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1888.
Donnerstag den 15. November.
M 135,
O berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Errichtung einer gemeinschaftlichen Ortskrankenkasse für Butzbach und Umgegend. ̃ l ö Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks der Ortskrankenkasse für Butzbach und Umgegend. Die Wahl des Vorstands bezeichneter Kasse soll Sonntag den 18. November durch die am 13. Oktober zu Butzbach gewählten Vertreter
der Generalversammlung stattfinden.
Friedberg, 9. November 1888.
Die Wahlbandlung der Arbeitnehmer beginnt Nachmittags um ½3 Uhr, diejenige der Arbeitgeber um 4 Uhr. Sie wollen die Wahlberechtigten hierauf aufmerksam machen.
Betreffend: Die Einsendung der Mahn- und Pfandlisten über das 1. und 2. Ziel Umlagen 1888/89.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Die Erledigung unserer Verfügung vom 30. v. Mts., Gegebenen Falles sind Negativberichte einzureichen.
die damit noch im Rückstande sind, dringend in
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß,
Erinnerung.
Bekanntmachung.
auf Weiteres mit Lasten von mehr als 30 Centnern nicht benutzt werden darf.
Büdingen den 12. November 1888.
J. V.: Dr. Wallau. Friedberg am 13. November 1888.
— Oberhessischer Anzeiger Nr. 129— bringen wir bei denjenigen von Ihnen,
Dr. Braden.
daß die reparaturfällige Nidderbrücke in der Kreisstraße Altenstadt- Rommelhausen bis
Großherzogliches Kreisamt Büdingen Klietsch.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Die Baumeister Geibel und Simon wurden zu Wasserbaumeistern, die Straßen- meister Sack zu Hirschhorn und Engelhardt zu Oppenheim zu Dammmeistern in Worms und Oppenheim, der Gerichtsassessor Jehle in Mainz zum Notar in Bechtheim, der Gerichtsschreiber⸗ Aspirant Malzan in Darmstadt zum Hilfsgerichts— schreiber in Darmstadt und der Gerichtsschreiber— Aspirant Bauer in Gießen zum Hilfsgerichts— schreiber in Gießen ernannt.
Berlin. Die Uebersiedelung der kaiserlichen Familie nach Berlin soll am 22. Nov. erfolgen.
— In scharfer Weise entgegnet die„Nordd. Allg. Ztg.“ auf einen Artikel des dem franzö⸗ sischen Minister Lokroy gehörigen„Rappel“, welcher maßlos gegen Deutschland hetzt. Die „N. A. Z.“ bemerkt, sie begnüge sich damit, diesen Thatbestand festzustellen, damit es für Jedermann ersichtlich sei, auf wen die Schuld fallen werde, falls der Friede nicht aufrecht erhalten werden könne; die Verantwortlichkeit einer Störung des Friedens würde Frankreich allein treffen.
— 12. Nov. Die Verhandlungen wegen Ab— schlusses des deutsch-schweizerischen Handelsver— trages sind beendet. Der Vertrag wurde gestern von den beiderseitigen Commissarien vollzogen.
— Die deutsche ostafrikanische Gesellschaft hat dieser Tage an den Bundesrath das förm— liche Gesuch gerichtet, ihr die Rechte einer Reichscorporation auf Grund des neuen Colonial— Reichsgesetzes vom 15. März 1888 zu ertheilen.
Kiel. Das Schulgeschwader, bestehend aus S. M. Schiffen„Stosch“(Flaggschiff),„Char⸗ lotte“,„Gneisenau“ und„Moltke“, Geschwader⸗ Chef Contre-Admiral Hollmann, ist am 9. No⸗ vember cr. in Triest eingetroffen und beabsichtigt am 15. d. M. wieder in See zu gehen.
München. Der Herzog Max in Bayern ist am Samstag von einem Schlaganfall be⸗ troffen worden. Die in Wien und Hannover weilenden Söhne des Herzogs sind zurückbe⸗ rufen worden.
Stuttgart. Der„Staats-Anzeiger“ bringt anch dem„Fr. J.“ eine längere Erklärung in der Woodcock⸗Angelegenheit. Danach hat Woodcock sich aus eigener Entschließung mit Hendryk aus
der Umgebung des Königs, der ihm ein dank⸗ bares Andenken bewahren werde, zurückgezogen.
Der König will auch ausgesprochen wissen, daß Woodcock sich an spiritistischen Experimenten niemals betheiligt habe. Ueber eine schaͤdliche Einflußnahme Dritter auf Staatsgeschäfte haben die Minister sich nicht zu beklagen gehabt und deshalb auch die Entfernung irgend welcher Personen aus der Umgebung des Königs weder verlangt, noch ihre Entlassung eingereicht. Die Minister beschränkten sich auf eine allgemein ge— haltene Vorstellung an den König, der für die damit kundgegebenen guten Absichten danken ließ und auch befohlen hatte, daß von einem ferneren strafrechtlichen Vorgehen wegen des Vorgekom— menen Abstand genommen werde in der Erwar— tung, daß nach Darlegung der Sachlage eine ruhige, unbefangene Beurtheilung derselben sei⸗ tens der Gutgesinnten Platz greifen werde.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 13. Nov.
Die Abgeordneten nahmen mit großer Majorität die Conversion an.
Dänemark. Kopenhagen. In hiesigen Ab— geordnetenkreisen verlautet, daß mehrere Mit⸗ glieder des Reichstages im Laufe dieser Woche einen Gesetzentwurf einzubringen beabsichtigen, in welchem sie die Regierung auffordern, die Staatsgarantie für die Verzinsung des zum Bau des projektirten, die Nordsee mit dem Kattegat verbindenden Kanals, nothwendigen Kapitals zu bewilligen.
Großbritannien. London, 12. Novbr. Einem Telegramm der„Times“ aus Sansibar zufolge ist der Beginn der Blockade auf Vor⸗ stellung des englischen Generalconsuls auf nächste Woche verschoben worden, um den englischen Missionären in Magita die Abreise zu ermög⸗ lichen. Die Blokade wird die ganze Küstenlinie der deutschen Schutzgebiete umfassen; deutsche Schiffe werden südwärts von Tanga bis zur Maina⸗Insel, englische von hier ab bis zum Rownmafluß kreuzen. Zu einer wirksamen Blockade selbst innerhalb der genannten Grenzen sind noch mehr Schiffe erforderlich. Der„Aga— memnon“ bleibt wahrscheinlich als Wachtschiff iu Sansibar. Gerüchtweise verlautet, die Araber hätten aus Minengani an der Tunghibai die Portugiesen vertrieben.
Spanien. Madrid, 11. Nov. del Castillo kam heute Morgen hier an,
Canovas konnte
aber nur mit Mühe inmitten feindlicher Kund— gebungen der Studenten und einer großen Volksmenge, welche unausgesetzt rief:„Nieder mit Canovas!“ seine Behausung gewinnen. Die Polizei war genöthigt, den Wagen Canovas unter ihren Schutz zu nehmen. Am Nachmittag erneuten sich die Kundgebungen; es wurden Steine gegen das Gebäude des conservativen Clubs und das Redaktionslokal des Journals „Epoca“ geworfen.— 12. Nov. Die Agitation der Studenten dauerte heute fort; dieselben durchzogen in größeren Trupps unter lärmenden Kundgebungen die Stadt. Die Behörden haben Maßnahmen getroffen, um einer Wiederholung der Kundgebungen am Abend vorzubeugen; auch im königlichen Palaste sind Truppen consignirt.
Barcelona, 13. Nov. Gestern haben weitere feindselige Kundgebungen gegen die Conservativen stattgefunden. Die Mehrzahl der Betheiligten waren Studenten. Vor dem Redactions-Local des„Diario von Barcelona“ und vor der Woh— nung der hiesigen Fuhrer der Conservativen wurde gepfiffen. Auf dem Constitutionsplatz verbrannten die Manifestanten das Bild Canova's. Auf die Aufforderung des Präfekten zerstreuten sich die Studenten.
Italien. Rom, 12. Nov. Im Senate interpellirte Corti, welche Grenzen die Regie— rung der Rothe Meer-Politik während der gegenwärtigen europäischen Situation zu stecken gedenke.
Rumänien. Bukarest, 13. Novbr. Der König eröffnete heute in Gegenwart der Minister, des diplomatischen Corps und anderer Wuͤrden⸗ träger die Kammern. Die Thronrede kündigt ver— schiedene Gesetzentwürfe an, darunter auch einen betreffs der Sequestration der Czernowitz Jassy⸗ Eisenbahn, durch deren Betriebsübernahme die Regierung beträchtliche Ersparnisse erzielen werde.
Aus Stadt und Land.
C. T. Friedberg. Gemeinderaths Sitzung vom 12. Novbr. Infolge einer schadhaften Stelle im Rohre hat der Pachter des Windecker'schen Bier Kellers einen Gasverlust von 190 Cubikmeter gebabt, der Gemeinderath beschlleßt, daß diese zum Selbstkostenprelse des Gases in Rechnung gebracht werden.— Das Testament des ver⸗ storbenen Gemeinderaths Eduard Ruths und das damit im Zusammenhang stehende Abkommen zwischen der Stadt und Wittwe Ruths wurde verlesen, die Beschlußfassung jedoch bis zur nächsten Sitzung ausgesetzt.— Von Frledr. Horn soll Gelände zur Promenade angekauft und so weit das Rohrnetz für Gas“, Wasser- und Canal- Lieferung


