1886 87.
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8. Rubr. 30.
9. Rubr. 34. Eine Remunerirung des nicht statt; eine solche ist indessen pro 1887/88 10. Rubr. 37.
Zum Abschluß.
ür culturtechnische Zwecke wurde von den vorgesehenen 600 M. nichts und an Unterstützung für Theilnehmer an dem Uutexricht im Huf beschlag wurden von vorgesehenen 100 M. nur 50 M. verausgabt. n fand in 1886/87 ereits erfolgt. Für den Fonds für Beihülfe an Angehörige der Reserve und Landwehr wurden, einschließlich zurückempfangener 1000?
wiesenen Deckungsmittel zu
„ausgeliehen 3000 M. ohne mündliches Verfahren
Nach Beleg 176 zur Rechnung sind unter den Rubr. 28 und 37 6 überschreitungen vorgekommen von zusammen 13,365 M. 77 Pf. beantragt, diese Creditüberschreitungen zu Lasten der in genanntem Belege
redit huß chge genehmigen.
b Was die eigene Thätigkeit des Kreisausschusses anbelangt, so hat derselbe im Jahre 1886 11 Sitzungen 122 in welchen 3 Sachen mit und 340 Sac 9
zur Verhandlung kamen, zusammen also 343 Sachen.
Von den anhängig gewesenen Gegenständen fallen unter:
Die Ausstände bestehen auch diesmal hauptsächlich in befristeten Beträgen Art. 48, I. der Kreis- und Provinzial-Ordnung 9 an Kapitalraten und Zinsen bei ehemaligen Reservisten ꝛc. und die Vorlagen in„„„ 5 7 2 Kosten der Errichtung eines Isolirlazareths für Reeurrenzfieberkranke in 1880, r 5„ 1 5 243 sowie in Diäten und Gebühren wegen Regulirung bezw. Aufräumung der Nidda 8 IV. 1. 1** 1 insbesondere Bildung eines Verbands.„*„„„„„ f Der Kapitalbestand Ende 1886/87 ist folgender:* 2* 1 1 1 a. Fonds der Kreiskasse(Neuschateler 10 Fres. Loos 8 M. 5 3 i. Zusammen 254 b. Fonds für Beihülfe an Angehörige der Reserve und a Gegenstände, die nicht unter Art. 48 fallen 89 c 19,743 M. 14 Pf. Zusammen wie oben 343 e. Fonds für die Vogt'sche Waisenstiftung. N 850 M. 5 Friedberg den 3. Dezember 1887. Zusammen 20601 M. 14 Pf. Der Kreisausschuß: Die Schulden betragen Ende 1886/87 unverändert wie voriges Jahr 33,500 M. Dr. Braden. Bausch. Keller. Grimm. Keil. Diehl. Jöckel.
Ausschreiben.
Erledigung. Frledberg den 29. Januar 1888.
Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Georg Wolf von Boͤnstadt wird ersucht. Mein Ausschreilben gegen Heinrich Schmidt von Querinheim nehme ich als durch Gendarm Steinbach zu Friedberg erledigt zurück.
Der Großherzogliche Amtsanwalt Wagner.
Aus Stadt und Land.
hi. Friedberg. Auf Verxanlassung des hlesigen Localgewerbverelns wird in den nächsten Tagen Untver sitätsamtmann Dr. Dietz von Gießen, hier einen Vortrag über das Unfall versicherungsgesetz balten. Der so sehr wichtige Gegenstand des Vortrags wird wohl sämmtlichen Berufsgenossen willkommen sein und werden dieselben die gebotene Gelegenheit sicher nicht unbenutzt vorüber gehen lassen.
Friedberg, 20. Jan. Die Rudolph'sche Gesellschaft kommt jetzt, wie beabsichtigt, nicht nach Friedberg, da die bestimmte Zeit für eine Anzahl von 12 Vorstellungen zu kurz war, und die Gesellschaft bereits Anfang Februar in Göttingen eintreffen muß. Casinodiener Rausch gibt die Abonnements Gelder zurück.
m. Friedberg. Donnerstag den 26. Januar findet im Saale des Hötel Trapp ein Vortrag des Capitäns Bade, früher Offisier der„Hansa“, über die deutsche Nordpol⸗Expedition, insbesondere über den Untergang der„Hansa“ und seine darauffolgende 287Ttägige Eis schollenfahrt statt und wir möchten das Publikum darauf aufmerksam machen, daß wir damit Gelegenheit haben, aus dem Munde des interessanten Mannes, der persönlich an einem der interessantesten Ereignisse der neueren Zeit theil genommen, eine fesselnde Schderung des Vorganges zu hören. Unsere Jugend, welche die Fahrt der Hansa meist schon gelesen haben wird, möchten wir ganz besonders veranlassen, den Vortrag anzuhören, der auch an vielen anderen Orten mit dem größten Beifall Ame wurde. Klare und schlichte Darstellung, zum Herzen dringende Sprache werden allerwärts dem kühnen See fahrer und persönlich rasch für sich gewinnenden Mann nachgerübmt, der sich außerdem durch scharfe Beobach tungs gabe auszeichnet.
r. Bad⸗ Nauheim. Letzten Sonntag Nachmittag erfolgte bei Gastwirth Fritz dahter die Prämtenverthei lung an die hiesigen Aussteller von Lehrlingsarbetten. Rentmeister Nebhuth leitete den Akt durch einen nach In- halt und Form gleich ansprechenden Vortrag über die deutsche Industrie ein und kam am Schlusse seiner Rede auf die in den letzten dreißig Jahren stattgefundenen Ausstellungen zu sprechen. Stadtrath Peter Stoll III. erstattete alsdann einen ausführlichen Bericht über die seiner Zeit von ihm mit einigen Lehrlingen besuchte Aus- stellung von Lehrlings arbeiten in Darmstadt. Hierauf gedachte Rentmeister Nebhuth nochmals der Hauptmomente des Ausstellungsunternehmens, das als das größte dieser Art in Deutschland in weiteren Kreisen Interesse erweckt und Anerkennung gefunden habe und woran sich auch von bier 13 Lehrlinge betheiligten, von welchen drei mit der Note 1 und 2 mit Prämien, vier mit der Note 3 mit lobenden Erwähnungen bedacht worden seten. Bei der hlerauf vorgenommenen Vertheilung der Prämien er
hielt: Note 1, Th. Frank von Bederkesa, Lehrling bei
Friseur H. Rack; Note II, Th. Krug von Bad Nauheim, Lehrling bei Schreiner Krug, W. Henes von Bad Nau⸗ heim, Lehrling bei Tapezier Horn& Baumann; Note III, G. Damm von Queckborn, Lehrling bei Schneider Goll, G. Glück von Darmstadt, Lehrling bei Schneider Schäfer, H. Mötler von Bad Nauheim, Lehrling bei Schreiner Mörler, K. Gries von Bad Nauheim, Lehrling bei Zimmer⸗ mann Gries. Rentmeister Nebhuth richtete alsdann an die Lehrlinge noch einige ermahnende Worte. Lehrer Wagner dankte hierauf Allen, die bei der Durchführung der Ausstellung mitgewirkt haben, insbesondere aber Nent— meister Nebhuth, durch dessen unelgennützige Bemühungen im Interesse der hiesigen Gewerbetreibenden die Be— schickung der Ausstellung überhaupt möglich geworden sei. Zum Schlusse brachte noch Rentmeister Nebhuth die Gründung eines Localgtwerbevereins zur Sprache. Nach kurzer Debatte beschloß die Versammlung in Anbetracht, daß die Gewerbe dahler in Folge des erfreulichen Auf
schwunges des Bades im Aufblüben begriffen seien, in
demselben Maßstabe jedoch aber auch die Anforderungen in geschäftlicher Beziehung an die hiesigen Gewerbetretben— den höher gestellt werden wie früher, mit der Gründung eines Gewerbeveteins sofort vorzugehen. Zu diesem Zwecke werden in den nächsten Tagen Anmeldeformulare durch Brunnenaufseher Rack, welcher sich in der kommendsten Weise zu dleser Function bereit erklärte, an die einzelnen Gewerbetretbenden überbracht werden und sieht die Versammlung, ausgehend von dem Grund aß:„Vereinigung macht stark!“ einer recht großen Zahl von Beltrittserklärungen entgegen.
n. Ockstadt. An Keller wutde Pfarrer
Stelle des verstorbenen Dekans
Appel in Oppershofen für die Dauer von 5 Jahren von dem Btischof zum Dekan des Dekanats Ockstadt ernannt.
i. Fanerbach b. Fr., an. Bei der gestern bler stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der seit herige Beigeordnete Schmidt mit 58 Stimmen gewählt.
*
Der Gegencandidat Hr. Phtlippt III. erbielt 35 Stimmen.
Allerlei.
Frankfurt. Die Intendanz der Theater beab sichtigt, während des Winters, sowohl im Opernhause, wie im Schauspielhause, Sonntag Nachmittags um 3½ Uhr Vorstellungen zu geben, theils bei kleinen, theils bei uer— mäßigten Preisen; jedoch nicht regelmäßig und nur nach Maßgabe des Abend Repertoirs, welches durch diesen Versuch keinesfalls berührt werden soll. Das Repertotr für diese Sonntag Nachmittags Vorstellungen wurde namentlich aus populären Stücken, heiteren und ernsten Genre's, Volksschauspielen(Ralmund, Anzengruber u. s. w) und auch einzelnen klassischen Stücken gebildet werden.
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entgegen⸗
Hamburg, 21. Jan. Der Raubmörder Winckler wurde heute morgen mittelst Fallbeiles hingerichtet.
Lieguttz, 21. Jan. Bisher sind, wie der„Vost“ nach dem Polizeibericht gemeldet wird, 415 Erkrankungen und 16 Todesfälle am Nervenfieber gemeldet.
Philadelphia, 17. Jan. Noch immer treffen aus den entfernteren Gegenden des Nordwestens Nachrichten über die verheerenden Wirkungen des kürzlichen Schnee⸗ sturmes ein. Dem Sturm ist eine furchtbare Kälte ge⸗ folgt, wie sie seit 1864 nicht erlebt worden ist. Tau sende leiden wegen Holzmangels. In Dakota sind 145 Personen erfroren, in Minnesota 12, in Nebraska 77, in Jowa 6, in Montana 2, in Wisconsin und Colorado
je 1 Person, insgesammt 181 Personen. Außerdem wer⸗
den viele Leute vermißt. Das Thermometer fiel an manchen Orten bis auf 400 unter Null und es fiel fuß⸗ boher Schnee In allen Golfstaaten sind Schneestürme gewesen und die Berichte über die Leiden der Bevölkerung füllen die Zeitungen. Heute wüthete ein heftiger Schnee⸗ sturm an der atlantischen Küste.
Shanghai. 4000 Arbeiter, welche unter der Auf⸗ sicht mehrerer Mandarinen Wellenbrecher herstellten, um den Lauf der Hoangho Fluthen zu stauen, wurden von einem plötzlichen Andrange des Wassers überrascht und sind größtentteils umgekommen.
Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 24.: Templer und Jüdin. [Mittwoch den 25. geschlossen. Donnerstag den 26. zu Mozarts Geburtstag neu einstu⸗ dirt: Titus. Genöbnl. Pr. Freitag den 27. geschlossen. Samstag den 28.: Der Wlldschüßz. Sonntag den 29.: Die Weistersinger.
Gewöhnl. Pr.
Gewöhnl. Pr. Gewöhnl. Pr.
Schauspielbaus.
Dienstag den 24. neu einstudirt: Emilta Galotti. Gr. Pr.
Mittwoch den 25.: Doctor Klaus. Or. Pr.
Donnerstag den 26. geschlossen.
Freitag den 27.: Gasispiel des Herrn Philipp. Zum ersten Male: Farinelli, Operette in 3 Akten von F W. Wulf und Ch. Caßmann, Musik von H. Zumpe. Farinellt: Herr Philipp. Gr. Pr.
Samstag den 28.: Gastspiel des Herrn Philipp. Zum ersten Male wiederholt: Farinelll. Gr. Pr.
Sonntag den 29., Nachm. 3½ Uhr: Alt Frankfurt. Außer Abonnem. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Wit fremden Federn. Vorber zum ersten Male: Diana, Schwank in 1 Akt von A. Hill. Gr. Pr.
Montag den 30.; Alexandra. Gr. Pr.
Versteigerung.
Wegen Oekonomie Aufgabe lassen die Unterzeichneten Montag den 30. Januar, Morgens 10 Uhr anfangend, in ihrem Hofraum
1 zugfeste, trächtige Kuh(roth),
1 desgl. trächtiges Rind(Schwarzscheck),
eine Parthie Dickwurz und 1 Dickwurzmuͤhle,
2 neue Kubgeschirre; sodann in der Scheuer des Georg Schutt III.:
1 neuen Wagen mit neuen Ernteleitern,
1 neuen Vorder- und Hinterpflug, Durchwender,
schwer,
1 Unterwender,
1 Kartoffelbäckler,
1 Egge, 1 Pfuhlfaß,
cirea 30 Centner gutes Heu und Kleeheu(deutsch),
30 Ctr. Welzen und Gerstenstroh(Flegeldrusch)
öffentlich meistbtetend gegen Baarzahlung verstelgern. Dorheim den 23. Januar 1888.
Georg Philipp Seipel,
Alexander Löwenberger v Schönholtz.
empfiehlt billigst se. Friedrich.
319
3 Halsbinden& Shlips
Prim a
„Sommer- Weizen“(Saatgut)
wird abgegeben zu Wickstadt bel
322
Peil& Comp.
Ausverkauf.
Wegen Aufgabe meines Geschäfts verkaufe ich sämmt⸗ liche Schuhwaaren unter dem Einkaufspreis.
40 Jos. Butzbach. Apotheker Heißbauer's 337
schmerzstillender Zahnkitt
zum Selbstplombiten hohler Zähne, beseitigt nicht blos den Zahnschmerz rasch und auf die Dauer, sondern verhindert durch den voll; staͤndig festen Verschluß der kranken Zahnhoͤble behrechtzei— tiger Anwendung das Auftreten des Schmerzes überhaupt und unterdrückt das Weiterfressen der Fdulniß.
Zu haben in Friedberg bel C. Gartz, Hpfapotheker.
Frische Schellfische““
soeben eingetroffen. Ph. Dan. Kümmich. **
Leere Fässer,
Pfuhl und Regensässern, sowie Bütten sich eignend, n großer Auswahl bei
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8 Hemd en, be f
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Georꝗ Gross. Manschetten verkauft
K. Friedrich. Ich warne hierdurch nochmals, Niemand auf meinen Namen Etwas zu leihen, oder ohne Geld abzu⸗ geben, indem ich für Nichts mehr hafte.
Freifrau Löw von und zu Steinfurth. Loͤwenthal— Darmstadt.
Milch.
Gute reine Vollmilch kauft stets Frankfurter Dampf⸗ Molkerei, Schweizerstraße 35/37, Sachsenhausen Frankfurt a. M.
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