.
von da, Angeklagte,
vegen Beleldigung, hat das Großherzogliche Schöffen— gericht zu Friedberg am 18. Juni 1889 für Recht er— kannt: Die Angeklagte, Katharina Dienst, Tochter des Nikolaus Dlenst III. von Ockstadt, 16 Jahre alt, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 5 Mark, even- uell in einen Tag Haft, sowie in die Kosten des Ver— fahrens und in die der Privatklägerin erwachsenen noth— vendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird der Prtvatklägerin die Befugniß zugesprochen, die Verurthei— lung der Angeklagten innerhalb 14 Tagen, von der Rechts— sraft des Urtheils an gerechnet, einmal im Oberhess. Anzeiger öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be— schelnigt.
Friedberg den 26. Juni 1889. Weber,
Gerschtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.
F de A.: Für Rechtsanwalt v. Brentano: Schwarz,
Am 31. August 1887 verstarb Johann Jost Gräf in Bad Nauheim. Derselbe war am 9. März 1824 als jer Sohn des Johannes Gräf und dessen Ehefrau Anna Flisabetha, geb. Vogel, in Alten-Buseck(auch Alt⸗Buseck enannt) in Oberhessen geboren, wanderte 1858 ledigen
tandes nach Nord-Amerika aus, kam Anfangs der 860er Jahre nach Alleghany im Staate Pensylvanien und jerheirathete sich daselbst am 8. November 1864 unter sem Namen„Karl Graf“ mit Anna Margaretha Arras jon Klein-Gumpen im hessischen Odenwald. Die Ehe— kute lebten erst in Alleghany, dann in Cleveland, Ohto, St. Louis, Cineinnatt, Dayton und zuletzt wieder in Allegbany, woselbst im Jahre 1872 die Ehefrau in Folge shelicher Zwistigkeiten ihren Ehemann verließ, nach Deutsch— land zurückkehrte und nunmehr in Gernsheim a. Rhein lebt.
Johann Jost Gräf soll zweimal verhetrathet gewesen ind von seiner ersten Ehefrau ebenfalls verlassen worden ein. Belde Ehen sollen kinderlos verblieben sein.
Im Jahre 1886 kehrte Johann Jost Gräf nach Deutschland zurück, lebte in Alten-Buseck und Gießen, zuletzt in Bad-Nauheim, wo er am 31. August 1887 berstarb.
Sein nur in beweglichem Vermögen bestehender, über 4000 Mark betragender Nachlaß wird von dem unter— zeichneten Gericht curatorisch verwaltet.
Da weder Ehevertrag, noch letztwillige Verfügung borliegt, so wird der Verstorbene nach dem Gesetze beerbt.
Auf Antrag der als Erbin aufgetretenen Wittwe des gohann Jost Gräf, Anna Margaretha, geb. Arras, er— geht hiermit an alle Diejenigen, welche Erbrechte auf den Nachlaß ansprechen, insbesondere an die unbekannt vo? abwesenden beiden Geschwister des Verstorbenen: gohann Philipp Gräf und Elisabetha Margaretha Gräf, sowie an die etwaige erste Ehefrau des Johann Jost Hräf und an die Nachkommen und Rechtsnachfolger dieser Jersonen die öffentliche Aufforderung im Aufgebotstermin
Mittwoch den 14. August 1889, Vormittags 9½ Uhr, ihre etwaigen Erbrechte an den fraglichen Nachlaß anzu— melden und zu begründen, sowie die Erbschaft anzutreten unter dem Rechtsnachtheil, daß sonst ihrerseits Verzicht auf die Erbschaft angenommen und der Nachlaß den sich als nächste Erben oder Rechtsnachfolger Legitimirenden überlassen werden würde. 5 f Zugleich wird bemerkt, daß, wenn bis zum obigen Termine keine Einwendungen dagegen vorgebracht werden, der Wittwe des Verstorbenen, Anna Margaretha, geb. Arras, in Gernsheim a. Rh. die eine Hälfte des Nach⸗ laͤsses ohne Sicherheitslelstung ausgeliefert und ihr an der anderen Hälfte die Nutznießung zugestanden werden wird. Bad⸗ Nauheim den 23. Juni 1889. Großherzogliches e Bad⸗Nauheim.
auer. N 2495 Schütz.
Holzoersteigerung.
reitag den 5. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr anfangend, fun im chbestgen Gemeindewald, Dristrikt Brülerberg 5150 Eichenschäl-Wellen meistbletend versteigert werden. N und Zusammenkunft am unteren Ende der
Iselwiese. 0 Hoch-Weisel am(l.
Juli 1889.
Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch⸗Weisel. Wörner.. 2
Gesucht
an lediger, tüchtiger Arbeiter als Heizer. 7 Gambrinus⸗Brauerei Butzbach.
229
In der Privatklagesache
der Ehefrau des Jakob Stadelmann, Margarethe geb Stork, von Friedberg, Privatklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Seyd, gegen die Wittwe des Fritz Müller, Christiane, geb. Blum von da, Angeklagte, wegen Be— leidigung hat das Großberzogliche Schöffengericht zu Friedberg am 18. Juni 1889 für Recht erkannt: die Angeklagte, Fritz Müller Wittwe, Christiane geb. Blum, von Friedberg, 53 Jahre alt, evangelisch, Bleicherin, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von zwanzig Mark, event. in eine Haftstrafe von vier Tagen, sowie in die Kosten des Verfahrens und in die der Privat klägerin erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt Zugleich wird der Beleidigten das Recht zuerkannt, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der Rechtskraft des Urtheils an gerechnet, einmal auf Kosten der Ange klagten im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen.
Die Richtigkeit der Abschrift der Urthetlsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt
Friedberg den 26. Junt 1889. 2523 Weber,
Gerichtschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.
Arbeits-Vergebung.
Die bei Chaussirung eines Feldwegs in der Gemar— kung Melbach vorkommende Chaussirarbeit, veranschlagt zu 680 M., Chaussirsteine aufzusetzen, veranschlagt zu 37 M. 50 Pf., sollen Freitag den 5. Jult, Vormittags um 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Melbach öffentlich vergeben werden.
Friedberg den 1. Juli 1889.
Zörb U., Bezirks bauaufseher.
Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 3. d. Mts., Nach mittags um 4½ Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen in dem Gasthaus zur Linde zu Nieder-Wöllstadt öffentlich vergeben werden: Pflasterarbeit, laut Kostenüberschlag
2518
M. 90.,
Liefern von zugerichteten Basaltpflastersteinen„ 60., Liefern von Pflastersand 1 Liefern von Unterhaltungssteinen„ 0 Anfahren von Unterhaltungssteinen 90. Zerschlagen von Unterhaltungssteinen 103. Aufsetzen der Steine und Sandmessen 3 Friedberg den 1. Juli 1889. Zörb II., 2519 Bezirks bauaufseher.
Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 3. d. Mts., Nachmittags um 1½ Uhr, werden nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen zu Ober⸗Wöllstadt in dem Gasthaus des Ph. Feuerbach VII. öffentlich vergeben:
Maurerarbeit, veranschlagt zu M. 104. 00, Pflasterarbeit„0 00, Spenglerarbeit 19 Glaserarbeit 15. 90 Weiß binderarbeit„8. 9, Lieferung von Nussensteinen„ 00. Lieferung von Cement 22 90, Lieferung von hydraulichem Kak„ 18 90, Lieferung von Sand 70007 Lieferung von Falzziegel„ Lieferung von Pflastersand sd, Brechen von Unterhaltungssteinen„ 00, Unterhaltungssteine anzufahren 0 0 Unterhaltungssteine zu zerschlagen i eee Sand zu messen 5 3. 60. Friedberg den 1. Juli 1889. Zörb II., 2520 Bezirks bauaufseher.
Holzversteigerung.
Freitag den 5. Juli werden in dem Domanialwald⸗ distrikt Lohwald bei Ober-Erlenbach an Eichenschälholz versteigert: 4 Rm. Scheiter, 64,2 Rm. Knüppel und 26,85 Hundert Wellen Reifig. Zusammenkunft Vormit— tags 9 Uhr im Schlage bei Holznummer 1.
Homburg v. d. H. am 29. Juni 1889.
Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Eschbach. 2521 T
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Todes Anzeige. 7
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser unvergeßlicher Sohn und Bruder
Herrn Carl Konrad Bär heute Nacht 2 Uhr nach langem, schweren Leiden sanft verschieden ist.
Dickmühle den 1. Juli 1889.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet statt zu Rodheim Mittwoch den 3. Juli, Nachmittags 2 Uhr, von der Dickmühle ab. 2524
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