im Gonstanz, zu welcher außer dem Erfinder Schleyer
Unter Anderen als Beiräthe die Professoren: Kerckhoffs
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in Paris, Ferettt in Italten, Schnepper in Bayern, Rylski in Wien und Kirchhoff in Halle gehören, das Diplom als Lehrer der Weltsprache verliehen. Wie wir hören, ist derselbe einer der ersten Lehrer im Großherzogthum Hessen, welcher sich dieser Prüfung unterzog.
Allerlei.
Heidelberg, 10. August. Der Geschichtsschreiber Professor Dr. Georg Weber ist gestorben.
s. Lahr. In Madrid starb unlängst ein angesehener Bürger Namens Ganter-Langenbacher, aus Rothenbach bei Villingen gebürtig, welcher vor vielen Jahren als armer Uhrenmacher in die weite Welt ging und nun ein großes Vermögen hinterlassen hat, von welchem er unter andern Wohlthätigkettslegaten die Summe von 30,000 Pesetas S 24,000 Mark dem Reichswalsenhaus des Lahrer Hinkenden letztwillig zugewendet hat. Möge die edle That des wackern Mannes Nachfolge finden, denn das erste deutsche Reichswaisenhaus bedarf dringend
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noch weiterer thatkräftiger Hülfe und Unterstützung, wenn
es seinen erhabenen Zweck voll und ganz erfüllen und sein Bestand für die Zukunft gesichert sein soll. In dem Hause, welches für 100 Zöglinge ausgebaut und ein— gerichtet ist, haben bis jetzt 80 arme Waisenknaben Ob— dach und Heimatb gefunden, obgleich das Zinsenerträgniß
aus dem vorhandenen Kapital noch nicht zur Unterhal—
tung der Hälfte dieser Zahl ausreicht. Da müssen denn die laufenden Sammelgelder, anstatt den Fonds zu er— höhen, zu den Betriebskosten verwendet werden. Das Haus aber bedarf für seine volle Besetzung eines zins— tragenden Fonds von wenigstens 500,000 Mark, während erst rund 215,000 Mark vorhanden sind. Dazu kommt, daß die Ergiebigkeit der durch die Fechterei erschlossenen Einnahmequellen infolge vielfacher Nachahmungen der schönen Idee erheblich geschmälert worden ist, so daß das Werk, welches mit Fug und Recht die Priorität des Gedankens für sich in Anspruch nehmen darf, mit schweren Sorgen um die Sicherung seines Bestehens belastet ist. Während die Generalfechtschule im Jahre 1885 noch 36,700 Mark zum Fonds beisteuern konnte, ist ihr Bei—
trag im Jahre 1886 auf 21,900 Mark und im Jahre 1887 auf 19,120 Mark zurückgegangen.
Berlin. Dem General von Albedyll hat der Kalser, der„Post“ zufolge, als Zeichen besonderen Wohlwollens das Pferd aus dem Marstall, mit welchem jüngst der General im Gefolge des Kaisers bei einem Exerelren auf dem Bornstedter Felde bet Potsdam die Hindernisse nahm, mit voller Generals⸗Ausrüstung zum Geschenk gemacht.
Hamburg. Von der Hamburger Flliale der Deut— schen Bank ist im Verein mit anderen Firmen die Grün— dung einer Dampfschiffs⸗Linte von Hamburg nach Australien erfolgt. Das Aettenkapital ist gezeichnet, zwel Dampf— Schiffe sind bereits im Bau begriffen, so daß dem Be— ginn der Fahrten zu Anfang des nächsten Jahres bestimmt entgegengesehen werden kann.
Bremen. Der fünfzehnte allgemeine deutsche Pro— testantentag soll dieses Jahr am Mittwoch den 10. und Donnerstag den 11. Oetober hier stattfinden. Am
Mittwoch finden die Sitzungen der Ausschüsse statt, die Festpredigt wird an demselben Nachmittag Decan Dr. Zittel aus Karlsruhe halten.
Schlebusch, 10. August. Die angebliche„Mord— Affalre“ entpuppt sich jetzt als eine heftige Schlägerei, bei der es allerdings hart zuging. Der am meisten Ver— letzte ist aber keineswegs gestorben, sondern befindet sich bereits wieder so wohl, daß er das Bett verlassen hat.
Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 14.: Prophet. Große Preise. Mittwoch den 15.: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Außer Abonnement. Große Preise. Donnerstag den 16.: Mignon. Große Preise. Freitag den 17.: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Außer Abonnement. Große Preise. Samstag den 18.: Neu einstudirt: Rheingold. Vorabend aus der Trilogie: Der Ring der Nibelungen. Gr. Pr. Sonntag den 19.: Die Hugenotten. Große Preise. Montag den 20.: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Außer Abonnement. Große Preise. Mittwoch den 22.: Die Walküree. Erster Tag aus der!
Trilogie: Der Ring der Nibelungen. Außer Abonne— ment. Große Pretse.
Schauspielhaus. Dienstag den 14.: Goldfische. Große Preise. Mittwoch den 15.: Die Journalisten. Große Preise. Donnerstag den 16.: Geschlossen. Freitag den 17.: Krieg im Frieden. Große Preise. Samstag den 18.: Stebente Vorstellung im Cyelus klas— sischer Dramen. Stebente Vorstellung im Sonder— Abonnement. Neu einstudirt: Der Kaufmann von Venedig. Kleine Preise. Sonntag den 19.: Die Journalisten.
Eingesandt.
Friedberg, 13. Aug. Gestern Nachmittag hatten wir Gelegenheit auf dem Rudelius'schen Felsenkeller der Schaustellung des Herrn Mechaniker Driesch anzuwohnen. Wir müssen gestehen, daß wir dieselbe vollständig be— friedigt verließen. Naturgetreue und wirkungsvolle Bilder kamen und verschwanden urplötzlich, hier fuhr ein Schiff auf dem See, dort die pfeifende Eisenbahn über eine Brücke u. s. w. Es waren wirklich vergnügte Stunden, die wir da verbrachten und wollen wir nicht verfehlen, auf die Vorstellungen hiermit aufmerksam zu machen.
2902 Einige Besucher.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Katholische Gemeinde. Mittwoch: Fest Mar lä Himmelfahrt. (Gebotener Feiertag.) Morgens 6 Uhr: Beicht; 3/7 Uhr: Austhetlung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht mit Segen.
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Bekanntmachung.
Friedrich Aletter seit dem 6. Juni d. J. in Friedberg ein Geschäft mit Kurz-, Mode- und Ellenwaaren unter der Firma„G. F. Aletter“ betreibt. Friedberg, 9. August 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert.
Bekanntmachung.
Die Ehefrau des Jacob Stern in Friedberg, Bertha, geb. Simon, hat im Handelsregister eintragen lassen, daß sie seit dem 16. April d. J. zu Friedberg ein Export⸗ geschäft mit Kartoffeln unter der Firma„Jacob Stern— Simon“ betreibt und ihrem Ehemanne Procura ertheilt hat.
Friedberg, 9. August 1888.
Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert.
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Bekanntmachung.
Bei dem hiesigen Gerichte sind die Mahn-Acten bis inel. 1877, sowie die Poltzet-Untersuchungs-Aeten und Aeten über allgemeine Gegenstände bis inel. 1882 zur Vernichtung ausgeschieden. Diejenigen, welche an der 0 längeren Aufbewahrung dieser Aeten ein Interesse haben, werden aufgefordert, dasselbe innerhalb 4 Wochen dahier anzumelden und zu bescheinigen.
4 Friedberg am 11. August 1888. i Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim.
Weber.
Aufgebot.
Betreffend: Nachlaß der Johannes Gröninger Wittwe, Marie Christine, geb. Herrlich, von Bönstadt.
Die am 2. Januar 1865 verstorbene Rubrleatin hat aus ihrer ersten Ehe mit Adam Rausch von Bönstadt einen Sohn, Johann Friedrich Rausch, geboren zu Bön— stadt am 15. Mai 1816, binterlassen. Letzterer, der schon sein 70tes Lebens jahr vollendet hat, ist schon vor längerer Zeit unbekannt wohln nach Amerika ausgewandert und lbeträgt sein inzwischen von Curator Adam Ickes von Bönstadt verwaltetes Vermögen eirea 840 Mark. Auf Antrag seines Stlefbruders Heinrich Gröninger von Bönstadt als einzigen nächsten Erbberechtigten ergeht hiermit an den genannten Johann Friedrich Rausch von Bönstadt, sowie an dessen Leibes- oder sonstige Erben bie Aufforderung, so gewiß spätestens im Aufgebotstermin
Mittwoch den 14. November l. J., Vormittags 10 Uhr,
Mittheilungen über ihren dermaligen Aufenthaltsort anher gelangen zu lassen und ihre Elgenthums- bezw. Erb⸗ und sonstige Ansprüche geltend zu machen, als sonst ber erwähnte Johann Friedrich Rausch für todt erklärt
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und sein Nachlaß dem sich gemeldet habenden Intestat—
erben Heinrich Gröninger überlassen werden wird. Altenstadt den 10. August 1888. Großherzogliches Amtsgerlcht Altenstadt. 2900 2 Hellwig.
Im Handelsregister wurde eingetragen, daß Gottlieb
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