Ausgabe 
22.9.1888
 
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1888. Samstag den 22. September. M12.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Areisblatt für den Kreis Friedberg. Vander und Sang

Annoncen: die einspaltige A ee Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei ung haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

5 Amtlicher Theil.

Friedberg den 12. September 1888.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und die Gr. Gendarmerie des Kreises. Der Bauausschuß für das Städtische Volkstheater und Festhaus in Worms beabsichtigt zum Zweck der theilweisen Deckung der Bau kosten eine zweite Verloosung von Goldbarren, Gold-, Silber-, Kunst- und Industriegegenständen zu veranstalten.

Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung und zum Vertrieb der Loose im Großherzogthum unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 100,000 Loose à 2 M. ausgegeben werden dürfen und mindestens 33 ¼ 0% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind.

Wir setzen Sie hiervon zur Nachachtung in Kenntniß.

Dr. Braden.

Bekanntmachung. Betreffend: Fourage⸗Ankäufe Seitens des Koͤniglichen Proviantamts Bockenheim.

Es wird andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Haferankäufe für das Magazin zu Bockenheim jetzt wieder beginnen und

daß der Hafer so viel als möglich direct von den Producenten gekauft werden soll. Ueber die Qualitätsansprüche und die je nach den Handels-

Conjuncturen zu gewährenden Preise ist das Amt stets bereit, spezielle Auskunft mündlich oder schriftlich zu ertheilen, wenn demselben Seitens des Producenten bemusterte Offerten vorgelegt werden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Friedberg den 18. September 1888. Dr. Braden.

Winterkursus an der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg pro 18881889.

Der diesmalige Winterkursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Freitag den 2. November und dauert bis gegen Ende März k. J. Der Unterricht erstreckt sich auf allgemeine Schulfächer, Naturkunde und Landwirthschaftslehre. Er wird von zwei Landwirthschaftslehrern, einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer und mehreren geeigneten Hilfslehrern ertheilt. Die nöthige Anschauung gewähren die reichen Lehrmittel der Anstalt im Verein mit Exkursionen. Aufnahmsfähig sind alle unbescholtenen jungen Leute, welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvirt haben und einige Kenntniß von dem praktischen Landwirthschaftsbetriebe hesitzen. Der Lehrplan hiesiger Ackerbauschule ist auf zwei Winter berechnet, weshalb der Unterricht in zwei vollständig getrennten Klassen ertheilt wird. In die obere derselben werden nur solche Schüler auf genommen, welche die untere bereits durchgemacht, oder sich anderweitig die in derselben zu erwerbenden Kenntnisse angeeignet haben. Das Schulgeld beträgt für den Besuch der unteren Klasse M. 40., für den der oberen M. 20. Anmeldungen nimmt schriftlich oder mündlich der Austaltsdirigent, Landwirthschaftslehrer Dr. Tobisch, entgegen, welcher auch anderweitige bezügliche Auskunft ertheilt. Die Neuangemeldeten haben ein Zeugniß ihrer Bürgermeisterei über unbescholtenen Lebenswandel beizuoringen. 2

Friedberg im September 1888. Der Aufsichtsrath der Ackerbauschule zu, Friedberg.

Dr. Braden, Kreisrath. Dr. Wallau, Amtmann. Schmidt, Schulrath. Dr. Tobisch, Landwirthschaftslehrer.

Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1888 1889. Friedberg den 13. September 1888.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Aufsichtsraths der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, daß die Ackerbauschule durch recht viele junge, der Landwirthschaft sich widmende Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird. Wir bemerken zugleich hierbei, daß für wenig Bemitttelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir es nicht zu beanstanden finden, wenn auch von Gemeinden, aus welchen junge Leute die Schule besuchen, Unterstuͤtzungen verwilligt werden, indem wir recht gerne derartigen Beschlüssen Genehmigung ertheilen.

Dr. Braden.

Verloosung Grostherzoglich Hessischer Staatsschuld⸗Verschreibungen für 1888/89.

In Gemäßheit der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen sind für das Etats jahr 1858/89 folgende Staatsschuldverschreibungen auf den 31. Dezember 1888 zur

Rückzahlung berufen worden:

Die verloosten Aprocentigen Staatsrenten-Obligationen. 1879: Lit. A. Nr. 2679 bis 2084, 2913 bis 2918, 3351 bis 3356 à M. 1000; Nr. 22 bis 24 3 M. 2000., a M. 1000., Nr. 2039 bis 2050 à M. 500., Nr. 4831 bis 4860 à M. 200. Wir setzen die Inhaber dieser Staatsschuldverschreibungen hiervon mit der

b.,, d. Januar 1881:

Aufforderung in Kenntniß, die Nominalbeträge derselben zwischen dem 22. und 31. Dezember 1888 gegen Rückgabe der Obligattonen und der dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zinscoupons nebst Talons bei Großherzoglicher Hauptstaatskasse dahter oder für deren Rechnung bei dem Bankhaus M. A. v. Rothschild& Söhne zu Frankfurt a. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben in Gewäßheit des Art. 3. des Gesetzes vom 16. Jult 1833 vom 1. Januar 1889 an nicht mehr ver⸗ zinst werden und in Folge davon die nach dem Rückzahlungstermin noch eingelöst werdenden Zinscoupons von den bereits verloosten Obligationen an dem Kapfktal⸗ betrag dieser Obligationen selbst in Abzug gebracht werden.

Von den bereits früher verloosten und gekündigten Großherzoglich Hessischen Staatsschuldverschreibungen und bezw. Partlalschuldscheinen à 50 fl. sind noch

rückständig:

A. d. d. 1. März pro 1. Juli 1882: Lit

Nr. 1129 bis 1134

Ne. 123503 und

Außerdem sind mit

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0 1. Von den 3½procentigen Staatsstraßenbau-Obligationen: Lit. A. Nr. 14838 und 1519 vom 1. April 1838 à 100 fl.; verloost pro 1. Januar 1879.

2. Von den Aprocentigen Staatsrenten-Obligationen: aus der Kündigung A. Nr. 591 vom 1. Januar 1825 à 1000 fl.

3. Von den Aprocentigen Eisenbahn-Obligationen: aus der Kündigung pro 1. Juni 1880: Nr. 9091 vom 1. Juli 1846 à 500 fl.

4. Von den Großherzoglich Hessischen Partialschuldscheinen(Loosen) à 50 fl.: aus der 38. Verloosung vom 2.9. Januar 1874: Nr. 123598 à 165 fl; aus der 40. Verloosung vom 3./8. Januar 1876: Nr. 123503 à 170 fl.

Ferner bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, des Amortisatlonsgesetzes vom 20. Juli 1858 hinsichtlich der Partlalschuldscheine 123598 à 50 fl. das Amortisationsverfahren eingeleitet und Zahlungssperre verfügt worden ist.

daß in Gemäßheit

Zahlungssperre belegt worden: 1. der Zinseoupon zur

Obligation Nr. 11075 des Anlehens vom 1. Juni 1876 pro 15. November 1883

Aa M. 20.; 2. die Zinseoupons und der Talon zur Staatsrenten-Obligatlon vom

2. Januar 1881 über M. 200. Nr. 3944 für die Zeit vom 1. Juli 1882 ab. Darmstadt den 5. September 1888.

zroßherzogliche Staatsschulden Commission.

Michell. Schleiermacher. Dr. Lauer.

Deutsches Reich.

Darstadt, 19. September. Der Groß⸗ herzog wohnte gestern dem Manöver der sechs zehnten Division zwischen Dautweiler und Ueber roth und auf dem Plateau nordöstlich des letz

teren Ortes bei. Nach Schluß der Uebung führte

der Divisions-Kommandeur, Generallieutenant Lentze, die Dlvision im Parademarsch vorbei und rückte dieselbe unmittelbar nach dem Vorbeimarsch in das Biwak östlich Wadern. Der Großherzog

besuchte am Abend die Biwaks der Division.

Heute ficht die 16. Division gegen einen mar kirten Feind bei WeißkirchenThailen.

Der Gymnasial⸗ Direktor Dr. Boßler zu Worms wurde auf Nachsuchen, unter Aner kennung seiner Dienste, in den Ruhestand ver setzt, der Direktor des Realgymnasiums Nod nagel zu Gießen zum Gymnasial-Direktor zu Worms, der Gymnasiallehrer Weihrich zu Mainz zum Direktor des Realgymnasiums zu Gießen und der Vicewachtmeister Saxer in Darmstadt zum Kreisdiener in Worms ernannt.

Berlin, 19. Sept. Erzherzog Albrecht, Großfürst Nicolaus und die bayerischen Prinzen wohnten heute dem Schlusse der Manöver bei Müncheberg bei und verabschiedeten sich dort von dem Kaiser, der sich zur Abhaltung von Jagden nach dem Hubertusstock begab. Die fürstlichen Herrschaften kehrten nach Berlin zu rück, wo heute Nachmittag ein Diner im Pfeiler saale des königlichen Schlosses stattfindet.

Von hier ist nach Rom der ausdrückliche Wunsch des Kaisers übermittelt worden, daß der

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