Ausgabe 
14.1.1888
 
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1888.

Jamstag den 14. Zanuar.

N 6.

O berhessischer Anzeiger.

0 c Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt *. 1 auhe g, Mittwoch N 2 3 4 Erscheint dreimal wöchentlich u und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt füt den Areis Friedberg. 0 5 Benne 6 7 Ineen die 16 MN. 20 5 8 ure rn* Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von rut auswartige Asendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. f Amtlicher Theil. 0. Bekanntmachung. 1 Wi 1 der Bestimmungen über die Verladung und Beförderung von lebenden Thleren auf Sisebabnen. *.* Wir dermit zur öffentlichen Kenntuiß, daß durch Bundesratl hsbeschluß vom 3. November 5 denen worden ist, daß zur . a a 0 ö 8 8 ürf 7 Beförderung nach Nordsechaͤfen bestimmte Wiederkäuer uud Schweine unr daun verladen werden dürfen, wenn eine Bescheinigung darüber vor

gelegt wird, daß die Thiere unmittelba

vorher von

einem beamteten Thierarzte untersucht und gesund befunden worden sind

r N 5 Friedberg, 10. Januar 1888 Großherzogliches Kreisamt Friet berg. Dr. Braden.

Deutsches Reich ziplen des Schulwesens zukomme, die übrige Ausführung 1 der Geistlichkeit, der Confirmanden, die er auf ch. Darmstadt Der Gefan Aufseher Dern in aber der Competenz der Landtage vorbehalten bleibe[Pfingsten confirmiren wollte, der kirchlichen und und welt⸗ bl Dan wurde zum Werkmelster am Gefängniß in Fra nkreich. Parts. Der Rick ter Bigneau wurde lichen Behörden, vielen Lehrern und einer großen Menge

* Darmstadt ernannt durch eln vomJournal offictel veröffentlichtes Deeret Leldtragender. Auf dem Friedhof empfing den Zug 10, Den Mitgliedern der beiden der Land- seiner Functionen als Untersuchungs richter enthoben und Dilettanten Kapelle mit dem ChoralChristus de tände sind gegen Schluß des vorigen La on Großh. vor den obersten richterlichen Rath gestellt, well er bel] mein Leben, unter dessen Klängen der Sarg einge a Reglexung gedruckte Exemplare der Darstellung der Er- der Untersuchung gegen Wilson und die Ratazzi wider wurde, an der Seite der vor Jahren heimgegar 140 zednisse der auf landständisches Etsuchen veranstalteten Gesetz und Amtslehre gehandelt hat. 5 55 Gattin des Entschlafenen Dekan Meyer rollzog K 1 Erhedungen über die Lage der dwirntbschaft im Grof Großbritannien. London. DieTimes läßt liturgischen Begräbnißaet und sprach dann im Namen bderzogttum und der dazu Einzelberichte zu- sich von außerhalb telegraphiren, die Pforte habe sich f der Dekanatsgelstlichen mit bewegten Worten Donk und zegangen Es ist nunmehr ein At uf Ansuchen der Mächte bereit erklärt, den Prinzen von[Anerkennung aus für das was der Entschlafene den Col⸗ 6 Ddaas bei der zweiten Kammer eingelauf dak een enn Sofia zu verlassen. legen gewesen, als Zeichen deß einen Kranz niederlegend. Rer. die Kammer wolle die Ergebnisse der landwirtbscha lien. Rom, 10. Jan. Die Gesundheit des Hierauf legten mit kurzem Nachruf Kränze nieder im Enguete in Crwägung ziehen und z m Zwecke einen ist, umlaufenden Gerüchten zufolge, in Folge Namen des evangelischen Kirchen-Vorstands Schulrath zus 5 Mitgliedern zu bilden Aus schuß mit der Au ifregung und der Anstrengungen der 1 Schmidt, im Namen der Mitglieder des Prediger-Se⸗ der Berichterstattung üder felerlichkeiten empfindlich gestöͤrt. Die Aerzte riethen ihm minars Geheime Kirchenrath Dr. Diegel, im Namen der werk beauftragen. plötz dringend die Schonung seiner Kräfte an, der Papst er Musterschule Oberlebrer Dörr, im Namen des evange⸗ torbene Landtogsab 1 der kl jedoch, er am Programm bis zum Ende fest⸗lischen Vereins Proftssor Dr. fim Namen Provinz Starkenbur; pfen, war balten werde. der jungen Knaben⸗ Schaar, die in ihm den Seelsorger erst für den gegenwa im 11. Januar. DieAgeneta Stefani meldet aus] verlor, 3 Confirmanden. Die Gesangvereine sangen:Auf⸗ Berlin, 11. Jan. K. Nach- Mass uah: Nach Privat nachrichten befinden sich in Guta] erstehn, ja auferstehn wirst Du und der Segen beschloß mittag den balbstuün digen Besuch des Prinzen Wilhelm. 25,000 berkttene Gallas, denen 30,000 bis 40,000 Fuß] die ergreifende Feter, die sich den Herzen tief eingegraben Das Befinden des Kalsers während des gestrigen Nach ruppen folgen. Der Negus ist in Adua. Die in Ghindaf hat. Ihm aber, der stille geglaubt mittags war indeed. der Schlaf in vergangener stebenden Abessynier fällen alle Baume ee der Straße, des Friedens unter uns gewandelt Nacht mehrfach unterbrochen 12. Jan er Kaiser, um sich vor Uederrumpelung zu · das ewige Licht und geschehen, wie 9 1 Befinden gestern recht digend und rei C. T. Friedberg. Gegen städtis den Oetrot m war, verbrachte 1 nige Zeit Bette 5 Aus Stadt und Land. hier auch einmal die Urtheile einiger angesehenen Mänt letzten Nacht schlief der Kalser gut mit einm 5 ner Friedberg. Die von dem hiesigen Gesang Verein der Wissenschaft platzfinden, deren Namen einen 9 Unterbrechung Liederkranz zum Besten unseres Stadikirchenbaues Klang im Vaterlande haben, in Bezug auf directe 8 Die Frage der zweckmäßigsten Art der 7 2 arrangirte Vorstellung kann eingetretener Hindernisse indirtete esteueruug. In seinem System der Fin dern. don Spiritus unterliegt, derM. 3. zufolge, wegen, vorerst nicht abgehalten werden. wissenschaft t sagt W. Roscher, Professor der Vol Dank, im Reichsschazamt fur geit erneute ru Friedl berg, 11. Januar. Heute Nachmittag dret wirthschaftslebtre in Leipzig:Je größer die Stadt, 0 f Nad 10 dak 0 Uhr rief das volle Geläute der Glocken die evangelische] so eher neigenes Steuersystem haben, wäh Staats seeretär 1 Elsaß Lothrin 2 0 Hof. den Gemeinde in unser ehrwürdiges Gotteshaus: es galt, kleine oder gar Landgemeinden, abgesehe nee. Vorstand der Colonialgesellschaft far Südwestafrik 3 10 ung entnissenen ein Geistlichen unsrer Stadt. N ssen Geno ossenschaften, weitaus utten set, ist nach dem Fr. verfrübt. Ae* die letz 3 zu eweisen. In feier de nie Zaluee desteuert werden.(S. 667.) München. Der Finanzausschuf W. für lichem Zu a dolte die Geistlichkeit der Stadt und desdie dire desteuerung(in Form der Thoraceise, hoher die Entschädigung unschu 5 villigt. Der Dekanats Bezirks die sterbliche Hülle des 3 Schla gebühren ze) ist für offene Landgemeinden 1 Winistet setzte die Schwierigkelten der die den 5 I. sie noch 1 zu der Stätte seine 8 S Hlangfäbrigen kaum N für geschlossene reiche Oroßstädte zwar 1 Bundes tath veranlaßte, di Beschlüsse de Wirkens, in die Stadtkirche zu geleiten. Die Mitglieder dem Grundsaße von Leistung und Gegenletstung ebenso K licht zu sanctlonsren, aut der, Ane ir des evangelischen Kirchenvorstandes und der Gemeinde wenig entsprechend, wie dem Grundsa der Leistungs⸗ solche, bei denen erwiesen it, daß sie die That nicht be. vertretung trugen den mit Blumenspenden bedeckten Sarg, eat aber hoͤchst 8(Seite 672.) Aus Pro⸗ 4 gangen Unschuldig 1 Unter a rde der am Altare niedergesetzt wurde. Die Trauergemeinde fessor Sch moller's Theorie und Propis der deutschen fee Ur selten entschädigt. füllte die weiten Hallen bis auf den letzten Platz. Nach teuerrefo im:Für 8 liegt kein Zweifel heute so 8 dem Gesang des LiedesCbristus der ist mein Leben] wenig als früber vor, daß die directen Steuern gleich 4 Ausland. betrat der durch langjährige Freundschaft mit dem Ent, sam die höhere Kultur T darstellen, die Zukunft beherr 1. Oesterreich⸗ Ungarn. len, 8. Jan* schlafenen innig verbundene Geh. Kirchenrath Dr. Diegel schen; ich glaube, wir konnen in Preußen stolz darauf 1 Elisabeth von Oesterrelch leldet sch nger an die Kanzel, um an der Hand des Wortes Hiob 2, 10: sein, daß die directen Steuern so früh so stark ausge 5 heftigen rheumat lschen Schmerzen, welche die The meHaben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das bildet wurden und ich boffe, daß auch in der Zukunft terselben an den Hoffesten binder lerzte Boͤse nicht auch onnehmen in tiefer Ergriffenheit der sich dieser Ruhm nicht verlieren wird. Aus Schulze empfehlen einen Winteraufenthalt in Acgypten Gemeinde noch einmal vor die Seele zu führen, was sie elitzsch's Rede vor seinen Wäblern in Wiesbaden am Ani. Wie letzt bekannt wird, hielt sich der Erzherzog an dem treuen Stelsorger in den mehr als 40 Jahren, 21. Oktober 1881 gehalten:Machen Ste sich den Unter⸗ Josef im strengsten Incognito und ohne politische Zwecke elche er ihr angehoͤrt hat, betrauert. Jenes Textwort schied zwischen direeter und inditeeter Steuer infolge der Woche lang in Petersburg au der Heiligen Schrift hatte der Heimgegangene am letzten] Belastung mit diesen Steuern klar. Es ist dies sehr * Pest, 11. Januar Im Unterbause interpelltrte der Samstag der Grabrede, die er gehalten hat, seiner nothwendig. Bei diesen Dingen, nämlich bei den directen bester 12 ogtordnete Helsy bezüg ich der russischen Rüstungen und letzten Amtshandlung, zu Grunde gelegt, nunmehr Steuern liegen die Einnahme auf dem Vermögen der un tiellte folgende Fragen: Ob das iswärtsge Amt wegen sollte es auf ihn selbst seine Anwendung finden und so Steuerzahler, die Steuern bei den indtreeten aber auf 7. es zweckes der unerwarteten rbereltungen ben derer selbst gleichsam nochmals zu seiner Gemeinde sprechen. seinen Ausgaben. Das ist ein gewaltiger Unterschied, K 89 Assischen Regierung angefragt habe; die Regierung, Der Redner führte aus, wie gerade dieses Wort treffend den Ste überhaupt gar nicht aus den Augen lassen durfen. n dem Set declarsrten Programm bezüglich Bulgariens ausdrücke die demüthige Herzensstellung des Entschlafenen m. Ossen heim. Am vergangenen Dlenstag beging aner schütterlich festhalte: ob sie es nicht für angezeigt zu Gott, der dankbar all' das Gute, das Gott ihm be die hiesige Gemeinde einen schönen Akt der Pietät, indem zalte, behufs Lösung der dulgarischen Fre im Sinne scheerte, hingenommen, und ergeben in den Willen des sie dem Lehrer Nagel, welcher am genannten Tage fünf eses Programmes eine internatlonale Conferenz zusam- Vaters, fast ohne Klage, auch das Voöse und Schwere, undzwanzig Jahre ununterbrochen an biesiger Schule ler menzubkrufen; endlich ob dle 1 le, falls die guf; das Gokt ihm und den Seinen in langer Lebensführung thätsg war, einen Fackelzug nebst Ständchen brachte. ie Erhaltung des Friedens gerichteten Vestrebungen er- zumaß, angenommen hat aus der väterlichen Hand Gottes] Nachdem der Gesangverein ein Lied vorgetragen hatte, auf Bändniß mit Deutschland wie eben darin die ganze schlichte Anspruchslosigkeits hielt Bürgermetster Keller eine kurze Ansprache an den

selgles blieben,

das Der Abgeorb nete Perczel frazte ferner an,

technen könne.

ran

* die Regierung es nicht für zeitgemäß balte, Rußland

1 Ategorisch aufzufordern, die Rästungen nicht nur einzu

in Fellen, sondern die Truppen an den Grenzen auf ein für

ert t Sicherheit Oesterreichs entsprechendes Maß zu redu

ien. Der Zeitpunkt der Veantwortung der Interpella

pen durch Tia ist noch un bestimmt. 5

Prag, 11. Jan Im Landtage brachten Mattusch

f Allit id Kwfezala einen Antrag eln, die Reglerung aufzu

1 50 bern, auf Grund des 8 des Reichsschulgesezes

2 em Veichs rathe einen Gesetentwurf vorzulegen, wonach

em Reichstathe blos die Feststellung der Grundprin *

des theuren Mannes sich kundgab, welche Jeden, der ihn] Jubilar und überreichte ein Geschenk im Namen der Ge kennen lernte, zu ihm binzog und wohlthuend berührte.] meinde; hiterauf übergaben die Schulkinder ihrem Lehrer Damit war auch die Anwendung gegeben auf die Ge⸗sein Album, und der Gesangverein einen schönen Plüsch

sessel, worauf der Gesangvereln noch ein Lied vortrug, womit die Feier beendigt war. Moͤge es Lebrer Nagel noch lange vergoͤnnt sein, in unserer Gemeinde und Schule zu ihrem Segen und Gedethen wie seither zu wirken

Allerlei. London, 10. Jan. Gestern, am 15. Jabrestage des Todes Napolcons III. fand die Ueberführung seiner Leiche und der seines Sohnes, des kaiserlichen Prinzen,

meinde, die in der dankbaren Erinnerung an das viele Gute, das er ihr im Amte gegeben, und ergeben auch das Böse annehmen muß, das sein unvermuthetes Scheiden ihr berettet. Wohl kein Auge ist bel den tief von Herzen kommen den, vom Hauch des Freundesschmerzes getragenen Worten trocken geblieben. Von der Kirche ward der Sarg zum Frted hof gelatet, gefolgt von dret Soͤhnen, und drei Brüdern (da arunter Generalsuperintendent Dr. Baur aus Coblenz, Dr. Baur aus Gießen), der treuen Schwester, der Ver