Ausgabe 
10.5.1888
 
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Donnerstag den 10. Mai.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Annoncen: die einspaltige 577 5 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von

auswärtigen Einsendern(

oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Versicherung der Felderzeugnisse gegen Hagelschaden. B ekanntma ch un g.

Die Jahreszeit, in welcher Hagelschläge vorzukommen pflegen, naht heran. Wir machen deshalb darauf aufmerksam, daß den Land Hessen concessionirter Versicherungsgesellschaften Gelegenheit zur Versicherung ihrer Felderzeugnisse

wirthen durch eine Anzahl im Großherzogthum

gegen Hagelschaden geboten ist. Zugleich bemerken wir, Collecten für Hagelbeschaͤdigte grundsäͤtzlich nicht gestattet

Friedberg den 3. Mai 1888.

Betreffend: Sterblichkeitsstatistik.

werden.

daß aus diesem Grund von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Dr. Braden.

An die Großh. Bürgermeistereien im Kreise Friedberg.

Diejenigen von Ihnen, welche die Sterbefallszählkarten und Todeszeuguisse von den Monaten März und April l. J. noch nicht an

uns eingesendet haben, werden ersucht, dies alsbald zu thun.

Großherzogliches Kreis-Gesundheitsamt Friedberg.

Dr. Lorenz.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Kommandeur des Gen darmerie-Corps Oberst Rüti wurde auf Nach suchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt und der Kommandeur des Gen darmerie-Distrikts Rheinhessen Major Beck zum Kommandeur des Gendarmerie-Corps und der Kommandeur des Gendarmerie-Distrikts Ober hessen Major von Follenius zum Kommandeur des Gendarmerie-Distrikts Rheinhessen ernannt.

Berlin, 7. Mai. DieNordd. Allgem. Zeitung schreibt: Der Kaiser fühlt sich seit Samstag etwas matt und angegriffen, ohne daß für die Erscheinung ein ausreichender Grund in objectiven Krankheitssymptomen zu finden wäre. Die Absonderung ist erheblich reichlicher als zu vor. Im übrigen ist die Athmung ruhig und frei. Das Fieber ist mäßig und schwankt zwischen den normalen Temperaturen(am Morgen 38,20 bis 38,30 am Abend). Die Nahrungszuführung erfolgt in gleichen Maße wie früher. Der Appetit hat nicht gelitten. Indessen hat die eingetretene Mattigkeit den hohen Patienten ge nöthigt, andauernd im Bett zu bleiben. Die Aerzte halten weitere Bettruhe für nothwendig. Ein Grund zu augenblicklichen Besorgnissen liegt in dieser hoffentlich vorübergehenden Körper schwäche nicht, die sich schon wiederholt im Ver

laufe der letzten Wochen gezeigt hat und bisher

immer vom Kaiser überwunden worden ist. 8. Mai. Ueber das Befinden des Kaisers ver lautet, daß die Mattigkeit gestern im Lause des Nachmittags fast gänzlich verschwand, sodaß der hohe Patient ohne Anstrengung sich der Arbeit widmen konnte. Gestern Abend betrug die Tem peratur 38,60, der Auswurf war etwas ver ringert. Der Kaiser hatte eine bessere Nacht und fühlt sich heute kräftiger. Das Fieber ist gering geblieben.

Breslau. DerBreslauer Zeitung wird aus Reichenbach gemeldet, daß in den mechani schen Webereien von Neugebauer und Söhne daselbst und von Julius Neugebauer in Langen bielau die Weber die Arbeit einstellten. In der erstgenannten Fabrik nahmen von den streikenden Webern etwa 300 die Arbeit wieder auf, nach dem eine Lohnerhöhung zugestanden war.

Karlsruhe, 7. Mal. Der Großherzog leidet, derKarlsruher Zeitung zufolge, seit Samstag an einer katarrhalischen Affection der

Luftröhre, verbunden mit allgemeinem Erkältungs zustand, welcher denselben nöthigt, zeitweise das

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Bett zu hüten, jedenfalls aber das Zimmer nicht zu verlassen.

Alle Vortrage, Meldungen, und Audienzen sind abbestellt.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 7. Mai. Ein Budapester Blatt meldet, der Londoner Botschafter Karolyi werde durch den Berliner Botschafter Szechenyi ersetzt. es Kreise, die Andrassy zum Berliner Botschafter machen wollen.

In Hofkreisen verlautet nach dem Fr. J. von einem schon in den nächsten Tagen bevor stehenden Besuche des Prinzen Alexander von Hessen, des Vaters des Fürsten Alexander, beim hiesigen Hofe. Der Prinz, welcher österreichischer General a. D. ist, war seit längeren Jahren nicht in Wien; es knüpfen sich daher an den bevorstehenden Besuch mancherlei Combinationen, die auf das Gebiet der höheren Politik hinüber spielen. Officiell wird mitgetheilt:Der Prinz Alexander von Hessen wird der an ihn als Ritter des Maria-Theresia-Ordens gelangten Einladung zur Theilnahme an der Enthüllungs feier des Monuments der Kaiserin Maria The resia am 13. d. Mts. Folge leisten und Ende dieser Woche nach Wien abreisen.

Holland. Haag. Der König beabsichtigt am 17. d. Mts. nach dem Schloß Loo abzu reisen. Die Nachricht, daß der Zustand des Königs sich so verschlimmert habe, daß das Schlimmste zu befürchten stehe, ist unbegründet.

Belgien. Lüttich, 8. Mai. Heute fand die Submission für Ausführung der Maasbe festigungen statt. Die Mindestfordernng wurde von dem Brüsseler Haus Braive abgegeben, welches mit der Gruppe der Pariser Unter nehmer zu einem Syndicat zusammengetreten ist. Frankreich. Paris. Der Municipalrath votirte 10,000 Fres. Unterstützung für die Fa milien der Glashüttenarbeiter in den Departe ments Seine und Seine et Oise, welche durch die Schließung der Fabriken beschäftigungslos wurden. Vor der Abstimmung machte der Seine präfect besondere Vorbehalte bezüglich des Vo tums. Der Polizeipräfect constatirte, daß augen blicklich 2500 Glashüttenarbeiter beschäftigungs los seien. Der Ertrag der indireeten Steuern im April ergibt ein Plus von 4 Million Fres. gegenüber dem Voranschlage und ein Plus von 5 Million gegen den April 1887. Boulanger wird am Freitag nach Duͤnkirchen gehen und sich von da nach Lille begeben, wo er am Samstag zu verweilen gedenkt und an einem Banket von 600 Personen theilnehmen wird.

Das Marineministerium widerlegt eine vomStandard veröffentlichte Mittheilung, daß das französische Geschwader in den ostasia

tischen Gewässern Befehl erhalten habe, sich zu

unbekannter Bestimmung in Vokohama zu ver sammeln.

Großbritannien. London, 7. Mai. Im Unterhaus erklärte Fergusson, zwischen der Re

In Wien gäbe gierung und dem Papste hätten keinerlei nicht officielle politische Verhandlungen stattgefunden. ö

Was die Samoa-Frage anbetreffe, so sei

Tamasese jetzt de facto König Samoas und werde als solcher auch von der Regierung prak

tisch anerkannt. Die Regierung hatte keinen Grund, bei den Differenzen mit Malietoa irgend wie Partei zu ergreifen. Die Vertragsbezie hungen zwischen England, Deutschland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika bezüglich Samoas seien unverändert.

Spanien. Madrid. Der Senat genehmigte den Handelsvertrag mit Rußland.

Türkei. Konstantinopel. Nachdem es dem armenisch-katholischen Patriarchen Azarian ge lungen ist, eine Wiederaussöhnung der Armenier mit den sogenannten Antihassunisten herbeizu führen, verlas der Patriarch gestern in Anwesen heit zahlreicher Kirchen-Genossen das Reskript, worin diese Wiederaussöhnung feierlich bekräftigt wird.

Rumänien. Bukarest, 8. Mai. Gestern Abend gab ein Mensch zwei Flintenschüsse auf das königliche Palais ab und zertrümmerte da durch mehrere Fensterscheiben des Bibliothek zimmers. Derselbe wurde alsbald verhaftet. Es heißt, der Verbrecher hätte als Motiv seiner That angegeben, daß er keinen Fremden auf dem Throne dulden wolle und daß er gehofft habe, er würde von Denjenigen unterstützt wer den, auf welche bei den agrarischen Unruhen geschossen worden war. Verletzt wurde Niemand. Der Attentäter ist ein früherer Zuchthäusler, namens Preda Fontauar, und hatte einen ge ladenen Revolver und ein scharf geschliffenes Messer in der Tasche.

Bulgarien. Sofia. Die tendenziöse Art und Weise der Führung des Prozesses Popow hat nach dem Fr. J. in den hoheren Militär kreisen nicht wenig böses Blut gemacht. Die Haltung des Prinzen Ferdinand in dieser und anderen Angelegenheiten wird sehr ungünstig be urtheilt. Es macht sich namentlich in den ost rumelischen Garnisonen noch immer und neuer dings wieder stärker eine Bewegung zu Gunsten des Fürsten Alexander bemerkbar. Als Fuhrer der mit dem gegenwärtigen Regime Unzufriedenen gilt der bekannte Major Panitza in Philippopel, zur Regierungszeit des Fürsten Alexander einer der Vertrauten des Letzteren.

DiePol. Corresp. meldet von hier,