Ausgabe 
10.7.1888
 
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Obberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Annoncen: die einspaltige 7 1 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil.

Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau, bezw. Aufstellung elner

Viehseuchenstatistik.

Friedberg den 7. Juli 1888.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.

Wir beauftragen Sie andurch, die halbjaͤhrig hier und vierteljährig an Großherzogliches Kreisveterinäramt Friedberg einzusendenden

Tabellen

über die erepirten oder getödteten Thiere bezw. Anzeigen, daß Einträge in die Tabelle nicht zu machen waren, von jetzt ab sämmtlich

uns einzusenden, wir werden alsdann deren Mittheilung an Großherzogliches Kreisveterinäramt Friedberg veranlassen. Wir erwarten, daß Sie die Einsendungsfrist genau einhalten.

Betreffend: Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.

Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß in letzterer Zeit in verschiedenen Gemeinden des Kreises Neuanschaffungen von Fasel statt

ihrer Tauglichkeit ꝛc. untersucht worden sind.

Dr. Braden. Friedberg den 7. Juli 1888.

gefunden haben und solche in Dienst gestellt worden sind, ohne daß dieselben vorher durch den Großherzoglichen Kreisveterinärarzt bezüglich Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Fasel angekauft und in Dienst gestellt worden sind,

ohne daß Untersuchung derselben statt hatte, wollen uns umgehend hiervon Anzeige machen, damit wir nachträgliche Untersuchung veranlassen können. Für die Folge erwarten wir rechtzeitige Anzeige bei Neuanschaffung von Faseln.

Betreffend: Beförderung der Postsendungen.

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Dr. Braden. Friedberg den 7. Juli 1888.

Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Kirchen- und Schulvorstände des Kreises.

Durch Einzelsendung von Actenstuͤcken hierher sind in letzterer Zeit entweder Ihnen durch Frankatur oder uns durch Bezahlung des Portos bei portopflichtigen Sendungen bedeutende Portokosten entstanden, welche zum großen Theile hätten vermieden werden können, wenn die abzusendenden Aktenstücke in einem Brief oder Packet zur Versendung gekommen wären. Wir empfehlen Ihnen deßhalb dringend, durch Zusammenpacken mehrerer Actenstücke zu einer Sendung oder sonstige geeignete Maßnahmen eine Verminderung der betreffenden Portoausgaben herbeizuführen und bemerken hierbei, daß wir bei den zu gleicher Zeit von Ihnen abgesandten und hier eintreffenden portopflichtigen Dienstsachen das unnütz von Ihnen veranlaßte Porto durch Sie persönlich zurückersetzen lassen werden.

Bekanntma chu ng.

Betreffend: Die Zusammenlegung und Melioration der Grundstücke in der Gemarkung Straßheim. f Nachdem sämmtliche Zusammenlegungs-, Melioratious- und Katasterarbeiten rubr. Gemarkung vollendet sind, werden von Samstag den 7. bis 21. Juli 1888 die Abrechnungsakten nämlich: 1) Die Repartition über die Kosten bei Entwässerung der Grundstücke nebst der Repartition über die Kosten der Wiesenmelioration, 2) Der Kostenausschlag über die Zusammenlegung der Grundstücke nach welchem trotz der kleinen und äußerst ungünstig gelegenen Gemarkung auf den Hektar nur 38,25 M. oder auf den Normalmorgen 9,56 M. zu bezahlen sind zur Einsicht der Interessenten offen gelegt. Gleichzeitig werden die Besitzer aufgefordert, sich innerhalb der gedachten Zeit bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Ockstadt schriftlich dahin zu erklären, ob sie am 1. August ihren ganzen Kostenbetrag auf einmal ohne Zinsberechnung, oder in 10 Jahresraten mit 5% Zinsen vom

1. August 1888 ab bezahlen wollen.

Dr. Braden.

Bleibt diese Erklärung aus, so wird in Anbetracht der geringen Kostenbeträge angenommen, daß die Bezahlung am 1. August 1888 geschehen soll und erfolgt dann bei Nichtzahlung die gesetzliche Beitreibung.

Friedberg den 3. Juli 1888.

Bekanntmachung.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni d. J. wurde zu Bad⸗Nauhelm an dem Hause Ecke der Reinhards- und Hauptstraße das Firmenschild des Aron Löb [Furagehandlung) ausgehängt und vermuthlich entwendet. Der Beschädigte hat demjenigen, welcher den Thäter ermittelt, eine Belohnung von fünfzig Mark zugesichert,

und wird dies hiermit zur Kenntniß gebracht. Friedberg den 5. Juli 1888.

Der Großherzogliche Amtsanwalt Heul.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Kreisdiener Issel zu Worms wurde auf Nachsuchen, unter Anerken nung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.

Berlin. Dem Vernehmen nach reist der Kaiser am Abend des 13. Juli nach Kiel, verweilt da selbst einen Tag und tritt dann die Seereise nach Petersburg an, wo er am 18. Abends an kommen wird. Auf der Seereise wird nur ganz kleines Gefolge den Kaiser begleiten: Graf Her bert Bismarck, Geueraladjutant v. Wittich und Flügeladjutanten; auch der hier attachirte russische

General Kutusow soll sich anschließen. Das übrige Gefolge begibt sich am 17. ds. mittelst Hofzuges über Eydtkuhnen nach Petersburg. Mackenzie hat bekanntlich dasReuter'sche Bureau zu der Erklärung ermächtigt, daß die Einzelheiten der jüngst zwischen ihm und einem Vertreter desDagblad gepflogenen Unter redungen gänzlich unrichtig wiedergegeben seien. Der Bericht enthalte zwei Sätze, von denen der erste völlig unrichtig und der zweite, soweit Mackenzie's Autorität dabei in Betracht kommt, gänzlich apokryph sei. Wenn dem so ist, dann

schied bewilligt, ebenso den beiden Commandeuren

sst es nur erstaunlich, daß die Correspondenten

desKuryer Warschawski und des Mailänder Secolo, mit denen Mackenzie ebenfalls Unter- redungen hatte, ihn in demselben Sinne miß⸗ verstanden haben, wie der des HaagerDag⸗ blad, welch letzterer übrigens seine Behaup⸗ tungen vollständig aufrecht halt und insbesondere auf das bestimmteste versichert, nicht er, sondern Mackenzie selbst habe zuerst die Regentschafts- frage zur Erörterung gebracht. Uebrigens ver- lautet, Mackenzie seivon Berlin aus aufge fordert worden, sich künftig weder ausfragen zu lassen, noch freiwillig weiter zu plaudern.

Dem Chef der Admiralität, General der Infanterie v. Caprivi ist jetzt der erbetene Ab

der ersten und zweiten Division, Generallieute nants v. Strempel und v. Melchior.

Lieutenant Tappenbeck ist von seinen Wunden soweit wieder hergestellt, daß er hofft, am 1. August von Hamburg aus nach Batanga zurückkehren zu können, um sich den weiteren im Auftrage des Auswärtigen Amtes auszuführen den Reisen zur Erforschung des Kameruner Hin terlandes unter Leitung des Premierlieutenants Kund anzuschließen.

Bremen, 7. Juli. Heute fand auf der Werft der ActiengesellschaftWeser auf Befehl des Kaisers der Stapellauf und die Taufe des AvisosJagd durch den Viceadmiral Grafen Monts statt.

Dresden. Dem Vernehmen nach ist Prinz Georg von Sachsen zum Generalfeldmarschall ernannt.

Wiesbaden, 5. Juli. Der König von Dänemark trifft Ende Juli zu mehrwöchentlichem Kurgebrauche hier ein.

Straßburg. Das Ministerium erließ eine Verfügung, nach welcher die Geschäftsbücher der Rechtsconsulenten überall in deutscher Sprache zu führen sind. Die Meldung einiger Blätter von der Einsetzung eines Grenzpolizei-Commissärs in Großhettingen zur Controle der aus Luzem burg kommenden Reisenden ist vollstaͤndig un richtig. Die ähnliche Meldung desTemps von der Einsetzung eines Specialcommissärs in Basel ist gleichfalls unbegründet.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 5. Juli. Wie diePol. Corresp. vernimmt, überreichte

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